DLE 30 Distanzbolzen kürzen

Hallo,

Ich habe heute erstmalig meinen DLE 30 an meine Laser 200 gehalten und festgestellt, dass er recht weit aus der Haube rausschauen würde.
Da ich den Motorspant ungern kürzen will, ziehe ich es vor die Distanzbolzen zu kürzen, bzw zu wechseln.
Alternativ könnte man auch eine lange Schraube nehmen und ein Alurohr als Distanzhalter einbauen.
Was haltet ihr davon?
Wie würdet ihr das Problem lösen?

Die Distanzbolzen müssten in meinem Fall von original 6cm auf 3-4 cm gekürzt werden...
 
Das Problem bei dem Abdrehen ist, dass die fabrikmäßigen Distanzbolzen auf beiden Seiten ein Innengewinde haben. Wenn jetzt die erforderliche Länge relativ kurz sein sollte, dann ist bei einem einseitigen Abdrehen die Tiefe des Innengewindes zu klein. Man muss dann zusätzlich den Abstandshalter durchbohren und eine Gewindestange einsetzen.
Was man nicht machen sollte, ist ein Alurohr aus dem Baumarkt kaufen, und mit Unterlegscheiben und einer Gewindestange einen eigenen Distanzbolzen kreieren. (denn das Alurohr aus dem Baumarkt ist viel zu weich...)

Reinhard
 
oder ganz einfach einen Kollegen fragen welcher eine Drehbank hat, für den wird es mit Sicherheit kein Problem sein sie zu kürzen und das Gewinde nach zu setzen. Oder in einer kleine Dreherei 4 neu auf länge fertigen zu lassen.

Gruß
Reiner
 
Tachauch,

Abdrehen? Sich welche drehen lassen? Wozu?:confused:

Reinhard schreibt doch schon genau das richtige: Gewindestange! Nur das Abstandsrohr weglassen. Dafür einfach nur eine Mutter verkehrt herum draufdrehen.

So wird’s gemacht:
Die benötigten längen der Gewindestangen recht großzügig zurechtschneiden. (Zu lang ist immer besser als zu kurz.)
Wie immer: Einschlagmuttern innen. Nun von außen die Gewindestangen nur soviel reindrehen das sie grade so innen bei den Einschlagmuttern rausschauen.
Jetzt sollten Vier Stangen auf der Motorseite stehen. Auf jede Stange nun eine Beilagscheibe (im Durchmesser weite Unterlegscheibe, auch Body washer genannt) draufschieben. Auf jede Stange eine Mutter draufdrehen... ja das kann dauern...(schlaue drehen die mit jeweils einer Unterlegscheibe schon drauf, bevor sie die Stangen in die Einschlagmuttern reindrehen...) je nach länge der Stangen. Alle Muttern festziehen.

Aufpassen! Nun noch eine Mutter jeweils draufdrehen. Sie ist nämlich der jeweilige Abstandsgeber.
Scheibe drauf. Motor auf die Gewindestangen auffädeln. Wieder eine Scheibe und nun die letzten Muttern draufdrehen.
Pro Gewindestange sind also nötig:
Einschlagmutter(Firewall), Scheibe, Mutter..... Mutter, Scheibe (Motor) Scheibe, Mutter.
Der Motor wird also zwischen zwei Muttern festgeklemmt und kann somit auf irgendeine Position auf den Gewindestangen festgeschraubt werden.
(Verstanden? Oder braucht einer eine Zeichnung?;))

Das hält, selbst einen 5Zyl. 250ziger Moki in einer Waco.

Außer einem (wo es grad zufällig gepasst hat) sind alle meine Benziner auf Gewindestangen montiert. Ich mache das seid über 15 Jahren so. Noch nie (allen „Expertenmeinungen“ zum trotz: Huch... pass auf die Vibrationen!!!) ist auch nur eine einzige Stange gebrochen. Obwohl da (Wetterbedingt) etliches an mehr an Flugstunden zusammenkommen, als beim Durchschnittsflieger in D.

Um Abstand/Sturz/Seitenzug brauche ich mir nie Sorgen machen und dieses elende rumfummeln mit Unterlegscheiben entfällt. Beim 30ziger reichen 6mm. Selbst der große Moki steht auf nur 8mm.

Ist mir Schleierhaft warum die Motorenhersteller noch immer diese nutzlosen Abstandshalter aus Alu mitschicken die fast Garantiert nie passen.
Vier Gewindestangen, und JEDER Motor ist in einer halben Stunde fest und zur Haube passend eingebaut. Übrigens gleich mit dem (groben) Sturz und Seitenzug.

Sturz und Seitenzug kann man beim einfliegen jederzeit nach bzw. einstellen. Und Später, wenn mal einen anderen Propeller benutzt, genauso.
 
Hallo zusammen,

Abdrehen? Sich welche drehen lassen? Wozu?

Reinhard schreibt doch schon genau das richtige: Gewindestange! Nur das Abstandsrohr weglassen. Dafür einfach nur eine Mutter verkehrt herum draufdrehen.

Das hab ich auch schon mal ausprobiert und zwar bei einem 30cm³ Supertiger - Methanoler. Das hat zwar funktioniert, allerdings schwingt sich die ganze Einheit komplett
auf, speziell beim Übergang von unteren Drehzahlen nach oben schwingt die ganze Einheit übermäßig und bringt diese Vibrationen in den Rumpf ein.
Die Aufhängung mittels Gewindestangen halte ich bei kleineren Verbrennern und natürlich bei E-Motoren für durchaus sinnvoll, bei größeren Benzinern (ab 30cm³ aufwärts)
würde ich davon absehen (außer du hängst sie auf M12 - M16 Gewindestangen :D)
Selbst die mitgelieferten Abstandsbolzen bei den DA´s, DLE´s, DLA´s usw. sind zwar zum Montieren und von der Zugänglichkeit super, allerdings vom Aufschwingverhalten
nicht gerade optimal. Nicht umsonst hat z.B. der DA 60 jetzt wieder hinten einen integrierten Träger, der mit dem Kurbelgehäuse verbunden ist.

Viele Grüße, bernie
 
ich würde gewindestangen aus dem baumarkt nehmen

kosten fast nix und taugen fast nix

gut sie haben maschinengeschnittene gewinde und sind aus minderwertigem material, dafür haben sie an jedem gewindegang eine eigene eingebaute sollbruchstelle

klar schwingen die sich auf, aber auch nur eine begrenzte zeit dann reissen sie ab, genau an der sollbruchstelle, am nächsten gewindegang

ich denke auch das bei versagen einer gewindestange als nächstes das auge am gehäuse sein leben aushaucht und abreisst


aber ich möchte auch noch was lernen

wenn meine eine mutter verkehrt herrum drauf mach ...... was gewinnt man dann?

und wie geht das mit dem sturz und dem seitenzug?

bei mir klappt das nie mit den gewindestangen, sobald ich dem motor durch verschieben auf den gewindestangen einen anderen motorzug gebe wandert gleichzeitig meine zugachse sprich propellermitte aus der längsachse,

oder vereinfacht wenn der motor ohne zug und sturz auf mitte eingebaut ist und nachträglich 3 grad seitenzug nach rechts braucht bekommt er gleichzeitig versatz nach recht, der rechtszug zieht nach rechts der rechtsversatz nach links - hebt also ein teil des seitenzuges wieder auf ...... mmmhhhhh vielleicht hätt´ ich ingenieur oder besser dr.ing. werden sollen - oder besser nichts lernen sollen - dann würden mir so komische gedanken auch nicht kommen ....
 
Ich weiss nicht genau was ihr für Probleme habt, aber ich habe das bei meiner Rans S-19 von Fliegerland genau so gemacht wie von Thomas beschrieben, und das funktioniert auch mit Baumarkt M8 Gewindestangen und einem DA-170 perfekt. Reiner Pfister hat das hier so demonstriert und ich finde die Lösung klasse: http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/201821-Neues-Schleppmodell-RANS-S-19-mit-320cm-Spannweite?p=1937783&viewfull=1#post1937783
Das man Sturz und Seitenzug berücksichtigen soll bevor man die Gewinde platziert sollte eigentlich klar sein - das ist aber kein Problem welches nur bei der Gewindestande auftritt, das muss auch bei diesen ollen Distanzhülsen so gemacht werden.

Aber statt mal einzusehen das es auch einfache Lösungen gibt die funktionieren witzelst du Harald lieber über einen Verschreiber in einem gut gemeinten Beitrag... :rolleyes:

Gruss Mathias
 
Hallo Mathias,

aber der Thomas weis auch genau warum er das hier gleich dazu schreibt
(die M 8er Gewindestangen mit 10/8mm Alurohre verkleidet !
( Weils schääeee macht ! )

Gruß
Reiner

der zum Glück als Modellbauer ne Dreh und Fräsmasch. in seiner Werkstatt stehen hat.
 
Ich nehme sowieso (fast) immer die Richter-Motorhalterungen. Im Prinzip ist das dann so, wie beim Thomas, nur befinden sich auf den Inbusschrauben/Gewindestangen die bezüglich Motorsturz und Seitenzug passend gedrehten Abstandshülsen mit 20mm Außendurchmesser (passend zur Richter-Motorhalterung). Der Motorträger wird mit Zug und Sturz passend mit den Richter-Motorhalterungen verschraubt und darauf sitzt plan der Motor und zwar so, dass die Achse genau mittig aus der Haube schaut. (eben wie beim Thomas nur ohne Muttern und Unterlegscheiben auf den Gewindestangen...) Und selbst die Gewindestangen aus dem Baumarkt, die reißen bei der Bauweisen nicht am Gewinde ab, denn die Richter-Motorhalterung und die gedrehten Abstandhalter verhindern das zuverlässig.... Normalerweise nehmen wir aber zur Befestigung von Motorträger und Motor hochfeste Inbusschrauben in der passenden Länge, oder eben entsprechend selbst gekürzt....


Reinhard
 
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