Dornier Do-228 nach FMT Bauplan -- Baustufenfotos

Liebe Forums-Gemeinde,
liebe Freunde des Frachtflugzeugs,
liebe Freunde des Passagierflugzeugs,


ich durfte mich in den vergangene Tagen wieder mal mit der guten alten Do-228 befassen, da ich einen neues Vorführ-Modell für die aktuelle Baukastenversion und einen weiteren Rohbau auf die Räder stellen musste. Das Bauen hat mir selber wieder richtig Spaß gemacht (obwohl es ja eigentlich bei mir unter "Arbeit" läuft). Dem interessierten Leser werde ich hier in den kommenden Tagen die Baustufenfotos einstellen, vielleicht macht es zur Winterszeit wieder Lust auf ein Projekt aus Holz.

In dem zugehörigen FMT-Bericht waren damals kaum Fotos zur Tragfläche, auch das sei hiermit nachgeholt. Viel kommentieren werde ich nicht und lasse einfach die Bilder sprechen. Fragen dürfen natürlich immer gestellt werden - ist ja schließlich ein Forum hier.

Wenn zwischendurch der ein oder andere Modellbauer Fotos von "seiner" eigenen Do-228 einstellen würde, freue ich mich besonders...

Und damit schon Schluss mit der Ansprache, jetzt gibt es Bilder:

Jonas
 

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Hallo Jonas,
meine Do 228 fliegt noch immer. Ich habe zusätzlich Landeklappen eingebaut, was sie beim Landen langsamer macht. Die DO ist seit 2009 ein treuer Begleiter, der immer wieder mal dabei ist.
Verbaut sind zwei Roxxy 3536, 2x 3S2200 Lipo. Im Verein baute jemand die Gleiche mit Einziehfahrwerk, sie wurde aber verkauft.

2010 war ich auf einem CARF-Flugtag und hatte die DO als Kameraträger dabei. Die Klappe vor der Fläche wurde ausgetauscht mit eine Klappe mit Servo zu Drehen der Kamera, ein Key Cam-Kamera.
Die Qualität war eher bescheiden... . Trotzdem, es hat funktioniert. https://www.flickr.com/photos/helinphotoart/4587068881/in/album-72157624013499150/

Das Modell macht bis heute richtig Spaß !!! Ein toller Wurf it da gelungen !!!
 

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Do-228 Rumpfheck Fotostrecke

Do-228 Rumpfheck Fotostrecke

Danke für die schönen 228-Fotos!

Hier wird der Rumpf gebaut, beginnend mit dem Heckteil: Seitenteile aus 1,5er Balsa, Dreiecksleisten 12x12, ein paar Sperrholz-Spanten (mit der Winkelschablone aufgeklebt), Formteile fürs Heck und Beplankungsbrettchen oben.







 

FamZim

User
Hallo

Schnittbandkerne als Helferlein ;) auch nicht schlecht !
Aber immer Bauteile die "auf Stoss" geklebt werden, scheint ja zu halten, bereitet mir aber Unbehagen, würde da etwas durchgehendes bevorzugen.
Hab aber auch schon mal einen Rumpf geteilt und dann verschraubt, aber an Kieferrumpfgurten..
Ein schönes Modell--auf jeden Fall--werde weiter zuschauen ;)

Gruß Aloys.
 
...
Ich baute den Rumpf damals in einem Stück.
Das gefiel mir besser. Warum sollte ich Brettchen abschneiden und dann wieder zusammenkleben... .
 
Do-228 Nase Fotostrecke

Do-228 Nase Fotostrecke

...ja die guten Trafokerne. Dürften noch aus den 60er Jahren sein und stammen aus der Spektrometer-Produktion. Leider ist der Trennschnitt nicht ganz rechtwinklig, sonst wären sie noch praktischer...

Die Teilung des Rumpfes gründet sich auf mehrere Ansätze: Zum einen passt es so optimal auf das FMT-Bauplanformat, zum anderen ist beim Original hier ja ein recht scharfer Knick und keine Rundung, was sich mit gestoßenen Rumpfseiten tatsächlich besser darstellen lässt; Der Rumpf wäre ohnehin zu lang für ein 1-m-Balsabretthen und einfacher zu bauen/händeln ist es auch. Über die stumpfe Verbindung dort braucht sich niemand Sorgen machen, die Klebestelle ist insgesamt so groß, dass der Rumpf dort niemals brechen wird. Dazu ist die Do-228 einfach zu kompakt und zu leicht, als dass man sie mit dem dazu nötigen Schmackes in den Boden donnern könnte. Wer zusätzlich Schrauben und Dübel setzten will, erzeugt nur völlig sinnloses Mehrgewicht. Bei einem 9-kg-Warbird wäre das sicher ganz anders.

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Hier wird jetzt die Nase komplettiert: Kabinenspanten in drei Ebenen geben die Form vor, dann wird die vorher in Form geschnittene Übergangsbeplankung aufgezogen (Krepp-Klebeband verhindert das Brechen des trockenen Balsaholzes) und verputzt. Der Nasenklotz besteht im Bausatz aus einzelnen 10-mm-Schichten, teils holgefräst. Der Styrodurkern des vorderen Rumpfdeckels wird mit Sperrholzschablonen zugeschnitten, dazu ist eine Styro-Cut praktisch, aber ein händisch geführter kleiner Schneidebügel täte es auch. Aufziehen der trockenen Beplankung mit UHU-POR und etwas Styro-Sekundenkleber an den Rändern.













 
Do-228 Kabine und Heckmontage Fotostrecke

Do-228 Kabine und Heckmontage Fotostrecke

Die fertig verputzte Haube vorne ist hier schon eingepasst. Aufbau der Kabine aus Stirn und Strebe. Einbau der Schraubenaufnahme für die Tragflächenbefestigung. Das Heck wird erst mit Krepp angeheftet und dann vermessen. Nötigenfalls die Auflagefläche etwas nachschleifen; wenn alles passt, wird geleimt. Der Akkuschacht ist aktuell aus verzahnten Pappelsperrholzteilen schnell zusammengesetzt. Weil er für LiPo-Akkus deutlich im Querschnitt vergrößert ist, muss er von unten eingeschoben werden. An den Spanten dann verleimt.












 
Hey Jonas,

der Deckel da vorn ist aber kein Balsa für die Seele...!
Als oller Holzwurm würde ich da wohl eher klassisch drei Spanten und ein paar Leisten drunter bauen.

Aber der Flieger ist schon schick und sieht bestimmt sehr gut aus, wenn er schön tief über dem Platz bewegt wird.

Gruß Mirko
 
Mirko - da hast Du vollkommen Recht! Ich will das Styrodurteil da vorne auch in der Serie unbedingt loswerden, da viel zu aufwändig zu schneiden. Es sorgt halt so schön für absolute Verzugsfreiheit des Deckels. Es wird künftig ungefähr so gebaut, wie von Dir vorgeschlagen.
Grüße Jonas
 
Hallo Jonas,

so wie ich Dich verstanden habe, hattest Du die Do 228 schon gebaut und lieferst jetzt die Fotos nach.

Hier mal ein paar Daten meiner ehemaligen Do 228:

Spannweite: 1560mm
Länge: 1300mm
Gewicht: Fläche: 811g, Rumpf: 1151g, Total: 1962g
Abfluggewicht: 2428g incl.4s4000Lipo

Elektronik:

Motoren: 2xTurnigy D2830-11 1000kv 2-4s 210W

Regler: 2x Turnigy 40A Blue Series 2-6s

Servos: SR: Robbe FS 500MG, HR: Hitec HS82 MG,
QRR+QRL: Hitec HS 81,
Bugfahrwerk: Turnigy TGY1501

Propeller: 2x Aeronaut 8x4,5 Rechts- und Linkslaufend
Präzisionsspinner Carbon Design


Flugdaten: Flugzeit 7 Minuten mit ca. 30% Restkappazität


Bei mir war der 4s4000er Lipo im Akkufach, was bis unter das Cockpit reichte.
Brauchte dann noch immer Blei in der Nase.

Gruß,

Michael


DO 228 Reparatur und Fotos 30.09.2013 001.JPG
 

cupra4

User
Hallo,

meines Wissens war diese Do mal in einer früheren FMT Ausgabe...

Gruß
Patrick

Hallo Jonas,

so wie ich Dich verstanden habe, hattest Du die Do 228 schon gebaut und lieferst jetzt die Fotos nach.

Hier mal ein paar Daten meiner ehemaligen Do 228:

Spannweite: 1560mm
Länge: 1300mm
Gewicht: Fläche: 811g, Rumpf: 1151g, Total: 1962g
Abfluggewicht: 2428g incl.4s4000Lipo

Elektronik:

Motoren: 2xTurnigy D2830-11 1000kv 2-4s 210W

Regler: 2x Turnigy 40A Blue Series 2-6s

Servos: SR: Robbe FS 500MG, HR: Hitec HS82 MG,
QRR+QRL: Hitec HS 81,
Bugfahrwerk: Turnigy TGY1501

Propeller: 2x Aeronaut 8x4,5 Rechts- und Linkslaufend
Präzisionsspinner Carbon Design


Flugdaten: Flugzeit 7 Minuten mit ca. 30% Restkappazität


Bei mir war der 4s4000er Lipo im Akkufach, was bis unter das Cockpit reichte.
Brauchte dann noch immer Blei in der Nase.

Gruß,

Michael


Anhang anzeigen 2051215
 
Patrick, das mit dem vollen Keller kenn' ich zur Genüge. Früher ist man ja öfter mal abgestürzt, dann war wieder Platz - heute funktioniert irgendwie alles zu perfekt.

Michael, ja ich hab schon 1994 meine erste Do-228 gebaut, 10 Jahre später dann den Plan dazu veröffentlicht. Die aktuell hier gezeigte 228 ist aber gerade erst im Entstehen und noch taufrisch. Warum Deine Dornier so viel Gewicht vorne benötigt hat, erschließt sich mir nicht. Waren da die Leitwerke und das Rumpfheck zu kräftig verstärkt oder zusätzlich beplankt? Immerhin ist meine letzte Maschine ein glattes Kilo leichter... Rätselhaft.

Timo, danke für Deine lieben Worte, da sind wir uns einig. Ich finde ja, selbstgebaute Flugzeuge sieht man heute generell zu selten. Halten wir also die Fahne der Baupläne für Selbermacher weiter ganz hoch!

J.
 
Schlimm ist doch, dass es eigentlich viel zu viele schöne und interessante Pläne, Bausätze und sonstige Anregungen zum Selbstbau gibt. Ich müsste reicher Rentner mit sehr viel Platz sein, um alles zu bauen, was ich schön finde. Ein echtes Dilemma...! Aber diese Holzbauten sind echt cool und werden auch nicht aussterben. Und so`n Styroklotz kann man ja auch in Eigenregie weglassen. :D
Ich freue mich über die Bilder und schaue mal heimlich nach, ob das Antriebsset meiner verschrotteten 2-Mot. passen könnte. Ich fand auch die Idee mit dem Einziehfahrwerk sehr schön, sieht auch sehr realistisch aus.

Gruß Mirko
 
...
Die DO ist bei mir über viele Jahre ein treuer Begleiter gewesen und fliegt genial schön. heute fliege ich sie, damit der Staub weggeblasen wird - und macht immer wieder viel Spaß.
Der Bau lohnt!!! - Und das mit dem vollen Keller kenne ich.
 

cupra4

User
...gut, für so ein relativ kleines Modell lässt sich vielleicht doch noch irgendwo Platz finden :-) Mal schauen...jedenfalls verfolge ich gespannt den Bericht hier :-))

Gruß
Patrick
 
Do-228 Fahrwerksgondeln Fotostrecke

Do-228 Fahrwerksgondeln Fotostrecke

Hier wird zunächst der Rumpf hinter der Tragfläche fertiggestellt: Erhöhungen aufsetzen und dann beplanken.

Dann geht es an das Fahrwerk: Fahrwerksträger mit Nuten für die gebogenen Drähte (2,5mm Federstahl). Befestigung durch handelsübliche Schraub-Plättchen. Die Fahrwerksgondeln bestehen aus dünnen Sperrholzscheiben als formgebende Spanten in zwei Ebenen und Styrodurblöcken. Der obere Block wird bereits jetzt in Form geschliffen. Ein Balsa-Aufdoppler erzeugen die nötige Stufe für die untere Beplankung.

***Wer kein XPS-Hartschaum mag, der kann genau so gut weiches Balsa einsetzen und zuschschnitzen. Ich empfehle in diesem Fall, ein 20mm und ein 30mm-Brettchen in weicher Holzauswahl anzuschaffen, diese Brettchen sind einfacher zu verarbeiten und meist deutlich weicher als übliche unsortierte "Balsaklötze".***

Die Fahrwerksgondeln werden nun links und rechts unter den Rumpf gesetzt und mit formgebenden Querspanten verbunden.












 
Do-228 Restarbeiten Rumpf Fotostrecke

Do-228 Restarbeiten Rumpf Fotostrecke

Jetzt wird das Unterteil der Fahrwerksgondel fertiggestellt: Untere Styrodurblöcke außen einkleben und grob zuschnitzen. Dann die untere Beplankung aufziehen.

Der Querriegel aus XPS wird nicht fest eingeklebt, er bleibt abnehmbar, um an die Fahrwerksschrauben gelangen zu können (nur für den Fall, dass die Drähte nach einem heftigen Unfallschaden gerichtet werden müssten). Zum Verschleifen wird dieser Block mit zwei Tropfen UHU-POR lösbar eingeheftet. Gesamte Gondel nun in Form schleifen.

Das Kabinendach bleibt abnehmbar, damit der Akku hier eingeschoben werden kann. Im Bausatz besteht das Dach aus 6-mm-Balsa; hinten wird eine Erhöhung aufgesetzt und der hintere Befestigungsdübel durch den Hauptspant hindurch eingebohrt. Nach Einkleben des Dübels wird die Stelle beplankt. Der Deckel öffnet dann nach vorne und wird vorne von einem Riegel oder Vorreiber gehalten.

***Zum Bohren solcher Dübellöcher verwende ich gerne einen simplen Hand-Bohrkloben, mit dem man viel besser an die Modellbau-typischen Stellen hinkommt und auch weniger kaputtmacht, als mit der viel zu großen und zu groben elektrischen Bohrmaschine. Und weil die Dinger meist weder im Modellbauladen, noch im Werkzeugladen zu bekommen sind, vertreibe ich sie jetzt einfach selber.***










 
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