E-Sports - was haltet ihr davon?

Hallo an Alle,

Da ich die Entwicklung des E-sports nun schon eine Weile verfolge und das Ganze doch einiges an Potential mitbringt,
möchte ich hier mal nachfragen wie ihr dazu steht.
Oft stehen ja die Fraktionen der Fussballer und Hallensportler dem sehr kritisch gegenüber.
Ich denke durch die doch teilweise komplexen Spielregeln, sowie Strategien besitzt das Ganze viel Potential!
Dieses Jahr sahen beim Finale von "League of Legends" 145 mio. Zuschauer das Spiel an! :eek:
Das mal jedoch nur als Beispiel...

Bin echt gespannt was ihr dazu meint!

Grüßle, Sebastian
 
Bin echt gespannt was ihr dazu meint!
Eine ehrliche Meinung? Kannst du das ab?
Wenn nicht, bitte nicht weiterlesen!




Das „Leben“ in einer Virtuellen Welt hat nichts mit der Realität zu tun. Es ist nur ein flüchten in eine Phantasiewelt. Oft mit sehr bösen erwachen.
(Mist! Stromausfall. Hilfeeeee, was mache ich nur?)

Da könnte man sich ja gleich an eine (die) Matrix anschließen lassen. Denn was anderes ist es letztlich nicht.

145 mio. Zuschauer
Die Verdummung nimmt langsam wirklich beängstigende Formen an... :eek:

P.S. Ich treibe keinen Sport im ursprünglichen Sinn. Mein Garten und meine Arbeit erzeugen genug körperliche Bewegung. Ansonsten fliegen an einem wirklichen Himmel und landen auf einer wirklichen Erde. Ich bin Realist.
 
Hallo,
ich selber verfolge das ganze auch ein wenig.
Ich selber spiele World of Tanks, Silent Hunter 3 und ab und zu War Thunder.
Ich behaupte einfach mal das World of Tanks vom Grundkonzept League of Legends ähnelt.
Die Spiele werden heutzutage immer komplexer, was das ganze auch viel interessanter für die Öffentlichkeit/Fernsehen macht.
Ob das positiv oder negativ ist kann ich nicht beurteilen, bzw. ich habe keine Meinnung dazu.
Bei World of Tanks ist es z.B. viel mehr als nur den Panzer zu fahren und zu schießen.
Man muss das Setup (welche Panzer im Gegnerischen Team sind) lesen, daraus schließt man welche Position man anfahren will auf der Karte.
Auch muss man wissen was sein eigener Panzer kann und was nicht.
So ähnlich ist es wahrscheinlich auch bei League of Legends.
Das war nur ein kleiner Teil, von dem was bei solchen Spielen alles möglich ist.

MfG Julian
 
Eine ehrliche Meinung? Kannst du das ab?
Klar,sonst würde ich keinen Cafeklatsch darüber anfangen, oder nach euren Meinungen fragen ;)
Ich finde ehrlich gesagt, gibt es einen Unterschied zwischen Spiele spielen (da trifft das Argument mit einer fiktiven Welt "leben" eher zu) und diese E-Sports-Geschichten,
weil die E-Sports schon relativ auf eine Art Wettkampf ausgelegt sind.
Wird also weniger als eine Art fiktive Rollenspiel-Welt verstanden, sondern mehr als eine Art Plattform um Wettkämpfe auszutragen.
Ich verstehe aber natürlich was du meinst, es ist und bleibt eben ein Spiel.

@Juliank02 ich würde das ganze nicht so spezifisch sehen, eher im Gesamtkontext.

Die Spiele werden heutzutage immer komplexer, was das ganze auch viel interessanter für die Öffentlichkeit/Fernsehen macht
Das sehe ich eher anders. Es ist genau der Grund was es für viele interessanter macht als das Fernseh-Sportprogramm meine ich eher.
Ich denke nicht dass esports etwas für die "breite Masse" ist, da die einzelnen Spiele fast schon zu spezifisch sind, und die Regeln oder Abläufe teilweise eben nicht so einfach sind.
Oft lassen sich Sportarten, bzw. deren Ausübung und Regeln auf wenige Grundsätze zurückführen. Bei Esports ist das oft eben nicht möglich, was auch eher abschreckend wirken kann.

IMO ist es genauso viel (oder wenig) Sport wie Schach, Darts und Billard.
Interessanter Punkt!

Grüßle, Sebastian
 
Viel ungesünder wie Radsport kann E-Sport ja auch nicht sein. Also was solls.;)

~Unka

PS
Kaffee gilt übringens als Doping Mittel. :D
 
Wenn ich mir auch so ansehe was aus Fussball im eigentlichen Sinne als Sport gemacht wird und gemacht wurde, muss ich sagen sehe ich da genügend "Verdummungs-Potential".
Vereine kaufen und verkaufen Spieler, Geld in Millionenhöhe wird hin und her geschoben, und Tickets für 120 Euro für einen Durchschnitts-platz...das hat für mich viel mehr mit Verdummung zu tun als Esports.
Von den ganzen Fähnchen und dem ganzen Gerümpel drumrum will ich gar nicht erst anfangen.

Gesundheitlich denke ich ist Gartenarbeit natürlich fördernder fürs Wohlbefinden als den ganzen Tag am PC daddeln, wobei ein Schreibtischjob da nicht so weit von den PC'lern entfernt liegt.

Grüßle, Sebastian
 
Die Verdummung nimmt langsam wirklich beängstigende Formen an... :eek:

Schön, dass Du in jedem Thread beweist, welche eingeschränkte Weltsicht Du doch hast.
Ich spiele selber keine Games, noch nie ernsthaft gespielt, kein Interesse daran. Trotzdem gibt es in der Branche faszinierende Entwicklungen, es gibt faszinierende, positive Auswirkungen auf Menschen, die spielen, und es ist nicht an mir, andere für ihre Hobbies in eine Schublade zu stecken.
 
Schön, dass Du in jedem Thread beweist, welche eingeschränkte Weltsicht Du doch hast.
Aber du nimmst für dich in Anspruch selbige zu besitzen?

Hmm... Da frage ich mich, wie offen zugegebenes Nichtwissen mit „Weitsicht“ zu vereinbaren ist?
Ich spiele selber keine Games, noch nie ernsthaft gespielt, kein Interesse daran. Trotzdem gibt es in der Branche faszinierende Entwicklungen,
Vielleicht solltest du dich erst mal über die Spiele selbst und den Gefahren von solchen Spielen informieren. Das Suchtpotential, die Hemmschwelle zu Gewalt wird verringert, Vereinsamung durch Verlust der realen Welt (also von realen Freunden, Familie und Bekannten), Bewegungsmangel, usw. ist nachgewiesen.
Was alles sehr Dumm ist.
Und der „Nutzen“, also das trainieren von Reaktionsgeschwindigkeit, Vorausdenken... von solchen Spielen ist sehr umstritten. Auch ein jeglicher Lerneffekt von solchen Spielen ist sehr begrenzt, da es sich immer um eine Art Dauerschleife handelt: Der Horizont ist auf die Spielebene begrenzt.

Wobei ich ausdrücklich betonen möchte, das dies alles kein MUSS ist.
Die Grenze ist da sehr fließend und für den Spieler und die Zuschauer (also den Fans) nicht immer deutlich erkennbar.
Allerdings für Außenstehende erkennbar.

Ich wüßte nicht, das so etwas bei realen Spielen (bspw. Fußball) vor kämme.

Obwohl auch dort „Hardcore” Fans (also Zuschauer) offensichtlich völlig verdummt sind.
Bengalos, Prügeleinen, Haß und Gewaltausbrüche, Zerstörungswut, u.v.a.m. sind nicht anders erklärbar. Jedenfalls für mich nicht.

Von daher bleibe ich bei meiner Meinung: Die Verdummung nimmt langsam wirklich beängstigende Formen an...

Was aber auch nichts mit "Schubladendenken" zu tun hat.
 
Ich glaube jeder kann seine "Weltsicht" handhaben wie er lustig ist,
trotzdem möchte ich mich kurz zu den "Gefahren" äußern.
Der Glauben dass Spiele die Hemmschwelle zur Gewalt verringern ist eine etwa veraltete Ansicht, und wurde schon vor langem durch Langzeitstudien widerlegt. Dabei muss man das Verhalten in größerem Zusammenhang sehen,
dazu zählt dass bei dieser Betrachtung auch das soziale Umfeld berücksichtigt werden muss. Dabei wurde herausgefunden, dass vielmehr das soziale Umfeld dieser Egoshooter-Spieler Einfluss auf das Aggressionsverhalten hat, als das Spiel selber.
Die Hemmschwelle selbst verändert sich nicht merklich, zumindest beim großen Großteil der Spieler. Schwarze Schafe gibt es immer und in allen Gruppierungen, auch beim Fussball.
Vereinsamung durch Verlust der realen Welt
Auch das ist keine direkte folge, die allein bei Videospielen auftritt. Durch die heutige Vernetzung ist fast schon das Gegenteil der Fall.
Ich will trotzdem auch darauf hindeuten, dass sicherlich negative Folgen oder Auswirkungen existieren...das will ich nicht leugnen, kann ich auch gar nicht. Ich will nur darauf hinweisen, dass es nicht ganz so schlimm oder "einfach" ist wie es in den Medien suggeriert wird :rolleyes:


Grüßle, Sebastian
 
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Der Glauben dass Spiele die Hemmschwelle zur Gewalt verringern ist eine etwa veraltete Ansicht, und wurde schon vor langem durch Langzeitstudien widerlegt.
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Das läßt vermuten, daß keinerlei Verringerung der Hemmschwelle eintritt.
Aaaber:
...
Die Hemmschwelle selbst verändert sich nicht merklich, zumindest beim großen Großteil der Spieler.
...

Das klingt, nach meinem Verständnis von Logik, nicht mehr ganz so überzeugend.
Ich tendiere eher zur veralteten Ansicht und fühle mich durch Deinen Beitrag bestätigt.

Servus
Hans
 
Die Hemmschwelle

Die Hemmschwelle

Ich hab beim daddeln zwar im Prinzip nur die Erfahrung bei meine Flugsimulatoren,aber da kann ich schon mal sagen ,das die Hemmschwelle zu riskanten Flugmanövern erheblich herabgesenkt ist.:cool:

~Unka
 
Hallo Sebastian
Durch die heutige Vernetzung ist fast schon das Gegenteil der Fall.
Ich möchte mal frech behaupten, das 1000 virtuelle Freunde bei Gesichtsbuch & Co nicht mal annähernd an drei oder vier reale Freunde heran kommen.

Wer die von dir angesprochenen Studien, das Balla-Spiele „Harmlos“ sind, in Auftrag gegeben hat, will ich lieber nicht wissen. Und daß das Soziale Umfeld eine Mitwirkung trägt, würde ich nicht mal abstreiten. Denn wenn das Ego auf der Straße nicht anerkannt wird, zumindest im Egoshooter ist man immer der Held (mit X- „Leben“: Auf Knopfdruck, wie praktisch).

Offensichtlich ist für einige Menschen das Reale Leben schon so Langweilig geworden, das man sich in eine Virtuelle Welt „retten“ muß um überhaupt noch einen, den, „Kick“ zu bekommen.

Nun ja, im Menschen steckt ja (Nachgewiesen!) der Hang zum zerstören.
So gesehen ist es besser man zerkloppt und tötet nach Herzenslust virtuell, als real. Ist eben wie im Film, nur das man im Spiel Mitwirkender (Hauptdarsteller) ist.
Meistens reicht das ja auch... zum Glück für die Umwelt und deren Bewohner.

Die Frage ist nur: Für wie lange? Wann wird das auch Langweilig? Wann stellt der Spieler fest das er immer das Selbe macht? Zwar „in“ einer neuen „Umgebung“, aber sonst?
Und dann? Neues Spiel, neues Glück? Und wenn das Adrenalin dann nicht wie gewohnt kommt?
Womit und woran tobt sich der Spieler dann aus?
Etwa mit Solitaire spielen?

Ich will keinem sein Hobby madig machen, solange das im Rahmen bleibt, bitte. Ich bin ja auch bekloppt und baue und fliege Modellflugzeuge, zum Teil Scheiße teuer das Zeug.

Aber leider gibt es keine wirklichen Studien (länger als 20 Jahre) auf die Auswirkungen auf diese Art Spiele. Denn so lange gibt es diese Spiele (in der heutigen realistisch gemachten virtuellen Welt) ja noch gar nicht.
Und... es gibt eben diesen Abstumpfungseffekt.
Der in Kombination mit diesen immer perfekter gemachten Spielen, das ist es, was mich sehr nachdenklich macht.
 
Und... es gibt eben diesen Abstumpfungseffekt.
Der in Kombination mit diesen immer perfekter gemachten Spielen, das ist es, was mich sehr nachdenklich macht.

Jup, den find ich beim Fernseh-Fußball inzwischen auch ganz deutlich ausgeprägt.
Fürs Stadion kann man wenigstens noch körperlich das Ausweichen von einem verschossenen Ball oder Pyrotechnik üben...
Nur in der Simulation bringt´s das nich so....
E-Sports... warum kommt mir nur Schlappschuss nicht aus dem Sinn...
 
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