eCalc: Fragen und Antworten zu propCalc, fanCalc, heliCalc

Gerd Giese

Moderator
Teammitglied
Denkt daran - Ecalc rechnet mit statischen Motordaten die natürlich deutlich ungenauer sind
als ein dynamisch gemessener Motor (DC) , mit dessen Werten dann gerechnet wird. 😉
Dennoch, täte ich für das erste Abschätzen durchaus auf Ecalc zurück greifen.

Bei Unstimmigkeiten wendet euch direkt an den Betreiber!
 
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Denkt daran - Ecalc rechnet mit statischen Motordaten die natürlich deutlich ungenauer sind
als ein dynamisch gemessener Motor (DC) , mit dessen Werten dann gerechnet wird. 😉
Hallo Gerd,

da bin ich nicht ganz bei Dir. Auch mit statischen Motordaten kann man eine gute Genauigkeit erziehlen.
Es hängt da von der Vertrauenswürdigkeit und Serienstreuung der Motorkennwerte ab. Das Problem mit der Serienstreuung der Motorkennwerte
und dem Reglerverhalten kann auch der Drive Calc nicht verhindern. Die in DC gemessenen Werte müssen immer mit dem jeweiligen Regler und Motor gesehen werden.

Die Parameter KV und das Propeller n100 gehen mit der 3. Potenz in die Propelleraufnahmleistung ein. Dies beiden Paramter sind das
Hauptproblem bei einer Berechnung. Zusammen mit dem verwendeten Regler können größere Abweichungen im KV auftreten. Liegt das generische
Propellermodell um 10 % im n100 daneben, dann ergibt das 33 % Fehler in der Leistungsaufnahme beim Propeller.

Beispiel:
Aeronaut CAM Carbon 15x8 @M42: n100 = 4140 rpm
APC 15x8E: n100 = 4009 rpm
GM 15x8 @M32: n100 = 4583 rpm

Der Leistungsunterschied zwischen der APC-E und der GM liegt bei 49 % bei gleicher Drehzahl.

delta P = (4583/4009)^3

Kommen jetzt noch eine Abweichung im KV aufgrund von Serienstreuung der Magnetkennwerte oder dem Reglerverhalten dazu, dann ist das berechnete Ergebnis auch für eine erste Abschätzung nicht mehr zu gebrauchen.

Jetzt kann ja jeder mal in eCalc die drei Propellertypen mit einem beliebigen Setup ausprobieren.

n100- Werte:
Aeronaut CAM n100: https://www.rc-network.de/attachments/luftschraubenvergleichswerte-xls.11905683/
APC n100: https://www.apcprop.com/files/PER2_N100.DAT

1619723335949.png


Gruss
Micha
 
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Moin Micha
Bei der "KV" ist es dann auch die Angabe in den technischen Daten, da steht dann nicht 778KV, das wird dann als 800KV, oder vielleicht auch als 750KV gelistet. Das Timing, mit welchem der Wert gemessen wurde, steht nur in den allerseltensten Fälle bei.
Ich denke das weniger die Serienstreuung das Problem ist, sondern das wir Kunden uns mit schlampigen Angaben zufrieden geben ;-)
....Idealerweise vor dem Kauf die genaue KV inkl. Timingangabe beim Händler/Hersteller abfragen.
 
....Idealerweise vor dem Kauf die genaue KV inkl. Timingangabe beim Händler/Hersteller abfragen.
Hallo Holger,

so eine Info wirst Du gerade bei Low Cost Motoren aus China nur selten bekommen. :D
Bei solchen Low Cost Motoren hatte ich schon öfters Abweichungen im gemessenen KV größer +/- 10 %.
Am besten bin ich bisher mit meinen Kontronik Innenläufer gefahren, da liegen die Abweichungen so im Bereich von max. 6 %.

Gruss
Micha
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Micha
Bei Kontronik sind die Angaben immer auf die Hauseigenen Regler bezogen mit aut. Timing (ersatzweise ~7° Anfangstiming).
Und es gibt eine Endkontrolle.

Ein Streu-Problem haben alle Hersteller. Die spez. Drehzahl steigt ja immer mit dem altern des Stanzwerkzeugs für die Statorbleche, die Stanzgrate werden mit der Zeit immer größer, und es landen bei der Stanzpaketierung weniger Bleche im Stapel. Die KV steigt analog zur Blechzahl.
Durch wiegen der Statoren (Stichproben) kann man hier aber schon recht gut bei der Eingangskontrolle eingreifen.

Bei den Billigdingern, klar, da hilft nur messen, und besser, die Messdaten auch zu teilen ....
 

eCalc

User
Produktisstruungen sind normal und liegen bei qualitätshersteller um 2%, bei billigherstellern gar bei 10%+
Ob nun die einzelmessung eine genauere simulation als der geglättete mittelwert ergibt, hängt alleine davon ab, wie weit mein aktuell vorliegender motor von diesen daten abweicht. statistisch gesehen hat der geglättete wert hier klar vorteile.
wenn ein spezifischer motor auf eurer bank liegt, kann der natürlich vermessen werden und die spezifisch ermittelten spezifikationen eingegeben werden. nur wendet man aber ein solches simulationstool vorwiegend VOR dem kauf an.

...aber das wird ja schon seit jahren diskutiert.
 
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