Eigenbau: Kat oder Tri

David1

User
Hallo Schifflebauer
schon seit längerem schwirrt mir ein Eigenbau im Kopf herum. Eine konventionelle Jacht solls nicht werden. Eher ein Mehrrümpfer. Um Klassenreglemente will und muss ich mich auch nicht kümmern, da ich sowieso nie im offiziellen Wettbewerb fahren werde. Etwas vom Wichtigsten wäre die Geschwindigkeit.
Nun zu meiner Frage: was spricht denn nun für einen Katamaran oder für den Trimaran?
Gibts da noch andere Argumente, als der Mehraufwand beim Bau der Rümpfe (2 oder 3)?

Eine Alternative wäre evt. auch noch eine Dinghy mit beweglichem Ballast: http://www.aquataurmodels.com/
nur von der Leistung (Geschwindigkeit) wird das nicht an ein Mehrrumpfboot herankommen.

Besten Dank für eure Tips und Ideen
Gruss David
 

Mooney

Vereinsmitglied
Hallo David,

zu Zeiten von RC Online gab's mal so einen "verrueckten" Oesterreicher der sich mordsmaessig mit dem Bau von Kat und Tri beschaeftigte. Der konnte einem auch die Vor und Nachteil verklickern.
Ich komme leider nicht mehr auf seinen Namen, aber vielleicht weiss einer von den Schifflebauern noch mehr.
Ansonsten wuerde ich sagen, google bringt auch was.
 

plinse

User
Moin,

der Vorteil eines Trimarans ist, dass man ihn verwindungssteifer bekommt mit gleichem Aufwand an den Traversen, da diese Kürzer sind und der RC-Einbau ist wesendlich einfacher. Sogesehen können die Schwimmer fast komplett passiv sein, vieleicht kommt ein Ruder rein aber sonst befindet sich alle mittig.

Sicher, vom Aufwand her baust du einen Rumpf mehr, 2 werden aber praktisch identisch, die Ausleger.

Vorteil eines Katamaranes ist natürlich, dass der Hebel des gesamten Gewichtes größer ist, was das aufrichtende Moment betrifft.

Argumente gibt es für beides.
 

plinse

User
Moin Thomas,

meinst du Ernst Zemann? Yeti und ich hatten da auch mal einige Ideen, viel weiter als ein paar Materialproben zu machen und einen Urmodellversuch seitens Christian sind wir dann leider nicht mehr gekommen.

Ernst hatte sicher einiges ausprobiert aber er hatte auch sehr fixierte Meinungen. Später editierte er die meisten seiner Postings, wenn nicht sogar alle in "Muhhhh" oder "Mähhhhh" . Jemand, der seinen Plänen folgend ein Boot gebaut hatte, das dann nicht so toll fuhr, hat er auch ziemlich nieder gemacht - er hätte zu schwer gebaut.

Klar war bei der Auslegung das Gewicht ein zentraler Ansatz, sonst kann ein schlanker Ausleger nicht den Auftrieb bringen, den es bedarf, ein Multihull ist aber etwas advancter und wenn man sowas als Plan ins Netz stellt, sollte man vielleicht auch deutlicher auf "LEICHTBAU" hinweisen, evt. mit Komponentengewichten vonwegen: "Wenn ein Ausleger mehr wiegt als xy, dann schmeiss ihn weg und bau ihn neu!" Wäre zumindestens besser als es nachträglich zu tun ;) .
Sonst ist es schließlich fast normal, dass einige Modellbauer zu Betonismus neigen und lieber doppelt so dick beplanken, sicher ist sicher ;) , ...
 

Mooney

Vereinsmitglied
Jepp, genau den mein ich....

.....war mir als ziemlich verrueckt in Erinnerung geblieben. :confused:
...dem entsprechend hatte er sich ja auch aus dem Forum verabschiedet :eek:

Aber die Dinger die er gebaut hat, waren aber, so glaub ich, ziemlich fix unterwegs gewesen.

Und vom Materialaufwand sehr guenstig (Balsa und Matte) Damals hatte ich mir auch die Plaene hingelegt, bin aber doch Modellflieger und somit ist nix draus geworden.

Was mir noch in Erinnerung geblieben ist, das man so Multis ruhig recht gross bauen sollte, damit das Leerumpfeintauchen minimiert wird.

Auf alle Faelle viel Spass bei dem Projekt und Bilder wuerde ich auch gern hier sehen :rolleyes:
 

plinse

User
Original erstellt von Mooney:

...
Und vom Materialaufwand sehr guenstig (Balsa und Matte) Damals hatte ich mir auch die Plaene hingelegt, bin aber doch Modellflieger und somit ist nix draus geworden.

Was mir noch in Erinnerung geblieben ist, das man so Multis ruhig recht gross bauen sollte, damit das Leerumpfeintauchen minimiert wird.

...
Moin,

nun ja - günstig - Kohle war wohl standard als Verstärkungsgewebe ;) .

Aber als Modellflieger hat man beste Aussichten auf Erfolg - so ein Multihull stellt vergleichbare Gewichtsanforderungen bei der Bauweise. Leicht und steif.

Zu klein sollte so ein Boot wirklich nicht sein. Werden die Rümpfe zu klein, sind sie irgendwann nur noch lang und dünn, bieten aber kaum noch Volumen. Unter 1,2m Länge ist das glaube ich recht schwierig was gescheites hinzubekommen, viele hatten ja auch schnell mal 2m.
 

Walter Ludwig

Moderator
Teammitglied
Moin Skippers,

naja, die Diskussion bei RCL war ja insgesamt auch nicht so erhellend.

Irgendwo hab ich die Unterlagen noch (hoffe ich zumindest), die E.Z. aus W. damals ins Netz gestellt hatte. Das waren recht einfache Rümpfe im Box-Design. Hab das Projekt Trimaran dann aber nicht weiter verfolgt, nachdem der Kollege aus Dresden mit E.Z. aus W. so durchschlagende Erfolge/Erfahrungen gemacht hatte.

Die gesammte Diskussion bei RCO war letztlich nicht wirklich gut, Christian/Yeti kann davon ein Lied singen.

Die Homepage von E.Z. aus W. war auch schon mal aussagekräftiger, vor allem was Preise angeht. Die waren nämlich ganz schön happig.

Einiges an Informationen und mit Dick Lemke bestimmt einen kompetenten Ansprechpartner bietet die Homepage der Amerikaner - www.amya.org/multihull - da werden Sie geholfen.

Grüße
 

plinse

User
Original erstellt von Walter Ludwig:
Moin Skippers,

naja, die Diskussion bei RCL war ja insgesamt auch nicht so erhellend.

Irgendwo hab ich die Unterlagen noch (hoffe ich zumindest), die E.Z. aus W. damals ins Netz gestellt hatte. Das waren recht einfache Rümpfe im Box-Design. Hab das Projekt Trimaran dann aber nicht weiter verfolgt, nachdem der Kollege aus Dresden mit E.Z. aus W. so durchschlagende Erfolge/Erfahrungen gemacht hatte.

Die gesammte Diskussion bei RCO war letztlich nicht wirklich gut, Christian/Yeti kann davon ein Lied singen.

Die Homepage von E.Z. aus W. war auch schon mal aussagekräftiger, vor allem was Preise angeht. Die waren nämlich ganz schön happig.

Einiges an Informationen und mit Dick Lemke bestimmt einen kompetenten Ansprechpartner bietet die Homepage der Amerikaner - www.amya.org/multihull - da werden Sie geholfen.

Grüße
Moin,

die Tiefen von Festplatten sind unergründlich ;) . Habe den F48-Plan wieder gefunden - wie gesagt, er ist mit Vorsicht zu genießen. Wenn man aber auch nur die Info über die Volumenschwerpunkte aus dem Plan ziehen kann und das Volumen dann hochscaliert, hat man ja auch schon viel gewonnen. Zwingt einen ja auch keiner, rechteckige Spantenrisse zu nehmen. Ein Oval, welches kurz vor dem Unterschneiden des Rumpfes noch mal ordentlich Volumen ins Spiel bringt, ist da sicher empfehlenswerter, macht natürlich wesendlich mehr Aufwand im Bau. Das war wohl auch das Argument, weshalb die Kastenprofile im Netz standen.

Der Plan ist für ein Boot mit 1,2m. Bei de Schwimmern lag der Volumenschwerpunkt bei ~55cm von vorne, beim Hauptrumpf bei ~75cm von vorne. Die bauhöhe der Schwimmer nahm nach vorne kontinuierlich zu. Das vielleicht mal als komprimierte Schnellinfo ;) .
 

Yeti

User
Vielleicht noch 'ne Info: Die Nebenrümpfe von EZs "Wavedancer 48" hatten 2,5 dm³ Gesamtvolumen. Das fertige Boot sollte 2 - 2,2 kg wiegen. Wenn sich der Mittelrumpf des Tris aus dem Wasser hebt und das gesamte Bootsgewicht vom Nebenrumpf getragen werden muss, kann man sich also schnell ausrechnen, wie groß die "Reserven" waren. EZ hat später mal geschrieben, das er mittlerweile Rümpfe baut mit 4 kg Volumen. Vermutlich, weil's geiler aussieht :cool:

Gruß Christian

Habe noch ein Bild gefunden.



[ 02. Dezember 2004, 07:07: Beitrag editiert von: Christian Ückert ]
 
In der Schiffsmodell war im Jahre 1993 ein Beitrag über einen Tri- sogar mit Titelbild.
Darin wurden auch die Vor- und Nachteile beider Schiffstypen beschrieben. Vorteile hat der Tri, weil er "fast" immer auf mindestens zwei Beinen fährt. Auch ist die Rudranlenkung etwas einfacher und man hat mit der Flossenbefestigung und dem Mast wenig Probleme.

Ich habe mir damals den Plan dieses Tri`s für 50 DM geholt und die Kiste gebaut. Die Grundfläche des Modells war ca. 1,2 x 1,4 Meter. Das dauerte bei 3 Rümpfen in Knickspantbauweise mit Sperrholz schon etwas länger (kein Karbon - nichts!).
Aber der Preis hat gestimmt,und der Tri fuhr wirklich gut. Sogar rückwärts. Es gibt auch noch einen Plan in dem grünen Heft von vth. (oder Necker- Verlag ?) Der Tri heißt wohl "Freight Train" oder so. Leider habe ich meinen Tri vor zwei jahren bei einem Sturm richtig gut und endgültig geschrottet. Eine Reparatur lohnte nicht mehr, er wog schon davor knapp 4,5 Kilo. Wenn ich noch ein Bild finde, stelle ich es hier ins Netz.

Aber man muß bei den Kisten höllisch aufpassen. Zwischendurch mal weggehen zum Bierholen und um Quatschen ist nicht drin. Die Dinger springen sofort auf den Wind an , brauchen viel Platz und sind sehr sehr schnell.

Ich werd den Formel 40 Tri wohl doch noch bauen müssen....

Gruß Fränki (GER 235)
 

Walter Ludwig

Moderator
Teammitglied
Moin Eike,

welche Version hast Du denn damals runtergeladen :confused:

E.Z. aus W. hat - um die Verwirrung :confused: :confused: komplett zu machen - verschiedene Versionen seines Box-Tri's ins Netz gestellt.

Leider - oder Gott sei Dank :D - hab ich die Pläne noch nicht wiedergefunden. Aber das wird noch. Auf der Festplatte hab ich sie jedenfalls nicht mehr.

Grüße
 
Hallo,

auf meiner WEB-Seite habe ich Infos zum Thema Trimaran.
Ich habe mich für Tris entschieden, weil alle Einbauten in einem Rumpf installierbar sind.

Gruss EF
 

plinse

User
Moin Walter,

habe die Version, auf der Christians Aussage mit den 2,5 Litern basiert und die wohl auch zu dem Semisinker auf dem Bild geführt hat ;) .

@ Fränki: Jo an die Pläne erinner ich mich. Mein erster Versuch mit Trimaranen - da saß ich auf dem Dachboden to hus und war am machen :D . Verlief aber "irgendwie" im Sande, Vaterns Badetrauma hinter einem anderen Boot her hatte massiven Protest ausgelöst ;) . Andererseits stand er oft urplötzlich als Taxi bereit, wenn ich gerade den Fahrradhänger am packen war - gut dass die Zeiten durch sind ;) . Der Trimaran wurde dann auf was "zuverlässig" aufrechtschwimmendes "umprojektiert" ;) .

[ 02. Dezember 2004, 22:26: Beitrag editiert von: plinse ]
 
Hallo,
mit Erfahrung zu Tri´s kann ich nicht helfen.
In AUT versucht Karl Schmidt (AUT 07) die Navigaklasse F5 X mit einem Tri zu reaktivieren.
Hatte 2004 bei der F-Regatta Achensee einen Rohbau mit 1 qm Segelfläche dabei. Habe es nicht weiter verfolgt, da alles was L > 1 m ist mir zu groß.
MfG
Ulli
 
Hallo David,

ich habe im Sommer einen selbst entworfenen Katamaran gebaut. Macht riesig Spass das Teil zu fahren.
Länge 75 cm, Breite 30 cm, Masthöhe 1m.

Negativformen für GFK- Rümpfe ist vorhanden.
Bei Interesse schicke ich gern ein paar Fotos. E-Mail an estolte@5sl.org

Grüße aus dem Süden.
Enno
 
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