Ein Adler aus der Rhön.

8up

User
Hallo Zusammen,

als ich vor rund 40 Jahren mit dem Modellbau begonnen habe, war an fertige Modelle nicht mal zu denken. China war einfach nur weit weg und wer ein anderes als die im Fachgeschäft angebotene Modelle haben wollte, musste auf einen Plan zurückgreifen. Die Laubsäge gehörte zum Standardwerkzeug, irgendwann war dann die Dekupiersäge eine wahre technische Errungenschaft.

Heute bekommt man so ziemlich alles was das Herz begehrt fertig bespannt in allen erdenklichen Variationen.

Plötzlich steht eine neue Schleppmaschine auf dem Platz und in der gesamten Palette der angebotenen Modelle ist nichts passendes dabei.
Davon abgesehen hätte ich sowieso keins aus dem Regal gekauft. Ich baue meine Modelle lieber selber.

Ein elegantes Segelflugzeug aus den 30ern des letzten Jahrhunderts ist genau das was ich suche. Beim Stöbern im Netz bin ich dann auf den Rhönadler gestoßen. Leider gibt es über dieses Flugzeug relativ wenig Informationen. Auf der Wasserkuppe wäre ein Original ausgestellt. Man zieht sich aber nur böse Blicke zu wenn man beginnt mit der Säge den Rumpf zu zerteilen um an dessen Querschnitte zu gelangen. Zum Glück hab ich dann auf Scalesoaring uk einen Plan entdeckt der auch gleich geordert wurde.

Maßstab 1:3,5, Flächentiefe an der Wurzel 520mm, am Randbogen immerhin noch 11cm das Ganze bei einer Spannweite von um die 5 Meter und komplett in Holz aufgebaut. Also werden nach jahrelanger Abstinenz in Sachen "Rippenflügel" die ersten Vorbereitungen getroffen.

Das Allerwichtigste bei der Verwirklichung solch eines Projekts ist anständiges Werkzeug.

Ein bolzengerades Baubrett, Schleifklötze in allen erdenklichen Größen und Formen, Klammern, Nadeln, Weißleim, ein Vorschlaghammer, ein Amboss, Backpapier und vieles mehr finden in der Werkstatt zusammen.

Bevor es aber losgeht soll der Plan erstmal in digitale Form gebracht werden. Bereits hier werden einige Änderungen vorgenommen. Wenn ich es mir genau überlege hätte man in der Zeit die ich für die Konstruktion am Computer benötigt habe alle Teile mit der guten alten Laubsäge herstellen können.

Nachdem ich den vergangen Jahren nur noch mit GfK, Kohlefaser etc. gearbeitet habe bin ich wirklich gespannt was dabei herauskommt. Mein Freund Alfred hat mit seinem neuen Schlepper die Messlatte wirklich verdammt hochgelegt und ich hoffe, dass ich da mithalten kann. Wenn es nichts wird liegt der Vorschlaghammer ja noch bereit und das Projekt sorgt für mollige Wärme im Wohnzimmer.

Die Erfahrungen die ich beim Bau des Rhönadlers gesammelt habe, möchte ich gerne als kurzen Baubericht weitergeben. An dieser Stelle auch noch einmal vielen Dank an die Autoren, die in diesem Forum bereits einen entsprechenden Bericht veröffentlicht haben. Die zahlreichen Tipps und Kniffe sind für mein Projekt sehr hilfreich.





Gruß Jürgen












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Das Ergebnis wochenlanger Arbeit am PC in 3D.











Zuerst werde ich mit den Tragflügeln beginnen. Abweichend vom Plan, hier ist ein Flachstahl vorgesehen, kommt bei mir ein 14er Rundstahl zu Einsatz. Dazu muss allerdings der Aufbau des Holms komplett überarbeitet werden.








holm.jpg

Hier der Aufbau des Holms mit den 9 x 5er Kiefernleisten. Das Ganze wird anschließend mit stehendem 1,5mm Balsa seitlich verkastet. Die Pfeilung des Flügels erfordert es die Rundstahlsteckung schräg einzusetzen.






Im Baumarkt um die Ecke habe ich entsprechende Kiefernleisten gefunden. 9mm x 5mm und 2,40 m lang ersparen sie einige Schäftungen. Dementsprechend wurde der Holm nach diesen Dimensionen konstruiert. Allerdings ist es mit der "Baumarktqualtität" nicht so weit her. Bereits beim Herausziehen der ersten Leiste ist diese in zwei Teile zerbrochen.

Keiner hats gemerkt, schnell zurück ins Fach und jetzt wird erstmal sortiert. Insgesamt 16 Leisten finden den Weg in meine Werkstatt. Hier erwartet mich die nächste Überraschung. Nicht überall wo 9mm x 5mm draufsteht ist auch 9 x 5 drin. Mit anderen Worten, es war keine einzige Leiste mit dem entsprechenden Maß dabei. Zum Glück hatten die meisten etwas Übermaß und der Hobelmaschine sei Dank, konnten sie in die gewünschte Form gebracht werden.









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Der erste Schritt auf dem Baubrett, das Verkleben der Holme.







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Leisten schäften ist so eine Sache, ich habe lange überlegt wie man das am besten hinbekommt. Kreissäge? Bandsäge? Messer? Nach einigen ernüchternden Ergebnissen hatte ich dann die Idee mit dem Bandschleifer. Mit einem entsprechenden im Winkel sitzenden Anschlag und einer Stütze, welche die Leisten gleichmäßig auf das Schleifpapier drücken, kann man alle nur erdenklichen Winkel schleifen. Es passt hervorragend, wie man am Beispiel der Nasenleiste erkennt. Zum Verkleben habe ich die Leisten in einen Aluwinkel gepackt und als Gegenlager eine Kiefernleiste verwendet.​


So, für den Anfang genug. Jetzt erstmal wieder in die Werkstatt.
 
Hallo Jürgen,
ein sehr schönes und interessantes Projekt hast du dir da ausgesucht!
Bitte berichte schön weiter - daraus können viele was lernen.

Gruß Johannes

Baustelle Zt.: ESG 31
 

Lui01

User
Hallo Jürgen,

hoffe du berichtst weiter, kann mit dir mitfühlen! :)
Bin auch gerade dabei einen > 6m Vogel zu bauen und da habe ich auch einiges versucht und probiert.
Hab auch den Holm so aufgebaut wie du, ABER mir ist/wäre das Balsa an den Seiten zu brüchig/dünn und daher habe ich 3mm Pappelsperrholz genommen.
Muss ja auch dazu sagen mein Vogel hat denn auch 20kg. ;)

Bitte weiter - Interessantes Projekt
 
Aerodynamische Auslegung

Aerodynamische Auslegung

Hallo,
die stark zugespitzen Flügel der frühen Holzflugzeuge sind aerodynamisch nicht ganz einfach auszulegen. Wie ist das Problem bei diesem Rhönadler gelöst?
Stefan
 

8up

User
Hallo Stefan,

die Lösung des Problems ist ein Profilstrak von einem GOE535 auf ein HQ 35/12. Das es funktioniert wird eindrucksvoll auf der Seite des Konstrukteurs Chris Williams bewiesen.

Hier mal ein Link, http://www.scalesoaring.co.uk/Gallery/ChrisWilliamsVideos.html

Eine Sammlung von sehr sehenswerten Videos.






Ein Stück ging es mit dem Rhönadler weiter. Die ersten Rippen dürfen Probeliegen und werden auch gleich auf dem Holm verklebt.


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Die Rippen bestehen aus hartem 2,5mm Balsa. Die im Wurzelbereich sind mit Ausfräsungen versehen. Bei allen anderen Rippen habe ich bewußt darauf verzichtet. 2,5mm Balsa ist eh schon recht wenig und um die Statik nicht noch weiter zu schwächen bleiben die Rippen geschlossen. Wenn man das Modell nur an die Decke hängen will wäre es sicherlich kein Problem sie mit Ausfräsungen zu versehen.

Der Flügel wird auf dem Rücken aufgebaut. Die Abstützung übernimmt eine durchgehende Leiste welche im Bereich des hinteren Holms positioniert ist. So erhalten alle Rippen die nötige Anstellung über die gesamte Spannweite. Mit Gewichten und Winkeln versehen geht es ans Verkleben. Im CAD Programm gibt es einen Button der die Rippen ins Lot bringt. Diesen Konpf vermisse ich auf meinem Baubrett, bleibt also nichts anderes übrig als bei jeder Verklebung mehrfach den korrekten Sitz zu überprüfen.





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Den Profilstrack habe ich mit Profili gerechnet. Dieses Programm verwende ich schon seit Jahren und es hat mir stets sehr gute Dienste geleistet. Damit der Flügel nicht auch noch mit dem Plan verklebt lege ich Backpapier drunter. Es ist durchsichtig genug und bleibt vor allem brav liegen und sollte doch mal etwas Kleber auf das Papier gelangen kann man es nach dem Trocknen bequem entfernen. Eignet sich übrigens auch hervorragend für die Fertigung für GfK Hülsen z.B. bei Steckungsrohren.​





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Obwohl meine Laubsäge noch voll funktionsfähig ist hab ich dann doch Alfreds Angebot mit der Fräse wahrgenommen. Die Teile die dabei herauskommen sind von unglaublich guter Qualität. Blitzsauber alle Ecken ausgefräst und vor allem passgenau, so macht Modellbau Spaß. Kurz noch mit dem Schleifpapier die Fransen geglättet und schon können sie verwendet werden. Vielen Dank auch noch mal von dieser Stelle.​
 

Zing

User
Hallo Jürgen,

keine Ursache - du hast ja nur gefragt ob ich die Teile fräsen kann.
- Hättest du gefragt ob ich die Teile auch zusammenkleben kann dann hätte sich mein Gesichtsausdruck ungefähr in diese Richtung geändert: :cry:

Viel Spaß beim bauen...:)
Alfred
 

8up

User
Hallo Chester,

da bin ich ganz Deiner Meinung. Ein wirklich sehr elegantes Flugzeug. Auf den Bildern erkennt man sehr schön wie sich die Holzstruktur des Rumpfes abzeichnet. Ich bin der Meinung das es bei einem Oldtimer einfach dazugehört. Soll aber nicht bedeuten das man schlampig baut.

Oft hört man das ein Modellflugzeug eine absolut perfekte Oberfläche haben sollte. Trifft z.B. beim Nachbau eines modernen Hochleistungsseglers sicherlich zu, betrachtet man jedoch diverse Originale, nicht mal unbedingt ältere, bemerkt der versierte Modellbauer das in Sachen "Oberflächenqualität" durchaus noch Verbesserungspotential liegt.

In Sachen Baufortschritt Rhönadler gibt es heute leider nichts Neues zu berichten. In den nächsten Tagen geht es aber weiter. Danke auch für die tollen Bilder, bisher wusste ich nicht ob die Tragflächen an der Haube enden, oder in der Rumpfmitte zusammenlaufen.


By the way, Alfred du hättest die Teile gerne zusammenkleben dürfen. Hättest dafür sogar ein Eis bekommen.

Gruß Jürgen
 
Hallo Jürgen,


Oft hört man das ein Modellflugzeug eine absolut perfekte Oberfläche haben sollte. Trifft z.B. beim Nachbau eines modernen Hochleistungsseglers sicherlich zu, betrachtet man jedoch diverse Originale, nicht mal unbedingt ältere, bemerkt der versierte Modellbauer das in Sachen "Oberflächenqualität" durchaus noch Verbesserungspotential liegt.​
sehe ich auch so, aber bei den Oldies gehören halt auch die Dellen dazu;)

Überhaupt hab ich diesen schönen mal geknippst:):)
Der sah schon klasse aus und flog auch so!!

IMG_0814.jpg

IMG_0816.jpg

Gruß Olli

werde eifrig weiter mitlesen!!
 
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Die Haube von der Seite gesehen sieht so aus...

Der Flügel Ist beim Rhönadler oben in der mitte Stoß auf Stoß zusammen und auf der unterseite Offen. Montiert wird er wie bei seinem kleineren Bruder dem Rhönbussard durch zwei bzw. drei Bolzen von Oben nach Unten und dann als komplettes Tragwerk wird es auf den Rumpf gesetzt!!! Die verbindung Flügel-Rumpf wird mit Zwei Bolzen von der Seite hergestellt.
 

Anhänge

Zing

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Hi Jürgen - eine Menge Teile zusammenkleben funktioniert doch nicht mit Eis?!
Ich nehm´ da normalerweise immer Bier dafür...:D

Gruß Alfred
 

SZD 22 Mucha

User gesperrt
Das Bild auf dem Seitenleitwerk // Hans Jakobs

Das Bild auf dem Seitenleitwerk // Hans Jakobs

Wieder sehe ich das Bild von "Hans Jakobs" in Tracht und Hut
auf dem Seitenleitwerk, vermutlich eines Habichts.
Wer hat ein solches Bild und würde es mir geben?
Ich beabsichtige das Bild auf dem Seitenleitwerk einer kleinen K10 zu verwenden.

Wer hat dieses Bild für mich?

Olaf
 
Hallo Olaf,
das müsste der Habicht von Walter Häberling sein.
Er kann dir bestimmt helfen. Du findest ihn unter seinem Namen hier im Forum oder im Schneider-Habicht Thread.
Gruß Martin
 

8up

User
Und weiter geht es.

Am Wochenende ging es etwas vorwärts. Der Erstflug ist wieder ein kleines Stück näher gerutscht.

An dieser Stelle nochmals Dank für die Bilder. Die Detailaufnahme der Haube und die Beschreibung der Flügelaufhängung sind für mich von großem Nutzen. Gerade wenn man sich an einen Originalnachbau heranwagt sind solche Informationen unabdingbar.

Die Bilder der fertigen Modelle geben zudem einen gewaltigen Motivationsschub.











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Hier mal ein interresanter Größenvergleich mit einer Euromünze, Das Bauteil würde auch als Gashebel für meine AgroTurbo durchgehen, tatsächlich handelt sich aber um die Endrippe des Höhenleitwerks, sehr filigran die ganze Sache. Bin schon gespannt wie sich das verzugfrei aufbauen läßt.










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Nachdem alle Rippen ihren Platz auf dem Hauptholm gefunden haben wird der hintere Holm eingeklebt.











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Der Hauptholm wurde bereits beidseitig mit 1,5mm Balsa verkastet. Beim Tragflügel meiner Agro Turbo bin ich nach dem selben Prinzip vorgegangen. Statt Kiefernleisten kommen hier allerdings 8er Kohlevierkantstangen zum Einsatz.

Im Wurzelbereich sind sie mit 1,5er Kohleplatten verkastet. Nach außen auch mit den hier verwendeten 1,5mm stehenden Balsabrettern. Es ist erstaunlich wie stabil das Ganze wird.

Beim Verkleben der Balsabretter mit dem Holm sollte nur darauf geachtet werden, dass so wenig wie möglich Holzleim nach außen gepresst wird. Wenn er erstmal ausgehärtet ist ist es relativ mühevoll ihn wieder abzuschleifen.








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Die Leiste für das Querruder wird verklebt.








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Nach dem Trocknen noch die Nasenleiste angebracht und wieder ein kleines Stück weitergekommen.

Ich verwende zum Ausrichten, zumindest wenn es über größere Strecken geht, gerne einen Laserpointer. Geht schon beim Vorbereiten des Baubretts los und wird sicherlich noch öfter Verwendung finden. Laut Plan wird der Rumpf in zwei Hälften aufgebaut. Zuerst flach auf dem Baubrett und anschließend, nach Aufbringen verschiedener Beplankungsabschnitte, wird er vom Baubrett genommen um die Rippen der Gegenseite zu befestigen.

Ich kann mir kaum vorstellen, dass man ohne eine anständige Helling einen halbwegs geraden Rumpf zustandebringt. Ich lasse mich aber gerne überraschen und der Laserpointer wird es, im wahrsten Sinne des Wortes, ans Licht bringen.








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Die Endleiste aus 1,5mm Balsa ist ebenfalls bereits verklebt. Laut Plan wäre sie allerdings noch um 5mm schmäler und die Verstärkungsdreiecke sollten auch erst nachträglich aus 0,7mm Sperrholz auf das Balsa geklebt und anschließend verschliffen werden.

Das war mir dann doch etwas zu knapp, die Rippen ragen dann nur noch wenige Millimeter in die Endleiste hinein. Irgendwo im Forum hab ich mir dann die Idee geklaut die Dreiecke gleich mit in die Endleiste zu integrieren. So bleibt genügend Material um alles anständig zu verkleben und ich erspare mir die Schleiferei.

Ich erinnere mich dunkel das ich in den Anfängen meiner Modellbaukarriere schon einmal mit so einem recht knappen Endleiste gekämpft hatte. Beim Bespannen mit Folie hat es dann klack gemacht und die gesamte Endleiste ist durch die Spannung umgeklappt.







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Wie kommt man eine absolut gerade Endleiste?

Ganz einfach, man nehme ein zwei Stränge Kohlerovings, tränke diese mit Harz und platziere sie zwischen oberer und unterer Beplankung. In diesem Falle also zwischen den beiden Endleisten.








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Als nächstes benötigt man zwei stabile und absolut gerade Leisten, hier ein Aluprofil aus dem Baumarkt. Jetzt obere und untere Beplankung mit Hilfe der Leisten verkleben. Wichtig! Unbedingt zwischen Holz und Aluprofil Backpapier legen und gefühlvoll pressen.

Durch herausgepresstes Harz könnte sich das Alu mit dem Holz derart fest Verbinden das beim Trennen Stücke aus dem Holz herausgerissen werden, nicht schön.

Ich wende dieses Prinzip auch beim Bau von Styroflächen etc. an, funktioniert prima und wird auch noch extrem stabil. Vorraussetzung ist allerdings auch hier das die Kerne gerade geschnitten sind.







Als nächstes wird beplankt, dummerweise ist mir mein gutes, altes Bügeleisen runtergefallen und musste der Wiederverwertung zugeführt werden. Vom Kauf eines Neuen hat man mir abgeraten, offensichtlich bringen sie nicht mehr, zumindest bei dickerer Beplankung, die erforderliche Temperatur . Also muss ein neues Altes her, dann geht es auch mit dem Beplanken und dem Baubericht weiter.








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Wunderschöne Holzplatten hab ich mir beim Thoma geholt und was passiert? Jetzt fräst einer lauter Löcher rein.







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Dafür hat er sie mir aber übersichtlich und vorbildlich in Baureihenfolge geordnet übergeben. Ach übrigens Alfred, deinen Tip mit Bier verkleben habe ich natürlich gleich ausprobiert.

Irgendwie lässt der Erfolg dann doch etwas zu wünschen übrig. Es klebt weder mit hellem Bier, Dunkles funktioniert auch nicht richtig, Weizen, Pils nichts klappt. Was mach ich falsch?:):):)

Gruß Jürgen​
 

Zing

User
Hi Jürgen,

was du falsch machst? Hmm - sehr schwer zu erklären, aber:
Stell´ einfach eine volle Kiste (am besten funktioniert dunkles Weißbier) ins Auto und komm vorbei, dann zeig´ ich dir wie das geht!

Gruß Alfred
 
Hallo

Hallo Olaf,
das müsste der Habicht von Walter Häberling sein.
Er kann dir bestimmt helfen. Du findest ihn unter seinem Namen hier im Forum oder im Schneider-Habicht Thread.
Gruß Martin
nein, das war der Habicht und Rhönadler von Günter Hoppe, dem bekannten Kunstflugpiloten;)

Gruß Olli
 

wadl

User
Irgendwie lässt der Erfolg dann doch etwas zu wünschen übrig. Es klebt weder mit hellem Bier, Dunkles funktioniert auch nicht richtig, Weizen, Pils nichts klappt. Was mach ich falsch?:):):)

Gruß Jürgen[/CENTER]
Servus Jürgen,

wenn das Bier echt so schlecht klebt, würd ichs einfach trinken :) :) :)

Cooles Vorhaben ... und immer fleißig bauen ... du wirst hier beobachtet :)

Gruss
Wadl
 

8up

User
News

News

Und weiter geht’s, mit dem König der Lüfte.

Mittlerweile sind beide Tragflächen auf der Unterseite mit 1,5er Balsa beplankt. Da ich mir über den Aufbau der Störklappen noch nicht ganz im Klaren bin, muss die Beplankung der Oberseite noch etwas warten.

Bei meinem nächsten Projekt wird es hier eine Änderung geben. Die Balsabeplankung werde ich durch Sperrholz ersetzen. Der Vorteil des geringen Gewichts geht mir doch zu sehr zu Lasten der Stabilität. Man muss unglaublich aufpassen, die Beplankung nicht versehentlich mit dem Daumen durchzudrücken. Wenn man so ein Modell nur einmal im Jahr mit Samthandschuhen aus dem Regal zieht reicht es sicherlich vollkommen aus. Für den Dauereinsatz halte ich es allerdings für weniger geeignet.





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Als Servobrett für die Querruderservos sind zwei 3er Balsabretter mit unterschiedlicher Faserrichtung miteinander verleimt. Für einen Segler dieser Auslegung völlig ausreichend.




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Einbau der 15er Messingrohre.

Dank der bereits gefrästen Bohrungen, geht dieser Bauabschnitt relativ rasch von der Hand. Mit eingedickten Epoxidharz wird eine Verbindung mit den vorderen, stehenden 1,5er Balsabrettchen hergestellt.





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Große Kräfte werden beim Rhönadler sicherlich nicht auftreten. Dennoch wird die Hülse mittels 10er Balsabretter zwischen den Holmen eingebettet. Alles mit Harz verkleben und die restlichen 1,5er stehenden Balsabretter auf die Holme setzen. Damit die Fläche während des Abbindens nicht umfällt wird sie von großen Wasserflaschen gehalten. Bierflaschen funktionieren nicht, da meistens leer und damit zu leicht.
Nach dem Trocknen des Klebers machen die Flächen dem Aufbau des Rumpfs Platz und wandern erstmal in die Ecke.






Ein kleiner Zwischenstand:

Bisher hat der Bau des Rhönadlers sehr viel Zeit in Anspruch genommen. Alleine die Digitalisierung jedes einzelnen Bauteils hatte daran einen großen Anteil. Zum Glück fällt diese Arbeit aber nur einmal ins Gewicht. Irgendwelche Änderungen, die während dem Bau auftreten, können dafür problemlos und ohne großen Aufwand, CAD sei Dank, umgesetzt werden.

Dank der präzisen Vorfertigung beschränkt sich der Aufbau größtenteils auf das Aneinanderfügen und Verkleben der einzelnen Bauteile. Der Plan selbst ist relativ gut durchdacht, man erkennt schnell, dass hier jemand am Werk war, der schon öfter ein Modell konstruiert hat. Schade nur dass:........ ! Den Einen oder Anderen Bauabschnitt habe ich nach meinen Vorstellungen abgeändert, aber hier kocht wohl jeder sein eigenes Süppchen.

Fest steht für mich bisher eins: Jeder der bereits mit Erfolg so ein Projekt umgesetzt hat, dem gebührt mein allergrößter Respekt. Es ist schon ein gewaltiger Unterschied, ob ich mir aus Fernost ein fertig bespanntes Modell vor die Haustür bringen lasse, anschließend in ellenlangen Forumsdiskussionen den sinvollsten Einbau des Empfängers diskutiere oder ob man, zum Teil noch mit der Laubsäge, aus einem Haufen Holz ein Flugzeug entstehen lässt.






Rumpf:

Wie bereits angesprochen wird er in zwei Hälften ohne Helling aufgebaut. Ganz wohl ist mir dabei nicht, aber ich wollte mich ja so genau wie möglich an den Plan halten. Los geht’s:




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Was gehört jetzt wo hin?




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Das Grundgerippe auf den Bauplan heften und schon mal eine Probepassung.




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Nach dem Aufkleben der Spanten werden die ersten Gurte eingepasst.




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Der Kiefernholm war an dieser Stelle etwas bockig. Um ihn in die gewünschte Form zu bringen, musste er gewässert werden. Leider war der Putzeimer dafür zu klein, zur Badewanne in den ersten Stock zu laufen hatte ich keine Lust. Da ist mir ein Trick aus irgendeinem Baubericht eingefallen.
In ein nasses Handtuch einwickeln, darauf muss man erst mal kommen. Wieder so ein kleiner, aber hilfreicher Tip aus dem Forum.






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Erste Vorbereitungen zum Aufbringen der Beplankung. Davor habe ich zugegeben etwas Bammel, mal sehen wie es klappt. Hier wird der untere Kiefernholm mit dem guten alten Balsahobel getrimmt.





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Eine Heidenarbeit die einzelnen Beplankungen aus 0,6er Sperrholz vorzubereiten. Das Verkleben selbst ist nicht der Rede wert. Ich bin gerade dabei eine Minimoa, ebenfalls im Maßstab 1:3,5, zu zeichnen. Diesmal werde ich mit meiner CAD Software Abwicklungen erstellen und fräsen.




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Gar nicht mal so schlecht und so wie ich es mir vorgestellt habe. Die Holzstruktur ist wunderschön zu erkennen.





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Laut Plan wird der Rumpf nach vorne, ab ca. der Hälfte der Wurzelrippe, mit 1,5er Balsastreifen beplankt. Bedeutet: Am Übergang von der 0,6mm Sperrholzbeplankung (der Plan sieht 0,75mm vor) würde das Balsa hier auf 0,6mm Dicke schrumpfen. Obwohl ich ihn nach Fertigstellung mit 25g Gewebe überziehen werde, ist mir das dann doch etwas zu mager.
Aus diesem Grund wurde er durchgehend mit 0,6er Sperrholz beplankt.

Für die Rumpfnase werde ich mir wohl eine Form bauen und sie aus GfK fertigen. Die zusätzliche Arbeit hält sich in Grenzen.

Auf dem Bild erkennt man links oben eine Brille. Bis vor ein paar Jahren benötigte ich so etwas lediglich als Blend-. Bzw Splitterschutz. Mittlerweile geht ohne dieses „DING“, zumindest wenns fummelig wird, so gut wie nichts mehr. WASNMISTABERAUCH!





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Der Rumpf ist jetzt so weit beplankt, dass er vom Baubrett genommen werden konnte. Ob er ohne den Einsatz einer Helling gerade geworden ist? Dazu bald mehr, dauert aber wieder ein Wenig. Bauen ist mir dann doch lieber als schreiben.


An dieser Stelle habe ich mal eine Frage an die Experten.

Das Seitenruder möchte ich mit 2 Nylonseilen anlenken.

Welches Material eignet sich dafür am besten?
Wie kann man eine funktionierende Längenverstellung realisieren. ?
Wie bringe ich Nylon dazu, ohne einen ordinären Knoten, sich dauerhaft mit einer Löthülse zu verbinden?

Gruß Jürgen



 

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