Einfache Akkuweiche

Mefra

User
Hallo zusammen,

ich bräuchte nochmals Eure Hilfe. :)

Zur Zeit suche ich eine einfache Akkuweiche. Ich habe mir schon mal die Weichen von. Z.b. emcotec, Deutsch, ua. angesehen.
Das sich sicherlich super Teile, bewährt und natürlich auch Ihr Geld wert.

Doch ich frage mich, ob ich eine so aufwendige Weiche , mit Zustazfeatures, brauche. (Was ich nicht brauche, kann nicht kaputtgehen und brauche ich auch nicht mitzuzahlen) :confused: :confused:

Da ich bei meinem Modell keine 3 Servos (nämlich nur eins ;) ) auf Quer oder Höhe einsetze, sind diese Weiche für mich sicherlich überdimensioniert.

Meine "Wunschweiche" soll einen Anschluss für zwei Akkus haben, (ist je eigentlich klar :) )ggf. MPX grün, getrennte Schalter und ggf. eine Möglichkeit einen Blinker (LED o.ä.) anzusteuern.
Da ich elektronisch nicht so versiert bin, kommt ein Selbstbau nicht in Frage.

Bitte teilt mir mit, welche Weichen Ihr einsetzt.

Vielen Dank schon mal im voraus.
 

bie

Vereinsmitglied
Frank,

also bei deiner Anforderung scheint mir das Verlöten von zwei Schottky-Dioden jeweils in die Plusleitung die einfachste Lösung zu sein.

Das kostet wenig und da ich denke, dass du weißt, an welcher Stelle man einen Lötkolben anfässt, wirst du das auch hinbekommen. Lass dir halt einfach vom Verkäufer der Schottky-Dioden erklären, wierum sie angelötet werden. Das habe ich auch schon gemacht und ich verstehe möglicherweise noch weniger als du von Elektronik... ;)

Achtung: Du musst dann wegen des Spannungsabfalls durch die Dioden fünfzellige Akkus verwenden – und für das Laden extra Kabel anlöten, weil der Saft nicht mehr in die Akkus rein kann, wenn du die Dioden in der Zuleitung hast.

Eine LED-Anzeige über die Spannungsversorgung steckst du dann einfach an deinen Empfänger an.

No problem!

[ 10. November 2004, 14:15: Beitrag editiert von: bie ]
 
Bei der Augabestellung würde ich auch auf Eigenbau zurückgreifen!
Wenn Du zwei Graupnerschalter Bestellnummer z.B.: 3046 nimmst und jeweils eine Schottkydiode in die Plusleitung ( zum Empfänger hin ) einlötest, bist du schnell fertig!
Dann einach beide Schalter in den Empfänger stecken und los gehts!
 

Spunki

User
>>Da ich bei meinem Modell keine 3 Servos (nämlich nur eins ;) ) auf Quer oder Höhe einsetze<<

Ein Servo auf Höhe, ein Servo auf Quer ... einen Empfänger, einen Sender, einen Senderakku, je nur einen Quarz, eine Frequenz, ein Pilot ... aber zwei Empfängerakkus? ...

Für was? ;) ... klar, besser als Blei! ;)

Grüße Spunki
 

VOBO

User
Genau, die Frage von Spunki würde ich auch stellen, zumal die meisten Empfäger (zumindest meine) im Ernstfall auch mit 3 Zellen noch einwandfrei arbeiten, es laufen halt nur die Servos etwas langsamer und das merkt man dann recht schnell.

Gruß Volker
 

Micha O.

User gesperrt
Hallo !

--> http://www.u-i-modelltechnik.de/index.html

Ich glaube das Du hier etwas finden wirst!
Die Lieferung erfolgt sehr schnell und die Teile sind sehr robust und zuverlässig! Ich selber habe solch eine Weiche in meiner Piper und Spacewalker eingebaut...bisher ohne Probleme!

-->Ein Servo auf Höhe, ein Servo auf Quer ... einen Empfänger, einen Sender, einen Senderakku, je nur einen Quarz, eine Frequenz, ein Pilot ... aber zwei Empfängerakkus? ...

Für was? ... klar, besser als Blei!
<--

darauf brauch man glaube ich nicht antworten...

Gruß

Micha
 

Thommy

User †
Hallo Frank,
so ähnlich ging es mir bei meiner großen DG 800 auch.
Ein zuverlässige Doppelstromversorgung wurde gesucht. Ausgeschieden sind bei mir sofort alle die auf der Akkuseite mit Unisteckern daherkommen, da ich mir eine vernünftige Lösung da anders vorstelle.
Schlußendlich habe ich die ACT SPS AW15 genommen. Hier werden die anfälligen Schiebeschalter durch einen elektronischen Schalter ersetzt. Funktioniert nun seit einem Jahr blendend, und hat den Vorteil, dass es problemlos verdeckt eingebaut werden kann.
Was mir auch gut gefällt, dass hier mit 2 Kabeln auf den Empfänger gegangen wird, und der Servokanal der am Empfänger benutzt wird, auf der Akkuweiche zur Verfügung steht. So geht also kein Kanal veloren, und V-Kabel wird auch keines benötigt.
Preislich ist es mit ca 60 Euro gerade noch akzeptabel.

Gruß
Thommy
 

Spunki

User
>>darauf brauch man glaube ich nicht antworten...<<

... warum nicht? ;)

Ich habe schon alles Mögliche ausfallen gesehen ... Quarze, Empfänger, Schalter, Servos, HF-Module und Softwareabstürze in Sendern aber noch niemals einen gut gepflegten Sanyo-Empfänger Akku!

Unser Kangaroo mit Trefz-Turbine haben wir heuer beim 11. Flug verloren ... aber nicht weil nur eine für viele fahrlässig wirkende einfache Stromversorgung vorhanden war sondern weil ein schachtelneues Genital-Servo im Flug seinen Dienst reproduzierbar quittierte ...

Nur mal so als Denkanstoß ;) ... für einen einfachen Eigenbau würd ich auch Schottky empfehlen ...

Grüße Spunki
 

matt

User
baue zwei schottky-dioden ein und du wirst zufrieden sein, erstens kosten sie sehr wenig und zweitens sind in der UI-weiche auch nur zwei schottky-dioden und bisschen akkucontroller verbaut. ich kenne scaler die schwören auf diese einfache lösung, weil eben nicht viel kaputt gehen kann...

gruß andreas
 

plinse

User
Moin,

Spunkis Argument ist nicht außer Acht zu lassen. Von der Ausfallwahrscheinlichkeit her müsste man eher ein Zweiempfängersystem verbauen denn einen zweiten Akku. Eine Weiche bringt einem auch nur dann etwas, wenn man sich eh um seine Akkus kümmert, denn ob einer der beiden Akkus platt ist, muss man auch erst merken.

Zugegebenermaßen ist Redundanz am Akku am einfachsten zu erreichen und wird deshalb gerne verbaut, ersetzt aber auch keine Akkupflege.
 

Mefra

User
Hallo zusammen,

zunächst einmal vielen Dank für Eure Tipps und Beiträge :)

@spunki

Ja, Du hast recht mit Deiner Aussage, doch wenn ich (man) eine 100 %ige Sicherheit haben möchte reicht eine Doppelstromversorgung auch nicht aus, dann müsste man jedoch so konseqent sein, ein komplett redundentes System einzubauen.
Doch wo fängt man an, - und wo hört man auf.

Ähmm, :rolleyes:

kann mir jemand mal genau beschreiben, wie man aus zwei Schottky-Dioden eine kleine Weiche baut??
 

Spunki

User
>>Doch wo fängt man an, - und wo hört man auf.<<

Aufhören tut man bei vollständiger! Redundanz ... bis hin zu geteilten Rudern und je einem Servo ...

Vor mehr als drei Jahren hab ich dieses Ding hier am Küchentisch entwickelt und auch auf alle möglichen denkbaren Ausfallsszenarien im Flug hin erfolgreich ausgetestet, siehe: http://www.prop.at/kurzber/empf_weiche.html

Neben den bewusst manipulieren Testfällen hatten wir sogar einen unverhofften "Ernstfall" bei dem unser Modell durch das System gerettet wurde, den Quarz eines Empfängers hatte es rausgeschüttelt ...

Seit Sommer 2004 gibs dieses System endlich in professioneller Ausführung, siehe: http://www.rc-electronic.com/html/deutsch/unten/dpsi/dpsi_twin/dpsi_twin.html

Grüße Spunki
 
>>Doch wo fängt man an, - und wo hört man auf.<<

Aufhören tut man bei vollständiger! Redundanz ... bis hin zu geteilten Rudern und je einem Servo ...
Wobei "vollständig" ein relativer Begriff ist und nur im Zusammenhang mit dem jeweiligen Bezugssystem gesehen werden kann. Für die Betriebssicherheit der RC-Anlage können obige Maßnahmen ausreichen. Einen Modellverlust werden sie aber auch nicht ausschließen, weswegen die Frage nach dem "wo hört man auf" durchaus berechtigt ist.

Unter bestimmten Bedingungen (z.B. Wettbewerben) würde nämlich "vollständige" Redundanz ein zweites Modell bedeuten ;)
 

Spunki

User
>>Wobei "vollständig" ein relativer Begriff<<

Geb Dir da recht Jürgen, wirklich vollständige Redundanz ist in der Praxis selten zu erreichen ... selbst in der Großfliegerei gibt es keine vollständige Redundanz ... obwohl sämliche wichtige Systeme doppelt und dreifach vorhanden sind, ja sogar zwei Piloten anwesend ... trauriges Beispiel hierfür war die schweizer Maschine, Brand im Cockpit ... und das Cockpit in Summe betrachtet ist leider nur einmal vorhanden ...

Grüße Spunki
 
Oben Unten