Einsatz der Querruder als Landeklappen

TinoE

User
Hi,

habe mir vor kurzem eine kleine Jak zugelegt. Leider ist mir die nötige Landegeschwindigkeit etwas hoch. Jetzt möchte ich die Querruder als Landeklappen konfigurieren, kann aber nicht abschätzen, wie groß die Ausschläge nach unten und der Ausschlag des Höhenruders nach oben sein soll.
Kann mir evtl. jemand einen Tip geben?

Ich hatte mir folgende Konfiguration für erste Tests gedacht:

- Querruder ca. 50% des Gesamtausschlags nach unten, damit ausreichend Weg für die eigentliche Querruderfunktion bleibt.
- Höhenruder ca. 10% des Gesamtausschlags nach oben

Macht das Sinn, oder ist das völlig daneben?

Schonmal Danke.

Tino
 
TinoE schrieb:
Hi,

habe mir vor kurzem eine kleine Jak zugelegt. Leider ist mir die nötige Landegeschwindigkeit etwas hoch. Jetzt möchte ich die Querruder als Landeklappen konfigurieren, kann aber nicht abschätzen, wie groß die Ausschläge nach unten und der Ausschlag des Höhenruders nach oben sein soll.
Kann mir evtl. jemand einen Tip geben?

Ich hatte mir folgende Konfiguration für erste Tests gedacht:

- Querruder ca. 50% des Gesamtausschlags nach unten, damit ausreichend Weg für die eigentliche Querruderfunktion bleibt.
- Höhenruder ca. 10% des Gesamtausschlags nach oben

Macht das Sinn, oder ist das völlig daneben?

Schonmal Danke.

Tino
tino,

wenn, dann die querruder etwas nach oben, du kannst dann mehr anstellen bevor sie dir wegkippt. im resultat hast du etwas niedrigere landegeschwindigkeit.

grüße
hannes
 
Hi,

normalerweise stellt man wenn nur Querruder vorhanden sind diese zum Landen nach oben.
Deine Überlegung den Flieger langsamer zu machen mit nach unten gestellten Rudern stimmt schon soweit.

Probier einfach mal beide Varianten aus - in ausreichend Höhe bitte und check die Langsamflugeigenschaften. Dann wirst schon mehr sehen.

Bzgl. den Prozentangaben, naja ist halt Modellabhängig. Wichtig ist die Querruderfunktion beizubehalten den Rest nach Bedarf zumsichen.

lg,
Gerry
 

TinoE

User
Hannes,

danke für die schnelle Antwort.
Hmmm.... in diese Richtung habe ich noch nicht überlegt.
Gehe derzeit eher davon aus, dass der Auftrieb der Tragfläche zunimmt wenn die Querruder gleichsinnig nach unten gefahren werden. Separate Landeklappen werden ja auch nach unten gefahren.
Oder wird damit "nur" die Sinkgeschwindigkeit reduziert? Immerhin stellt man bei Seglern die Querruder nach oben, um die Sinkgeschwindigkeit zu erhöhen.
 

TinoE

User
Hallo,

evtl. habe ich ja einen grundsätzlichen Denkfehler.

Wird der Flieger durch runterstellen "nur" langsamer und die Abreissgeschwindigkeit bleibt gleich, oder kippt er erst später (bei weniger Geschwindigkeit) ab ?
 
Hi,

durchs runterstellen sollte er nicht nur langsamer werden, sondern auch bei geringerer Fahrt abkippen. Allerdings lässt er sich dann meist nicht so einfach wieder fangen.
Aber das kommt halt immer aufs Modell an.

Darum wichtig: Immer weit oben ausprobieren

Zum Testen kannst Du ja 2 Flugphasen programmieren, dann kannst Du im Flug umschalten. Die Höhenruderfeinabstimmung kannst eh mit dem Höhentrimm machen - sofern Deine Steuerung in den einzelnen Phasen die jeweilige Trimmung beibehält.

lg,
Gerry
 

oschi

User
Die Querruder nach unten auszufahren, als Landehilfe ? Das hab ich ja noch nie gesehen, so wie ich es kenne, werden sie nach oben ausgefahren um zu bremsen. So ist es ja bei der Butterfly-Stellung auch (auch wenn es hier den Wölbklappenausschlag kompensieren soll)
 

Hänsn

User
also bei meiner twinstar funktionert das querruder runterstellen einwandfrei,
gut das modell ist ziemlich eigenstabil,
aber die landegeschwindigkeit kannst so um ca 30% herabsetzen.
 

kurbel

User
Tino, gib doch bitte erstmal ein paar Daten zum Modell.
Spannweite, Gewicht, Flächenbelastung, Antrieb.

Wenn es eine für das Modell sinnvolle Landestellung gibt, sollte sie eigentlich in der Anleitung dokumentiert sein.

Ich würde mir vom Verstellen der QR nur nicht allzuviel erwarten.

Wenn sie dir zu schnell ist, helfen eher folgende Punkte am meisten.
Modell richtig einstellen (Schwerpunkt und Ruderausschläge).
Gewicht sparen.
Üben (kein Witz).

Kurbel
 
TinoE schrieb:
Hallo,

evtl. habe ich ja einen grundsätzlichen Denkfehler.

Wird der Flieger durch runterstellen "nur" langsamer und die Abreissgeschwindigkeit bleibt gleich, oder kippt er erst später (bei weniger Geschwindigkeit) ab ?
tino,

wenn du langsam fliegen willst (bei sonst alles gleich) brauchst du einen hohen auftriebsbeiwert ca. das erreichst du durch anstellen (= ziehen). aber jeder flügel hat da seine grenzen, speziell wenn er schmäler ist und wenn es in der nähe der flügelspitze ist. wenn du also immer weiter ziehst (um langsamer zu werden) passiert die aerodynamische katastrophe zuerst in der nähe der flächenenden, also da wo die querruder sind. das kannst du durch etwas hochstellen verzögern, und damit die reserven weiter innen nutzen.

die querruder bleiben dann auch wirksam.

wenn du tiefer in die trickkiste greifen willst - da schließ ich mich kurbel an - müßten wir mehr über den flieger wissen damit es sinn macht.

grüße
hannes
 

H.F

User
bei den kunstfliegern ist das querruder meist über die ganze flächenbreite, - da kannst du es ruhig EIN WENIG nach unten stellen.
das höhenruder würde ich nicht beimischen, probier erst in sicherheitshöhe aus was passiert.
für ganz kurze starts wie auch landungen mache ich das bei all meinen kunstfliegern, von der mini edge bis zur knapp 2m giles.

solltest dann aber kurz nach dem abheben nicht eine halbe rolle auf den rücken machen, sonst könntest du eine überraschung erleben..
 

femo

User
bei der yak nehme ich mal an, sind es durchgehende querruder an einem symetrischen profil. daher vertrete ich eher die meinung, querruder runter und den flügel verwölben, damit erhält er mehr auftrieb und lässt sich ergo langsamer fliegen. dazu musst du wahrscheinlich ein wenig tiefe zumischen.

ich würde mir die querruder auf nen linearregler legen und wie gesagt in grosser höhe experimentieren, wieviel sie verträgt....

nach oben sollte die schlechtere lösung sein, da du querruderwirkung verlierst.

viel glück
 

Hänsn

User
allerdings funktionert das mit gesenkten querrudern auch bei einem 3d wenn man ihm mit etwas gas am propller hängen läßt
 
NAch unten: Nur der Auftrieb wird erhöht, das Modell wird erstmal kaum langsamer, aber überziehkritischer
NAch oben: Riesiger Widerstandszuwachs, also wird das Modell bei gleicher Leistung langsamer, S-schlagprofil wird überziehfester, QR-Wirkung geht noch zum LAndeanflug bzw. für Kurskorrekturen. Auftrieb wird durch mehr Anstellung = noch mehr Widerstand erreicht.
 

H.F

User
theoretisch ja, wenn die querruder aber über den ganzen flieger gehen ist der efekt bei hochgestellten querrudern (bei unseren kunstflugmaschienen) das die sinkgeschwindigkeit inclusive anfluggeschwindigkeit erhöht wird.
die wölbung auf der oberfläche wird verkleinert, der auftrieb verkleinert, wiederstand nicht wirklich genügend erhöht, ausser mann könnte eine butterfly stellung einnehmen, geht ja aber natürlich mit einem grossen ruder pro seite nicht.
wie gesagt, meine dinger kamen alle wie ein stein vom himmel bei versuchen, - nicht die segelflugzeuge, sondern wirklich nur die kunstflieger.
bei der piper cub mit kleinen querrudern nur aussen stelle ich sie auch bisschen hoch, sie bleibt so im grenzberreich ruhiger, da die ruder nur aussen sind erzeuge ich so eine künstliche schränkung.

beim ruder tief stellen würde ich übrigens auf keinen fall höhenruder auf tief beimischen, im zweifelfall nach oben, - das profil wölbt sich mehr, aber nur auf der hinterseite, der auftriebsmittelpunkt wandert nach hinten, soll heissen die maschiene trimmt sich nun selber kopflastig, nimmt also die nase herunter.
leichtes ziehn beim landen ist aber viel angenehmer als drücken, daher habe ich sozusagen 0 mischer drinnen.
 

TinoE

User
Hi @all,

sorry, dass ich mich erst jetzt wieder in die Diskussion einschalte, hatte leider vorher keine Zeit.
Wenn ich die Beiträge richtig verfolgt habe gibt es weder eine eindeutige Aussage ob die Q-Ruder nach oben, oder nach unten stellen besser für einen langsameren Landeanflug ist.
Wenn das Wetter hält, geht's heute Nachmittag auf den Flugplatz, dann werd ich's einfach mal testen. In ausreichender Höhe versteht sich.

Zum Modell:
SPW: 1,28m
Gewicht: ??? geschätzt >2kg
Profil: vollsymetrisch mit Q-Rudern über die ganze Fläche
Motorisierung: 6,5ccm 2-Takt

Melde mich, wenn ich Ergebnisse habe.
 

Chrima

User
TinoE schrieb:
Wenn ich die Beiträge richtig verfolgt habe gibt es weder eine eindeutige Aussage ob die Q-Ruder nach oben, oder nach unten stellen besser für einen langsameren Landeanflug ist.
Hallo Tino
Glaube die letzten Posts (H.F.) waren sehr hilfreich !
Zuvor fehlten eindeutig genauere Angaben zum Flieger.

Dann Holm & Rippenbruch !
Christian
 
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