Elektro-Fahrzeuge?

Eine E-Mogilitätspromotionveranstaltung angeblich geistig mobiler Schwanzvergleicher ersten Ranges....
Eure wechselseitig ausgekippte und protegierte Häme erzeugt einfach nur noch Brechreiz.
Das sich am Grundproblem gar nichts ändert und lediglich auf anderem Level in gleicher Richtung weitergemacht wird, verkommt einfach,
und nicht nur zur Nebensache.

Chapeau an die Claqueure.
 
In einem hast Du recht. Die überalterte Kundschaft, die sehr zum Wohle der hiesigen Autowirtschaft beigetragen hat, ist halt gewohnt, dass sie als Kunde der Mittelpunkt sind und bestimmen, was sie wollen. Allerdings hat sich natürlich die Kauflandschaft geändert, ein Hoch auf das allmächtige Marketing, das gute Arbeit bezüglich Gehirnwäsche geleistet hat, heute bestimmt nicht mehr der zahlende Kunde, wie ein Produkt auszusehen hat, sondern es wird quasi verordnet.
Ersetz doch mal "Autowirtschaft" durch "Kinderpornographie" zum Beispiel, dann erkennst du leichter was es bedeutet, wenn nur der Kunde und sein Geld in einer Gesellschaft der Mittelpunkt sind. Es gibt auch übergeordnete und schützenswerte Aspekte, und genau das versucht die Gesellschaft gerade auszuhandeln.
Und zum Geschmack der Chinesen, warum gibt es eher viele Neuerscheinungen in kompakter Größe, hier verstehe ich Golf-Größe und nicht dicke SUVs, gerade aus dem Reich der Mitte, während sich in diesem Segment hier absolut nichts tut? Wer erkennt den Widerspruch?
Hmm, welche Gründe könnte es für umweltfreundlichere Fahrzeuge geben?
 
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Relaxr

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Nach wieviel Jahrzehnten freiem Ausleben aller Träume und technischen Möglichkeiten ohne an die Ökologie zu denken (mit Turbo, V6, V8, Riesen Leistungen, SUVs für den Einkauf) ist ein KFZ in D in den allermeisten Fällen ein Teil der Persönlichkeit, eine "Verlängerung", ein Statussymbol (Motto: " ich kann es mir leisten") eine Stilikone neben den "popeligen Autos" der Nachbarn, ein Alpha-Bolide auf der AB. Die Ingenieure hier haften immer noch den alten Idealen an, im Stillen ist immer noch das Drehmoment, die Leistung, der Auftritt das Maß. Die allermeisten haben vergessen, dass es ursprünglich mal ein "Fortbewegungsmittel" war.

Wenn ich bei uns die (meist) riesigen E-Brocken an den Firmenladestationen und auf den Strassen sehe, wurde mE nichts kapiert. Ein leichtes, mässig motorisiertes, funktionell und sparsam ausgestattetes Auto gilt auch heute bei den meisten noch als "Armut".

So lange dies nicht überwunden wird, wird es kein wirklich zumindest etwas ökologisches Fahrzeug geben. Muss ich heute noch ein KFZ haben, dass in unter 5 sek von 0 auf 100 kommt und Spitze über 180 Sachen läuft? Der Mensch steht sich selbst im Weg, die Zwänge und Lüste sind viel grösser als die Vernunft....

Ich denke aktull nach wie vor, dass ein leichtes, mässig motorisiertes Fahrzeug mit sehr gut gereinigter Verbrennungsmaschine jedem Stromer mit seinen "Massen" an Akkus überlegen ist. ICH kann mir nicht vorstellen, dass wir bei einer zunehmenden E-Welle mit dem kommenden Akkuschrott klarkommen.

2,5Tonnen E-SUVs mit Formel 1 artiger Beschleunigung sind garantiert kein Fortschritt !
 
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Ersetz doch mal "Autowirtschaft" durch "Kinderpornographie" zum Beispiel, dann erkennst du leichter was es bedeutet, wenn nur der Kunde und sein Geld in einer Gesellschaft der Mittelpunkt sind. Es gibt auch übergeordnete und schützenswerte Aspekte, und genau das versucht die Gesellschaft gerade auszuhandeln.
Natürlich gibt es schützenswerte Aspekte aber dieser Vergleich ist lächerlich. Kriminalisierung, nur weil der Kunde mitbestimmen will, welches Produkt er für sein hart erarbeitetes Geld haben will ? Natürlich ist der Kunde Mittelpunkt, bei mir und bei allen anderen Unternehmungen auch, die ihre Produkte verkaufen wollen.

Wenn ich Deiner Argumentation folge, wird der Gesetzgeber den Markt arg einschränken und teilweise zur Planwirtschaft wechseln müssen. Wenn es nur noch bestimmte Fahrzeuge gibt, dann muss der Kunde diese halt kaufen oder gar nichts kaufen. Aber wollen wir eine Uniformität und Planwirtschaft ?

Und Markus hat Recht...80% der aktuellen Hybrid/ E-Fahrzeuge sind lächerliche bling..bling Kisten mit völlig überzogener Motorleistung und viel zu teuer. Der größte Witz sind die Hybrid Fahrzeuge, die den Kunden den Übergang leichter machen sollen. Oftmals 3 Tonnen schwere Monster, weil sie sowohl Elektro- als auch Verbrennerantrieb mitschleppen müssen.

Und auch ein großer Teil der vollelektrischen Fahrzeuge sind bling..bling Kisten mit völlig überzogener Motorleistung und einer Ausstattung, die dem Raumschiff Enterprise zur Ehre gereichen würde, was diese Fahrzeuge auch unnötig schwer macht. Ich sehe da keinen technologischen Fortschritt oder ökologische Revolution.
 
Hi Relaxr,

ja Deine Ausführung kann ich Unterschreiben. Es gibt kein Vernünftiges Fahrzeug mit Akku . Wer eine große Reichweite kaufen will ist gezwungen ein Fahrzeug zu nehmen das einen großen Akku hat der auch sehr hohe Leistung bereit stellt. Der Mercedes EQXX ist ein Richtiger Schritt hin zum wirklich Grüneren Elektrofahrzeug , Ich Denke aber dass es wie bei den unter Dreiliter Fahrzeugen die von VW mit Dieselmotor angeboten wurden sich nur sehr wenige für diese Fahrzeuge Entscheiden werden.
@franz , ja passt und gilt für quasi Alle Bereiche des Konsums was nicht als Grundnahrung , Lebenswichtig ist.


Happy Amps Christian
 

Relaxr

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...alleine die Asssistenzsysteme haben sich verselbständigt, das geht mit Alleinstellung los, dann haben es alle, und dabei wird alles immer schwerer, ressourcenbedürftiger. Habe meinen ersten Fiat 127 mit 40 PS, 750 kg (ca. 6 L/100km) noch in guter Erinnerung, ja der war auch schon ein Auto, hat mich überall hingebracht (bis in die Normandie, Spanien etc.). Damals hat man die Sicherheit selbst in der Hand gehabt, heute hat man Eco Fahrprogramme, Assistenten, so dass die Gattin beim leihweisen Einkauf mit dem Renner nicht gleich wo reinrast.... und jeder Vollpfosten 300 Pferde steuern kann....

Nicht falsch verstehen, auch ich finde so was "geil" - aber: die Zeit verbietet uns, so weiterzumachen. Wenn wir unsere Probleme wirklich(!!!) ernst nehmen wollen.

Man überlege mal: Fahrzeug für 90% Kurz/Mittelstrecke mit 2,5 Tonnen transportiert Mutti mit dem Einkaufskorb oder eben Mutti/Papi 35km zur Arbeit durch den Grosstadtdschungel, mit jeweils einer Nutzlast von Fahrer+Gepäck mit 100kg. Da liegt die genutzte Transportlast bei 1/25, das sind 4% !!!
Ineffizienter geht es nicht, egal wie man es (wirtschaftlich/ökologisch) dreht und wendet.

Vielleicht ist die aktuelle Knappheit an Automotive-Chips, mit den dranhängenden Produktionsproblemen der KFZ ein schöner Indikator, wo hier die Absurdität Triumphe feiert.
 
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Hi Smaug,
Atomstromanteil in Deutschland ist Aktuell 11% . In der Schweiz , Furchtbar. Und die Schweiz hat immer noch keinen Plan was danach kommen soll . Wird wohl Strom aus Frankreich sein.

Happy Amps Christian
 
Hi Relaxr,
ja so ist es. Hier wird man aber nur Angegangen wenn man sagt dass für ein Fahrzeug auch eine 50 oder 100 KW Brennstoffzelle ausreicht . Um ein Auto mit 100 km/h zu bewegen reicht im Schnitt eine Leistung von 8 KW aus. Höhere Leistung wird nur für die Beschleunigung benötigt. Hier wäre auch die Städteplanung mehr gefordert die den Verkehrsfluß flüssiger halten sollte. Aktuell wird überall immer mehr an Hindernissen aufgebaut um die Autos aus den Städten raus zu drängen . Aber dazu sind die Städte hier nicht gestalltet. Die Menschen wollen immer mehr in den Städten leben und so werden immer mehr am Täglichen Rein - Rausverkehr im Stau stehen und Sinnlos Beschleunigen statt zu rollen. Da beweisen sich dann die Überpowerten Umweltschützer im Akkumonster .

Happy Amps Christian
 

Relaxr

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Absolut richtig Christian.

Gerade die Anfahrt/Beschleunigungsphasen saufen den Treibstoff, mit jedem kg Gesamtmasse immer mehr. Merkt man doch selbst, auch ein "z.Z" m.E. "noch" vernünftiger TurboDiesel mit ca. 100kw, der im Mix leicht mit 5-6 L/100km zu fahren ist, macht bei absolutem Stop/Go auch mal knapp 10L.

Leider brauchst du dafür laut Studien einen Verkehrsstrom (gleichartiges sinnvolles Verhalten der Teilnehmer), unsere Realität ist oft eher, jeder wie er will und kann. Ich fahre (eher: eiern) zZ oft mit einen Kleinstwagen zur Arbeit, da muss man sich warm anziehen, da bist du ganz unten in der Rangordnung. Wobei der Wagen flott bewegt wird, also kein "Verkehrshindernis" ist und auch mal 150 läuft. Alles knapp unter 6L/100km. 86PS.

Das ist eine gute Übung um hier Gelassenheit zu entwickeln und zB genussvoll Radioinfos und Musik zu hören, wenn einem von extrem Eiligen aufgefahren wird, oder man einfach noch knapp/heikel überholt werden muss. Es gibt den Typus Fahrer/Fahrerin der nicht hinter Kleinwagen herfährt, da geht nur "davor" :cool: auch bei Richtgeschwindigkeit oder knapp drüber.
 
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smaug

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Habe meinen ersten Fiat 127 mit 40 PS, 750 kg (ca. 6 L/100km) noch in guter Erinnerung, ja der war auch schon ein Auto, hat mich überall hingebracht (bis in die Normandie, Spanien etc.)
Ein Problem dabei ist...Nochmals das Zitat aus dem Bullshit Bingo der Verkehrswende
Maximaleventualbedarfsauto ("Rennreiselimousine")
Blechgewordenes Zeugnis des Glaubens, dass ein einziges technisches Artefakt jegliche hypothetische Aufgabe lösen können muss – etwa eine Großfamilie, einen Wohnwagen, zwei Hunde, drei Surfbretter, vier Mountainbikes und fünf Kisten Bier in weniger als drei Stunden von München zum Gardasee bringen
Machen wir uns nichts vor, diesen Umstand kennen wir als aktive Modellflieger doch nur zu Gute. Sei es nur für Modellflugurlaub, mit muss der komplette Hangar inkl. Werkstatt von Balsa Nasenleiste bis 1000 Watt Ladestation. Destination 1000km ohne Halt um dann auf die beste Thermik des Tages zu warten. Als Wettbewerbspilot macht man das Spiel mehrmals jährlich. Mit einem Kleinwagen eine Tortur oder von der Zuladung her kaum zu machen.
Ich stand vor 14 Jahren vor der Entscheidung zum Autokauf. Zur Debatte Stand Wohnmobil und ein Berufswagen oder ein Fahrzeug was beides vereint. Mir erschien es damals als unvorteilhaft zwei Fahrzeuge zu halten und entschied auf einen Bus (MB Viano) mit Campingausbau. Feine Sache für meine Zwecke. Ich fuhr mit Kollegen damit auf unzählige Wettbewerbe quer durch Europa und nutzte das Fahrzeug für den Berufsalltag.
Nach 12 Jahren entschied ich mich den 10L Dieselschlucker für meine Beruflichen und Privaten Fahrten aufzugeben. Verbrauch, Schadstoffausstoss, Kosten etc., alles nicht mehr sinnvoll mit dem Diesler. Es macht keinen Sinn die Dreckschleuder weiterhin für Alltagsfahrten zu benutzen. Mit einem E-Auto ist die laufende Emission des alten Dieslers razfaz egalisiert. Deshalb steht MB Bus jetzt einem Pool von Nutzern zur Verfügung um als "Maximaleventualbedarfsauto" weiter zu dienen. Interessanter Weise kommen solche "Maximaleventualbedarfsauto" Szenarien auch in einem erweiterten Nutzerkreis sehr selten vor. Derzeit komme ich mit dem Model 3 auch für Modellflugurlaub ganz gut klar. Für Wettbewerbe nicht in jedem Fall, kommt ganz darauf an wie viel Equipment und Passagiere dabei sind.
Evtl. ist das Model 3 das letzte Fahrzeug was ich besitze, ich sehe für die Zukunft mehr und mehr Fahrzeuge nach Bedarf zu mieten und diese nicht mehr selber zu halten. Nutzerpools können da auch ganz attraktiv sein.
 

smaug

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Möglichkeiten sind da, nur muss die Neue Zusammensetzung, anstatt wie vorher verhindern, diesmal ermöglichen...dann läuft das. Ökologischer als auch ökonomischer Druck ist ja genug vorhanden.
 
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Relaxr

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@smaug: ja wenn eh min. 2 Autos in einem Hausstand sind, warum nicht einen kleinen Ökoflitzer und eben ein "Maximaleventualbedarfsauto" dazu. 90% der Zeit wird der der Kleine, und in 10% ggf. der Grosse bewegt. Wenn man den Grossen ggf. dann noch irgendwie "shart", ein super Konzept gegenüber "mit dem Monster-SUV" oder "Säufer" für mal zum Aldi oder Bäcker, schon wegen der Parkplatzsituation in Innenstädten.
 
Natürlich gibt es schützenswerte Aspekte aber dieser Vergleich ist lächerlich. Kriminalisierung, nur weil der Kunde mitbestimmen will, welches Produkt er für sein hart erarbeitetes Geld haben will ? Natürlich ist der Kunde Mittelpunkt, bei mir und bei allen anderen Unternehmungen auch, die ihre Produkte verkaufen wollen.

Wenn ich Deiner Argumentation folge, wird der Gesetzgeber den Markt arg einschränken und teilweise zur Planwirtschaft wechseln müssen. Wenn es nur noch bestimmte Fahrzeuge gibt, dann muss der Kunde diese halt kaufen oder gar nichts kaufen. Aber wollen wir eine Uniformität und Planwirtschaft ?
Prostitution wäre vielleicht der bessere Vergleich gewesen, mag sein.
Unser Ziel sollte sein, eine für möglichst viele Menschen, Tiere und Pflanzen lebenswerte Umwelt zu erhalten. Dazu muss diese Umwelt ein Preisschild bekommen, denn leider verstehen viele Menschen nicht mehr, dass kostenlose Dinge einen extrem hohen Wert haben können.
 
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