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Elfriede Baubericht

Baubericht „Elfriede“

Angeregt durch eine Reportage in der Zeitschrift „Aufwind“ 06/2008 nahm ich meine Internet-Recherche nach einem geeigneten Indoor-Pylon Modell auf. Wir haben in unserem Verein zwar noch nicht lange die Möglichkeit im Winter in der Halle zu fliegen, aber meine Überlegung war, das Kunstfliegen durch ein paar Runden Racing zu bereichern. Wer weiß, vielleicht fühlen wir – das waren zunächst mein Sohn und ich – uns ja nach einigem Üben bereit, an einem Wettbewerb teilzunehmen. Leider gibt es davon noch recht wenig und diese sind auch nicht gerade um die Ecke.

Doch nun zum eigentlichen Baubericht.
Meine Recherche ergab, dass Jan Windte inzwischen einen Bausatz der „Elfriede“ anbietet (www.statorschluss.de). Einen entsprechenden Thread im Rcline-forum gibt es auch, also habe ich zwei Bausätze bestellt und meinem Sohn und mir zu Weihnachten geschenkt.
Die Motoren bestellte ich bei VS-Modelltechnik. Herr Schwarz hat mich sehr kompetent beraten und er hatte passend zu unserem Projekt ganz neue „Renn-Elfriede“ Motoren im Angebot.
Die passenden Regler YGE 12 und Luftschrauben GWS 3x3 wurden gleich mitbestellt und wir entschieden uns für die bewährten Dymond D47 Servos.

Sobald die Feiertage halbwegs überstanden waren, gingen wir daran, aus den vielen Brocken einen (zwei) echten Racer zu bauen.

Leider gibt es zur Elfriede noch keine Bauanleitung, der Forum-Thread beschäftigt sich nämlich nur mit einem Vor-Serienmodell, das doch in vielen Punkten von dem vorliegenden Bausatz abweicht. Die Bauskizze, die sich im Netz finden lässt, gibt allerdings über viele wichtige Maße und Prinzipien Auskunft und der neue Bausatz wurde durchweg vereinfacht, so dass der Bau gut gelingen sollte (http://www-public.tu-bs.de:8080/~jwindte/Bauskizze ElFriede2.pdf).

Hier zunächst der Bausatz, den Jan Windte verschickt.
Der Bausatz besteht aus vielen verschiedenen Materialien, was zeigt, das der Hersteller sich sehr viele Gedanken über die optimale Materialwahl gemacht hat.
Rumpf und Tragflächen bestehen aus EPP, der Rest aus verschiedenen Stärken Sperrholz, Balsa, CFK und sogar Polycarbonat.
 

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Der Bausatz ist soweit vollständig, selbst Ruderhörner aus Polycarbonat und Gabelköpfe liegen bei. Das Einzige was vermisst wurde, war das Rad, das im Internet noch so schön ausgesehen hatte. Ich gehe allerdings davon aus, dass dieses Rad im Zuge der Vereinfachung eingespart wurde und im Betrieb tatsächlich nicht benötigt wird.

Zum Warmwerden wurden zunächst die sehr gut passenden Winglet Halterungen mit Ponal geleimt. Die Idee, eine Bohrung zur Ausrichtung der drei Einzelteile anzubringen ist schlicht genial.
 

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Danach kommt der Motorträger an die Reihe. Jan empfiehlt hier 5-Minuten Epoxy einzusetzen, allerdings arbeite ich nicht so gern damit und ich habe sehr gute Erfahrungen mit „Pattex Repair Extreme“ gemacht, so dass dieses hier zum Einsatz kommt.

Und nachdem das Teil getrocknet war, haben wir das Ganze noch mit Glasrovings und Sekundenkleber verstärkt.

Da der Motorträger nicht ganz zu unserem VS Motor passt, haben wir uns entschlossen ein Aluröhrchen in den Motorträger einzupassen, der Motor wird dann später im Röhrchen fixiert.
 

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Nun widmen wir uns der Rumpf-Keule. Diese wird aus nur zwei Teilen zusammengesetzt, wobei die Aufnahme der Tragfläche schon passend vorgeformt ist. Damit wird der Bau sehr einfach. Hier kommt PU-Leim zum Einsatz. Die Rumpfhälften vorher leicht anschleifen, mit Wasser benetzen, den PU-Leim auftragen und dann die Rumpfhälften zusammenfügen. Diese Klebung muss gut fixiert werden, da PU-Leim leicht schäumt und die Gefahr besteht die Rumpfform zu verändern. Der aus der Klebestelle austretende Leim lässt sich nach der Durchtrocknung leicht entfernen und das Ergebnis sieht dann so aus:
 

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Die Flächenhälften werden in der Negativschale zusammengeklebt. Hierfür verwenden wir 5-Minuten Epoxy, da sich dieses bisher als sehr zuverlässig erwiesen hat und eben auch die kleinen Unebenheiten ausgleicht, die in einer EPP Klebestelle immer vorhanden sind.
Anschließend wurde die Lage der Holme angezeichnet und oben und unten an gleicher Stelle ein 3 mm tiefer Schlitz für die mitgelieferten 1 mm CFK Holme eingeschnitten. Die Lage beginnt 45 mm von der Nasenleiste der Fläche an der Flügelspitze gemessen und verläuft in der Flächenmitte bei 90 mm von der Endleiste gemessen. Vorsicht: Der Schlitz sollte nicht bis zum Flächenende durchgeführt werden, sondern ca. 2-3 cm vorher enden, da sonst die Gefahr zu groß ist, die Fläche zu zerschneiden. (Woher ich das wohl weiss ;-)
 

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Hallo Mücke,

nettes Fliegzeug, schade dass sich meine Indoorflugsaison dem Ende zuneigt, ich werde die nächsten Wochen keine Zeit haben, und danach gehts schon fast wieder draußen weiter.

Ich bin schwer in Versuchung :D

Gruß, Tim
 
So, nun geht es weiter mit dem Bau:

Wir haben als Nächstes die Ruder ausgeschnitten, dabei haben wir gleich 200 + 5 mm ausgeschnitten, um Platz für die Seitenleitwerke zu schaffen. Und dann die Fügelenden verrundet.
 

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Dann haben wir die Ausschnitte für Motorhalterung, Empfänger und Servos mit dem Dremel ausgefräst. Die Kabel werden in Schächten geführt, die wir an der Oberfläche entlang gefräst haben.
Als das erledigt war, haben wir den Motorhalter eingeklebt. Das geschieht wieder mit PU Leim. Hier muß man allerdings aufpassen, dass der Leim nicht herausläuft. Wir haben daher unten mit Paketband vorgebeugt.

Soweit für heute. Bis bald.

Gruß
Olaf
 

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So, jetzt haben wir den Flügel komplett mit einem 180er Schleifpad geschliffen, mit Sprühkleber dünn eingenebelt und zum Trocknen aufgehängt.
 

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Anschließend ging es weiter mit Einbau der Servos und Strapping. Hierbei wende ich gerne die Tipps von www.extremflug.de an. Allerdings muss man zurückhaltend vorgehen, sonst hat man das Abfluggewicht ganz schnell zu hoch getrieben.

Damit ist das Modell dann bereit, um mit Orastick (war im Bausatz dabei) bespannt zu werden. Und da einfach auch langweilig ist, haben wir uns diesmal ein bißchen was vorgenommen.
 

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Vorher möchte ich aber noch auf den Bau der Ruder eingehen. Um es vorweg zu nehmen, es wäre eine große Erleichterung wenn dem Bausatz passende Ruder aus Balsaholz hinzugefügt würden, der Bau der Ruder ist im Moment nämlich eine echte Strafarbeit.
Also: Die ausgeschnittenen Ruder werden auf der Seite des Ruderspalts um ca. 5mm eingekürzt. Auf der Innenseite sind ebenfalls ca. 15mm abzuschneiden. Diese beiden Teile werden dann mit passend zurechtgeschnittenen Balsaleisten / -klötzchen ersetzt, die man aus dem beigefügten Balsabrett ausschneidet.

Dann muss noch alles konturgerecht verschliffen und der Ruderspalt passend geschliffen werden
 

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Anschließend haben wir die Ruder noch mit Strappingtape verstärkt.
Das mussten wir allerdings rückgängig machen. :(
Die Ruder wurden durch die Verstärkung viel zu schwer und eine zwischenzeitlich durchgeführte Prüfung des Abfluggewichts mit allen Komponenten zeigte uns eindeutig die gelbe Karte.

Soweit für heute. Bald geht's weiter.

Gruß
Olaf
 

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So nun geht es aber an die Bügelfolie. Die beigelegte Orastickfolie hält gut auf dem vorbereiteten EPP und auch das Einstellen der Temperatur fällt leichter als gedacht. Nach ein paar Versuchen an einem alten Stück EPP zeigt sich, dass man die Temperatur höher wählen kann als zunächst gedacht.

Hier zunächst der Flieger meines Sohnes:
 

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Als nächstes haben wir die bebügelten Ruder angeschlagen – das mache ich immer nach dem Prinzip der gegeneinander geklebten Tesastreifen – und die Ruderhörner in die Balsaklötzchen mit Pattex Repair Extreme eingeklebt. Das ergibt nicht nur einen sicheren Halt bei der relativ kleinen Klebefläche, die Klebewulst, die sich neben dem Ruder ausbildet, stabilisiert das Ruderhorn zusätzlich.

Dem Bausatz sind Mini-Gabelköpfe und passende Kohlestäbe beigefügt, die mit einem Schrumpfschlauch direkt zwischen Servohebel und Ruderhorn befestigt werden können. Die Anlenkung haben wir aber nach einem anderen bewährten Prinzip durchgeführt. Wir verwenden gerne die Ruderhörner, nehmen aber statt einem durchgehenden Kohlestab zwei kürzere Kohlestäbe, die, nachdem alles fertig ist, mit einem Schrumpfschlauch und einem Tropfen Seku in der Mitte verbunden werden. Das gibt uns bis zuletzt die Möglichkeit, die Nullstellung der Ruder einzustellen. Für die Nullstellung der Ruder ist auf den Wingletträgern nämlich extra eine Skala eingebracht.;)
 

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Während die Winglethalter trocknen wenden wir uns der Rumpfkeule zu. Der Rumpf wird mit dem 180er Schleifpad geschliffen und die Kanten werden verrundet. Aus Gewichtsgründen haben wir den Rumpf nur an der Spitze und von unten verstärkt.
 
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