Ende und Neuanfang einer BAE Hawk von Tomahawk

gripen

User
Genau und wenn das ganze dann ausgereift ist, bitte die Mechanik auch noch für die Querruder vorsehen :D.
Wäre ja Sche... wenn das ganze auf dem Höhenruder perfekt läuft und dann kackt im Flug das Querruderservo ab :confused:

Gruss Christoph
 

reas

User
Hallo

Hier sind ja einige interessante Lösungsansätze dabei. Ich habe in meiner Hawk die original Anlenkung im Einsatz, und ich werde auch nichts dran ändern.

Ich weiß nur nicht genau wo der Grad zwischen einfach und funktionell, und kompliziert und unnötig ist.

By the way: Schon mal dran gedacht das auch ein einzelner Senderakku von jetzt auf gleich den Geist aufgeben kann?

Gruß Andreas
 
Aus all diesen Gründen sehe ich eben zu, dass bei mir nicht übermäßig viele Euros in der Luft unterwegs sind.
Berühmt werd' ich dadurch wohl nicht mehr. Zugegeben..
 
... 3 Servos eine Chance, gegen eine Blockade des 4. Servos anzugehen...
wenn man das auf 4 Servos ausdehnen will, ist das eine gute Lösung. 3 Servos sollten das Getriebe des 4ten zermahlen können, 3:1 ist was anderes als 1:1 bei 2 Servos. Der "weiche" Fall ist hier eh trivial.

Wegen der Fall-Wahrscheinlichkeit, ob Blockade oder Erweichen: eine Blockade kann zB entstehen durch Überlastung, ein Zahn bricht raus und verklemmt sich ganz blöd zwischen 2 Zahnrädern.
Ein Erweichen... durch Bauteilefehler, Überlastung, beides kann Durchbrennen der Endstufe verursachen etc...
Beides schon gehabt, aber noch nie bei den üblichen HiEnd Servos aus den bekannten renommierten Häusern.


...nichts für ungut, aber (der ideenreichtum wirklich in allen ehren!) es scheint etwas auszuufern;)
spinnen sei doch erlaubt und wir spinnen ja hier auf hohem Niveau und am Ende kommt sogar noch was Brauchbares dabei raus :D
 
ich weiß jörg, spinnen ist manchmal schööööön:D:D:D
 
Bernd Rasch,

für mich war die einfachste Lösung und 2 Servos direkt an am Höhenruder einzubauen und diese mit 2 Gestängen mit der Höhenruderwippe zu verbinden.
Bei genauer Servoeinstellung in allen Stellungen funktioniert das prima.
Alle Hebel sind exakt gleich lang und wenn man bei der Einstellung den Servostrom misst kann man eine fehlerhafte Einstellung sehr schnell feststellen.
Das blockieren eines Servos halte ich bei hochwertigen Servos mit Metallgetriebe für sehr unwahrscheinlich, wahrscheinlicher ist das Durchbrennen und
Weichwerden eines Servos.
In diesem Fall reicht ein Servo bei entsprechender Auslegegung zum Fliegen noch aus.

Gruß Bernd
 

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Sieht ja scharf aus, der Flammenwerfer

Sieht ja scharf aus, der Flammenwerfer

Ansonsten meine ich auch, dass das so hinzukriegen ist, wie Du es beschrieben hast, Bernd.
Aber es ging hier zwischendrin darum, Lösungen für nicht synchrone Servowege aufzuzeigen.
Und auch um Probleme, die neben den Kosten mit Viel-Servo-Lösungen auftreten können.

Je weniger drin ist in so 'nem Flieger, umso weniger kann ausfallen. Und leichter ist er dann auch. Dies mal als Friedensangebot an die Puristen.

Grundsätzlich muss halt gelten: Mit Verstand einbauen
 
Ja mit Verstand bauen da hast Du recht,

deshalb ist eine 8mm Schubstange mit eingelöteter M 4 Schraube die von 4 Servos über eine Wippe angetrieben wird für mich keine gute Lösung.
8 Kugelgelenke sind nötig bis die Kraft am Höhenruder ankommt, das Spiel und oder die Reibung summiert sich.
Auch bringt es auch keine Gewichtsvorteile wenn man die schwere Stange mit einrechnet.

Ein Vorschlag von mir wäre das Höhenruder in der Mitte zu teilen und drehbar über eine Welle wieder zu verbinden.
So kann selbst beim blockieren einer Seite mit dem anderen Ruder weitergeflogen werden.
Das ganze könnte dann noch, wenns unbedingt sein soll von jeweils 2 gegenüberliegenden Servos angetrieben werden.

Fällt ein Querruder aus könnte man sogar noch in eine Flugphase mit Tailerons schalten und weiterfliegen. ;);)

Gruß Bernd
 
Hallo Bernd,

den Grund mittels Schubstange das Höhenruder anzulenken (im übrigen nicht schwer sondern sehr leicht und auf Höhe
Zugstange;)) haben sich die Entwickler des Fliegers schon genau überlegt. Die Zugstange bietet sehr wohl einen
Gewichtsvorteil zu der Direktanlenkung im Heck bei Verwendung von 2, erst recht bei 4 Servos (Schwerpunkt).

Des weiteren ist das Höhenruderspiel äußerst gering, die evtl. summierte Reibung spielt bei den starken Servos nur
eine untergeordnete Rolle. Außerdem kannst du nicht alle Gelenke, welche an der Höhenruderbewegung beteiligt sind,
einfach addieren. Es sind, wie du richtigerweise geschrieben hast, 8 Gelenke beteiligt, Einfluss auf das Höhenruderspiel
haben allerdings nur 4 Gelenke (wie in deinem Flieger) und die Servogetriebe.

Es sei denn, es werden 4 Servos verwendet, dann eliminieren die Servos sich untereinander auch noch ganz leicht das
servointerne Getriebespiel. Kann mit dem Synchronlauf der Powerbox sehr genau eingestellt werden. Hatte ich glaube
schon geschrieben.

Interessanter Ansatz mit der Höhenruderteilung. Allerdings ist nicht zu vergessen, dass die Höhenruderspannweite der
Hawk fast der Flächenspannweite eines Inspirations - Jet von Graupner entspricht:D:D:D und mit dem Mehrgewicht der
Flieger zulassungspflichtig wird.

Gruß Jan
 

Thomas L

Vereinsmitglied
Wir haben jetzt ausgiebig die verschiedenen Ansätze diskutiert, eine wirklich praktikable und funktionale Lösung ist dabei aber m.E. nicht herausgekommen.
Wenn ich davon ausgehe das bei einem Ausfall ein weiches Servo sehr viel wahrscheinlicher ist als ein blockierendes (vermute im Verhältnis von 80% : 20%), dann werde ich genau darauf mein Augenmerk legen diesen Fall so gut wie möglich abzudecken.

Die Original vorgegebene Wippenkonstruktion gefällt mir ja eigentlich vom mechanischen her, Kugelgelagert am Servohebel, Servos im Schwerpunkt, kleinere Asynchronisation vernachlässigbar. Einziges Manko der Totalverlust der Steuerung bei Ausfall eines der beiden Servos.

Sehe nun für mich nur noch zwei verbliebene Möglichkeiten dieses Problem zu eliminieren:
a) die zwei Servos werden untereinander gekoppelt damit das intakte das weichgewordene mitnehmen kann
Nachteil: Synchronisation erforderlich
b) die Lösung von Jan mit jeweils zwei gekoppelten Servos je Seite
Nachteile: Synchronisation erforderlich, Mehrgewicht, Ausfall eines Servos wird wohl nicht spürbar registriert

Mein Favorit ist a)
 
Hallo zusammen,

Da ich auch gerade ne Hawk baue und mir die Lösung mit dem Höhenruder so auch nicht gefällt hab ich mir jetzt grad mal kurz Gedanken gemacht und mit Paint schnell was gepinselt, ich würde alles so bauen wie Thomas es vorschlägt und einfach 90° Hebel verwenden und mit einer zusätzlichen Strebe auf der Unterseite verbinden wenn dann ein Servo weich wir nimmt es das andere mit. Sollte Funktionieren oder hab ich da nen Denkfehler ????

Unbenannt.jpg
 
Wir haben jetzt ausgiebig die verschiedenen Ansätze diskutiert, eine wirklich praktikable und funktionale Lösung ist dabei aber m.E. nicht herausgekommen.
Nö, das sehe ich anders. Es sind mindestens 4 praktikable Lösungen dabei rausgekommen:

1. will man die 100%ige 2-Servo-Lösung, nimmt man die mit Zentrierfeder aus Post 122

2. will man eine 4-Servo-Lösung, nimmt man die aus Post 138

3. will man eine 2-Servo-Lösung mit geringem Restrisiko (einzig Vollblockade nicht abgedeckt), nimmt man Lösung a) aus Deinem vorigen Post

4. will man die sicherstmögliche 1-Servo-Lösung, nimmt man ein UL-Servo

Und wer beim Standard bleiben möchte unter Einsatz von Qualitätsservos, kann das auch tun und wird trotzdem ein relativ niedriges Ausfallrisiko haben, solange man die Kräfte respektiert und deren richtige Einleitung in die jeweiligen Elemente mit Bedacht wählt. Herz was willst Du mehr?! Ist doch jetzt für jeden was dabei :)

;) o.d.
 
Sollte Funktionieren oder hab ich da nen Denkfehler ????
funktioniert, bei nur geringem Restrisiko (Vollblockade eines Servos). Weichwerden (was ja wohl das Standardausfallsymptom sein dürfte) wird gut abgefangen. ;)

für edith: mach noch den Anlenkpunkt (nach hinten zum HR) in die Mitte der hinteren Koppelstange, damit beide Servos gleichstark belastet sind ;)
 

Thomas L

Vereinsmitglied
@Bambus, ja genau so wie Du es "gepainted" hast werde ich das realisieren, scheinst ein besserer Painter zu sein als ich :D

für edith: mach noch den Anlenkpunkt (nach hinten zum HR) in die Mitte der hinteren Koppelstange, damit beide Servos gleichstark belastet sind
Das verstehe ich nicht :confused: was meinst Du ?
 
Hi Okke,

ich blicks grad auch nid wie du das meinst die kräfte sind doch gleich ? und hinten habe ich doch nur ne seitliche bewegung ???
 
Na ganz einfach: in der Skizze trifft die Anlenkstange zum HR nicht in die Mitte auf die hintere Querverbindestange, sondern leicht rechts davon. Damit ist das rechte Servo stärker beaufschlagt als das linke. Klaro jetzt? ;)
 

Thomas L

Vereinsmitglied
nö, das sehe ich anders :D
Das Höhenrudergestänge ist Mittig zwischen den waagerechten Hebeln angeordnet, die Hebel sind gleich lang. Die Krafteinwirkung ist demnach gleichmässig auf beide Servos verteilt. Jedes Servo wird jetzt versuchen dem entgegenzuwirken und da der obere Verbinder ebenfalls die gleichen Hebelverhältnisse hat nur 90Grad verdreht, tritt dort doch auch wieder die gleiche Kräft auf, allerdings bezogen auf die senkrechten Hebel.
Was wäre denn wenn die obere Kopplung wegfallen würde, dann wäre es ja auf jeden Fall so richtig.
Also für mich ist das vollkommen i.O. so wie gezeichnet, lasse mich aber auch gerne eines besseren belehren ;)
 
Ach ja, Modellflieger sind Perfektionisten

Ach ja, Modellflieger sind Perfektionisten

.. und besonders für die Großmodellbauer spielt Geld ja keine Rolle. Mancher legt auch Wert auf ein Alleinstellungsmerkmal.

Ich baue und fliege aus bereits angedeuteten Gründen keine Großmodelle. Aber wenn doch, dann würde ich sowas wie im Bild einsetzen.

Randbedingungen:
- Es werden nur 2 Servos für die Funktion verwendet
- Der Flieger kann auch mit nur einem Servo zuverlässig gesteuert werden. Das zweite Servo dient nur zur Kraftverstärkung und als Reserve im Notfall. Wenn nicht, dann geht der Störfall sowieso in die Hose
- Das System soll Gleichlaufunterschiede der beiden Servos auf mechanischem Wege ausgleichen können
- Ein weiches Servos wird aufgrund der Kraftreserven mitbewegt, die Kopplung erfolgt über den beigen Schieber auf der Mittelachse.
- Inwieweit ein tatsächlich blockiertes Servo - Beispiele bitte vorführen - dabei noch bewegt werden kann, ist ungewiß. Aber wie oft kommt das vor?
- Die Schubstange ist nur als Karbonrohr vorgesehen, und wird durch eine Führungsbuchse in Servonähe abgestützt.
- Die Verbindung zwischen Schubstange und Gabelkopfanschluss ist als Klebverbindung gedacht. Zusätzliche Querstifte sind möglich.

Wie bereits erwähnt, es ist was für Perfektionisten. Man kann sowas einbauen, muss man aber nicht.

Ich weiß übrigens sehr gut, dass es keine 100%ige Sicherheit im Modellflug gibt. Mein letzter Flieger, den ich über mehrere Jahre im Betrieb hatte, sah so aus:

http://mfg-eschwege.de/Joomla_mfg/index.php?view=category&catid=2&option=com_joomgallery&Itemid=78

Vermutete Ursache des Crashs: Aus dem Messerflug von rechts nach links Seitenruder-Vollausschlag nach oben, um anschliessend wieder zurück zu fliegen. Aber bei etwa 80° Neigung gegen die Horizontale brach dann eine QR-Anlenkung (Gewindestange). Kerbwirkung sollte man also auf längere Sicht auch einkalkulieren.
 

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Thomas L

Vereinsmitglied
für edith: mach noch den Anlenkpunkt (nach hinten zum HR) in die Mitte der hinteren Koppelstange, damit beide Servos gleichstark belastet sind
Na ganz einfach: in der Skizze trifft die Anlenkstange zum HR nicht in die Mitte auf die hintere Querverbindestange, sondern leicht rechts davon. Damit ist das rechte Servo stärker beaufschlagt als das linke. Klaro jetzt?
Nachdem ich mir nochmals überlegt habe was könnte der Okke uns da mitteilen wollen, ist auch mir ein Licht aufgegangen. Du meinst "die Höhenruderanlenkung in #152 ist nicht genau mittig auf der Wippe angeordnet"
So einfach hast Du Dich aber nicht ausgedrückt :D

@ W. Holzwarth, klasse was Du da wieder aus dem Hut zauberst. Technisch sicherlich eine tolle Lösung, wäre mir persönlich aber zu kompliziert, sorry.
Das System soll Gleichlaufunterschiede der beiden Servos auf mechanischem Wege ausgleichen können
Hierzu ist es m.E. aber notwendig das entspr. Spiel in dem beigen Schieber vorhanden ist, oder nicht ?


Noch ein weiterer Ansatz / Verbesserungsvorschlag.
Gehe mal davon aus das meine favorisierte Lösung aus #152
- ohne die obere Querverbindung ausreichend Spielraum für etwas Asynchrone Servos lässt und die Kraft der Servos auf das Höhenruder sich addiert
- der obere Verbinder lediglich dazu dient ein weiches Servo mitzunehmen

Deshalb wäre es doch ein ähnlicher Ansatz wie W.'s letzte Idee, aber für mich einfacher zu realisierender, wenn die obere Wippe auf einer Seite einen kleinen Schlitz hätte. Somit wären Ungenauigkeiten in der Servosynchronisation zu vernachlässigen und die Mitnahmefunktion dennoch gegeben, ggf. mit ein klein wenig Höhenruderspiel im Fall das ein Servo ausfällt.
 
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