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Erfahrungsbericht HJK Monster Turbine

Werfen Big Monster

Werfen Big Monster

Hallo

Mein Big Monster hatte ich mit einer P60 augerüstet.
Alle meine Flüge habe ich mit Handstart gemacht.
Immer selber geworfen.
Allerdings habe ich mit Vollgas und mit neutralem Höhenruder gestartet.
Diesen aber mit einem Winkel von 30-40 Grad (Aufwärts!! )
Dann beschleunigen lassen, und erst wenn der Flieger die Horizotale erreicht hat, gezogen.
Dann hatte er auch schon die Geschwindigkeit, um darauf gut zu reagieren.
Er ging dann zwar auch noch ein wenig nach unten, fing sich aber und ist dann gestiegen.

Nun habe ich aber sie aber meinem Sohn geschenkt, der machte einen Elektromotor drauf.
Jeder wie er will......

Gruss Armin
 

FranzD

User
Hallo,

einfach am Boden Gas geben hätte schon was. Maßlos untermotorisiert ist die Monster eher schon mal nicht;-)
Die Mindestgeschw. dieser Monster liegt nass bei ca. 60km/h. Da kann sie bei max Anstellwinkel von sagma mal gut 8° das eigene Gewicht tragen, Aber wie kommt die am Boden schlitternd auf den Anstellwinkel? Oder sollte man am Boden schon auf 100+ beschleunigen? Ginge sicher auch, aber wenn da was im Weg ist...
Da fehlt mir wohl etwas die Vorstellungskraft. Hab sowas aber auch noch nie gemacht oder gesehen, also "nix wissen".

Ich hatte auch mal eine Big Monster mit FS-70, die hatte das gleiche Gewicht wie diese Monster (nass/trocken weiß ich nicht mehr genau aber 3,3kg hab ich mir gemerkt und das hat die Monster nass auch). Mit der Big ging das damit völlig stressfrei, kann ich bestätigen. Da hatte ich minimal HR vorgewählt beim Start damit ging sie geradeaus rauf.

Gruß,
Franz
 
Hi Franz,
Du musst wahrscheinlich nur leicht ziehen, dann Gas geben und warten.
Denn theoretisch kommt zuerst der Bodeneffekt, der den Flieger leicht anhebt. Dann wirkt das Höhenruder und der Flieger rotiert und steigt.
Grüße
Niels


Da kann sie bei max Anstellwinkel von sagma mal gut 8° das eigene Gewicht tragen, Aber wie kommt die am Boden schlitternd auf den Anstellwinkel?
 
Hi Franz,
Du musst wahrscheinlich nur leicht ziehen, dann Gas geben und warten.
Denn theoretisch kommt zuerst der Bodeneffekt, der den Flieger leicht anhebt. Dann wirkt das Höhenruder und der Flieger rotiert und steigt.
Grüße
Niels

Also ich hätte da irgendwie zu viel Angst dass er mit der Fläche an Boden einhakt oder dass es ihn verreisst/verspringt bevor er abhebt...
Nicht jeder Rasen hat Golfrasen-Qualität, und das Monster braucht im Gegensatz zu einem grossen, leichten Segler wohl wesentlich mehr Fahrt. So ein Segler trägt und stabilisiert sich ja viel eher, oft reicht da ja schon der Gegenwind....
Ich glaube das kann mit bisl Glück par mal gutgehen, aber eine Dauerlösung ist das eher auch nicht....

VG
Andi M.
 

winky

User
Bodenstart ohne Bungee

Bodenstart ohne Bungee

Hallo,

bei dem Post von Dbdtg fiel mir die Aktion von einem Impellermodell ein der seinen Flieger auf die kurzgemähte Wiese gelegt hat und einfach das Gas reingeschoben hat. siehe Video

https://www.youtube.com/watch?v=wM4dYeRHOnA

Allerdings muß man dabei beachten das der Blade 2 durch die beiden Imperllergondeln horizonal perfekt stabilisiert wird und der/das Monster ähnlich wie der Segler beim F-Schlepp um die Längsachse in der Startphase kippen wird/könnte. Aber ein Versuch wäre es Wert.

Selber starte ich meine V-Speeder wie Kasumi dies oben bereits beschrieben hat.

Mein Trainigsspeeder eine Speedcat mit 6,5er Motor starte ich mit einem von Holger und Armin beschriebenen Methodenmix.
- Sender in der linken
- Speedcat in der rechten, dabei umfasse ich den Flieger am Rumpfende vor dem LW.
- Vollgas gebem? =>mit dem Kinn :-)
(Das wird bei einer Turbine bestimmt wärmer als die Verbrennergase :-) )
- werfen des Fliegers im 50-60° Winkel
Nun macht der Flieger eine Strecke/Höhe von 3-5m und geht in die Horozontale. In dieser Zeit nehm ich die rechte Hand an den Sender und muß dann leicht ziehen damit der Flieger in der horizontalen bleibt.

Der Rest ist speeden. :-)

Gruß Stefan
 

steve

User
Hallo,
langfristig bringt der Handstart natürlich enorme Vorteile. Der Start geht ganz klar flotter und man ist vom Gelände doch sehr weitgehend unabhängig, bzw. viele Veranstaltungen ermöglichen keinen Bodenstart mit Flitsche oder als rutschen auf dem Rumpfboden.
Nun konnte ich bei meinen Funracer feststellen, dass man das Nickmoment auch sinnvoll nutzen kann. Dort wird das Modell dann eben auf den Rücken gestartet. Sollte man sich auch mal überlegen. Beim Funracer wurde das zunächst ziemlich belächelt - hat aber immer sehr sicher funktioniert - auch bei höheren Abfluggewicht - und an die Alternativen mag ich gar nicht denken.

Dann gäbe es noch die Option, die Turbine am Rumpfboden zu befestigen, also unter dem Modell, wie z.B. bei der Messerschmitt P.1101 oder diesen Russischen Jäger, der so ähnlich konzipiert wurde.

Es würde ja eigentlich "nur" eine Verkleidung für die Nase und die Turbine benötigt. Die könnte dem Ganzen dann auch wieder eine gewisse Ästhetik geben. Die pure Technik hat auch war ist aber jetzt von der Aerodynamik sicher noch zu optimieren.

Bei dieser Einbauposition wäre das Nickmoment positiv - hat dann im Flug allerdings auch nicht nur Vorteile. Günstiger wäre ein Mitteldecker aber das ist dann eben kein Monster.

VG

p.s. Habe mir gerade mal angesehen, wie sich diese Einbauposition auf die Silhouette auswirkt...hm...zumindest mal etwas gewöhnungsbedürftig
 

FranzD

User
Steve, radikale Gedankengänge :-)

Hier etwas zum nächsten Versuch mit Werfer von Beginn an voll Höhe und 30% Schub. Den Schub hab ich aus den Senderlogs der bisher gelungenen Starts rausgesucht, wobei es hier eine Spannbreite von 28 bis fast 50% Schub gab. Bei den hohen Schüben war es immer extrem knapp und es ging einfach alles sehr schnell --> also 30%.
Na ja, und der Flieger zieht super sauber gerade weg! Oh Mann, da war ich natürlich erleichtert, dass endlich der Knopf aufgegangen war. Fliegen selbst wie auch die anderen Male alles roger.

So, dann kam der Sonntag, 2 Tage bevor ich mit dem Thread begonnen habe. Schöner Tag, etwas Wind, ich alleine am Platz. Jetzt da klar war wie der Start geht, war ich auch mental fast bereit selbst zu werfen. Dann kam ein Bekannter auf Radausflug vorbei, hat sich die Monster angeschaut und dann musste die in die Luft, selbst geworfen. Er hat das auf Handy gefilmt.
Hier also der Clip (mit fragwürdiger Qualität, aber besser als nix) vom ersten Handstart.
Ich will gleich dazusagen warum der dann so extreme Wellen fliegt. Die HR-Vorsteuerung ist auf einem Schalter. Wird der nach Start umgelegt, geht voll Höhe auf Neutral in gut 1sec zurück.
Direkt beim Start geht’s erst mal dahin, dann kommt durch die Geschwindigkeit das HR-Moment immer mehr und der Flieger geht nach oben weg. Wenn die Fingern wieder am Knüppel sind also erst mal Tiefe geben damit er wieder geradeaus fliegt und dann Schalter umlegen und während der Höhe wegnimmt wieder mit Knüppel ausgleichen. Das war der Plan, der sauber grobmotorisch umgesetzt wurde. Sieht sche… aus, war aber zu keinem Zeitpunkt irgendwie kritisch.


https://youtu.be/ChR7AWPDY0w


Nach der Landung hat es mir erst mal einen breiten Grinser aufgezogen😊 Geschafft, endlich!
Am gleichen Nachmittag noch 3 weitere Flüge. Da wurde der Wellenflug schon sichtbar besser. Es schlug bei den letzten beiden Flügen gleich wieder der Experimentiertrieb durch und so wurde von Start zu Start der Schub immer um 1% reduziert. Irgendwann würde es zu einem – hoffentlich leichten - Durchsacken kommen als Zeichen für die untere Grenze. War bis 28% nicht der Fall. Alles super am Sonntag.

Gruß,
Franz
 

Dj Nafets

Vereinsmitglied
Senkrechtstart

Senkrechtstart

Wenn ich das hier alles richtig überflogen haben hast Du ein Schub/Gewichtsverhältnis von 3:1.
Da würde ich mir ein Gestell bauen in dem der Flieger 60-70° nach oben zeigt. Unter dem Leitwerk wird der Rumpf mit einem Auslöser versehen.
Gas geben, wenn Schub anliegt Auslöser betätigen und ab gehter. Bei einer Beschleunigung von 20m/s² (Gewichtskraft nach unten muss abgezogen werden) hat der Flieger nach einer Sekunde 20m/s oder 72km/h.

Bei diesen Größenordnungen wirkt der kleine Schubs den eine menschliche Hand dem Flieger zu geben mag direkt lächerlich ;)

Gruß

Stefan
 

FranzD

User
Hallo Stefan

genau, so wie Du schreibst.
Das Nickmoment hat man am Ende der Rampe zwar auch, aber bei so einem steilen Winkel gehts sich das dann vielleicht auf einen schönen Bogen in den Geradeaus-Flug/leicht steigend über.
Ein Thema seh ich dabei: bei der Beschleunigung ist man schnell bei der Geschw., an der bei voll Höhe die HR-Wirkung zu groß wird und der dadurch verursachte Strömungsabriss an der Fläche zur gerissenen Rolle führt. Das will man definitv nicht haben - davon werde ich im kommenden - vorerst - letzten Teil berichten (muss noch die Zeit dafür finden ...). Also entweder HR-Ausschlag begrenzen damit das nicht auftritt mit dem Nachteil dass er erst viel mehr runtergeht, oder mit möglichst wenig Beschleunigung starten damit das nicht so schnell geht und man nicht so exakt beim Timung des HR-Zurücknehmen sein muss.

Bei diesen Größenordnungen wirkt der kleine Schubs den eine menschliche Hand dem Flieger zu geben mag direkt lächerlich
Bei den Versuchen mit den größeren Schüben war es tatsächlich kein Werfen in dem Sinne sondern mehr das Beenden des Gegenhaltens ...

Gruß,
Franz
 

f3d

Vereinsmitglied
Turbine

Turbine

Hallo Franz,

wir warten alle bis Deine Geschichte zu Ende erzählt wird.

Wo klemmts ??

MFG Michael
 

FranzD

User
'tschuldigung, es ist echt nur die Zeit. Ich bin so ein "immer etwas machen Typ" und es gibt einfach sehr vieeel ... Jetzt ist die Monster erst mal kaputt, aber ich repariere die wieder, Bilder und Bericht morgen, soeben vorpriorisiert ...
 

FranzD

User
Letzter Start

Letzter Start

Also hat der Eigenstart am letzten Flugtag gut geklappt.
2 Tage drauf gings weiter. Diesmal wieder um 1% weniger Schub – 27%. Um den Start möglichst „langsam“ zu machen also mit wenig Schub zu starten, soll die untere Grenze ausfindig gemacht werden. Dann wieder etwas Sicherheitsschub dazu. Start wie die anderen sehr gut, zieht sauber weg. Also mache ich das so lange, bis sich erste Anzeichen von weniger gutem Wegziehen zeigen.

Dann 26%, und der Start geht nicht gut aus. Der Flieger sackt richtig durch, ich ziehe instinktiv voll Höhe – obwohl das keinen Effekt hat weil durch Schalter im Startmodus sowieso voll Höhe gestellt ist – und er fängt sich keinen halben Meter über Boden und beginnt zu steigen. Baut Speed auf und wieder geht’s sehr schnell, dass er nach links abkippt wegen zu hohem Anstellwinkel – vielleicht 2m über Boden. Sofort nehm ich die Höhe zurück auf neutral, aber wieder hat das wegen dem noch aktiven Schalter keinen Effekt, das HR ist nach wie vor 100% oben. Auf quer rechts reagiert er wider Erwarten (diese tiefen Speederflächen sind anscheinend gutmütiger als so manch Normalofläche), aber das ist nicht die Rettung.
In dem Moment ist mir stressbedingt das mit dem Schalter und dauernd voll Höhe aber nicht bewusst. Er steigt nach links oben weg und dreht sich dabei immer gegen Uhrzeigersinn (linke Fläche in permanentem Strömungsabriss), ich hab keine Kontrolle mehr, macht einen halben Looping, kommt in ca. 20m Entfernung kurz auf mich zu, ich Panik wo ich hinspringen soll, schlägt dann aber über die linke Schulter geblickt 20m hinter mir auf dem Rücken fliegend steil ein. In Erde welche regelmäßig durch eine kleine Straßenwalze verdichtet wird damit die Maulwürfe das Weite suchen. Dort gräbt sich dann die Turbine gleichzeitig mit der Rumpfspitze ein, drehendes Verdichterrad und viel Erde passen nicht gut zusammen und das war‘s dann für das Teil. Die Nasenleiste einer Flächenseite hinterlässt dabei einen paar cm tiefen Eindruck in der harten Erde. Irgendwie springt der ganze Flieger aber weiter und kommt nach kurzem Flug 5m weiter zu liegen. Und brennt trotz auslaufendem Kerosin nicht! Und er schaut immer noch halbwegs wie ein Flieger aus.

Diesmal hats den Rumpf auf Höhe Nasenleiste eingeknickt, wodurch er die Fläche vorne beschädigt hat. Aber die Fläche hat abgesehen davon keinen weiteren erkennbaren Schaden. Bocksteif, knackst nichts, Nasenleiste makellos, wie vorher. Das Ding ist stabil gebaut, Respekt!
Nach Rücksprache mit dem Erbauer, traue ich mich die Fläche zu reparieren (und alles Andere – aber da hatte ich ohnehin keine Bedenken).

Ich hab’s also wissen müssen und bin wieder auf die Schnauze gefallen. Rückblickend betrachtet ist es zwar gut und schön, auf’s % genau den Schub zu variieren, aber das Zünglein an der Waage war der Gegenwind. Beim letzten Start war er nämlich nicht da und deswegen sackte er im Vgl. zum sauberen 27%-Start so extrem durch. Da kommt man aber erst nachher drauf.

Dann noch die Sache mit dem Schalter, was ich aber ändern werde so dass er auf keinen Fall mehr manuell ausgeschalten werden muss. Vielleicht mit Timer. Es ist einfach saugefährlich, wenn man eine HR-Stellung einstellt (einstellen muss), welche bei Normalfahrt zum Strömungsabriss führt. Mal schauen ob ich das auch anders hinbekomme.

Nach dem Vorfall (der flog kurz auf mich zu – „sowas bleibt hängen“) war ich nach der ersten Minute eigentlich nur froh, dass nix passiert ist. Material ist Material und egal, das sage ich in dem Fall locker.
Das war’s soweit. Hier noch ein paar Fotos vom Patienten.

Gruß,
Franz

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steve

User
Hallo,
jetzt schaut er schon etwas gerupft aus. Naja, dass lässt sich wieder zusammenkleben - ist ja auch gerade viel Zeit für sowas. Dann noch etwas Farbe und es ist nichts mehr zu sehen.
Bin schon gespannt, wie die Sache bei Dir weiter geht.

Bei mir bin ich fleißig am ersten Turbinen-Speeder am bauen. Dauert noch etwas aber es geht jeden Tag ein Stück weiter. Ohne Deinen Bericht würden die Brocken ziemlich sicher immer noch in der Ecke stehen ;)

VG
 

FranzD

User
:) Steve, viel Erfolg bei Deinem Projekt!


Kam mir gerade so in den Gedanken: Der Unterschied zwischen dieser Monster und der Big Monster mit einer leichten Funsonic 70 mit vielleicht 5 od. 6 kg Schub ist schon enorm. Die Turbo Big war nach den ersten paar Flügen mein Favorit-Feierabendflieger. Kein Stress, alles easy, Start ein Kinderspiel, ok nicht schnell, Landung super langsam. Da gibt's auch schon länger 2 Videos von Mathias vom 2018 HJK Speedflugday

https://www.youtube.com/watch?v=38Gr9taeuBA&list=PLP1RlhOjgp091VY_rep4gNY0aoPJxQvGP&index=7&t=0s
https://www.youtube.com/watch?v=8-1svWkc2cU&list=PLP1RlhOjgp091VY_rep4gNY0aoPJxQvGP&index=3&t=0s

Die Monster auf Steroiden verzeiht da nicht viel im Vergleich.
Da gibt's eine große Spannweite an Möglichkeiten/Herausforderungen.
 

f3d

Vereinsmitglied
Turbinenmonster

Turbinenmonster

Hallo Franz,

Danke für Deinen ausführlichen Bericht und den Erfahrungen mit dem Turbinenmonster.

Die Flüge mit dem Turbinen Big Monster sehen ja ganz easy und toll aus, leider war der kleine Monster ein große Herausforderung.

Ich hoffe Du bleibst den HJK Speedmodellen trau und baust wieder einen Turbinenspeeder auf.

MFG Michael
 
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