Erste Erfahrungen / Praxistest Multiplex M-Link

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jowe

User
Hallo Alex,
ich würde einfach mal die Multiplex-Hotline befragen. Alles andere ist Kaffeesatzleserei. Evtl. hat der Empfänger ja einen weg.
 
Hallo,

keine Vermutung aber nur ein kleiner Gedankenanstoß. Könnte es möglich sein daß dieser Schaum metallhaltige Farbpigmente beigemengt hat, die abschirmende Wirkung haben.
Ähnliche Situation hatte ich bei einem Flugkollegen beobachtet. Dieser hatte seine 35 Mhz Antenne in ein silbergraues Bowdenzugröhrchen verlegt, wodurch der Empfang mit voll ausgezogener Sender-Antenne auf 50 m gemindert wurde.

Gruß Wadim
 
Hallo,

Für ein RG174, welches wohl das der Antenne sein wird (ca. 2,6mm Außendurchmesser), spezifizieren die meisten Hersteller minimale Biegeradien von 15mm (fünfzehn Millimeter!)!
ein RG174 ist es auf jeden Fall nicht. Der Außendurchmesser der schwarzen Isolierung beträgt nur 1,1 mm.

Uebergang.jpg

Nichtsdestotrotz mache auch ich mir Sorgen um ein Knicken der Kabel. In meinem Pike führe ich die Antennen in Silikonschläuchen einigermaßen knickfrei aus dem Rumpf. Die kritische Stelle war der Übergang zwischen Empfänger und Silikonschlauch. Ein Verschieben des Empfängers nach hinten bewirkte einen fast rechtwinkligen Knick der Antennen am Empfängergehäuse.

AntennePike.jpg

Gelöst habe ich das Problem durch ein Balsahölzchen, das zwei Bohrungen in einem Abknickwinkel von 30° besitzt, durch die der Silikonschlauch stramm geführt wird. Eine Verschiebung des Empfänger nach hinten - soweit überhaupt noch möglich - führt nicht mehr zu dem extrem scharfen Knick.

Knickschutz.jpg

Gruß
Gerald
 
ein RG174 ist es auf jeden Fall nicht. Der Außendurchmesser der schwarzen Isolierung beträgt nur 1,1 mm.
Korrekt, meine FASST Empfänger haben auch 1,1mm Durchmesser.

Hmm, RG178 hat ca. 1,8mm Außendurchmesser. Der minimale Biegeradius ist 10mm.

Die möglichen Kabel die ich bei den üblichen Distributoren finde haben 1,17 und 1,19mm Außendurchmesser und erlauben auch nur dauerhafte Biegeradien von 10mm.
 
Hey!

Also ich habe mich dazu entschlossen, heute bei MPX anzurufen und nach einer Antennenverlängerung frage.

Dies ermglicht mir dann, die Antennen so nach ausen zu verlegen, dass keine Knicke etc. entstehen. Auch der Empfänger würde so überprüft werden!

@Gerald:

Sieht wirklich sehr sehr sauber gelöst aus!
So in der Art werde ich es dann auch veruschen. Spiel es eine Roll eob die Antennenden in Flugrichtung oder nicht zeigen?
 
Hallo,

Spiel es eine Rolle ob die Antennenden in Flugrichtung oder nicht zeigen?
solange die Antennen ungefähr 90° zueinander ausgerichtet sind, sollte es egal sein, wohin sie zeigen, zumal bei einem F3A-Modell wie in deinem Falle, welches sich in alle Raumrichtungen bewegt.

Bei einem Thermiksegler halte ich es für sinnvoll, wenn die durch die Antennen aufgespannte Fläche waagerecht liegt, wenn auch die Senderantenne waagerecht liegt. So ist die Chance, dass die Senderantenne und mindestens eine Empfängerantenne irgendwie parallel liegen, am größten.

Sicher ist es auch günstig, dass der Sender immer zumindest eine Empfängerantenne "sieht", und nicht beide gleichzeitzeitig abgedeckt werden können, z. B. duch eine CFK-Tragfläche.

Gruß
Gerald
 
Nach einem Telefonat mit Multiplex hat sich ergeben, dass ich den Empfänger morgen einschicken werde, die Antennen verlängern lasse und ihn allgemein überprüfen lasse.

Die verlängerung der Antenne kann wahlweise 30 oder 50 cm betragen. Ich habe vor, den Empfänger auf ein kleines Brett in der mitte des Rumpfes zu befestigen und die Antennen nach oben hinten herauszuführen. Also so wie Gerald. Wie funktioniert das bei dir so?


Ich werde dann berichten.
 
Hallo Alex,

Wie funktioniert das bei dir so?
das kann ich leider nicht mal sagen, weil ich noch nicht dazu gekommen bin, das zu testen. Die ersten Flüge in diesem Jahr habe ich vorgestern mit dem MPX-Milan durchgeführt, aber das war unspektakular, weil der Rumpf aus GFK ist (hier noch ohne das Balsaholzstück als Knickschutz).

3Einbau.jpg

Bei einer Ausklinkhöhe von 250 m und einer geschätzten Entfernung von 300 m war zu erwarten, dass es funktionieren würde.

Der Test am Boden ergab eine Reichweite bis zu 120 m.

Gruß
Gerald
 
Hallo Gecko,

Bei Jeti bleibt der Rückkanal weg, das Sendemodul piepst, aber das Modell ist noch voll steuerbar. Für mich der Hinweis das ich die Sendeantenne ungünstig ausgerichtet habe oder die Empfansantennen schlecht plaziert sind.
deine Meinung wird nicht von allen Jeti-Benutzern geteilt. Was msX im Nachbarthread schreibt, halte ich für sehr plausibel:

Aus meiner Erfahrung nach reißt bei einem Reichweitenpiepser entweder der Hin- oder Rück- oder beide Kanäle ab. Ich hatte im Flug bereits beide Varianten, mit Steuerverlust (konnte aber jedesmal noch umdrehen, den es geht ja nicht schlagartig) oder ohne. In jedem Fall brachte eine verbesserte Antennenverlegung Abhilfe (das ist der Mehrwert des Jeti Systems - ich weiß, dass ich ein Problem hatte). Wenn z.B. eine Antenne durch eine CFK Haube abgeschattet und die andere liegt gerade in einer ungünstigen Position (und am besten ist die zweite Antenne auch noch vertikal ausgerichtet, was insbesondere bei Seglern suboptimal ist), wie soll denn da noch etwas empfangen werden? Das sind Erwartungshaltungen, die kein 2G4 System erfüllen kann. Ein leistungsreduzierter Rückkanal wäre auch keine Alternative, denn das würde nur etwas über die (schlechtere) Qualität des Rückkanals aussagen.

Also, was erwartet ihr? Ein Reichweitenpiepser kommt, wenn die Funkstrecke (bei Jeti heißt das: Hin- UND Rückkanal) unterbrochen ist. Alles andere ist technisch mit bestehender Technik nicht möglich.
Gruß
Gerald
 
RX 5 im Pylon

RX 5 im Pylon

Also denn, der RC5 hat sich im ziemlich unschönen Anwendungsfall Pylonmodell bestens bewährt.

Antenne locker im Rumpf geführt, lediglich die Antenne im entscheidenten Teil mit einem dünnen Röhrchen senkrecht zum Rumpf nach oben geführt.

Funktioniert in allen Lebenslagen bestens und ist wirklich full-range. Auch beim extrem flachen Landeanflug, genauso wie in engen Wenden wo man normal befürchten müsste fast in den Schatten zu kommen - problemlos.

Guter Empfänger mit netten Format mit dem 8.35 berglichen in meinem Falle.
 
Hallo Gecko,

deine Meinung wird nicht von allen Jeti-Benutzern geteilt. Was msX im Nachbarthread schreibt, halte ich für sehr plausibel:
Moin,

klar kann man sich viel anlesen.

Oder man kann Erfahrungen sammeln. Meine habe ich dort beschrieben.

Und da ich alle Flüge logge kann ich an den Logs sehen ob ich Failsafe-Zustände hatte. In meinem Pace habe ich öfters Piepser wegen Rückkanalverlust, aber höchst selten Failsafe. Was entnehme ich daraus - der Rückkanal bricht eher zusammen als die Steuerverbindung.

Natürlich kann man Situationen konstruieren in denen der Rückkanal und die Steuerverbindung gleichzeitig zusammenbrechen - zB den Sender abschalten.

So - weitermachen mit dem Spekulieren.

Gruß

gecko
 

The Hun

User gesperrt
..nun, um es mal zu umschreiben: Der eigentliche Sender "schreit", der Empfänger hat sehr gute Ohren. Der sogenannten Rückkanal besteht das Problem, dass der Sender fast "taub" ist. Aussetzer sind also nicht ungewöhnlich.

Ich würde also nicht zu viele Erwartungen in die Technik stecken. Von der Empfangsempfindlichkeit des Senders kann man bestenfalls die Leistung eines Indoorsystems erwarten. Für Großsegeler ist daher mit der Telemetrie/Infotainment von MPX/Hitec noch nicht der Weisheit letzter Schluss erreicht. Gleiches gilt übrigens auch für die Konkurenz.

Mal abwarten, wie sich die Technik in den nächsten Jahren entwickeln wird. Man kann natürlich im Schaumwaffelbereich unbekümmert das System nutzen. Aber das ist ohnehin auch in Bezug auf die geflogenen Entfernungen ein weniger anspruchsvoller Bereich.
 
Antwort von MPX

Antwort von MPX

Hallo,

heute ist nach gewohnt kurzer Zeit die Antwort von MPX gekommen:

Meine Frage:

Hallo,

da ich jetzt seit kurzem einen telemetriefähigen Empfänger habe konnte ich erste Tests damit durchführen.

Bei dem ersten Test habe ich Empfänger, Servo und E-Akku in eine Blechbüchse getan. Blechbüchse zu, neben den Sender gelegt. Spannungsanzeige funktioniert, Servo läuft hörbar und die Qualitätsanzeige zeigt 100 %.

Dose in den Nebenraum getragen. Anzeige der Spannung friert ein und die Q-Anzeige zeigt 40 %. Servo bewegt sich nicht mehr.

Meine Frage daher - was sagt diese %-Anzeige aus und warum meldet mir der Sender nicht das die Verbindung zusammengebrochen ist ?

Ich habe mit einem anderen 2G4 die Erfahrung gemacht das ein Verändern der Antennenposition die Kontrolle zurückbringen kann. Auch verliert das System sehr viel eher den Rückkanal. Das Modell ist dann noch steuerbar, aber das Piepen im Sender mahnt zum Umdrehen und Ursachen beseitigen.

Ich verstehe nicht warum bei MPX anscheinend auf diese Möglichkeit verzichtet wird.

Im RC-Network ist dazu schon eine heftige Diskussion entbrannt sodas ich gleich um die Erlaubnis bitte Ihre Antwort dort zu Zitieren.

mfg
Antwort:
Sehr geehrter Herr xxxxxx,

unsere telemetriefähigen Empfänger ab RX-7 und 9-DR M-LINK senden neben der Empfängerspannung nun auch die Empfangsqualität (LQI = Link Quality Indication, Wertebereich: 0 - 100%).
Bei der Empfängerspannung haben wir die Möglichkeit eine Alarmschwelle einzustellen. Bei LQI haben wir darauf verzichtet, da zum einen dieser Wert bzw. die Anzeige bei größeren Entfernungen modelllage bzw. positionsabhängig teilweise sehr stark schwankt und zum anderen die Empfänger zwar mit der max. Leistung zum Sender/Boden zurücksenden, jedoch aufgrund div. Effekte am Boden die Reichweite des Rückkanals geringer ist. Daher "frieren" die auf dem Display angezeigten Rückkanaldaten im Grenzbereich immer wieder mal ein, obwohl der Uplink, d.h. die Verbindung zum Modell noch ohne Probleme gegeben ist.
Wir arbeiten auch hier noch an Lösungen bzw. Verbesserungen, die zu gegebenem Zeitpunkt ggf. über Firmwareupdates in die Produkte einfließen können.
Auf die LQI-Anzeige haben wir dennoch nicht verzichtet, da Sie beim Reichweitentest am Boden gute Dienste leistet (Antennenoptimierung, alleiniger RW-Test, ...).

Gerne können Sie diese Antwort im RCN zitieren.


Mit freundlichen Grüßen / Best regards

Christian Hock
Productmanagement
Gruß

gecko
 

wuefu

User
Hallo,

sehr interessant. Da scheint sich zukünftig noch etwas zu tun.

Was ich nicht so ganz blicke - dass man die Sendersoftware mit geeignetem Kabel updaten kann, ist mir klar.
Funktioniert das mit den Empfängern auch irgendwie - neue Software von MPX drauf laden?

Michael
 
Hallo Michael,

ja die "großen" Empfänger ( nicht light ) sind update- und programmierbar. Das dafür notwendige Programm ist Anfang der Woche erschienen. Außerdem braucht man noch einen Adapter oder Pegel/Schnittstellenkonverter und einen Windows-PC.

Was einstellbar ist zeigt dann die Oberfläche - ich werde das die Tage mal probieren.

Gruß

gecko
 

Roland Schmitt

Vereinsmitglied
Die light Empfänger sind auch Updatefähig und Programmierbar. Allerdings nur eingeschränkt, Fail Safe aber auf jeden Fall. Bei Multiplex ist das bei den modernen Empfängern (IPD-Synth, M-PCM, M-Link) schon seit ein paar Jahren üblich.
 
Sorry light Empfänger können nicht nicht selbst mit neuer Firmware versehen werden ! Die müßen eingeschickt werden ! Failsafe geht auf jedenfall zu programmieren !
 

Roland Schmitt

Vereinsmitglied
Hast Recht, Asche auf mein Haupt. In der Empfängerdoku steht nichts von einer Updatefähigkeit der Empfänger und die FailSafe Position wird über den Taster gesetzt. - Da hat wohl jemand die Schnittstelle deaktiviert ;-)
 
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