Erstflug Reaper !!

Hallo zusammen,

heute Nachmittag habe ich den Erstflug mit meinem SuperReaper gemacht und bis auf die etwas rauhe Landung wars eigentlich im grossen und ganzen für das erste Mal ein guter Flug. Otto Wolfert alias "Ejetionseat" war mit dabei in Bremgarten, dem ich hier grössten Dank aussprechen möchte, es ist wichtig, beim Erstflug jemand dabei zu haben, der einem die Angst nimmt!!!
Problematisch war folgendes:
Mordsgiftig aufs Höhenruder. Ruder sind exakt eingestellt,sowohl Ausschlag als auch Neutralstellung.Den angegebenen Schwerpunkt von 530mm von der Flächenhinterkante passt auch, eher etwas kopflastig. So gut wie kein Spiel in den Rudern. Und trotzdem, er war nur durch einen beherzten Höhenruderausschlag in die Luft zu bekommen und ich musste letztenendes 2/3 des Trimmweges auf Höhe trimmen um einigermassen die Flughöhe zu halten; nur: Trimmung 1 Zacken Höhe und der Reaper stieg; den 1 Zacken wieder zurück und die Nase ging schnell runter und ich musste wieder zurücktrimmen. Ich war also im Geradeausflug nur am "Knüppeln".
Hat jemand eine Idee warum das so war? Stimmt der Schwerpunkt doch nicht, zu kopflastig?

Gruss Michael

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airtech-factory

User gesperrt
Hallo,
erstmal herzlichen Glückwunsch zum Erstflug. Man bekommt dabei ganz schöne Gummiknie, gelle? :D

zum Wegreissen: Wenn der Flieger zuwenig Anstellwinkel hat hast Du Prbleme mit einem sauberen Abheben. Ein etwas llängeres Bugfahrwerk könnte da helfen.
Oder beim Start die Höhenruder an den Flächen abschalten und nur mit den Canards als Höhe arbeiten. Dadurch wird an der Fläche mehr Auftrieb erzeugt und der Flieger hebt ebenfalls besser ab.

Zum Trimmen:

Kann es sein das die Canards über die Trimmung mitlaufen? Das sollte man tunlichst sein lassen denn dann wird beim Trimmen die EWD verändert.

Hängt das Steigen und Sinken auch mit unterschiedlichen Gasstellungen zusammen? Wenn ja könnte evtl. die Nullage der Turbine nicht korrekt sein.

Gruß
Jörg

[ 14. Januar 2005, 18:32: Beitrag editiert von: Jörg Schlüter ]
 
Hallo,
die EWD verändert sich beim trimmen nicht, da der Reaper kein Pendelruder hat, paßt denn die EWD??
Wie steht er denn auf seinen Beinen?? Vorne etwas hoch, wenn nicht, wie Jörg schon geschrieben hat, Bugfahrwerk verlängern, stimmt die Schubachse der Biene?
Laufen zu den Canardrudern auch die Flächenruder als Höhenruder mit, dann kann man mit ganz geringen Veränderungen an den Nullstellungen der Flächenruder etwas verändern, denn manchmal ist die Reaktion, wenn man trimmt und alle Ruder mitlaufen (vorne und hinten) zu groß.
Evtl. kann man auch den Trimmweg verkleinern.
Christian
 

Jetfun

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Gratuliere zum Erstflug ;)
Also bei mir läßt das Kribbeln vor dem Fliegen nach wie nicht nach :)

Ich bin den Reaper in die Jet-Welt eingestiegen und nun ein Jahr ca. damit geflogen.

Das mit dem Start ist so wie die anderen schon geschrieben haben. Das Bugfahrwerk ist bei mir ebenfalls etwas zu kurz, aber wir haben über 100m Betonpiste, da ist das relativ egal, deshalb habe ich hier keine Änderungen vorgenommen, aber du merkst ja beim Landen wie langsam das Ding fliegen kann, also einfach ein längeres nehmen.

Der Repaer reagiert dann sehr gifitg auf die Höhenruderausschläge, wenn damit sehr schnell fliegst, das ist bei mir auch so, aber im Langsamflug benötigst du die vorgegeben Ruderausschläge nun mal.
Im Langsamflug wird er ja dann ohnehin butterweich ;) Du kannst den Reaper bei genügend Gegenwind ja fast wie einen Drachen fliegen (ähnlich Eurosport) :D da brauchst du ebenfalls die vollen Ruderausschläge

Ich fliege mit digitaler Trimmung, die ist vielleicht feiner einzustellen, deshalb habe ich das Problem mit dem "Nachknüppeln" nicht.
Im Langsamflug muß ich allerdings Höhenruder nachziehen damit er gerade fliegt.

Mein Tipp: dreh einfach die Rudergabel von den Canards eine Umdrehung raus oder rein, damit du dich in der Mitte des Trimmweges einer Zacke befindest. Nach ein paar Versuchen solltest du das hinbekommen.

Grüße
Robert

[ 14. Januar 2005, 19:39: Beitrag editiert von: Jetfun ]
 

Spunki

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Hallo Michael!

Zuerst einmal "Willkommen im Club", Gratuliere :)

Ich hab mittlerweile genau 150 Flüge mit meinem Reaper ... aber trotzdem jedes mal aufs Neue noch weiche Knie ;)

Zu Deinen Problemen, es stimmt schon Du brauchst die Ruderausschläge im Langsamflug ... natürlich ist er dann im Schnellflug giftiger ... ich hab deshalb auf Quer 50% Expo, auf Höhe 40% und am Bugrad zum Lenken sogar 80% ... bist Du gar ohne Expo geflogen? ... dann wär alles klar ... Du kannst Dir aber auch und/oder einen zweite Flugphase umschaltbar für den Schnellflug programmieren, mit reduzierten Ruderausschlägen ...

Mit dem Schwerpunkt kannst Du ruhig noch etwas nach vor ... zb. liegt mein Smokertank mit 0.5L doch relativ weit vor dem Schwerpunkt ohne dass es ihn viel juckt ...

Wenn dann ersteinmal alles passt dann liegt er wie ein Brett in der Luft und macht Spaß :)

Halt uns am Laufenden

Weiterhin viel Glück und "Holm- und Schaufelbruch" ;)

Grüße Spunki
 
Hallo zusammen,

ähm, eigentlich war ich während dem Flug ganz ruhig, voll konzentriert. Nur vorher....soll ich oder soll ich nicht....? ;) Ach ja, und die Blase drückt auch schon wieder... :D
Mein Reaper ist bzw. im Moment war :D vorne höher (Bugrad verbogen...) im Vergleich zum Boden, so 1-2 Grad. Die Turbine ist ganz oben montiert, also höher als die 2,5cm von der Rumpfmittellinie. Wenns das gewesen wäre, hätt ich es beim "Segeln" mit abgestellter Turbine merken müssen, die Trimmung wäre dann ja durch den fehlenden "Abwärtsschub" auf zu hoch gestanden. Statt dessen segelte er einfach ewig lange (musste leider auch mit leichtem Rückenwind landen) bis er dann zu schnell aufsetzte und sprang.... daher das verbogene Bugrad......
Ich habe vorsichtshalber die Ruderwege per Dualrate auf Quer +-8 bzw +-13mm begrenzt, habe im Flug (bin eh die ganze Zeit Halbgas geflogen) dann auf 13mm umgeschaltet. Expo Quer: 75%. War so auch beim Querruder alles OK, ohne nachtrimmen flog die Kiste geradeaus. Probleme hatte ich nur mit dem Höhenruder. Wenn ich beim Start die Trimmung schon eingestellt gewesen wäre, das Abheben wäre vermutlich besser gewesen. Auch hier habe ich Dualrate +-5/+-10mm für die Höhenruder eingestellt (geflogen nur mit 5mm), die Canards mit +-25mm. Expo: 50%. Die Canards werden mit den Höhenrudern mitgemischt und mitgetrimmt. Was mich stutzig macht ist die ziemlich grosse Höhenrudertrimmung und das dann 1 Zacken an der Trimmung mehr oder weniger zur Folge hat, dass das Modell stark steigt oder stark fällt anstatt die Kiste einfach bei genügend Schub die Flughöhe hält.

Gruss Micheal
 
Danke für alle Antworten!

Das Bugfahrwerk habe ich gerade repariert und mal ein Foto von der Seite gemacht. Man sieht, dass der Reaper vorne ganz schön hoch steht.
Das die Canards mit der Trimmung mitlaufen habe ich geändert, es werden nur noch die Höhenruder hinten getrimmt. Ich habe mir gedacht, die Canards mit einem freien Schieberegler zu mischen, den ich als Trimmung verwenden könnte. Ich kann also auf diese Weise Canards und Höhenruder getrennt voneinander Trimmen.
Was haltet Ihr davon?
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Hallo zusammen,

ich denke, ich habe den Fehler gefunden....die Endleiste war offenbar nicht richtig geschnitten und nach dem Ankleben an die Tragfläche hatte ich quasi einen um 3mm nach unten stehenden Tragflächenabschluss, wie ein nach unten gestelltes Ruder.....und die Neutralstellung der Quer-/Höhenruder hatte ich nach der festen Endleiste eingestellt; da wundert mich nichts mehr. Also Bespannung runtergerissen, Endleiste abgeschnitten, symetrisch nach dem Profil ausgerichtet und wieder verklebt. Jetzt ist das Profil absolut symetrisch, sollte jetzt ok sein. Ich werde es ja wenns wieder besser Wetter ist, beim nächsten Flug sehen. Dann habe ich auch die Möglichkeit, Canards und Höhenruder separat zu trimmen, mal schauen..... ;)

Gruss Michael
 
Du meinst die inneren Endleisten?
Die waren bei mir auch nicht korrekt und ich hatte ganz schön zu schleifen, bis sie halbwegs passten.
Obwohl mein Reaper fertig rumsteht, ist der Erstflug für den Sommer geplant, da ich derzeit schulisch in der heissen Phase bin und daher nicht den Kopf so frei habe, wie man es wohl für den Turbineneinstieg braucht.
Aber ich werde vorsorglich die Endleisten und Rudereinstellungen noch mal genau nachsehen; Zeit hab ich ja noch...
 
Guten Morgen Martin, :)

ja genau die inneren Endleisten meinte ich. Ich hatte einfach nur die Übergänge sauber verschliffen, aber die Symetrie nicht 100%ig kontrolliert, nur mal so drübergepeilt. Gemerkt habe ichs erst beim Nachmessen nach dem Erstflug....
Und zusätzliche Kontrollen sind auf jeden Fall gut, auf den 2. Blick sieht man doch noch etwas, was man beim 1. übersehen hat. Ich würde Dir auf jeden Fall zur separaten Trimmung von Höhe und Canards raten, da bist Du gegen Überraschungen so wie ich sie hatte, besser gerüstet.

Gruss Michael
 
Hallo zusammen,

habe heute meinen zweiten Flug gemacht und der war wesentlich entspannter wie der erste. Die getrennte Trimmung war hilfreich, habe nur die hinteren Höhenruder etwas auf Höhe getrimmt. Danach war entspanntes Fliegen angesagt...man kann sich daran echt gewöhnen :D
Nur das Fahrwerk... ich glaube, ich leg mir ein Lager abgelängter Stücke des 5mm-Stahls für das Bugfahrwerk zu :mad: ...es war schon wieder krumm... und morgen bestelle ich mir ein GFK-Fahrwerk von KHK fürs Hauptfahrwerk.
Ansonsten ein tolles Gerät, für den Einstieg in die Turbinenfliegerei wirklich bestens geignet!

Gruss Michael
 

Spunki

User
Gratuliere Michael!

Wird schon schön langsam, noch zwei, drei Flüge und der Vogel hängt handzahm am Knüppel! :)

Zum Bugfahrwerk: meines biegt es mir schon seit 150 Flügen jedes mal nach hinten ... ich bieg es dann mit der Hand einfach gleich am Flieger wieder gerade! ... ich warte jedes mal dass es mir beim Zurückbiegen endlich abbricht, nix da, unglaublich! ...

Und falls es dann doch mal ab ist werde ich den Stift durch 5mm Chrom/Vanadium/Molybdän ersetzen ... aus einem abgesägten Schraubendreher! - da biegt sich dann nichts mehr sondern reisst gleich das ganze Fahrwerk raus ;)

Was hast Du für Probleme mit dem Hauptfahrwerk? ... meines hält noch immer ...

Halt uns am Laufenden und weiterhin viel Spaß mit dem Vogel!

Grüße Spunki
 
Hallo Andreas,

ich habe gestern die Turbine zum Landen abgestellt und war eigentlich darauf gefasst dass der Reaper wieder ewig segelt.....hat er aber nicht gemacht sondern sich ganz gemütlich in die Wiese vor der Landebahn gesetzt. Die Wiese ist aber alles andere als eben und trotz einer ansich Bilderbuchlandung (so sah es jedenfalls aus 100m Entfernung aus) das Bugrad verbogen, beim Hauptfahrwerk die Lötstellen aufgerissen und nebenbei den Anstellwinkel zum Boden vergrössert ;) :D . Das linke Rad lag dann neben dem Reaper....
Den Bugfahrwerksstahl wieder im Modell zurückdrücken habe ich mich allerdings noch nicht getraut. Naja, ich will mir jetzt dieses KHK-Fahrwerk zulegen und den Dämpfer wieder Quer einbauen.

Gruss Michael
 

Spunki

User
Hallo Michael!

Kenne das, mit der Landeeinteilung (der Vogel hat ja keine Luftbremse) hatte ich Anfangs auch meine Schwierigkeiten ... aber nach dem ersten Dutzend Flügen klappt´s dann (meist ;) ) recht gut!

Ich kann das Bugrad problemlos direkt am Flieger geradebiegen da ich die Serien-Fahrwerksbefestigung innen im Rumpf gleich beim Bau verstärkt/gestützt hab ...

Als Räder verwende ich problemlos die Hartschaumräder von robbe, die sind im Gegensatz zu anderen Schaumrädern deutlich härter, allerdings gieße ich die Speichenfelgen mit 30min-Harz aus, ohne Ausgießen hatte ich schon mal Felgenbruch!

Die Lötstellen des Fahrwerkes sind ein Problem, Hartlöten ist nicht angeraten da sonst der Stahldraht ausgeglüht wird und Weichlöten hält nur bedingt ... Lösung: nach dem Weichlöten über die Lötstelle mehrere Lagen dünne Nylon-Drachenschnur streng herumwickeln und danach mit dünnem Sekundenkleber einwässern ... etwas Farbe drauf, hält und macht alles mit!

Ja den Dämpfer würd ich unbedingt wieder einbauen, genial einfach und verhindert zuverlässig das Springen ...

Hier ein Foto von meinen CamCorder-Flügen, handelsübliche "Canon MV 700" ...

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Grüße Spunki

[ 08. Februar 2005, 14:35: Beitrag editiert von: Spunki ]
 
Hallo Andreas,

als Räder habe ich hinten 80mm und vorne 60mm EUROKIT. Das linke Rad war deshalb weg weil der Stellring sich durch die Landung gelöst hatte. Vorher hatte ich 75mm DUPRO- Räder hinten drauf, wo beim 1.Landen der Gummi von einer Felge flog...habe deshalb jetzt auf EUROKIT umgerüstet. Die paar Gramm was es mehr wiegt...was solls! Ich möchte nicht nach jeder Landung das Fahrwerk reparieren...ich probiere das morgen mal aus, so wie Du das gemacht hast, vielleicht kann ich damit ein neues Fahrwerk überflüssig machen, mal schauen.

Gruss Michael
 

abe

User
will ich auch mal meinen senf dazu geben....

nachdem ich etliche fahrwerke "verbraucht" habe, habe ich den fahrwerksspannt rausgerissen.dann recht und links jeweils mit hartholzleisten ein führung gemacht.nun kann ich den spannt von oben in 30 sek. einschieben/wechseln (falls etwas brechen sollte).

als bugfahrwerk kommt das starre von u.kanapin zum einsatz.hinten habe ich ein gfk von KHK ( nr. 17) drann.absolut super .keine probleme.und wenn es ganz hart kommt, bricht der spannt weg.der sich aber in einer zigarettenpause wieder wechseln lässt.fahrwerk bleibt heile.
 
Hallo zusammen,

Die Turbine ist eine KJ66 mit Projet Eagle-ECU (Autostart, Kerosin-/Gasventil, Onboard-Gastank), Sensor-Platine direkt an Biene angebaut. Die KJ66 ist ein Bausatz von Martin Lambert, bei der ich allerdings ein paar kleine Änderungen gemacht habe, z.B. Anschlüsse von vorne, Schubdüse, Brennkammerbereich, Turbinenleitsystem, verchromtes Gehäuse, Turbinenverkleidung vorne zum Schutz der Elektronik ect. Schiebt ca. 85N bei 120000 U/min und 625°C bei 15°C Aussentemperatur , P80-Turbinenrad.
Fahrwerksmässig warte ich noch ab, ob Spunki´s Tip bei mir auch funktioniert.

Gruss Michael
 

Spunki

User
Hallo Michael!

Ich hab die Stelle wo die beiden Hauptfahrwerksdrähte miteinander weich verlötet sind eben mit so einer geschmeidigen dünnen aus vielen Einzelfasern bestehenden und extrem reissfesten Drachenschnur ganz eng und streng in mehreren Lagen umwickelt ... und danach mit reichlich dünnem Superkleber durchgehärtet bis dieser runtertropfte ... danach mit Küchenpapier abgetupft, trocknen lassen und mit schwarzem wasserfestem Filzstift angemalt ... sieht von Weitem aus wie Kohle ;)

Wie gesagt, seitdem hält die Verbindung und macht alles mit ...

Grüße Spunki
 
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