Erstmals Gravitationswellen gemessen

Hans Schelshorn

Moderator
Teammitglied
Hallo zusammen,

nun hat es also geklappt mit der Messung von Gravitationswellen: http://www.sueddeutsche.de/wissen/-physiker-messen-erstmals-gravitationswellen-aus-dem-all-1.2859852

Mir war ja schon völlig schleierhaft, wie ein Mensch mit dem damals vorhandene Wissen vor ca. 100 Jahren Gravitationswellen vordenken konnte.

Mindestens genauso schleierhaft ist für mich die erzielte Genauigkeit der Messung. Nicht genug, daß man auf 4 Km Messlänge auf den Durchmesser eines Atoms genau messen konnte. Man hat auch noch aus der Messung herausgelesen, daß in 1,3 Milliarden Lichtjahren Entfernung zwei schwarze Löcher mit 29 und 35 Sonnenmassen zusammengestoßen sind und bei der Kollision in Sekundenbruchteilen drei Sonnenmassen in pure Energie umgewandelt haben. Da sind 1,3 Milliarden Lichtjahre das Mindeste, was ich an Entfernung haben möchte! ;)

Servus
Hans
 

GC

User
Als nächster krümmen wir den Raum und springen mal schnell zum Mars. Das war auch eine Idee von Einstein, er wusste blos noch nichts genaues über die Realisation.
 
Hi,
ob die mit der Erkenntnis wirklich was anfangen können ,wag ich mal zu bezweifeln . Einzig neue Gelder abzapfen um sich noch bessere und Tuerere Messgeräte anschaffen zu können und den Lebenunterhalt sichern . Also ich brauche die Grafitiwellen nicht , genausowenig wie irgendwelche Raumkrümmungen . Wenn man damit ein Auto antreiben könnte oder das Haus heizen ,das wäre was .
 
Das ist aber bei bei der Grundlagenforschung generell so.
Da bestehen erst mal keine kommerziellen Interessen sondern man versucht, Theorien mit Meßverfahren zu untermauern.

Gerade die Bestätigung der Theorie im Bereich der Gravitationswellen ist wissenschaftlich gesehen genau so bedeutend, wie die Entdeckung, dass die Erde keine Scheibe ist.
Und da könnten sich irgendwann mal Erkenntnisse daraus ergeben, die uns bei Problemen weiter helfen würden. Das Verständnis der Krümmung der Raumzeit könnte irgendwann dazu führen, dass wir im Bereich der Raumfahrt Technologien entwickeln, die es ermöglichen, große Entfernungen schneller zu überbrücken. Das könnte unter Umständen helfen, wenn die Erde mal unbewohnbar wird.

Deine Einstellung ist ähnlich der katholischen Kirche im Mittelalter...wenn die sich durchgesetzt hätte, dann wäre die Erde heute noch eine Scheibe und der Mittelpunkt unseres Sonnensystems.
Klar, dass wir nicht unmittelbar Nutzen aus den aktuellen Erkenntnissen ziehen können aber es kommen ja noch Generationen nach uns.
 

Unka

User gesperrt
Die dunkle Seite der M...

Die dunkle Seite der M...

Das ist aber bei bei der Grundlagenforschung generell so.
Da bestehen erst mal keine kommerziellen Interessen sondern man versucht Theorien mit Meßverfahren zu untermauern.

Gerade die Bestätigung der Theorie im Bereich der Gravitationswellen ist wissenschaftlich gesehen genau so bedeutend, wie die Entdeckung, dass die Erde keine Scheibe ist.

Ich denke zwar auch ,das nicht jeder wissenschaftliche Versuch die Menschheit unbedingt weitergebracht hat,und etwas weniger Wissenschaftsgläubigkeit fände ich allemal so langsam angebracht,die Entdeckung der Gravitationswellen ist aber bestimmt eine ganz ganz wichtige wissenschaftliche Erkenntniss.Da gibts von mir dann auch nichts zu kritisieren.
Mir ist das Ganze halt eher etwas unheimlich.Denn erstens zeitgt es mir ,das es wirklich viele Dinge gibt von denen ich keine Ahnung habe,und zweitens sollten diese Dinge wohl auch wirklich besser ganz ganz weit weg sein. Die dunkle Seite der Materie ist wenigstens in so massiver Form bloß gut schon eine Ecke weg,die dunkle Seite der Macht ist aber wohl nie so richtig weit weg.
 
Nee...im Gegenteil, das ist alles hochspannend.

Ich habe vor Jahren angefangen, mich mit solchen Dingen hobbymäßig zu beschäftigen.
Viele Sachen muß man zu Anfang mehrfach lesen, um sie zu verstehen und wenn man einmal Blut geleckt hat, dann wird die Nummer immer interessanter.
Im Moment versuche ich, die Gedankengänge von Stephen Hawking im Bereich der Quantenmechanik zu ergründen...

Klar hilft mir nicht weiter, wenn meine Kaffeemaschine kaputt ist aber es gibt vielleicht Antworten auf die grundsätzlichen Fragen unserer Existenz..
Wo kommen wir her...wo gehen wir hin...wie funktioniert das Universum.

Ist auf jeden Fall sinnvoller, als RTL zu schauen ;)
 

Unka

User gesperrt
Hut ab!

Hut ab!

Nee...im Gegenteil, das ist alles hochspannend.

Ich habe vor Jahren angefangen, mich mit solchen Dingen hobbymäßig zu beschäftigen.
Viele Sachen muß man zu Anfang mehrfach lesen, um sie zu verstehen und wenn man einmal Blut geleckt hat, dann wird die Nummer immer interessanter.
Im Moment versuche ich, die Gedankengänge von Stephen Hawking im Bereich der Quantenmechanik zu ergründen...

.....

Ich hab tatsächlich das Problem,das ich so ganz abstrakte Gedankengänge irgendwann einfach nicht mehr verstehe.
Aber Quantentheorie und auch die Gravitationswellen finde ich auch sehr spannend,so weit ich das halt nachvollziehen kann.
Na ja ,und mit etwas Grusel ist es dann sogar noch spannender.:D Und die Vorstellung ,das Materie nicht wirklich fix ist,und der Raum keine definierbare feste Größe, das finde ich schon etwas unheimlich,ist aber wohl gleichzeitig auch unheimlich spannend.
 

Claus Eckert

Moderator
Teammitglied
Hallo

Zitat aus Wikipedia: Demnach werden von jedem System beschleunigter Massen .... Gravitationswellen erzeugt,....

Also Letztens ist neben mir ein sehr korpulenter Mann urplötzlich aufgestanden. Die Gravitationswelle war deutlich wahrzunehmen.... ;)

Aber mal im Ernst, das ist wirklich sehr spannend. Leider wird viel zu wenig Grundlagenforschung betrieben. Liegt wohl daran, dass Grundlagenforschung nur dann sinnvoll erscheint, wenn damit kommerzielle Interessen befriedigt werden können.
 
Mir wäre es derzeit bedeutend wichtiger man würde eine Friedensforschung betreiben, damit es auf der Welt wieder etwas friedlicher wird, aber da sind wohl kommerzielle Interessen vor...
 
Könnte man mit den Gravitationswellen nachweisen das es keine Religionen braucht wäre es Toll und die Menschheit vermutlich einem Kriegstreiber los .
Nein ,nicht Falsch verstehen , ich bin ehr den Wissenschaften zugetan . Habe zb. in Labors gearbeite ,da wurden an neuen Rechnern die mit Licht arbeiten geforscht . Habe hauchdünne Lichtleiterschichten auf Siliziumwafer aufgebracht und so dünne Lichtleiter gezogen ,dass es für die Photonen in einem mittleren Leiter zu eng wurde und die Phtotone auf angrenzende Leiter sich verteilt haben , übergesprochen haben . Schon diese Recht einfachen Dinge waren den involfierten Wissenschaftlern nicht einfach zu Erklären . Bis Heute gibt es noch keinen Photonen Rechner der die ambitionierten Vorstellungen irgendwie erreicht .
Und vom Würmlöcher tunneln oder sonstigen Raumkrümungen zum abkürtzen halte ich nicht so viel. Ehr Glaube ich das die Menschheit nur eine kurze Lebensform sein wird die durch völlig andere irgendwan mal abgelöst wird . Mit oder ohne Gravitationswellen und ob diese neuen Lebensformen auch die von uns sogannannte Intelligenz haben werden ?
 
Ein interessanter Artikel auch hier: http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2016/02/08/der-direkte-nachweis-von-gravitationswellen/


Die Raumzeit stellt man sich ja gerne als “Gummituch” vor; in Wahrheit ist sie aber extrem schwer verformbar........ Bei Gummi sind das zum Beispiel 0,1 Gigapascal. Holz ist 100 Mal schwerer zu verformen und hat einen Elastizitätsmodul von 10 Gigapascal. Stahl ist 2000 Mal stärker als Gummi – die Raumzeit aber ist viel, viel steifer. Hier beträgt der Elastizitätsmodul 1024 Gigapascal; sie ist also 10 Quadrillionen mal schwerer zu verformen als Gummi.

Bleibt die Frage, was die Raumzeit überhaupt ist :)


Grüße
Andi
 

Bob Valdez

User gesperrt
Das ist aber bei bei der Grundlagenforschung generell so.
Da bestehen erst mal keine kommerziellen Interessen ....
Und da könnten sich irgendwann mal Erkenntnisse daraus ergeben, die uns bei Problemen weiter helfen würden.
Klar, dass wir nicht unmittelbar Nutzen aus den aktuellen Erkenntnissen ziehen können aber es kommen ja noch Generationen nach uns.
die kommerziellen Interessen werden schon noch kommen ... und im Zweifel kann man sicher eine ganz , ganz tolle Waffe dadurch entwickeln .
Ich bin da zuversichtlich ... irgendeinem Genie fiel stets was ein ... siehe Kernspaltung . ;)
 
Mir wäre es derzeit bedeutend wichtiger man würde eine Friedensforschung betreiben, damit es auf der Welt wieder etwas friedlicher wird, aber da sind wohl kommerzielle Interessen vor...


Tja Hänschen,


Frieden wird es innerhalb der Menschheit niemals geben... Daher finde Ich es sehr toll das es wenigstens immer neue Erkenntnisse gibt die helfen unser Universum zu verstehen. Finde die Entdeckung der Gravitaionswellen einen Meilenstein in der Geschichte der Forschung. Auf die Erkenntnisse dieser und weiterer Entdeckungen freue Ich mich jetzt schon.


Gruß.
 

Unka

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ein bischen Friede?

ein bischen Friede?

Mir wäre es derzeit bedeutend wichtiger man würde eine Friedensforschung betreiben, damit es auf der Welt wieder etwas friedlicher wird, aber da sind wohl kommerzielle Interessen vor...

Es muß ja nicht unbedingt Friedensforschung sein,denn dann streiten sich gleich alle wohl wieder.:D
Quantenphysik und Spritualität müssen aber kein Grundlegenden Gegensätze sein, und Philosophie ist
sowieso schon immer eine Wissenschaft gewesen ,die sich damit beschäftig,das Wahrheit nicht immer ganz geradlinig verläuft.
http://www.welt.de/print-welt/article552630/Max-Planck-Einstein-und-der-Dalai-Lama.html
 

Hans Schelshorn

Moderator
Teammitglied
Hi,
ob die mit der Erkenntnis wirklich was anfangen können ,wag ich mal zu bezweifeln . Einzig neue Gelder abzapfen um sich noch bessere und Tuerere Messgeräte anschaffen zu können und den Lebenunterhalt sichern .
...

Na ja, wenn wir keinen Forscherdrang hätten, dann würden die Menschen immer noch in Stonhenge dunklen Mächten Schafe opfern. Daß unser Universum 13,8 Milliarden Jahre alt ist, das hilft dem Menschen mit seinen 100 Jahren Lebenserwartung auch nicht wirklich. Und trotzdem haben "wir" Hubble in den Weltraum geschickt und eine Raumfährenmission ausschließlich für die Reparatur bezahlt, nur damit wir bis an den Rand des Universums und damit zurück zu dessen Anfängen blicken können. Für das Geld könnte man jetzt viele Gravitationswellen messen.

Interessant finde ich den Vergleich, daß wir das Universum mit unseren optischen Teleskopen betrachtet haben wie eine Oper mit Fernglas, aber ohne Gehör. Zwar ganz nett, aber bei Weitem noch nicht der ganze Genuss.

Jetzt „hören“ wir also auch noch die Gravitationswellen. Bei einem Anteil der sichtbaren Materie und Energie am Universum von 5%, der unsichtbaren Materie und der unsichtbaren Energie mit einem Anteil von 95% eine große Chance, diesen weitaus größeren Bereich endlich auch erforschen zu können. Möglicherweise werden die Erkenntnisse, wenn die neue Technik erst mal optimal genutzt werden kann, regelrecht sprudeln.

Die Galaxie Centaurus A hat übrigens im Zentrum ein schwarzes Loch mit vermutlich 55 Millionen Sonnenmassen. Und das in nur 12 Million Lichtjahren Entfernung. Wenn dieses Objekt mit was ähnlich Massivem kollidiert, könnte man die Gravitationswellen wohl körperlich fühlen … ;)

Servus
Hans
 

Unka

User gesperrt
aeroflight professional?

aeroflight professional?

Na ja, wenn wir keinen Forscherdrang hätten, dann würden die Menschen immer noch in Stonhenge dunklen Mächten Schafe opfern. Daß unser Universum 13,8 Milliarden Jahre alt ist, das hilft dem Menschen mit seinen 100 Jahren Lebenserwartung auch nicht wirklich. Und trotzdem haben "wir" Hubble in den Weltraum geschickt und eine Raumfährenmission ausschließlich für die Reparatur bezahlt, nur damit wir bis an den Rand des Universums und damit zurück zu dessen Anfängen blicken können. Für das Geld könnte man jetzt viele Gravitationswellen messen.

Interessant finde ich den Vergleich, daß wir das Universum mit unseren optischen Teleskopen betrachtet haben wie eine Oper mit Fernglas, aber ohne Gehör. Zwar ganz nett, aber bei Weitem noch nicht der ganze Genuss.

Jetzt „hören“ wir also auch noch die Gravitationswellen. Bei einem Anteil der sichtbaren Materie und Energie am Universum von 5%, der unsichtbaren Materie und der unsichtbaren Energie mit einem Anteil von 95% eine große Chance, diesen weitaus größeren Bereich endlich auch erforschen zu können. Möglicherweise werden die Erkenntnisse, wenn die neue Technik erst mal optimal genutzt werden kann, regelrecht sprudeln.

Die Galaxie Centaurus A hat übrigens im Zentrum ein schwarzes Loch mit vermutlich 55 Millionen Sonnenmassen. Und das in nur 12 Million Lichtjahren Entfernung. Wenn dieses Objekt mit was ähnlich Massivem kollidiert, könnte man die Gravitationswellen wohl körperlich fühlen … ;)

Servus
Hans

Hallo Hans,
das Bild mit dem Opernbesuch kann ich ganz gut nachvollziehen.Und wie gesagt,die Forschung zu diesem Thema finde ich im Prinzip auch ganz sinnvoll.Nur manchmal kommen mir halt unsere Wissenschaftler ein wenig wie unsere Youngsters vor,
die lieber den ganzen Tag vor dem Simulator rumhängen,als sich mal an ein Modellversuch an der frischen Luft zu wagen.
Das Wissen um die dunkle Seite der Materie ist jedenfalls schon älter als der jetzige Versuch sie nachzuweisen.
Und ein paar Ungereimtheiten lassen sich bei diesem Thema wohl auch sowieso nicht vermeiden,und seinen sie auch nur poetischer Natur:

Bezeugung des Tiefen

Man schaut danach und sieht es nicht,
sein Name ist: Ji (gleich),

Man horcht danach und hört es nicht,
sein Name ist: Hi (wenig),

Man faßt danach und greift es nicht,
sein Name ist: Weh (fein).

Diese Drei können nicht ausgeforscht werden,
darum werden sie verbunden und sind Eins.

Sein Oberes ist nicht klar,
sein Unteres ist nicht dunkel.

Je und je ist es unnennbar
und wendet sich zurück ins Nicht-Wesen.

Das heißt des Gestaltlosen Gestalt,
des Bildlosen Bild.

Das ist ganz unerfaßlich.

Ihm entgegnend, sieht man nicht sein Haupt,
ihm nachfolgend, sieht man nicht seine Rückseite.

Hält man sich an das Tao des Altertums,
um das Sein der Gegenwart zu beherrschen,
so kann man des Altertums Anfänge erkennen:
Das heißt Gewebsfaden des Tao.

O K , ins Tao te King muß man sich auch erstmal etwas einlesen,ansonsten klingt das wohl ähnlich unverständlich wie eine pysikalische Formel.Soll auch kein Versuch sein hier eine philosophische Debatte zu starten.
Ist nur ein Beispiel,das es nicht zwangsweise ganz teure Aparate braucht,um sich auch mit den 95% nicht sichtbarer
Materie zu beschäftigen.
Und jetzt wieder mit Warp 2 zurück zur Erde. Gruß~Unka
 
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