Es gibt eine Alternative zur Aktuellen Alternativlosigkeit in der Politik

Status
Für weitere Antworten geschlossen.

kioto

User
Hallo,
Will keine Parteienwerbung betreiben aber auf der Site
www.alternativefuer de
hinweisen.
Mal das Programm durchlesen und überlegen, ob dies nicht doch eine Alternative sein könnte.

Ich denke zumindest ernsthaft darüber nach, nachdem die Hoffnung auf die Piratenpartei sich langsam zerschlägt.

mfg Werner am NO-Kanal
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
im wesentlichen geht es darum

Schluss mit diesem Euro!
Die Bundesrepublik Deutschland steckt in der schwersten Krise ihrer Geschichte. Die Einführung des Euro hat sich als eine fatale Fehlentscheidung erwiesen, die unser aller Wohlstand bedroht.


Der eigentliche Fehler liegt nicht in der Einführung einer gemeinsamen Währung, sondern "nur" darin das es versäumt wurde eine gemeinsame Wirtschaftspolitik zu betreiben.

Der gedankliche Ansatz ist für mich nicht schlüssig.

Gruß Rolf
 
Was ist aber einfacher?

Was ist aber einfacher?

Hallo Rolf,

Ich stimme Dir teilweise zu, nur stellt sich die Frage, was eher durchführbar ist und weniger Schaden verursacht.
Weiterzumachen, und zu versuchen, unter den immer ungünstiger werdenden Verhältnissen die versäumten Maßnahmen nachzuholen oder doch besser einen Schritt zurück zu gehen und zuerst die notwendigen Rahmenbedingungen sicherzustellen.

Die wirtschaftlichen Verhältnisse in Griechenland, aber auch Portugal, Spanien und Irland sind aktuell schwierig bis katastrophal und haben die Europäische Einigung schwer beschädigt. Diese Länder sind bald nicht mehr in der Lage, die entsprechenden Rahmenbedingungen herbeizuführen, da die Bevölkerung nicht mehr bereit sein wird, weiter Opfer zu bringen.
Dann startet der Eurotransfer als letztes alternativloses Mittel und der jetzigen fehlerhafte Zustand wird zementiert.
Besonders, wenn DE ab 2015 einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen kann, wird der moralische Druck immens.

Natürlich gibt es auch ohne Euro Transferleistungen über die Wechselkurse, aber diese werden von den Nehmerländern nicht als Almosen betrachtet. So bleibt die Freundschaft eher erhalten.

Außerdem ist der Euro nur ein Punkt im Wahlprogramm unter vielen. Es gibt noch eine Reihe weitere, die ich befürworte. z.B. den föderalen Schwachsinn im Bildungswesen bekämpfen. Habe gerade für meinen Sohn einen Grammatiktrainer Englisch gekauft, bei der Installation gabs eine lange Liste, welches Lehrbuch zugrunde liegen soll, Bayern, Bayern spezial, Orange, Niedersachen, Grün und was weiß ich noch nicht alles. Müssen Kinder auf mindestens 16 verschiedene Weisen Englisch lernen?

Familienförderung, Rente über Hartz 4 für Leute, die das ganze Leben gearbeitet und Kinder in Welt gesetzt haben.

Gruß Werner am NO-Kanal
 
Hallo Werner,

ja, du hast in einigen Punkten auch recht.

Die föderale Struktur ist nicht nur im Bereich der Bildung eine Katastrophe..

aber was meinst du mit einem Schritt zurück:

...Weiterzumachen, und zu versuchen, unter den immer ungünstiger werdenden Verhältnissen die versäumten Maßnahmen nachzuholen oder doch besser einen Schritt zurück zu gehen und zuerst die notwendigen Rahmenbedingungen sicherzustellen.

EURO abschaffen? um dann die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen? Welche sollen das sein?

Ein solcher Schritt bedient doch "nur" nationale Interessen, etwas Gemeinsames kommt doch dann nicht mehr zustande, ganz davon abgesehen das der jetzigen Zustand durch Verträge "einzementiert" ist.

Gruß Rolf

ps... das Alternativlose geht mir auch auf den Keks, ohne das ich aber was Anders anzubieten hätte :cry:
 
In der gegenwärtigen Situation, in der alle Parteien im Bundestag wie Blockparteien in wichtigen Fragen einer Meinung sind - und die Journaille in Sachen Europa auch gleichgerichtet ist, ist eine Alternative sehr zu begrüssen.
 
Ein solcher Schritt bedient doch "nur" nationale Interessen, etwas Gemeinsames kommt doch dann nicht mehr zustande, ganz davon abgesehen das der jetzigen Zustand durch Verträge "einzementiert" ist.

Und? Wer sagt denn, das etwas "Gemeinsameres" als wir bisher hatten unbedingt zustande kommen MUSS?

Es ging jahrzehntelang ohne Euro, und ich kann nicht sagen, das ich mich jetzt mit unseren Nachbarn verbundener fühle, es ist eher umgekehrt, der Euro dividiert doch alle auseinander!

Das ganze Geschwätz von den scheinbaren Vorteilen eine Währung zu haben und keinen Pass mehr zu brauchen ist doch für die allermeisten Mitbürger ohne Belang.
Ich verdiene seit vielen Jahren mein Geld im Ausland, es hat mich nie gestört mit Fremdwährungen zu hantieren, oder meinen Pass zu zeigen, zumal ich das heute beim Einchecken an Flughäfen ohnehin noch tun muss, und man aber schon vor 30 Jahren an französischen Grenzübergängen durchgewunken wurde.

Es geht doch im Kleinen schon schief, grade lösen sich in Deutschland vor 30 oder mehr Jahren mal erzwungene Verbindungen wieder auf, es gibt wieder alte Kfz-Kennzeichen, die im Zuge von Eingemeindungen mal abgeschafft wurden, weil die Leute eben nicht zwangsweise eingemeindet sein wollen, und das mit etwas an sich banalem wie einem Nummernschild am Auto auch zeigen wollen !


Roland
 
MUSS... sagt keiner, ich auch nicht...und auch nicht... "unbedingt"...

Gruß Rolf

Na doch, die aus der Parallelwelt in Berlin reden uns das doch ständig ein !

Und vergessen dabei vollkommen, das ein "Wir-Gefühl" vom Kopf ins Portemonnaie gehen muss, und nicht umgekehrt, wie bei Trauringen auch, erst Kopf, dann Ring.


Roland
 
Werner vom NO-Kanal, Nutzungsregeln lesen ;)
Wir wünschen keine Links zu politischen Vereinigungen.
Ich habe die Verlinkung jetzt im Eingangsbeitrag herausgenommen, den Text stehen lassen, damit ihr eine Diskussionsbasis habt.
 
Voraussetzungen für den Euro sind......

Voraussetzungen für den Euro sind......

Hallo Werner,
....
aber was meinst du mit einem Schritt zurück:

EURO abschaffen? um dann die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen? Welche sollen das sein?
...:cry:

Hallo Rolf,
Die Rahmenbedingungen wären soweit ich das als Laie beurteilen kann:
- Ähnliches Steuerrecht, Waren, Dienstleistungen und Vermögen müssen halbwegs ähnlich versteuert werden, um Steuerflucht zu verhindern
- Vergleichbare Konsequenz beim Einziehen der Steuern, hier gibt es riesige Unterschiede
- Das selbe gilt für die Rechtstaatlichkeit und die Korruption
- Vergleichbare Renten bezüglich Eintrittsalter und Höhe, Frankreich ab 60, Griechenland 14 Renten pro Jahr
- Ähnliches Level an Bürokratie, Griechenland 20% Beamte, ein riesiges stehendes Heer und große Ausgaben fürs Militär.

Die sich jetzt anbahnende Transferunion ist, wie alle Subventionstöpfe, auch die der EU jetzt schon, ein wunderbarer Nährboden für Korruption und Mißwirtschaft. Ab 2014 werden wir um einen, weitgehend von Deutschland finanzierten "Marschallplan" kaum herumkommen.

Ich bin wirklich kein Freund des Marktkapitalismus, aber ich bin sicher, ohne die im Raume stehende aber nie offen ausgesprochene Hoffnung auf die Euro-Garantie, die es eigentlich auch nie gab, hätten viele Länder diese Schuldenmenge gar nicht anhäufen können, weil die Märkte früher mit hohem Zinsen gebremst hätten.

Es ist wie bei einer Seilschaft beim Bergsteigen. Wenn der Bergführer merkt, dass einige nur Sandalen anhaben, gibt es 2 Möglichkeiten:

ala Merkel: Zieht die Hemden aus und wickelt sie um die Füße und weiter gehts, der Weg ins leider alternativlos

oder besser, zurück zum Basislager und erst mal alle vernünftig und gleich ausrüsten.

mfg
 
keine Links zu politischen Vereinigungen

keine Links zu politischen Vereinigungen

Werner vom NO-Kanal, Nutzungsregeln lesen ;)
Wir wünschen keine Links zu politischen Vereinigungen.
Ich habe die Verlinkung jetzt im Eingangsbeitrag herausgenommen, den Text stehen lassen, damit ihr eine Diskussionsbasis habt.

Hallo Dieter,

in diesem Fall finde ich es sehr schade, dass Du/Ihr diesen Link nicht zulassen könnt bzw. wünscht. Zumal der ganze Fred ja eh schon sehr "politisch" ist. Außerdem haben die Leutchen der "Alternative für Deutschland" m.E. schon ziemlich interessante Anschauungen, nicht nur zum Euro, sondern auch zu Bildung, Energie, Steuern, Zuwanderung und Demokratie! Das einzige, was ich in deren Programm vermisse, ist ein klares Bekenntnis, die steuerlichen Schlupflöcher für Großkonzerne endlich und rigoros zu schließen.

Wie auch immer - ich finde auch, dass die hirn- und planlose Einführung dieses vermaledeiten Euro Deutschland und ganz Europe weit mehr geschadet als genutzt hat! Vor allem die Banken der "Problemländer" (zu denen durchaus auch Frankreich gehört) haben ein Jahrzehnt weit über ihre Verhältnisse gelebt. Und jetzt sollen die Steuerzahler der sog. reichen Nordstaaten sowie die Arbeitnehmer, Rentner und Staatsangestellten der ach so "armen Südstaaten" die Zeche dafür bezahlen. Immer nach dem Motto: "Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren"! Für den Euroraum-Normalbürger haben sich mittlerweile alle Argumente pro Euro von selbst ad absurdum geführt: kein Friedenssicherer, keinerlei wirtschaftliche Vorteile, kein gesteigertes Wir- oder Gemeinschaftsgefühl.

Es reicht ja nicht, dass wir unseren Nachfahren eine ziemlich kaputte Umwelt und Jahrmillionen lange strahlenden Atomdreck hinterlassen. Nein - da muß man schon noch ein paar Billionen Euro/Dollar/Jen/usw. Staatsverschuldung draufpacken! Von der völlig verblödeten Bildungs-, Steuer- und Energiepolitik unserer Bundes- und Länderhampler ganz zu schweigen... Die lieben Enkel und Urenkel werden's schon richten.

Gruß,
Peter
 
...Es ist wie bei einer Seilschaft beim Bergsteigen. Wenn der Bergführer merkt, dass einige nur Sandalen anhaben, gibt es 2 Möglichkeiten:

ala Merkel: Zieht die Hemden aus und wickelt sie um die Füße und weiter gehts, der Weg ins leider alternativlos

oder besser, zurück zum Basislager und erst mal alle vernünftig und gleich ausrüsten.

:D :D :D

das hast Du sehr schön formuliert :)

Ja, was du ausführst, das sind in etwa die Rahmenbedingungen von denen ich sprach welche am Anfang nicht gegeben waren...
Eine gemeinsame Währung, aber keine gemeinsame Wirtschaftspolitik, ein Geburtsfehler...

Gruß Rolf
 
Bei der Euro-Einführung haben unsere politischen Opportunisten leider vergessen, dass sich die im Süden über Jahrzehnte eingebürgerten Inflationsraten von 10% und mehr nicht einfach durch Einführung einer Gemeinschaftswährung gegen Null drücken lassen und irgendwann wieder durchbrechen.

Der korrekte Weg wäre gewesen, sich mit dem Euro zuerst auf wenige Kernstaaten zu beschränken, die sich in Sachen Steuer-, Sozial- und Wirtschaftspolitik schon sehr ähnlich sind und nach einer Stabilisierungs- und Anpassphase diesen Euro-Raum langsam um weitere zwischenzeitlich gereifte Staaten zu erweitern.
Wäre das so gelaufen, dann wären gewisse heute bankrotte Südstaaten gar nicht erst in den Euro-Raum geraten und hätten heute nicht die aktuellen Probleme.

Insofern denke ich auch, es wäre das Beste den Euro in seiner derzeitigen Form aufzugeben und eine neue Gemeinschaftswährung, erstmal nur für die nördlichen Kernländer einzuführen.

Den anderen Ländern steht es dann frei, entweder den Euro mit den dann folgenden hohen Inflationsraten zu behalten oder aber wieder durch nationale Währungen mit den von früher her ebenfalls gewohnten Inflationsraten zu ersetzen.
Falls sie dann z.B. in 20 Jahren oder später zu wirtschaften gelernt haben, können sie wieder die Aufnahme in die neue Währungsunion beantragen.
Wenn die neue Partei dies ebenso sieht, hat sie meine Stimme sicher.

Gruß Gerd
 
Im rechten Flügel der Union auf Wählerfang

Im rechten Flügel der Union auf Wählerfang

Und plötzlich stehe ich nicht alleine mit meiner Annahme da: http://www.nachdenkseiten.de/?p=16524
Der Artikel ist vom 15.03, also konnte ich ihn am 14.03 noch nicht gelesen haben.

Gruß
Juri

P.S. AfD klingt für mich eher nach VFJ :D
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Ansicht hell / dunkel umschalten
Oben Unten