Eure Erfahrungen mit Eissegler

Hallo,

welche Erfahrungen habt Ihr mit Eissegler gemacht?

Mein 1.Versuch vor 3 Jahren ging schief:
- Lief schlecht/gar nicht bei Schnee, trotz ausreichender Bodenfreiheit
- Bei Spegeleis war er überempfindlich gegen Lenkausschlägen (mittlerer Wind)
- Hauptkufen aus 2 mm Edelstahl waren oft nach innen verbogen.
- Plastegetriebe des Prafastandardservos zerfetzt (überarbeitete Variante bekommt einen Servosaver von den Automodellen spendiert)
- Mastbruch nach mehreren Richtversuchen (12/10-er Mast verbog sich oft)

Fragen:
- Lenkkufen eher kurz oder ?? cm lang
- Welchen Schliff sollten die
a) Lenkkufen (z.Zt. Messerschliff Winkel ca. 30°)
b) Haptkufen (z.Zt. Aussen schräge angeschliffen ca. 30 °) haben?
- Kufen Starr anschrauben, oder beweglich in der Führung?
- Ist die Größe B=1,05 m L ca. 95 cm ausreichend für ein Segel mit 0,33 qm?
- Ist der Einsatz der Fock (Foto) überhaupt sinnvoll?
- Wo sollte etwa der Segelschwerpunkt zu den Hauptkufen stehen.
- Wanten fest oder mit einem Gummizug der bei Last nach giebt



3 Segel.jpg
Ein analoges Segel soll zum Einsatz kommen.



1 Lenkkufe.jpg
Derzeitige Kufenformen




2 Rumpf.jpg
Grundgestell mit DURAL Ausleger




Wäre schön, wenn Ihr Eure Erfahrungen oder Einschätzungen mitteilen würdet.


Ulli
 
Eissegler

Eissegler

Hallo Ulli

endlich mal einer der auch Eissegelt.

Ich habe meinen Segler vor einem Jahr gebaut und fahre damit auch auf grossen Plätzen herum. Macht richtig Spass wenn der Wind stimmt , daher habe ich auch 2 verschiedene grosse Segel gebaut. Leichtwind mit einem Flügelprofil und Starkwind mit einem Alumast.

Deine Lenkkufe ist zu kurz und hat keinen Nachlauf , daher stabilisiert sie sich auch nicht.
Meine Kufen sind alle aus 3mm V2A und haben einen 45 grad Schliff.
Die hinteren Kufen kannst du starr verschrauben und die Lenkkufe sollte schon gelagert sein. Mit einem Fock hast du zu viel Fläche und daher wird der Segler nicht mehr steuerbar.
Meine Masten sind alle dreh- und kippbar und die Wanten sind in den unteren 10cm mit einem 2mm Gummifaden befestigt. Gibt ein bisschen nach aber doch nicht zuviel.

Hoffe dir damit dienen zu können Peter
 

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Hallo Peter,
das sieht ja richtig professionell aus.
Bei mir war ein verschnittenes F5 E Segel Ausgangspunkt und ein Bild von einem Eissegler mit Lenkkufe hinten.
Soll der Gummi eine Mastneigung um ??? 5°-10° ermöglichen, oder nur Überlastspitzen infolge Bö abfedern?
Ersetzt die Tragfläche das Vorsegel und wird mit dem Mast, oder mittels Vorschot verstellt.
Hast Du einen Link, wo es um Grundsatzfragen zu Modelleisseglern geht (deutschsprachig).


Eissegler1.jpg
Die Segellatten habe ich mit Schnur "angenäht", da auf dem Tuch kein Klebestreifen hielt.
Das ist der Zustand vor dem beschriebenen Schaden.



MfG

Ulli
 
hi ulli, hab ich mir schon fast gedacht, daß du deine lenkkufe hinten hast. da ist das dann auch kein wunder, wenn der schlitten ausbricht. das ist der gleiche effekt wie beim auto. probehalber kannst du auch ein fahrrad oder bollerwagen rückwärts schieben. wenn du anfängst zu lenken, dann bekommst du immense probleme. soweit ich mich mal schlau gemacht habe stammen konstruktionen beim eissegeln mit der lenkung hinten alle aus den vergangenen jahrhunderten, wo eissegler meist noch als relativ "langsames" fortbewegungsmittel funktionierten oder gar als lastensegler eingesetzt wurden (dafür kannst du dann ja den bollerwagen mit 2 zentner sand beladen, jetzt wird er gar nicht mehr schnell genug um auszubrechen *zwinka*). mit dem trend zu leichten sportgeräten hat sich natürlich auch das fahrverhalten grundlegend geändert. ich schau mal ob ich noch ein oder zwei links finde, poste ich dann später

gruß
sebastian
 
so, hier ist zumindest noch einer. diese seite von den vornehmlich dn schlitten ist sehr gut aufgebaut, auch einen bauplan für einen dn findest du dort. unter links ist u.a. auch ein eissegelmuseum aufgeführt. hier findest du auch pläne für alte konstruktionen mit der lenkung hinten. sicherlich findest du einiges an infos, wenn du dich da erst mal überall durchgeklickt hast.

http://www.eissegeln.de/

viele grüße
sebastian
 
Eissegler

Eissegler

Hallo Ulli,
die Gummizüge in den Wanten geben bei Windspitzen etwa 15-20 grad nach und der Vorschub setz damit nicht so schlagartig ein.

Das Flügelprofil und das Segel sind mit einem Scharnier verbunden. Das Segel wird über ein Segelverstellservo mit Umlenkung gefiert. Nach ein paar Versuchen habe ich auch noch einen Niederholer angebaut.

Gute Homepages aber leider alle auf English

www.rclandsailing.com
www.rcwindjammer.com
www.baycityrclandsailors.com

Gruss Peter
 
Eissegler

Eissegler

Die Eispause im Modellsegeln habe ich auch für den Bau eines Eisseglers genutzt. Klein und Handlich sollte er sein. Daher stammt das Segel samt Mast von meiner MicroMagic. Länge ca 60cm, Breite ca. 50 cm.

eissegler3.jpg


Allderdings steht der erste Testlauf noch aus. Ich hoffe, daß kommendes Wochenende kein Schnee auf dem zugefrorenen See liegt.

Gruß Klaus
 
Hallo,
erst mal Danke für die Infos und Bilder.
Habe mir bei RC Landsegler einige Bilder angesehen.
Damit ist eigendlich mein Ziel, mit wenig aufwand ein vorhandenes Segel zum Eissegler nutzen gestorben.

Mein Projekt wäre in 1 Woche auf dem Eis, aber viel zu schwer.
Mal sehen, ob ich es doch noch fertig mache.

DN erfordert ein völlig neues Segel.
Die Landsegler sehen elegant aus, erfordern aber völlig neues Konzept.
Ob ich so was bei unserer Eisunsicherheit baue, kaum denkbar.

Mal sehen, ob die güstrower Segelvereine auch (grosse) Eissegler haben.

@Klaus,
bitte mal einen Bericht, wenn Dein Projekt läuft.

MfG

Ulli
 
Hallo,

gibt es eine Faustregel für Gewicht zu Kufenaufstandfläche?

Fahren die Eissegler nicht vor dem Wind? der DN kann den Großbaum wohl nur ca. 45 ° öffnen.

Ulli
 
Eissegler

Eissegler

Hallo ,

meines Wissens gibt es keine solche Formel für die Kufenlänge.

Nein du kannst auch kreuzen und ein Winkel von 45 grad reicht.

Das Segelverhalten ist etwas anders als bei einem Segelschiff.
Es reagiert viel empfindlicher und daher reicht auch der Anstellwinkel.

Gruss Peter
 
opi 44 schrieb:
Hallo,

Fahren die Eissegler nicht vor dem Wind? der DN kann den Großbaum wohl nur ca. 45 ° öffnen.

Ulli


die dinger sind so schnell, da ist selbst vor dem wind fast am wind. vielleicht kennst du das von richtigen segelkatamaranen oder schnellen jollen. die fahren auch nicht mehr vor dem wind, sondern nur noch raumschots, da sie so ein deutlich höheres geschwindigkeitspotential erreichen können (ein vielfaches der realen windgeschwindigkeit) so ist das beim eissegeln auch.
sebastian
 
Hallo,
ich werde doch noch mal mein veraltetes Modell zum Laufen bringen (geht schneller).
Neue Kufen fast fertig.



1Hauptkufe re.jpg
Hauptkufe rechts mit ALU Seitenverstärkungen

Wie bekommt man eine Bohrung in eine gehärtete Brotmesserklinge? Drehmel mit Trennscheibe und anschließend mir Schleifkörper rund schleifen, Die Seitenverstärkungen sollen Kufenbruch verhindern.



2Hauptkufe angebaut.jpg
Hauptkufe angebaut. Die Lauffläche schaut nur 2 mm raus




3Lenkkufe.jpg
Lenkkufe ohne die noch anzulötenden Seitenführungen aus 1,5 mm MS
Sie soll kippbar auf dem 6 mm Distanzstück sein. Die Seitenführung soll 20 mm breit werden.


Die moderne Variante werde ich auch mal planen.Dazu Fragen:

1. sollen die Schlitten möglichst leicht werden?
Mein alter hat u.A. 9,6 V 1.700mAh SRC für die Winde und 6,0 V AAA für
Super, den 5 mm ALU Kufenträger, 250 g Pb im Heck, Rumpf z.T, aus
20 mm Kiefer,

2. ersetzt die Tragfläche den Mast?
Ich gehe davon aus, dass es eine spezielle TF mit symmetrischem Profil ist.

3. welches Segelverstellservo und Ruderservo?

4. welchen Gummi für die Wanten und wie viel?

War heute auf dem Eis. Schade dass der Segler nicht fertig ist. Sorgen machen mir die sehr vielen Eisrisse, z.T. 10 mm breit.

Mehr Fotos gibt es nicht der Apparat geht 3 Wochen nach POL.

Ulli
 
habe heute am wörthsee endlich in natura eissegler gesehen. der DN hat es mir angetan. da aber ein selbstbau 1:1 erstmal nicht in frage kommt (dafuer einfach zu wenig eis hier) werde ich wohl diesen da als modellbauen. mal sehen naechsten winter. größe das der 130cm aluprofilmast aus dem keller daruf passt.
hier im forum übrigens liest ein profi mit ;)


101_0356.jpg
 
sieht klasse aus, im sommer kann man alu gelochte räder anbringen, hast du eine dreiseitenansicht für mich?

" WIESEL "
 
Hallo,

die vielen kleinen Dinge halten ganz schön auf, sind aber machbar.
Größtes Problem, der Gummizug in den Wanten. Da ich keine anderen Infos habe, habe ich mir Silikontragflächengummis 10x1 mit 80 mm Durchmesser geholt (120 mm unbelastet ausgelegt). Dachte 5 Stück auf jeder Seite muß reichen, ist aber zu viel.
Habe alle Strippen schön gleichlang gebastelt und aufwendige Aufnahmen für die Gummiringe gefertigt. Einfach ne Schnur rumknoten erschien mir zu schädlich. Das Rigg ist jetzt so labil. Ich war es gewohnt dass meine Stage und Wanten an anderen Booten schön stramm waren, um dem Mast die gewünschte Biegung zu erzeugen.
Klappt hier nicht, wenn ich erreichen will, dass das Segel bei Leichtwind aufrecht steht und erst bei stärkerem Wind krängt (auf Fotos von Landseglern so gesehen) ohne die Kufen anzuheben.
Wenn ich den Ringen zu viel Vorspannung gebe, haben si nicht mehr ausrechend Dehnungsweg, um 20° Mastneigung zu erreichen.
Die Gummiringe scheinen sehr unterschiedliche Eigenschaften zu haben. Ich muß die Wanten unterschiedlich einstellen, damit der Mast überhaupt gerade steht. Was werden die Gummis machen, wenn sie der Kälte ausgesetz sind. Muß ich andere Gummis besorgen. Die gewünschten Einweckgummis für Rillengläser kann ich z.Zt. nicht bekommen.


dnracer3.jpg
Foto von www.rslandsailing.com Bildergallerie

Wie bekommt man eine solche Situation beim Modell beherrscht? Dazu ist sicherlich eine Kreiselsystem erforderlich.

MfG

Ulli
 
soweit ich am wochenende gelernt habe, machen die eissegeler es mit weichen masten den druck aus dem rigg zu nehmen. also IOmchens holzmast bekommt neue einsatzgebiete. das mit den gummis finde ich zu unsicher.
ich habe mir beim eissegeler mal wieder ein gewichtsausgleichs system gedacht. bleiblock an einer gewindestange die direkt mit einem Motor ohne getriebe angetrieben wird. da rauscht das gewicht schnell hin und her. kleiner fahrtenregler. nur weiss man nie wenn keine sicht mehr , wo das blei gerade steht.rot anpinseln und offen uebern rumpf bewegen.

gruss andreas
 
Hallo zusammen ,

probier es mal mit Gummischnur aus dem Nähgeschäft.

Meiner hatte 3 verschiedene Farben und Durchmesser.

Ich habe jetzt eine mit 3mm Durchmesser montiert und es klappt gut damit.
Nimm die Gummischnur einfach doppelt und montiere die Wante mit Vorspannung.

Gruss Peter
 
Hallo RC Eissegler,

Konnte leider nicht gleich in die Diskussion eingreifen. Aber hier einige Infos: Die Wanten sind beim DN Draht und nicht flexibel!!! Die Neigung des Mastes kommt durch die Biegung der Läuferplanke (wird auf das Gewicht des Seglers und die Härte des Mastes abgestimmt) und seit ein paar Jahren auch vom extrem weichen Mast. Es bringt nichts die Wanten mit einem Gummi zu befestigen. Die Segel sind inzwischen wieder etwas voller geworden um die Mastbiegung auszugleichen. Der Schliff der Läufer hängt von der Eisbeschaffenheit ab aber mit 45° hat man gute allround Eigenschafften. Sprung und Länge der Kufen spielt auch eine Rolle. Auf einen Gewichtstrimm kann verzichtet werden wenn die Komponenten aufeinander abgestimmt sind.
Ich bin der den AndreasS erwähnt hat.
Viel Spaß beim bauen

PeterG
 
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