Eure Meinung dazu?

Eure Meinungen zu der Organisation auf diversen Flugtagen ist gefragt?

1) Müssen Eintritte für Zuschauer erhoben werden?
2) Müssen Top- Piloten bezahlt werden, oder sollte man auf Sie verzichten, falls Sie ohne Geld nicht mehr fliegen ?
3) Braucht ein guter Flugtag überhaupt namhafte Piloten?
4) Wieviel Abwechslung darf es sein? Müssen es ständig 3m Kunstflugmaschienen sein, 3x hintereinander , um dann wieder 3 x Hot Spots zu ertragen.
5) Reicht es den Vereinen nicht mehr, Ihre Vereinskasse über den Verzehr aufzubessern?
6) Sollten Flugleiter nicht die Flüge leiten/ begleiten, und die Einteilung der Piloten sich selbst überlassen, oder sollte nicht eine weitere Person zur Festlegung der Flugreihenfolge bestimmt werden?

Dazu heute ein in meinen Augen absolutes netgativ Beispiel!
Kirberg Flugtag bei Limburg:

Nachdem sich Anfangs eine nette und abwechslungsreiche Reihe von noch zu fliegenden Modelle aufgestellt hatte, die auch gut funktionierte, griffen gegen Mittag die Flugleiter ein. Richtige Pappnasen, den auf einmal wollte man von der Reihenfolge nichts mehr wissen, griff sich jede Menge Modelle raus, zog einige vor, informierte andere wartende Piloten gar nicht, die teilwisse mit und ohne Sender schon über eine Stunde bei Ihren Modellen warteten und dabei natürlich auch die Kanäle solange blockieren.
Mein Beispiel: Hatte Anfangs drei Piloten vor mir, man holt seinen Sender um einen flüssigen Ablauf zu ermöglichen, warte weitere 35 min , fragt nach, bekommt die Antwort : "gleich" um sich dann weitere 30 min später die Antwort anzuhören : "dann gib doch deinen Sender wieder ab"
Ich sprach dann mit 3 (!) Flugleitern, die sich auf dem Platz tummelten, und alle drei hielten das für normal! Aber um Vereinseigene Helipiloten, die es noch nicht mal schafften , bei Ihren 3D Programm, sich an die Sicherheitslinie zu halten , kümmerte sich niemand .
Als ich mich am Senderzelt abmeldete , konnte ich feststellen, das ich nicht der einzigste war, dem dies missfiel.
Dazu wurde für Erwachsene 3€ Eintritt erhoben, mit der Begründung, die Versicherung sei so teuer: Ja ne is klar, wenn ich den Rundflug Heli auch mit über den Platz fliegen lasse. Dazu noch ne Cessna usw.
Trotz des Eintrittes, war der Verzehr nicht günstiger, eine 0,2l Cola kostete 1 € !
Bitte , wie soll man so noch Nachwuchs im Modellsport begeistern können?

Ich kenne genug nahmhafte, grössere Flugtage, die so einen Mist nicht nötig haben, und der Verein trotzdem seine Kasse aufbessert, was ja bei all der Mühe auch richtig ist!

Gruß Frank
 
HI,
Zu dem von dir angesprochenen Flugtag enthalte ich mich mal meiner Meinung aus dem ganz einfachen Grund ich war nicht selber da.
Zu diesen Punkten:
1) Müssen Eintritte für Zuschauer erhoben werden?
2) Müssen Top- Piloten bezahlt werden, oder sollte man auf Sie verzichten, falls Sie ohne Geld nicht mehr fliegen ?
3) Braucht ein guter Flugtag überhaupt namhafte Piloten?
4) Wieviel Abwechslung darf es sein? Müssen es ständig 3m Kunstflugmaschienen sein, 3x hintereinander , um dann wieder 3 x Hot Spots zu ertragen.
5) Reicht es den Vereinen nicht mehr, Ihre Vereinskasse über den Verzehr aufzubessern?
6) Sollten Flugleiter nicht die Flüge leiten/ begleiten, und die Einteilung der Piloten sich selbst überlassen, oder sollte nicht eine weitere Person zur Festlegung der Flugreihenfolge bestimmt werden

Kommt es finde ich drauf an, wenn es eine rein auf kommerzgemünzte veranstalltung ist wo ständig top highlights geboten werden, ala Vorführung dann zu allen punkten von 1-5 JA. Dann haben allerdings allerwelts piloten da auch nichts verloren.

Wenn es ein "normaler" Flugtag war, wo man vorher die "öffentlichkeit" informiert hat ein bischen werbung gemacht hat und organisiert hat. Dann nein. Denn es soll ja dann ein Tag sein, wo man den Leuten das hobby etwas näher bringt, wo sie vielleicht auch mal den "normalen" Flugalltag sehen und die entsprechenden Modelle. Und ich finde da braucht es keine gekauften piloten, keine helis oder sonst was. da sollte das ganze dann so sein, das es ruhig und gemütlich zugeht, wenn der Verein dann am essen 50 euro verdient und die anderen umkosten drin sind ist es doch ok, finde ich.
da sollte dann eher das allgemeine interesse im vordergrund stehen auch wenn es vielleicht nicht ganz so spektakulär ist
Mfg
Dominik
 
Hi

Ein geringer Eintrittspreis (2€) is ja nicht die Welt, wenn man danach auch ne tolle Show sieht. Ob man Toppiloten braucht kommt meiner Meinung auf die Modellklasse an. Nur sollten sie auch eine dynamische, rasante und aktionreiche Flugshow darbieten. Wenn ein Auftritt nahmhafter Piloten auf das Konto der Zuschauer (erhöhter Eintrittspreis), dann sollte man auf sie verzichten. Zur Abwechslung denke ich braucht man sehr viele verschiedene und unterschiedliche Modelle, wobei die Highlights einen großen Teil einnehmen sollten (genau deswegen komme ich, um mal was Originelles zu sehen, das was man am Platz nicht sieht). Darum sollten langweilige und alltägliche Modelle wie Trainer oder Anfängersegler am Boden bleiben, es sei denn sie bieten eine außergewöhnliche Show. Gut, fürs Essen und Trinken muss gezahlt werden. Wobei man doch nur solange etwas kauft, bis die Preise einigermaßen im grünen Bereich bleiben. Sonst nehm ich mir mein Getränk doch selber mit. Flugleiter sind wichtig. Eine festgelegte Reihenfolge sollte es auch geben, damit die Abwechslung garantiert ist. Nach dem offiziellen Programm kann man ja immer noch mal fliegen. Wichtig ist auch, dass es einen klaren Anfang und ein klares Ende des Flugtages gibt. Nicht, dass jeder am Schluss nochmal und nochmal fliegen will.
 
das gibt es bei uns in der gegend leider auch.
doch es gibt ein paar kleine wagemutige vereine,
welche entweder nur vom verzehr das event finanzieren.
(siehe dietlingen 1mai:hier waren alle e-bekannten größen)
oder nur von den "zuschauern"
einen kleinen obulus verlangen und die in einer tombola...
(st.leon-rot:hier waren trikolori,.....)
bei beiden events ist eine super stimmung,es fliegt jeder
wie es gerade geht.-die flugleiter sind wirklich nur für den
einhalt der flugordnung/flugsicherheit zuständig.
--
@-frank:ich habe schon erlebt daß vorstandsmitglieder des
ausführenden vereines vorzeitig gingen,da die "flugleiter"
nur 3m extras oder jets fliegen ließen und den lumpigen
rest nach hinten schoben.
das ist leider bei größeren vereinen offt so da,diese (typisch deutsch)
überheblich sind.(die leut wolle halt nur des guggen.)

gruß andreas
 
Hallo zusammen.

Unser Verein ( MFV Falke e.V. Medard) veranstaltet demnächst einen Flugatg zu seinem 30 jährigen Bestehen und wir standen im Vorfeld der Veranstaltung vor den gleichen Überlegungen wie Frank die und die andern sie geschildert haben. Wir haben uns dann für folgende Lösung entschieden:

1.) der Eintritt ist frei, da es sich um eine reine Vereinsveranstaltung und nicht um eine kommerzielle Veranstaltung handelt.
2.) Es wird keinem Piloten etwas bezahlt, dafür das er fliegt.
3.) Der Pilot der kommt ist herzlich willkommen, ob namhaft oder nicht.
3.) Abwechslung ist wichtig. Es soll die komplette Bandbreite der Modellfliegerei präsentiert werden.
4.) Die Preise für Essen und Getränke sollen in einem bezahlbaren Rahmen bleiben.


Gruß Björn
 
Zum Thema Ablauf: Unglücklich ist es, wenn man fertig aufgerüstet warten muss und dann jemand vorgezogen wird. Besser wäre eine Zusammenstellung von Gruppen, die zusammenpassen, durch einen vom Organisationsteam. Ist aber schwer, der eine ist noch nicht soweit, meldet aber. Der andere hat einen gleichen Kanal, der Dritte ist so arrogant, ich will alleine fliegen, und dabei ist er weder so namhaft (;-)) noch erfordert seine Vorführung einen Alleinflug.
Es ist wie beim Discjockey: Gute können es, schlechte machen frustriertes Publikum.
Eintritt: Nein. Weil unfreundliche Geste, und zu viel Aufwand zur Überwachung. Gab es früher mal einen Artikel in der Modell, mit fliegenden Kassierern auf dem Flugtag....ohne weiteren Kommentar. M.E. für den Parkplatz was verlangen, gleichzeitig Parkeinweisung, und dass für die Nachbarwiese was gezahlt werden muss ist jedem verständlich zu machen. Wer gemeldeter Pilot ist bekommt Gegenwert in Gutscheinen ( so verhindert man Trittbrettfahrer, die Flieger dabeihaben und dann nicht mal anmelden, aber ganz vorne parken wollen. Zuschauer gehen ein paar Meter...). Wer mit dem Radel kommt, ist i.d.R. aus der näheren Umgebung, da ist es Public Relation-Sache, nichts zu zahlen.
Namhafte Piloten was zu zahlen geht bei Kommerziellen Veranstaltungen vielleicht noch an, ich würde es nicht machen. Und die Modellflugkollegen interessiert auf jedem Flugtag dieselbe Show wohl auch nicht mehr. Wer eine 20.000 EUR-Maschine baut, hat das Geld, und einen Beitrag zum Sprit für seine 500 km-Anreise braucht er dann nicht mehr ( gemessen am Aufwand für Auto, Zeit, Risiko kanns eh keiner bezahlen ). Eine Sprecherdurchsage, das jetzt fliegende Modell kostete 20.000 EUR würde ich nicht hören wollen, 500 Baustunden macht mehr her. Das andere bringt uns nur in Richtung Golfclub-Elite.
 
Hallo Stefanextra,

ich bin zwar nicht Björn, aber ebefalls Mitglied im http://www.mfv-falke.de
Der Verein ist in Medard beheimatet. Zu finden an der B420 ungefähr in der Mitte zwischen Bad Kreuznach und Kusel.

MfG Martin
 
Wir hatten mal einen Flugtag im Verein, da haben wir zur Probe auf Eintritt verzichtet.
Stattdessen hat ein ausnehmend höfliches Vereinsmitglied an der Einfahrt die Besucher persönnlich begrüßt, erklärt daß der Eintritt frei sei, aber man sich über eine kleine Spende für die Vereinsarbeit freue.
Meines Wissens war die freiwillige Spende weit höher als der vorher diskutierte Eintrittspreis.

Beim letzten Mal wurden dagegen 10 Euro genommen, Top Show geboten und die Leute kamen ebenfalls in Scharen.
Es mag also beides seine Berechtigung haben, solange das Preisleistungsverhältnis stimmt.

Oliver
 
Ich kann einige z.B. Jetpiloten auch durchaus verstehen, daß sie nichts gegen eine Aufwandsentschädigung haben. Wenn man mal das Kerosin, bzw. den Smokerdiesel rechnet, je nach Modell können da mal eben bis zu 10€ pro Flug zusammenkommen, und "trainieren" müssen die ja auch noch. OK, man kann dagegenhalten, daß die es sich doch leisten können sollten, aber die fahren eben auch noch, nehmen sich die Zeit, etc.
Das mit der Organisation ist nicht so ganz einfach. Auf manchen Flugtagen wollen eben viel zu viele Leute fliegen, und Zuständige ( am Besten speziell einer hierfür ) sollte dann doch abwägen können, wie der Mix auszusehen hat, und auch einigermaßen fair sein. Mich persönlich nerven die ganzen Großkunstflugkisten auf Dauer auch, da sehr viele Piloten einfach so ziemlich die selbe Show abliefern, genauso wie es mir aber auch auf die Eier geht, wenn ne halbe Stunde lang nur Seglerschlepps. - Ist das wirklich Publikumswirksam ? Ein-zwei Schlepps, OK, nen schönen Kunstflugsegler oder sowas, aber wozu müssen auf nem Flugtag(!) 5-6 Segler irgendwo fast an der Sichtgrenze rumeiern, und die Kanäle belegen ? Das gehört nicht auf nen Flugtag !! Genauso dann allgemein auch z.B. auf Freundschaftsfliegen die Schleppzugpiloten die meinen sie müßten mitten auf der Piste stehen und da stehen bleiben... *grrrr*
Und dazu ist dann die Flugleitung unfähig einen rauszulassen, wenn man dasteht und mit nem "Mini-Pöpel-E-Modellchen" nen kleinen Segler senkrecht vom Boden bis an die Sichtgrenze reißen will... ( auch immer ganz Publikumswirksam ;) )
Wobei natürlich auch sehr viel auf die Moderation ankommt. Ein Moderator der kaum nen Schimmer hat von was er redet, und einen völlig unterschlägt, wenn man nix mit 3 Metern aufwärts fliegt, ist meiner Meinung nach die falsche Wahl. Ein Sprecher muß aus jedem Flug was machen können, und zumindest den richtigen Zettel ablesen können ( naja, also Augenmaß ist das nicht, wenn man ne Kunstflugkiste als "Agro Turbo" anmoderiert... :D ). Genauso auch die, die von Elektroflug nicht den geringsten Schimmer haben, und dann ganz baff dastehen, wenn ein E-Impeller in Sachen Speed und Flugzeit nen "großen" Jet mal eben plattmacht. :D

Eintritt und Getränke... Naja, bei ner wirklich großen Modellflugshow laß ich mir 2€ grad noch gefallen, solange Kinder frei sind. Ansonsten finde ich die kostenlosen doch Publikumsfreundlicher ( gerade auch für Fachfremde ). Und auf den meisten Flugtagen ist die Verköstigung meiner Erfahrung nach noch im Rahmen. Aber ich finde es sehr OK, wenn an die Piloten bei der Senderabgabe Gutscheine ausgeteilt werden.

Naja, wie auch immer. Vielleicht lesen ja ein paar Flugtagorganisatoren mit, denen das hier hilft was besser zu machen ! :)

Gruß,

Alex
 
Mahlzeit,

dann will ich auch mal meinen Senf dazugeben.

Zu 1) Ist eine Kalkulation des Vereins (hängt von den Unkosten ab), habe allerdings bisher selten erlebt, daß bei einem Modelllflugtag Eintritt verlangt wurde. Das was die Leute nicht an Eintritt ausgeben, wird dann vorort verzehrt ;)

Zu 2) Hängt von der Gesamtqualität des Flugtags ab. Ein echter Toppilot kann unter Umständen eine schwache Veranstaltung doch noch retten. Habe als gastpilot kein Problem, wenn jemand anderes ne Aufwandsentschädigung bekommt, solange dadurch die Verzehrpreise nicht angehoben werden müssen.

Zu 3) Siehe 2)

Zu 4) Viel Abwechslung, allerdings trotzdem etwas thematisch sortiert. Dazu zählen für mich Trainermodelle (z.b. von Jugendlichen vorgeflogen) und Billigflieger genauso wie 3m-Kunstflieger und Jets. Ein Flugtag sollte dem Publikum einen Querschnitt bieten. Wichtig finde ich, daß die Flugzeit einigermaßen limitiert ist. 10min halte ich schon für äußerstes Maximum, mehr langweilt das Publikum meistens nur noch. Ausnahmen sind hier dann diejenigen, die es wirklich schaffen ein längeres Programm zu fliegen und dabei den Zuschauer bei Stange zu halten (die Toppiloten eben). Und auch Segler können ruhig mal ne Weile oben nach Thermik schnüffeln, solange sie den weiteren Flugbetrieb dann nicht blockieren. Außerdem sollten auch Gruppen gebildet werden. Es macht kein Sinn 3 Shockys nacheinander fliegen zu lassen, der Luftraum reicht auch für gleichzeitiges Fliegen. Wichtig ist auch, daß man etwas auf das Publikum reagiert, z.b. das Modell vom morgen, daß am meisten Applaus bekam am mittag eben einmal mehr als andere fliegen lässt.

Zu 5) Siehe 1)

Zu 6) Flugleiter sind meines Erachtens für die Sicherheit auf der Piste zuständig. Die Einteilung sollte von jemand anderem erfolgen. Ohne Einteilung gehts leider nur bei kleineren Flugtagen.

Was mir als Gastpilot total gegen den Strich geht, ist wenn man in der Warteschleife steht, die ohnehin schon sehr lange ist und dann ständig andere Piloten vorne reingesetzt werden. Völlig unverständlich ist mir das, wenn es sich dann noch um Piloten des austragenden Vereins handelt (so geschehen in Oberhausen vor 3 oder 4 Jahren mit völlig langweiligen Trainermodellen). Wenn sich ein Gastpilot ins Auto setzt und teilweise noch mehrere 100km Anfahrt hat, dann sollte dem auch eine gewisse Priorität gegenüber den eigenen Leuten eingeräumt werden.

Gruß Kai
 
Flugtage

Flugtage

Hier meine Meinung zu Deinen Fragen:
1) Müssen Eintritte für Zuschauer erhoben werden?
Nein, warum denn?
2) Müssen Top- Piloten bezahlt werden, oder sollte man auf Sie verzichten, falls Sie ohne Geld nicht mehr fliegen ?
Um Gottes Willen! Wer für die Ausübung seines Hobbys Geld will, soll bleiben, wo der Pfeffer wächst. Teilnehmennde Piloten sollten allerdings Speisen und Getränke umsonst erhalten.
3) Braucht ein guter Flugtag überhaupt namhafte Piloten?
Warum denn? Namen sind Schall und Rauch. Originell und schön muß es sein, und das können namenlose allemal!
4) Wieviel Abwechslung darf es sein? Müssen es ständig 3m Kunstflugmaschienen sein, 3x hintereinander , um dann wieder 3 x Hot Spots zu ertragen.
Das kommt auf den Flugtag an. Wenn es ein "normaler" Flugtag mit "normalen" Vorführungen ist, dann höchstens eine Runde 3m Maschinen. Vielleicht später am Tag noch mal. In der Zwischenzeit kann die Oldtimerstaffel oder ganz einfaches Gerät, oder antike Flieger, die mit heutiger Antriebs- und Steuerungstechnik wunderbar fliegen, für Abwechslung sorgen. Dann vielleicht ein Fallschirmspringer, eine Runde Jets, eine Runde Hubschrauber, Seglerschlepp, Bonbonabwurf(!), Lehrer-Schüler-Fliegen, vielleicht eine besondere technische Leistung etc. etc.
5) Reicht es den Vereinen nicht mehr, Ihre Vereinskasse über den Verzehr aufzubessern?
Absolut reicht das! Die MfG-Porz hat das nie anders gemacht und hat keine Geldsorgen.
6) Sollten Flugleiter nicht die Flüge leiten/ begleiten, und die Einteilung der Piloten sich selbst überlassen, oder sollte nicht eine weitere Person zur Festlegung der Flugreihenfolge bestimmt werden?
Es sollte ein kleines Team des Vereins aus den gemeldeten/vorhandenen Modellen eine sinnvolle und interessante Reihenfolge bilden, die dann auch eingehalten werden sollte. Denn der Sprecher, der natürlich jeden einzelnen Flug begleitet, muß sich vorbereiten (können)! Flugleiter sind neben dem Team im Senderzelt ausschließlich für die Sicherheit zuständig.
 
Ob man Eintritt erhebt, Toppiloten einlädt usw. ist im wesentlichen auch von der Zielgruppe abhängig. Bei einem groß angelegten, überregionalen, Flugtag kann das angebracht sein, bei einem lokalen evtl. eher weniger. Hier nun ein kleiner Erfahrungsbericht von unserem 25jährigen. Unsere Zielgruppe waren die Ortsbürger, die Modellflieger und Vereine der Umgebung, sowie ganz "normale" Menschen unserer Gegend, also keine weitanreisenden Modellflug"profis".

1. Wir habe keinen Eintritt verlangt, wir wollten kein Geschäft machen, sondern unser Vereinsbestehen feiern und unser Hobby der Öffentlichkeit präsentieren. Wir haben nicht draufgelegt. ;-)

2. Die "Toppiloten" haben wir nicht bezahlt, darauf verzichten wir gerne, aber die Auslagen (Spritkosten für Anfahrt, Kersoin, Verpflegung) ersetzt. Jeder der den Aufwand für eine Turbine oder 3m Modell wirklich kennt weiß Bescheid.

3. Ja, wir hatten zwei "Toppiloten" geladen, als Anreiz für Modellflieger und Vereine der Umgebung unseren Flugtag zu besuchen. Der "Normalbürger" kann mit den Namen sowieso nichts anfangen. Allerdings wollten wir auch ein paar Highlights, welche wir selber, oder befreundete Vereine nicht bieten konnten.

4. Abwechslung muß sein, es gab 2x2 Flüge mit Turbine und 3m Maschine, der Rest war all das was es tagtäglich zu fliegen gibt, auf Abwechslung und Kontraste haben wir größten Wert gelegt. Also z. B. eine Horde Twinjets nach der 3m Maschine, dann ein Heli, dann ein Segler, dann wieder ein Warbird usw.

5. Unter dem Strich sollte natürlich nicht draufgelegt werden, das wäre unsinnig, sofern man die Kosten im Griff hat, also zum Beispiel nicht nur "Toppiloten" einlädt. Bei den Preisen für Essen und Trinken lagen wir am oberen Limit, verglichen an den Vereinsfesten in unserer Umgebung, dies wurde von einigen Besuchern offen kritisiert, da sie den familiären Charakter unserer Veranstaltung sahen. Nach Erklärung das wir aber auch Kosten durch Auslagen für Gastpiloten usw. haben und bewußt keinen Eintritt nehmen gab es aber immer Verständnis.

6. Nur einer keiner kann Flugleiter sein, das wird spätestens hinterher wenn etwas vorfallen sollte vor Gericht geklärt. Das aber nur am Rande. Einer der anwesenden "Toppiloten" hat uns aber noch auf einer System hingewiesen welches auf Flugtagen wohl öfters verwendet wird: Auf einer Rutsche steckt jeder der fliegen will seine Flugkarte (ein schmales Brettchen) oben drauf, dann ist immer klar wer wann dran kommt. Das schließt natürlich nicht aus das der Flugleiter nicht trotzdem vorher (!) eingreift bzw. regelt. Wer drin ist bleibt natürlich drin.
Wir hatten einen Flugleiter und einen Sprecher, jeder hat sich um seine Aufgabe gekümmert.

Hier der Link: http://web24.ipx10523.ipxserver.de/fmsc_flugtag02/flugtag02.htm

Gruß
Roland
www.renoracing.de.vu
 
Hallo

Im Laufe der Jahre habe ich alle möglichen Kombinationen erlebt. Meistens verantwortlich mitorganisiert und moderiert.

Ich denke es gibt keinen Königsweg. Vereine die ihren Flugtag mit eigenen Piloten und ein paar befreundeten Modellpiloten auf dem Vereinsgelände abhalten, haben andere Vorraussetzungen als Vereine die ein Modellflugshow z.B. auf Segelflugplätzen oder mit überwiegend auswärtig, eingeladenen Modellpiloten abhalten.

Zuschauer sind grundsätzlich gerne bereit für Ihre Unterhaltung einen geringen Obulus zu zahlen. Erwachsene 2.-€, Kinder frei und dann günstige Essens und Getränkepreise (z.B. 0,5 l Apfelschorle 1,80 €) sind durchaus okay. Wir haben vor kurzem über 2000 Zuschauer mit so einer Konstellation gehabt. Die Preise haben wir seit der Euroeinführung auf gleich günstigem Niveau gehalten. Durch eine Erhöhung der Angebotspalette haben wir den Umsatz erhöht und den Überschuß, trotz teurerem Einkauf, gleich gehalten.

Im anderen Verein machen wir das ohne Eintritt. Die Preise sind marktüblich wie bei solchen Festen und werden entsprechend angepasst. Auch hier ist Überschuß für die Vereinskasse jedes Jahr ungefähr gleich.

Piloten bekommen natürlich immer Essens- und Getränkemarken. Fahrtkostenzuschüße gibt es nicht. Bei wem fängt man an und bei wem hört man auf? Der Supershowflugpilot bekommt genau so viel Beifall, wie die Jugendgruppe des Nachbarvereins und beide sind herzlich willkommen.

Unsere Vereinspiloten versuchen möglichst bei anderen Vereinen auf deren Flugtagen mitzufliegen. Und das ist gut so.

Rein kommerziell ausgerichtete Modellflugshows nur mit bezahlten Piloten sind immer ein Risiko. Wer es dennoch wagt, dem kann man nur schönes Wetter und viel Glück wünschen.

Leidvolle Erfahrungen mussten ja schon einige Teilnehmer bei Veranstaltungen der "Großen" bzw. bei der Mischung von Modell- und Großfliegerei machen. Ich kenne persönlich Piloten, die am Morgen eines zweiten Veranstaltungstages in ihren Flugzeugen saßen und heimgeflogen sind, weil der Veranstalter zahlungsunfähig war. So weit sollte es in der Modellfliegerei nicht kommen.
 
Ich kann mir vorstellen, dass diese Diskussion so oder ähnlich auch in den Vereinen stattfindet.
Ärgerlich finde ich es, wenn dann so was wie ein "goldener Mittelweg" gegangen wird.. also etwas Eintritt für ein wenig Show mit, wenn überhaupt, schlecht bezahlten Gastpiloten.

Wie Claus schon sagt, eine professionelle Veranstaltung mit reichlich Show, perfekter Organisation und gutem Sprecher ist ein Risiko - dann aber auch einen entsprechenden Eintritt wert.

Wer das nicht will, sollte auf Eintritt verzichten - und dann können auch mal die Jugendlichen ihre Trainermodelle vorführen.

Grüße, Ulrich
 
schwaabbel schrieb:
2) Müssen Top- Piloten bezahlt werden, oder sollte man auf Sie verzichten, falls Sie ohne Geld nicht mehr fliegen ?

Frank,

wie definierst Du "bezahlt werden".Meinst Du damit einige (hundert) Euro oder eher eine Aufwandsentschädigung die eventuell grade die An-und Abreisekosten deckt?

Ich kenne einige Modellpiloten die auf Grund ihrer Modelle für fast jedes Wochenende mehere Einladungen zu Veranstalltungen bekommen mit dem Hinweiß,daß man schon fest mit ihnen rechnet(als Publikumsmangnet)und wenn man dann nach Kostenbeteiligung(nicht ein mal das klp Spritgeld)fragt wird man schief angeschaut und teilweise beschimpft(Mir selbst schon passiert).
Von mir wurde z.B. erwartet das ich zu einem Großseglertreffen zum schleppen erscheine,auf die Frage ob ich einen Spritkostenzuschuß bekomme,wurde mir zu verstehen gegeben,daß ich mich gehackt legen soll(Die einfache Entfernung betrug ca 450 km,kannst ja mal bei den heutigen Spritpreisen selber abschätzen was mich allein die Anreise gekostet hätte bei ca 10 l/100km) .
Also überdenkt erstmal was die Piloten an "Geldforderungen" stellen;diese decken in den meisten Fällen nicht die entstehenden Kosten für das Wochenende ;)
 
Meine meinung ist auf jeden fall, dass es doch ein hobby ist, und warum sollten wir andere piloten dafür bezahlen??? wenn sie kommen schön, aber dann nicht für geld!! ist ja schliesslich auch das hobby des "top-piloten" oder??? wir bekommen für unser hobby ja auch kein geld. eintritt finde ich absolut nicht in ordnung!!!! seiden es handelt sich um eine messe, wo hallenmiete oder sonstiges anfällt! auf einm vereinsgelände braucht man doch kein eintritt verlangen. richtig gemacht, reicht das geld über den verkauf von speisen und getränken doch aus. so...war aber nur meine meinung
 
Schau an.... nun auch hier ;-)

Zum Thema Top-Piloten:

Gibt es überhaupt Top-Piloten ? Wo liegt der Unterschied ? Liegt das nicht nur im Auge des Betrachters?
Meine Meinung dazu ist ganz einfach: Entweder werden alle gleich behandelt oder es funktioniert auf Dauer nicht. Also entweder alle Geld, oder keiner. Wer kommt ist da, wer es aus finanziellen Gründen lässt, kommt eben nicht. Darauf ist m.M. kein Verein angewiesen, der einen Schauflugtag veranstaltet. Ansonsten hat man binnen kürzester Zeit einen "Prominenten-Flugtag" der rein zur Finanzierung dieser Piloten ausgelegt werden muss... der Rest ist Rahmenprogramm. Sicher, es geistern einige Namen in der gegend rum, bei denen man zimindest hellhörig wird, oder sagen wir mal, die man aus den Heftchen kennt. Nur ob man diese besonders hervorheben muss liegt letzten Endes beim veranstaltenden Verein selbst.... wegen mir auch noch ein VIP-Bereich und ein roter Teppich. Nur, über kurz oder lang vermiest man es sich mit den umliegenden Vereinen und derern stets hilfsbereiten Mitglieder, die letzten Endes die Basics einer solchen Veranstaltung bilden.

Ausnehmen möchte ich dabei jetzt z.B. ein Grosseglertreffen, oder Fallschirmmeisterschaften usw usw, wo Schleppiloten gebraucht werden... allerdings zu "erwarten" dass der und der kommt und immer quer bei Fuss steht ist schon vermessen.....

Zur Modelldifferenzierung:
Klar, man muss die Klassen schon ein wenig abgrenzen.... aber JEDER ist GLEICHGUT. Ob eine TOC-Maschine, eine Hubschrauber, ein Jet oder nur ein Twinstar (nur stellvertretend für die unvorstellbare Bandbreite). Alle haben ihre gleichsame Berechtigung unf wichtigen Platz in dem Hobby, dass man ja auf einem Flugtag als Veranstalter dem Publikum präsentieren möchte. Und da gehören natürlich auch Trainermodelle dazu etc......
Da liegt eben die Kunst der Programmbildung mit einem harmonischen, organisierten Ablauf wo ALLE angemeldeten Modelle vorgeführt werden können und zur Geltung kommen.

p.s.: Samstag war in Kirberg freies Fliegen, da allgemein als Trainingstag ausgelegt, keinerlei Programmführung. Der Rest ist Geschichte.

p.s.s.: Ergänzend zur Frage der Top-Piloten..... er definiert diese ? Dmeister, Wmeister, oder die, die schon im Fernseh waren ? Oder frei definiert, weil sie auf anderen Flugtagen irgendwie aufgefallen sind ? Das ist insgesamt so relativ wies nur geht, und ausser einer kurzen Info für den Zuschauer, die er in 2 Minuten wieder vergessen hat, wird es nichts werden.
Istnicht negativ gemeint für die vielleicht momentan ausgesprochenen "Top-Piloten", aber ich wüsste jetzt jedenfalls nciht, wen ich namentlich für einen "Mega-Top-Flugtag" anheuern müsste.... für jeden fallen mir genug Alternativen ein.
 
Sebastian Steffen schrieb:
Frank,
Ich kenne einige Modellpiloten die auf Grund ihrer Modelle für fast jedes Wochenende mehere Einladungen zu Veranstalltungen bekommen mit dem Hinweiß,daß man schon fest mit ihnen rechnet(als Publikumsmangnet)und wenn man dann nach Kostenbeteiligung(nicht ein mal das klp Spritgeld)fragt wird man schief angeschaut und teilweise beschimpft(Mir selbst schon passiert).
Also überdenkt erstmal was die Piloten an "Geldforderungen" stellen;diese decken in den meisten Fällen nicht die entstehenden Kosten für das Wochenende ;)

Dann sagt man eben allen ab, die einem nicht entsprechen....
Wenn man auf ne Reisekostenpauschale besteht muss man eben suchen, bis man was passendes hat......
oder aber man fährt einfach dorthin, wo man hin möchte und lässt das Hobby Hobby sein....

Zur Forderung ... 200 andere Piloten sind auch an so einem Wochenende auf einem Flugtag, seien es mehr oder weniger, spielt keine Rolle..... aber denen ist der Kostenaufwand auch egal... sie kommen aus Spass an der Sache....
 
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