Hallo,
was ich glaube ist, dass die oft sehr weiten Fahrstrecken und der damit hohe zeitliche Aufwand abschrecken.
Die meisten wollen sich diesen "Stress"nicht antun, obwohl das für mich absolut kein Stress ist.
Genauso ist es mit den Trainingsmöglichkeiten, wenn Du allein bist ist ein vernünftiges Training fast unmöglich.
Ich habe schon desöfteren nach Trainingspartnern bei mir in der nähe gesucht, meist erfolglos.
Habe jetzt mittlerweile die Möglichkeit alleine mittels PICAM oder mit Kollegen (Gruß an Christian und Makus) zu trainieren.
Gruß
Ray
Ray hat recht, es ist etwas, mit dem Piloten, die schon seit Jahren fliegen, im Wettkampf zu kämpfen haben, und für Neueinsteiger ist es fast ein Nichtstarter. Ich und andere waren jahrelang davon überzeugt, dass es an den Kosten lag. Aber das kann einfach nicht der Fall sein, da andere, beliebtere und wachsende Klassen viel mehr kosten. Was ist der Unterschied? In der Lage sein, sich selbst auf globaler Ebene ganz alleine zu üben und sogar zu messen. Es heißt GPS-Dreieck. Die Flugzeuge sind bei weitem größer und teurer! Aber es funktioniert.
Auf dem 150 m langen F5B-Kurs macht es einen großen Unterschied, 5 bis 10 Minuten lang oder 5 bis 10 Minuten kurz zu fliegen. Es gibt einige Kamerasysteme, aber diese sind nicht weit verbreitet, nicht 100 % effektiv und ermöglichen es Ihnen nicht, Ihre Ergebnisse online hochzuladen.
2019 war ich in Gommersheim und da waren 28 Teilnehmer am Start! Ob so etwas nochmals gibt bezweifle ich.
Mit hat's da Spaß gemacht zuzuschauen,das Wetter war top und die haben auch einen schönen Platz!
Auch die Hersteller von F5b Modelle ist recht überschaubar, viel käufliche Modelle gibt's nicht!
Ich war 2019 in Gommersheim und nachdem ich mir viel Mühe gegeben hatte, den ganzen Weg aus England anzureisen, war dies tatsächlich mein erster und einziger Eurotour-Sieg. Am Ende landete er in diesem Jahr auf dem zweiten Platz. Dann kam COVID und brachte einiges durcheinander. Diejenigen, die kurz davor standen aufzugeben, taten es, einige andere gaben dann ebenfalls auf. Jetzt müssen wir neu aufbauen.
Bei der WM in Maricopa gab es ein frisches und junges australisches Team. Auch das Team der USA hat Nachwuchs gefunden. Ich sah F5B zum ersten Mal im Jahr 1992, als ich 9 Jahre alt war, und es hinterließ einen bleibenden Eindruck. Owen flog bei einer WM in Japan und war nicht viel älter! Leider haben die Schweizer ihren Nachwuchs nicht mitgebracht. Die Klasse ist nicht tot, es gibt Interesse von jungem Blut. Wir brauchen mehr Aufmerksamkeit, schon wenn die Kinder noch in der Schule sind und sich eine Meinung bilden.
Wir müssen mit der Zeit gehen und es irgendwie schaffen, dass die Leute alleine fliegen, Setups wählen und sogar an Wettbewerben teilnehmen können. Erst wenn sie dazu bereit sind, nehmen manche die Reise auf sich und fliegen am selben Tag und zur selben Zeit an den gleichen Ort, um sich wirklich zu messen. So soll es sein.
Ich habe vor, zu versuchen, die GPS-Dreiecksausrüstung für F5B funktionsfähig zu machen oder den F5B-Kurs so anzupassen, dass er mit dieser Ausrüstung funktioniert.
Abschließend noch ein Wort zu den Modellen. Ich mochte die 1,8–2 Meter langen F5B/Hotliner-Flügel schon immer, aber sie sind hinsichtlich des Transports nicht so einfach wie ein zweiteiliger 2,8–3 Meter langer Flügel wie die F3B/F/G-Flugzeuge. Diese Modelle sind viel weiter verbreitet und jetzt auch mit elektrischen Rümpfen erhältlich. Es lohnt sich, darüber nachzudenken, wenn wir in Zukunft die Regeln ändern. Oder eigentlich geht es zurück in die Vergangenheit, als in den 80er und 90er Jahren die F3E-Modelle (jetzt F5B) größer waren.
Gruss, Josef