F5J-Modell für den Alltag

Hallo F5J Piloten,

ich fliege gerne und oft mit meinen Elektroseglern in der Thermik und würde mir gerne mal was gönnen, also ein F5J Modell für das thermische Segeln auf dem Modellflugplatz. Aktuell fliege ich bei wenig Wind recht gerne mit einem Inside von Höllein (bei wenig Wind) oder E-Segler von ArtHobby. Vor langer Zeit bin ich auch mal einen gebrauchten Erwin XL geflogen, der war schon sehr nett.

Da ich wahrscheinlich nie Wettbewerbe fliegen werde, muss es nicht das absolute Non-Plus-Ultra Modell mit jedem technischen Schnick-Schnack sein, es soll wirklich was für den Alltag werden. Was mich bisher immer abgeschreckt hat, war das vermutlich recht difizielle Bauen der Modelle. Ich hätte gerne ein Modell mit etwas Platz im Rumpf für ein überdimensioniertes Akku (3S 1600mAh) und einer Handvoll Telemetrie (GPS-Logger von SM-Modelltechnik und Motortelemetrie).
Die modernen Modell haben alle wohl einen recht schmalen Rumpf und wie ich hier beim mitlesen festgestellt habe, sind Modell wie der Plus X oder auch der Cobra vom Platzangebort wohl eher auf hochleistungswettbewerbs Fliegen ausgelegt.

Meine Wunschliste ist:
1) Alltagstauglich, also wohl >1800g Startgewicht
2) Platz für ein 1600er 3S Akku
3) Platz für Sensorik
4) Am liebsten Überkreuzanlenkung bei den Rudern

Ich vermute mal, ich sollte mich da wohl eher bei den älteren Modellen umschauen. Welche würdet ihr denn empfehlen? Vom Preis her weiß ich, dass ich deutlich im vierstelligen Bereich landen werde.

Ich würde über eine Hilfstellung sehr freuen
Patrick
 

gaspet

User
Hallo - Welche Spannweite schwebt dir denn vor - 2,5m, 3m, 3,5m, 4m?
Mit 3S 1600 kannst du dich von den ganz neuen Wettbewerbsteilen verabschieden -da werden Akku von 650 bis 1000 - evtl. noch ein schlanker 1200er geflogen. Genauso wird es Dir mit einer "Handvoll" Telemetrie ergehen.
Gruß Peter
 
Schau dir mal die Maxas von Vladimir an. Vorzugsweise in der windy-Version, um auch eine sehr robuste Oberfläche zu haben. Ein leichter Motor ist aber Pflicht, sonst wird es mit dem Schwerpunkt schwierig bei größeren Akkus. 3s 2200 mAh passen noch rein und für Telemetrie ist auch reichlich Platz.

Die Fläche wurde ursprünglich für F3J ausgelegt, so dass man einiges mit der Maxa anstellen kann. Nur mit den messerscharfen Endleisten muss man ein bisschen aufpassen ;)
 
Hallo - Welche Spannweite schwebt dir denn vor - 2,5m, 3m, 3,5m, 4m?
Mit 3S 1600 kannst du dich von den ganz neuen Wettbewerbsteilen verabschieden -da werden Akku von 650 bis 1000 - evtl. noch ein schlanker 1200er geflogen. Genauso wird es Dir mit einer "Handvoll" Telemetrie ergehen.
Gruß Peter
So zwischen 3.5m und 4m sollten es schon sein. Wo geht denn deiner Meinung nach ein schlanker 1200er Akku rein (und welchen Akku meinst du denn?). Im rauen Vereinsalltag muss man halt manchmal einmal mehr durchstarten können als beim Wettbewerb und da wären sind mir die 600er Akkus einfach zu "gefährlich".
 
Schau dir mal die Maxas von Vladimir an. Vorzugsweise in der windy-Version, um auch eine sehr robuste Oberfläche zu haben. Ein leichter Motor ist aber Pflicht, sonst wird es mit dem Schwerpunkt schwierig bei größeren Akkus. 3s 2200 mAh passen noch rein und für Telemetrie ist auch reichlich Platz.

Die Fläche wurde ursprünglich für F3J ausgelegt, so dass man einiges mit der Maxa anstellen kann. Nur mit den messerscharfen Endleisten muss man ein bisschen aufpassen ;)
Danke für den Tipp, an die Maxa und vielleicht auch die Supra hab ich garnicht gedacht. Und Modelle mit nem Pylon für die Tragfläche finde ich eh chic ;-)
 
Ist zwei kein reiner F5J, aber ich kann dir die Elvira von PCM empfehlen (gleicher Anbieter wie der Erwin XL). Sie ist mit 4,5 Meter Spannweite zwar relativ groß, aber im Rumpf geht ordentlich was rein. Ich fliege einen 4S 3000er (würde auch noch viel größer gehen). Und habe noch Platz für allerlei Schnickschnack.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Supra wird von vladimir auf Wunsch auch noch mit dem "alten" Keulen-Rumpf geliefert. Da habe ich 3s2400 plus 3s1400 drin (also 3s2p 3800) - das langt normalerweise für eineinhalb Jahre Fliegen ohne nachladen... (Scherz, aber für ein langes Wochenende langt es sicher, und für >2000m Steigflug auch). Und Du kommst mit dem Schwerpunkt auch ohne superleichte Antriebe aus (wäre bei der neuen Expert-Version mit der langen Röhrenschnauze nötig). Dank abnehmbaren Vorderteil auch sehr bequem in der Werkstatt; eingeschaltet und geladen wird dann später durch den kleinen CFK-Deckel. Das HR wird auch mit nur einer Zentralmutter befestigt statt neu mit 4 Schrauben, von denen die 2 Mikroschrauben sofort in die Wiese springen, wenn man sie auch nur anfassen will... Bei den Flächen nimm die schwere CFK-Version; die leichte Wettbewerbsversion zerdrückt man nur schon beim Hochheben. Diese Combo hält senkrecht 600m locker aus (ohne IDS), was viele beim Zuschauen überrascht, und macht auch sonst Spass beim Abturnen, was ich von der Maxa eher nicht so glaube (bisher nur gesehen, nicht selber geflogen) - obwohl die thermisch sicher einen Zacken besser ist.
LG Bertram.
P.S.: Für robust und alltagstauglich halte ich eben diese Supra und den Orca. Perfekt für das von Patrick geschriebene Pflichtenheft.
 

gaspet

User
Ich fliege einen Shadow 2 von Cumulus-NAN für den Alltag - Hang und Ebene - der geht schon richtig gut - wiegt ca 1700g und hat 3,65 m
ist richtig robust, Platzangebot kein Problem - ich fliege 3S 2200 - ist den reinen F5J Maschinen mit 1200g und 4m natürlich thermisch unterlegen - kann aber dafür alles andere genauso gut. Und kostet mal die Hälfte der Samba und Vladimir Modelle - wenn man keine Wettbewerbsambitionen hat sicher eine sehr gute Wahl. Shadow 2 und Xperience Pro sind meine "jeden Tag Modelle"
Und Ersatzteile sind sehr erschwinglich und über Rudi Nahm schnell verfügbar!
Und eine Orca sollte natürlich hier nicht fehlen - etwas schwerer aber ein sensationeller Allrounder.
 
Hallo,
vielleicht ist der EOS III was für dich. Kostet nicht viel, und die Qualität ist in Ordnung.
Ich baue gerade einen auf.
Platz im Rumpf ist auch Reichlich

Gruß
Peter
 

thomasr

User
Sich bei Aero-tec umzusehen ist sicher auch eine sehr gute Empfehlung. Orca, Delphin, Baracuda, Adventure....und dann noch die reinen f5jler Vertigo, Sensor, Cobra.
Die wissen auch was sie tun, wer da nix findet sucht auch nix.
Thomas
 
Vielen Dank schon mal für die Tipps, da werde ich wohl mal etwas zu forschen haben im Internet.

Bei so Modellen wie dem Neutrino oder der EOS III bin ich mir nicht so ganz sicher ob die wirklich alltagstauglich sind. Die Elvira ist mir mit 4.5m Spannweite, nem 6 Klappen-Flügel und eine vermutlich recht langen Rumpf ne Idee zu gross und auch schon hart an der Schmerzgrenze beim Preis.

Meine Favoriten sind aktuell der Shadow 2 und ein Supra. Die Modelle von Aer-O-Tec würden mich schon auch reizen, speziell der Delphin über den es hier einen interessanten Thread gibt, aber die Lieferzeit sind laut Herrn Eder aktuell lang :-(
 
Hallo Patrick,
die Supra kannst Du (wahrscheinlich auch andere Flieger) in Wunschfarben bestellen. Siehe dazu dieses Design . Die Unterseite würde ich für im Sommer geflogene Modelle exakt invertieren: viel Schwarz und zwei Tupfer Weiss. Wichtig ist aber das Heck in komplett Neonpink - damit siehst Du Deinen Segler unwahrscheinlich gut auch von quer. Nur mein dringender Tipp.
Bertram
 

Relaxr

User
Schau dir mal den Nordkap 3.0/E an. Viel F5J-artiges und eine kleine Portion F3B, kann auch flott laufen. Ich bin von dem völlig begeistert 🤗 RG15 hat mich nie(!) enttäuscht. Der Flieger ist mE gerade noch(!) gut bezahlbar, für den Gegenwert.

Straight forward zu bauen, WK habe ich Überkreuz ausgeführt. Motor tenshock/Mikrogetriebe, 16x8'' (bei Reisenauer) an 4s (gibt auch ne 3S Auslegung).
 
Zuletzt bearbeitet:
Wow, immer mehr Antworten, die Sache wird nicht leichter.

Die GirModelle sind bestimmt recht nett, aber ich würde gerne was "mitohne Folie" nehmen.

Der Nordkap ist etwas, was ich bisher garnicht in Betracht gezogen habe. Gegenüber den ArtHobby Modellen scheint er tatsächlich noch ne Idee "robuster aufgebaut" zu sein. Auf der Seite von den Küstenfliegern ist ein Testbericht aus der FMT verlinkt. Da sieht man auch den Rumpfausbau der Elektroversion. Da ist ein großer Akku drin (den ich durch was kleineres ersetzen würde) und dann könnte da etwas "Stauraum" für ausgefeiltere Sensorik entstehen. Wie schon geschrieben, da kann man mal schauen, schade nur, dass es nur 3m Spannweite sind, das Modell also nicht größer als der Erwin XL ist.

Ich werde dann wohl die kommenden Wochen mal auf verschiedenen Modellflugplätzen vorbei schauen und vielleicht kann man dann ja das eine oder andere Modell mal live betrachten.
 
Mhmhm -- viele Wünsche.
Ich habe einen Hawk F5J 3.6m von Vladimir Rucka mit low "Budget" Setup.
Die Anlenkungen sind nicht über kreuz sondern std. lDS , Abfluggewicht mit 3S-1600 liegt bei 1460 gramm,
deutlich Druckfester als ein Explorer BF oder Prestige 2pk ..
Was ist sonst noch drinne .. ein Jeti R9 naja, da wäre noch ein bisserl platz für Sensorik ..
 

Björn

User
Hi zusammen,

also da die Frage nach einem F5J Modell gekommen ist und zudem nicht im allgemeinen Elektro-Segelflug Thread, fallen hier für mich ein paar genannte Modelle aus dem Raster. Grundsätzlich sollte ein elektrifizierter F3J genug Platz im Rumpf bieten und fällt in die gesuchte Modellklasse. Maxa, Xplorer, Nova, Pike Dynamik usw. sollten genug platz für einen 3s-1600er und GPS Logger bieten. Auch Modelle wie der zuvor genannte Hawk und der TT-Echoes fallen da rein. In der Nova z.B. flieg ich einen 1000er mit SM GPS Logger, Altis V4+ und variablem CG. Da passt von der Größe aber auch z.B. ein 1600er SLS Quantum rein, der ist nur vom Schwerpunkt her ungünstig.

Gruß Björn
 

Relaxr

User
Ein NAN-Shadow ist auch ein toller Flieger, die erste Baureihe (noch Pendel LW) bekommt man in gutem, gebrauchten Zustand ab 700€. SW 3,7m, leicht elektrifiziert mit 2,5 kg. Geht genial in der Thermik, toller Allrounder !
 

Chrima

User
ich fliege gerne und oft mit meinen Elektroseglern in der Thermik und würde mir gerne mal was gönnen, also ein F5J Modell für das thermische Segeln auf dem Modellflugplatz.

Meine Wunschliste ist:
1) Alltagstauglich, also wohl >1800g Startgewicht
2) Platz für ein 1600er 3S Akku
3) Platz für Sensorik
4) Am liebsten Überkreuzanlenkung bei den Rudern
Hallo Patrick

Wenn man sich so durchs Forum liest, landet man am Schluss beim Prestige, Vertigo und allen anderen ähnlichen Top-Modellen.
Ging mir vor Jahren auch so, der Kitzel nach dem "Besten" ist allgegenwärtig.

Ich fliege auch 3.4, 3.6, 3.8, 4....m-Modelle. Aber am Meisten Flugstunden gibts mit dem Votan und zu Hause oder auf einer x-beliebigen Wiese fliege ich seit diesem Jahr den Adventure F5J mit 3m.

Damit fliegt man in der untersten Etage. Und man kann sich wirklich mit den Vögel über Nachbars Scheune tummeln und sich mit Ihnen um die kleinsten Thermik-Pfüpfchen balgen. Das ist wirklich eine neue Domäne der F5J-Modelle, wobei man mit 3m Spannweite locker die 3.5m-Modelle als auch all die kleinen F3K auskurbelt.

Mein Adventure ist 1200g, hat einen 2S 2200mAh drin (3S/2600mAh hat auch Platz, aber der wäre dann wohl für eine Woche Ferien ohne Nach-Lademöglichkeit ;))
Rumpf ist voluminös und trotzdem elegant, aerodynamisch
Die Flügel sind nicht hohl und dadurch weniger druckempfindlich, wie meine früheren Leichtgewichte, wo man eben recht schnell Druckstellen hinterlässt. Also erstaunlich robust.
Anlenkungen habe ich persönlich nicht einmal überkreuz, sondern einfach gerade gemacht.

Preislich, finde ich den Flieger ein "Schnäppchen" zumal man auch viel Geld bei der Motorisierung sparen kann, da ja nur wenige Sekunden eingeschaltet pro Flug-Tag.

Für mich das Modell, für Feierabend, immer dabei oder zum "Noch-Schnell-Probieren"... :)


Grüsse
Christian


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im Flug;
- erst mal Werfen ohne Motor

- mit Milan
 
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