Fafnir - Bauprojekt

Der Baubeginn

Das größte Problem in meinem Kopf war der Knickflügel und das konkave Profil. Lagemann schreibt hier nur mann soll den Holm auf dem Baubrett mit Knick aufbauchen un dann die Rippen ankleben. Hier keine stabile unterlage zu haben erschien mir nicht geeignet.
Die Bauprofis hier im Forum werden sicherlich lachen aber ich bin nun wirklich icht der Präzisonsbauer.
Früher hatte ich mal mal einen Flieger mit Styroporheling gebaut und ein Vereinskammerad sagte mir zu wenn ich ihm Schablonen mache dann schneidet er mir solch eine Heling. An dieser Stelle herzlichen Dank an Klaus.

Mit dem geknickten Brett und Styroporheling ging dann der Aufbau relativ einfach.
Vorher wurden noch im Internet die nötigen Hölzer und Leisten gekauft.

Abweichen vom Plan hatte ich mich auch wegen der Rückmeldung von apocalypsedude entschieden Landeklappen einzubauen.
Außerdem habe ich als Flächensteckung 10mm CFK Stäbe statt der Flachstahl Steckung zu verwendet.

Beim Rumpf habe ich für viele sicherlich eine Totsünde begangen und gleich alles für einen Motoreinbau vorbereitet.
Da wir bei uns im Verein nur eine ebene Wiese haben und die Schlepperei leider mangels Abstimmung nur selten klappt kommt für mich leider ein Segler ohne Aufstiegshilfe nicht mehr in Frage.
Ich hoffe ihr verzeit mir dass ich den Threat trotzdem hier im Segelflug fortsetze.

Für den Rumpf benötigte ich ja nur die vorder Zelle habe ich mir Leisten im Spantenabstand auf das Baubrett geschraubt und die Spannten daran festgeklebt.
Für den Flächen anschluss habe ich mir dann noch eine weitere Heling gebaut damit die Flächen auch paralell sind.
Das war eine ziemliche fummelei, da meine Präzision beim Aussägen doch sehr zuwünsche übrig ließ.
Hier habe ich schon bereut keine fertigen Laserbausatz zu haben.

Die Konstruktion würde das hier echt hergeben aber mit 0,5mm spiel in allen Steckungen war die ganze Zelle einse wacklige Angelegenheit.
Mit den gennanten Maßnahmen ist es aber dann gelungen.
 

Anhänge

Zuletzt bearbeitet:
Der Rohbau

Wie das so ist bei einem Projekt gibt es sehr intensive Phasen und dann wieder geht erstmla gar nix.
Nachdem ich die Rumpfzelle fertig hatte und mich gewaltig über meine mangelnde Präzision bei den Spannt geärgert hatte, brauchte es Corona damit ich wieder Intensiver weitergearbeitet habe.

Die Styro Heling hat sich für mich bewährt, es hat mir einfach gefallen die in einer Aufspannung aufzubauen.
Untere Beplankung zuschneiden.
Unteren Holm aufkleben.
Dann die RIppen mit der Holmfüllung einsetzen.
Oberer Holm; Nasenleiste Endleiste...
Dann die Landeklappen und Querruder Servos.

Apropos Querruder bei einem Meter länge konnte ich mir nicht vorstellen dass eine Anlenkung aus reicht.
Also habe ich zwei Servos eingeplant. Ja ich weiß ist nicht ideal . Eine Seite läuft prima auf der anderen Seite ziehe ich das Querruder mit den Servos gerade. Funktioniert Servos brummen halt, bei den Digitaltesvos tun sie das aber eh fast immer.
Vielleicht baue ich das eine Querruder auch nochmal.

So ging es den Sommer über langsam aber stetig vorran.

Als die Flächen dann fertig waren war es Zeit die Rumpfzelle in die vorhandene Balsaröhre zu bringen.
Wieder fluchen über die ungleichmässige Arbeit an der Dekupiersäge.
Hier muss ich echt noch üben. Wie macht ihr das bei mir sind die Schnitte immer wellig.
Wird dann soweit es geht noch verschliffen, aber meist fhelt dann wieder was.
Nun ja sie Spalte zur Rumpfröhre habe ich dann mit reichlich Weißleim aufgefüllt.
Sieht ja keiner.
Anschließend habe ich den unteren Rumpf -Flächen- Übergang beplankt die Höhenruderaufnahme eingesetzt.
Seitnleitwerk und Höhenruder waren schnell gebaut.

Im Spähtsommer stand dann der fast fertige Rohbau das erste mal vor mir.
IMG_20201122_104957.jpg
IMG_20201122_105021.jpg
IMG_20201017_112418.jpg
 
Das Finish
Beim genauen Ausmessen der Flächen hat sich dann leider eine Differenz von 3mm an der Endleiste ergeben.
Habe mich dann entschlossen auf einer Seite das dünnere Rohr zu versetzen.
Das hat sich gelohnt. Die Absätze am Abschluss hae ich duch unterlegen bzw abschleifen der 3mm dicken Rumpf beplankung erreicht.

Die Servos habe ich an den Stellen an denen die Beplankung zum Querruder gezogen ist von unten eingebaut..

Bei den Hebeln im Querruder haben ich auf gleiche Hebellänge an beiden Servos geachtet.
Der Anschluss erfolgt mit den üblichen MPX -Steckern. Kabel habe direkt zur Haube durchgezogen. Die im Plan für die mechanische Anlenkung vorgesehen Serviceklappe habeich mir erspart.

Die Servos für Höhe und Seite sitzen in einem Brett vorne unter der Haube, dass ich schon in die Rumpfzelle eingebaut hatte.
Hier habe ich auch den Empfänger plaziert.

Bei der Haube und dem Kleil am Flächenauslauf ist lt. Bauplan jeweils ein Balsoklotz zu schleifen.
Das hat mir nicht gefallen.
Bei der Haube habe ich ein Brett eingepasst, Spannten aus den Planansichten selbst erstellt und dann mit dünnen Streifen längs beplankt.
Die original Haubenöffnung habe ich dan nochmal mit 1mm Balsa herforgehoben.
Das Ergebnis ist jetzt keine Schönheit, ist für mich aber akzeptabel.

Als Spinner habe ich einen Easy-Glider Grundplatte verwendet und enen Balsaklotz entsprechend eingepasst und zugeschliffen um ihm der Ruumpfkontur bestmöglich anzupassen.
Damit ist das Profil nicht ganz am Original siht aber für mich gut aus.
Mal sehen vielleicht baue ich ja die hier im Threat genannten Haubenvarianten noch nach.


IMG_20210120_200925.jpg
 
Fafnier.jpg


Bei der der Bespannung und Lackierung wusste ich anfangs nicht was ich mache.
Meine erste Planung war alles mit Oracover Antik bespannen. Als ich jetzt am Rohbau die ersten Sichtproben machte gefihreln mir die nicht so recht.
Es war klar Farbe muss rein. So wie weiter vorne bin ich der Kaffee oder Tee Typ?
Mir hat das nicht sorecht gefallen. Hier kommt jetzt mein Vereinskollege Udo ins Spiel. ( Udo an dieser Stelle auch herzlichen Dank für deine Unterstützung)
Sein Vorschlag war:
1. alles mit Bondex-Kieferlasur streichen
2. alles mit GFK laminieren; 50g/cm²
3. Rippenfelder Ränder mit Heizkleber einstreichen,
4. Mit Oracover Antik bügeln .
5. Alle Holzfolien Ränder mit Sekundenkleber dünnflüssig ankleben. ( unterseite mit Injektionsnadel)
6. Die Holzflächen mit Parkettlack streichen.

Ich gebe das hier so weiter für die Prefektionisten unter uns.
Ich habe Punkt 3 und 5 weggelassen. Den Überstand der Folie etwas groszügiger gewählt und sorgfältig gebügelt.
bisher hält es mals sehen wie lange.
Die Kieferlasur gibt eine für mich sehr schöne Farbe. Ich habe 2x satt gestrichen.
Beim GFK hatte ich bereits die Matte mit 25g/m² gekauft und habe diese auch verwendet.
Bin mit dem Ergebnis dafür dass ich das in der Form das erste mal gemacht habe sehr zufrieden.
Auch hier gilt Übung macht den Meister. ;)
Der Rumpfröhre schadet der GFK-Überzug nicht. Unten habe ich noch vertärkt.

In Summe kommt eine ähnliche 2-Farbige Optik wie bei dem Modell von Maserer heraus. :D

IMG_20210315_78_2.jpg

IMG-20210303-WA0005.jpg

IMG_20210418_120815.jpg

IMG_20210418_120630.jpg
 
Das Fliegen
Mitte März war dann auch Motor, Empfänger und Runderanlenkungen fertig.
Schwerpunkt nach Plan eingestellt.
Wenn nur das Wette besser wäre. Es war relativ windig. Definitiv kein Erstflug Wetter.
Aber ich konnte es nicht mehr aushalten, für eine kleinen Schubs wäre etwas gegen Wind ja nicht schlecht.

Also trotz Wind die 3,2 kg in die Luft befördert. Wieviel Kraft brauch der wohl.
Nunja weniger auf jeden Fall.
Er stieg steil auf ca 5m kippte die Nase runter und ich konnte ihn vor dem Boden nicht abfangen.

Unsanfter Einschlag auf den weichen Rasen und eine am Knick angebrochene Fläche war das Ergebnis.


Was war die Ursache:
1. Man macht bei stärkerem Wind keinen Erstflug.
2. Man misst die EWD bei solch einem Bau nochmals vor dem Flug.

Im Plan ist keine EWD angegeben. Das Höhneruder steht halt Paralell zur Rumpflinie.
Die Fläche hat aber eine eerhebliche Anstellung zum Rumpf, dass hätte mich stutzig machen müssen.
Jeden falls habe ich inzwischen die EWD gemessen zur Fläche am Knick auf 1° eingestellt.
Zur Anformung steht das ruder ca 5° auf Tief. Das hatte mich irritiert.

Die Fläche war schnell wieder repariert.
Der Hauptholm war nicht gebrochen.
Folie abgezogen;
Beplankung etwas abgehoben
Die Rippe am Knick ersetzt.
Den hinterne Holm am Knick noch etws verstärkt
ein Stück Nasenleitse eingesetzt
Alles mit Harz wieder verklebt und verschliffen

Jetzt fliegt er! und wie. Mit der Flächenbelastung von ca 40g/dm² ist es kein Floater aber er steigt trotzdem sehr schön weg.
macht aber eben auch noch gut fahrt wenn der Wind auffrischt.

Die Ruderreaktion sind für mich sehr gut.
Er ist absolut nicht träge. Ich denke die 2 Servos pro Querruder haben sich hier ausgezahlt.
Er liegt sehr stabil in der Kurve. Ich konte bis jetzt keine kritische Flugsituation provozieren.
Mit dem jetzt eingestellten Schwerkung und EWD passt auch der Sturz von ca. 5° beim Motor.

Alles in allem ein einzigartiges Flugzeug und ein Projekt das bei mir Lust auf mehr macht.
2021-03-30 17-30-22  P1020230 (2).jpg

2021-03-30 17-31-14  P1020231 (2).jpg



2021-03-30 17-38-39  P1020240.jpg

2021-03-30 18-19-47  P1020302.jpg
 
Hallo zusammen,
hat jemand dieses wunderschöne Modell schonmal nach den Plänen von Vince Cockett gebaut ?
Ich habe hier schon gelesen das die Beplankung der Nase nicht weit genug geht um eine ausreichend stabile D-Box für den Flügel zu ergeben.
Ich würde das also zur Wurzel etwas ändern, auch wenn das weniger Scale ist.
Im DXF File des Plans habe ich die Rumpflänge mit ~2200mm gemessen.
Mein Plan ist diesen auf 1900mm zu skalieren (X0,86) , die Spannweite würde dann noch 4750mm betragen.
Die Flügel sollen im Knick nochmal geteilt werden. Ziel ist es ein Modell zu erhalten das man in einem normalen Kombi transportieren kann.
Als Steckung möchte ich passende CFK Rechteckverbinder vorsehen, habe zwar noch keine Ahnung wo man die her bekommt.
Aber auch das lässt sich lösen, mit Google und euerer Hilfe.

Kann jemand etwas zu dem verwendeten Profil im Plan sagen ?
 
Zuletzt bearbeitet:
Oben Unten