Fatty Me-262

Hallo zusammen,

da ich die Legendary fat fighters schon eine Weile neidvoll beobachte, bin ich letztens beim "Querlesen" über diesen unscheinbaren Tread- Titel gestolpert... Ab ungefähr Mitte der ersten Seite wurde ich hellhörig- die 262- die "Schwalbe" fand ich schon immer als "geiler Flieger" (komische Grammatik- aber hier gehts um geile Flieger :D ).
Andere angefangene Projekte in der Werkstatt? Egal, die laufen nicht weg...

...und mit diesem Video war alles klar- so ein Teil muß her!!:cool:

Abends beim rumzappen noch ganz zufällig auf youtube gelandet, wo- oh Zufall- gerade dieses Video unter "Empfehlungen" auftaucht.
Die Beste von allen guckt- grinst breit und sagt: "So was hast du auch noch nicht- das mußt du auch mal bauen".
...
Ja gehts denn noch besser?!
Von der gerade begonnenen Fattie- Mustang in der Werkstatt wußte sie noch nichts😂


Also habe ich mal mit mathias_j und heinerle Kontakt aufgenommen. Die erste Antwort war nicht so so berauschend:
"Die 262 wird es nicht offiziell geben.
Der Bausatz ist mit 6 recht großen Tiefziehteilen recht aufwendig in der Herstellung.
Die riesigen Spanten schlagen bei Material und Maschinenlaufzeit zu. "

Doch dann kam der entscheidende Satz: "Allerdings will ich dir auch nicht vorenthalten, dass wir (Heinrich, der den Prototypen gebaut hat und ich, der den Kübel konstruiert hat) käuflich sind 😂"

Langer Rede großer Unsinn- wir wurden uns einig und nach einigen Tagen brachte der Briefträger ein ziemlich großes Paket mit 4 vom Feinsten gefrästen Depronplatten.
Keine Nummerierung, keine Stückliste, keine Bauanleitung. Daher also die Bezeichnung "kein Bausatz"...
Egal, das Puzzle zusammen zu setzen ist kein Hexenwerk. Dass ich quasi mit der Mustang schon geübt hatte war nicht schädlich, aber auch nicht zwingend nötig- Die Rumpfspanten nach Größe sortiert und mit Hilfe des o.g. Treads ist das Ganze recht schnell zusammen gesteckt.

Allerdings wird mir jetzt auch klar, was mathias_j mit den recht großen Teilen und "recht aufwändig" meinte.
Die Me ist im Vergleich mit den anderen Fatties schon nochmal ne andere Hausnummer. Die Spannweite beträgt einen Meter, im Vergleich zu 80cm bei der Mustang.
Hier die Flächen mal im direkten Vergleich: 20210430_154233[1].jpg

Noch deutlicher wirds bei den Rumpfgerüsten: 20210430_154347[1].jpg vorn Mustang, hinten 262.

Jetzt werde ich das Gerüst mal verkleben und dann mal sehen, wie mir die Beplankung gelingt.
heinerle s "Stäbchenbauweise " in Beitrag #18 in o.g. Fred sieht sehr sauber aus. Ich bezweifle aber, dass ich das auch so hinbekomme, ich bin ja auch kein "Schiffchenschnitzer" , bei denen diese Bauform wohl Gang und Gäbe ist... ;).

Dann steht wohl auch schon bald die Beschaffung der Antriebe und deren leistungsgerechte Befestigung in den Gondeln und Kraftübertragung in die Fläche an...

Soviel erstmal.
Vielleicht (hoffentlich) kommen noch einige auf den Geschmack, denn wie schrieb mathias_j : " Die 262 wird es nicht offiziell geben. "
...was nicht ist, kann ja noch werden... ;):cool:

Grüße
und schönes Wochenende

Falk
 
Und schon lauert die erste Denkaufgabe, zum Warmwerden sozusagen ;)

Zunächst hab ich die Überstände der Spanten im Cockpitbereich an den Verlauf des Mittelteils angepasst. Danach das halbrunde Stück am hinteren "Anschlag" am Mittelteil angesetzt. Anschliessend das (vordere) Gegenstück passend zur Kontur des Mittelstücks gewalkt und vorn ein kleines Stück für den "Haken" ausgeklinkt. 20210430_173809[1].jpg

Das mittlere Teil muß nun eingepasst werden?! 20210430_173828[1].jpg

Soweit richtig, mathias_j und heinerle ?

Wie daraus dann eine abnehmbare Haube entsteht, werden wir später sehen, wenn der Rumpf beplankt und soweit formstabil ist...

Grüße
Falk
 
Bin gespannt wie die Story weitergeht
Ja nee, is klar ne...
Nun habe ich hier quasi offiziell angefangen, nun muß ich s auch zu Ende (bzw. in die Luft) bringen.
Heimlich, still und leise untergehen lassen is nu nich mehr :cool:

Grüße aus dem wilden Osten;)
Falk
 
Alles richtig, diese Teile sind mit Übermaß und müssen angepasst werden. Genauso wie du es angefangen hast 👍

Für die abnehme Kabine machst du dir nach dem beplanken den Boden aus 3mm Depron

Weitermachen!👍😁
 
So viele "muss ich unbedingt auch noch haben"- Flieger... du bist sooo gemein :cry:

;):cool::D
 
Hi Falk, soso, hast die beiden also solange bestochen, bis die nachgegeben haben :-) Manche muss man zum Glück zwingen,., hehe
Fattys haben eindeutiges Suchtpotenzial, und alle die zuschauen, haben so ein gewisses .. "haben will" syndrom

hehe
Gruß Frank
 
Aber mich zum Schweigen verpflichten, Ts, Ts, Ts,......
 
thomasmuckus, DU solltest eigentlich erst am Platz- wenn fertig- von der Me erfahren. Nun ist es raus, dann kann ich hier auch schreiben. Die anderen Käseringelflieger interessierts sowieso nicht und die lesen hier auch nicht mit, egal- deren Pech 😜.

Grundkurs Blechbearbeitung an der Handwerkskammer- ich wusste doch, dass ich das nochmal gebrauchen kann :):

Durch das Walken über die Tischkante wird das Material nicht nur weich und biegsam, bzw. schon vorgebogen, sondern auch gereckt. Wenn man also - übertrieben gesagt- eine ganze Depronplatte nur in der Mitte "kreuz und quer" walken würde erhielte man eine räumlich gekrümmte Platte.
Ich bin alles andere als Profi, aber ich habe zumindest mal versucht, mir diesen Effekt zunutze zu machen. Irgendwann muß man ja alles zum ersten mal ausprobieren...

20210501_132440[1].jpg
Ich denke, es ist mir einigermassen gelungen, den oberen Bereich "am Stück" zu beplanken. Nach dem Schleifen sind die Wellen (hoffentlich) weniger- ausserdem sahen die "Echten" sicher nicht unbedingt besser aus...

Dummerweise ist jetzt der Super-GAU eingetreten. Will heißen, auch so ne große Flasche Seku wird eher früher als später leer... :cry::cry::cry:

Grüße

Falk

@heinerle : wie hast du die Motoren befestigt?
Und gibts evtl. ne Adresse, wo Motoren UND Props zu haben sind? Habe keine Lust, wegen zwei Propellern mehr Versandkosten als den Warenwert zu bezahlen
 
Zum Glück hast du die Antriebe noch nicht, sonst hätten wir hier nächste Woche schon den Erstflug gesehen... 😅😅😅

Ich hab deine Frage an Heinrich weiter geleitet 😊

Grüße
Mathias
 
sonst hätten wir hier nächste Woche schon den Erstflug gesehen... 😅😅
Herausforderung angenommen! ;) :cool:

Denkaufgabe die zweite: 20210504_174319[1].jpg die Triebwerksgondeln sind nicht zylindrisch, wie man (also ich😂) beim ersten hinschauen vermuten könnte. Ergo müssen die Spanten der Größe nach sortiert werden!

Mit UhuPor gehts zwar gegenüber Sekundenkleber etwas langsamer voran, aber man hat dafür mehr Zeit zum Ausrichten. Ausserdem werden die Klebestellen nicht so hart, was zumindest bei der Beplankung Vorteile hat.

Vom Triebwerkseinlauf bis zum Propeller werde ich ein Ansaugrohr aus gerolltem Depron einsetzen. Ob das auf der Druckseite nötig und / oder nützlich ist, oder gar kontraproduktiv (Stichwort Einschnürung), das zu entscheiden fehlt mir eindeutig die Impellererfahrung...
Heinrich hat im Prototypen mMn. jedenfalls KEIN Schubrohr, wenn ich das richtig sehe.

Die Bilder täuschen, sooo deutlich zeichnen sich die Rumpfspanten nicht auf der Oberfläche ab.
Die Qualität der Bauausführung von mp-rene oder thomasmuckus , die aus jedem Depronflieger ein Gesamtkunstwerk machen, werde ich sicher nie erreichen. Aber warum sollte das hier anders sein als bei jedem Holzflieger, da ist Thomas`Baukunst auch unerreicht:cool:.

Bis später
Falk
 
Das täuscht- der Bau geht wirklich gut von der Hand.
Alles passt, nix nachzufummeln, und so viele Teile sinds ja nicht;)

...nur für die zwei halbmondförmigen Teile auf der Platte mit den SLW-Verstärkungen habe ich noch keine Verwendung gefunden...

Grüße
Falk
 
Das werden wohl die "Heiner-Hutzen" sein, mit denen erst der Strahl in die richtige Richtung gelenkt wird...
Ah, das sieht genau danach aus, Danke für den Tip 👍 .
"Heiner-Hutzen" :D, Ehre wem Ehre gebührt :D.

Gut zu wissen, dass die 262 das auch braucht.
Im anderen Fred ist sowas nur für die Yak erwähnt. Da hätte ich mich vermutlich schön mit dem unmöglichen Flugverhalten rumgeärgert- gut dass es Leute gibt die schon mehr wissen 👍.
Wenn man s weiß, wirds auch irgendwie logisch. Durch die tief angegrachten Gondeln entsteht ein Drehmoment um die Querachse, welches durch die Ablenkung des Luftstrahls nach unten ausgeglichen wird...

Zumindest ist es erstmal nichts, was irgendwo innen hin gehört, wo ich jetzt nicht mehr rankomme.

Die Einbauposition des Akkus bzw. zumindest die Schwerpunktlage wäre noch interessant. Bei gepfeilten Flächen tappe ich da ganz schön im Dunklen:rolleyes:.

Danke
Falk
 
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