Feder bei der Querruderanlenkung

mazko

User
Hallo DLG Piloten

Gibt es eigentlich einen Grund bei der Querruderanlenkung nicht auch eine Feder zu verwenden ? Für mich spricht dafür, spielfrei, einfach zu bauen und leicht.
Eure Meinung würde mich interessieren.

Gruss Rolf
 
Spielfrei - in beide richtungen - ist es doch eigentlich grade nicht durch die Feder.

Da bei F3K die Klappen auch zur Ver/entwölbung der Fläche benutzt werden ist die direkte Ansteuerung über Servo praktischer.
Was für eine Konstruktion schwebt dir denn vor?
 
Gibt es eigentlich einen Grund bei der Querruderanlenkung nicht auch eine Feder zu verwenden ? Für mich spricht dafür, spielfrei, einfach zu bauen und leicht.
Vermutlich Stromverbrauch. Es geht um eine recht grosse Klappe, die gegen die Luftkräfte mit der Feder gehalten werden muss, und das Servo muss dann gegen die Federkraft halten. Resultat: grosse, dauernde Kraft auf das Servo und entsprechen hoher Stromverbrauch.

Aus Sicherheitsgründen würde man die Feder wohl nach oben, das Servo nach unten wirken lassen. (Die Auftriebskräfte wirken für die meisten Flugzustände nach oben; das würde man mit etwas Federkraft unterstützen, und das Servo dagegen wirken lassen.)

Und: Doch, Feder/Servo ist spielfrei. Jedenfalls solange die Konstruktionsannahmen eingehalten werden. Wenn nicht, hat man Probleme.
 
Schwer

Schwer

Moin.
Mit diese Gedanke habe ich auch mal beschäftigt. Damals wollte ich einen experimental bauen und auf eine balsaflache mit 3 z Federn je klappe probiert. Theoretisch wäre es möglich aber große Gewicht kann Mann damit nicht sparen da Mann immer noch zwei servos braucht also spart Mann höchstens den stangen. Dazu noch hohe Stromverbrauch, flattergefahr und fummelei. Auch, wenn der Fall Seil bricht würde es fast unvermeidlich zu modelverlust führen. Diese Idee hab ich dann nicht weitergeführt.

Aber dann hätte ich den Idee es für einen 4-klappenfläche weiterentwickeln. Für eine Fläche mit 4 klappen könnte Mann alle drei servos freilich in Rumpf bauen und über Zeil die klappen operieren. Für QR würde eine Feder so gebaut das Seil von oben zieht, für klappen von unten. Da die geteilte klappen deutlich kleiner sind wäre nur 4 statt 6 Federn denkbar. Allerdings sollten die Röhren schon beim Fertigung in Fläche gebaut werden und soweit bin ich noch nicht....neue frase kommt gleich!

Aber, die Lenkungen für einteilige Klappen sind heute schon bei manchen Fliegern direkt ins Rumpf integriert (zB EVO 3.1 mit geteilte Fläche) und dann müssten Mann nur die QR mit Seil lenken. Denkbar...

Nur meine 5 Cents...

>m
 
Trilleronsteuerung mittels Seilzug. Der Versuch!

Trilleronsteuerung mittels Seilzug. Der Versuch!

Hallo DLG Piloten

Gibt es eigentlich einen Grund bei der Querruderanlenkung nicht auch eine Feder zu verwenden ? Für mich spricht dafür, spielfrei, einfach zu bauen und leicht.
Eure Meinung würde mich interessieren.

Gruss Rolf

Ja gibt es.
Die Kräfte am Querruder sind unvergleichlich höher als an einem kleinen Klappenruder. Welches Servo sollte dann welche Ruderkraft+Federkraft Überwinden können
und noch dazu leicht, schnell und mit wenig Stromverbrauch seine Arbeit verrichten (das ist keine Frage). Dieses vermeintliche Tuning-Spielchen lässt sich nicht beliebig spielen
und einmal in Amplitude versetzt (beim Startschuß) kann das Querruder sehr wahrscheinlich nicht mehr beruhigt werden da es nach einer Seite ja nur die Feder hat und die federt.
Vernunft, Sicherheit und Paxistauglichkeit sollte an erster Stelle stehen. Spielfreiheit haben wir, mit den entsprechenden Servos, seit jeher.
Wer eine gewisse Qualität der Servos nicht unterschreitet hat mit geringem Gewicht und überschaubaren Kosten alles erreicht. Einfach zu bauen? Hmm , das lasse ich mal dahingestellt. Offenbar hast du noch keine funktionierende Klappenanlenkung mit Federrückstellung gebaut welche auch die diversen Flugzustände fehlerlos ermöglicht. Wie
gesagt die Erfinder der heutigen Technik haben Praxistauglichkeit, Einfachheit und Funktionalität an erste Stelle gestellt.

Es gibt jedoch aus meiner Forscherzeit, das muss so um 2000-2003 gewesen sein, eine Trilleronsteuerung die ich mit einem zusätzlichen Servo im Flügel, mit Seilzug innerhalb
des Schalenflügels und Federrückholung mit Anschlag (damit das Trilleron nicht eine andere Wölbung als die Querruder hat) bewerkstelligt habe.
Es funktioniert insofern recht gut dass ich mittels einem Umschalter auf der Fernsteuerung die Funktion der Querruder ein und ausschalten konnte und statt dessen die Trillerons, zum
bremsen des kurveninneren Flügels aufstellte. Durch die geringe Bremsfläche der Trillerons hatte die Bremswirkung genau die gewünschte Steuerungsintensität und der Flieger drehte sich quasi in die gewünschte Richtung des gebremsten Flügels und man konnte mit sehr wenig Schräglage flach kreisen. Dabei musste während der Trilleronsteuerung eine andere Kuvensteuerung und Setup eingestellt und eingelernt werden da der Flügel zunächst etwas abtauchte und nicht nur bremste. Es war ein Versuch und wurde nach ein paar Monaten Erprobung wieder fallen gelassen da ich den riesengroßen Vorteil nicht sah, dafür aber einen erheblichen Arbeitsaufwand in Kauf nehmen musste und ich schlussendlich ganz wirre Misch und Einstellarbeiten für das Ausgleichen der unerwünschten Eigenschaften zu programmieren hatte (es musste gleichzeitig der Auftrieb auf der kurveninneren Seite erhöht werden)
welche ich schlussendlich nicht mehr begriffen habe (sehr heikle Einstellung bei diesem Profil). Im Reparatur oder Servicefall war dann überhaupt
sehr viel Nerventee und eine ganz ruhige Hand von Nöten. Überhaupt waren die Einstellarbeiten ein Hauptteil der Zeit die ich für diese Sache erübrigt habe.
Deshalb ließ ich es und hab den Krempel verworfen und weggeworfen.

Gruß Heinz
 
Hmmm....

Hmmm....

....also bis jetzt sind alle von einer Feder/Seil Anlenkungs Variante ausgegangen, wenn ich das richtig sehe.
Da sehe ich nur Nachteile.

Ich habe Rolf aber so verstanden, dass er mit der Feder erreichen will das eventuelle Spiel aus der Stangen Anlenkung zu
eliminieren. Für den perfekten Nullpunkt ohne Hysterese Fehler sozusagen
Dafür wäre die Idee eine zusätzlichen Torsions Feder in den Querrudern meiner Meinung nach durchaus gut.

Habe ich das richtig verstanden?

Gruß
Jürgen
 
Tja....

Tja....

Jürgen,

Wenn du es jetzt sagst ja, so könnte Mann es auch interpretieren....diese Idee hat jemand schon irgendwo benutzt, kann nicht mehr erinnern wo....da hatten die rudern einen Doppel-L Feder um Nullpunkt eingebaut.

Aber ganz ehrlich: wenn Mann den kreuzanlenkung richtig baut und nichts wackelt wird es auch Spielfrei. Heißt hochwertige servos mit schrumpfschlauch umwickeln und festkleben (oder servorahmen benutzen) und das wichtigste: die Löchern in servohebel und servohorn mit dieselbe Stahldraht (dick genug) auf genaue Maß bohren. Wo sollte da noch spiel kommen?

>m
 
ja....

ja....

Mika, das sehe ich genau wie Du.

Normalerweise braucht das keiner bei einer spielfreien Anlenkung.

Am WE auf dem ÄC habe ich allerdings einen etwas älteren Concept 2 mit fast 1mm Spiel in der RDS Querruder Anlenkung gesehen.
Das Spiel war nach Aussage des Piloten nicht mehr zu beseitigen, da die Servos unzugänglich in der Tragfläche verbaut sind.

In diesem speziellen Fall könnte ich mir die Sache mit der Torsionsfeder gut vorstellen als Problemlösung.

Jürgen
 
Das ist der CX2 von Peter, er hat es von mir vor zwei Jahren gekauft. Stimme zu ganz. Ob es sich lohnt den QR zu ausschneiden um die Federn zu einbauen ist eine gute frage....oder das kann auch ohne gehen. RDS pockets kann mann aber auch mit Graphit ein bisschen enger machen, habe probiert.

>m
Mika, das sehe ich genau wie Du.

Normalerweise braucht das keiner bei einer spielfreien Anlenkung.

Am WE auf dem ÄC habe ich allerdings einen etwas älteren Concept 2 mit fast 1mm Spiel in der RDS Querruder Anlenkung gesehen.
Das Spiel war nach Aussage des Piloten nicht mehr zu beseitigen, da die Servos unzugänglich in der Tragfläche verbaut sind.

In diesem speziellen Fall könnte ich mir die Sache mit der Torsionsfeder gut vorstellen als Problemlösung.

Jürgen
 
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