Fehlersuche - Absturz mit DX8

Carsti

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Hallo Leute,

kürzlich habe ich zum zweiten Mal meinen Voll-GfK Hotliner mit 4 Klappenflügel geschrottet, aber diesmal leider vollständig. Da mir bis heute absolut unklar ist, was genau passiert ist, lasst mich kurz berichten. Vieleicht hat ja jemand eine Idee zur Ursache.

Beim ersten Absturz ist er beim Umschalten der Wölbklappen auf die Landestellung mit zuviel Tiefenruder ca 45° eingeschlagen. Als Unfallursache hatte ich zuerst eine falsche Programmierung der Mischer angenommen und eine Fehlfunktion seitens des Senders/Empfängers ausgeschlossen. Ich habe das Modell dann mit neuem Rumpf wieder aufgebaut und statt eines 6 Kanal Empfängers einen 7 Kanal Empfänger verwendet um nicht mehr die zweite Wölbklappe auf das (nicht vorhandene) Seitenruder mischen zu müssen (Kanäle sind ja leider nicht frei zuzuordnen). Einen neuen Regler (diesmal einen Roxxy) habe ich auch verbaut, da der HK den Absturz nicht überlebt hatte.

Dann habe ich alle Mischer neu programmiert. Drei Flugphasen (Acro, Normal, Thermik) und 2 Wölbklappenstellungen zum landen. Weiter habe ich Snap Flap für Normal und Thermik und Mitnahme der Wölbklappen auf Querruder auf einen freien Schalter, da man leider keinen Mischer auf Flugphase 0 legen kann. Dann noch einen Hauch Tiefe auf Gas und das war's.

Mit diesem Setup bin dann mehrfach ohne Probleme geflogen bis dann beim letzten Flug nach zweidrittel der Flugzeit (Motorlaufzeit) der Flieger beim Gasgeben leicht nach unten weggetaucht ist. Aber nicht immer, sondern erst sporadisch, so dass ich erst Turbulenzen hinter einer Baumreihe angenommen hatte. Als das Abtauchen dann mehr wurde wollte ich landen und beim Anfliegen der Landeposition unter Motor ist das Flugzeug dann schlagartig Richtung Boden abgebogen, so dass auch voll Höhe ziehen keinen Erfolg brachte. Der Flieger ist dann senkrecht mit ordentlich Fahrt in die Wiese eingeschlagen. Zu diesem Zeitpunkt wurden von mir keine Schalter betätigt - also im Vorbeiflug unter Motor wurde selbstätig Tiefenruder gegeben, wenn nicht sogar in Verbund mit den Wölbklappen.

Failsafe hatte ich übrigens so programmiert, dass alle Ruder auf "neutral" gehen und der Motor stoppt. Da der Motor beim Einschlag lief und zudem die Entfernung zum Sender sehr gering war, gehe ich nicht von einem Verbindungsverlust aus.

Da die ganze Aktion mich inzwischen locker 400 Euro gekostet hat, traue ich mich jetzt nicht mehr einen neuen Segler aufzubauen und mit der Funke zu fliegen. Zumindest nicht, bevor ich die Ursache herausfinden konnte. Außer dem Hotliner fliege ich noch 14 weitere Modelle (5 Helis und 9 Motorflieger) und hatte bisher nie ein Problem mit dem System. Natürlich sind bei den vornehmlich Kunstfliegern nicht so viele Mischer im Einsatz.

Über eure Meinungen zu dem geschilderten Problem würde ich mich sehr freuen. Aber etwas fundierter als "Ich sach' ja immer - Spektrum ist Schrott" sollten sie schon sein.

Gruß

Carsten
 
Fehler eingrenzen nur mit allen Informationen...

Fehler eingrenzen nur mit allen Informationen...

Wie immer kann die Fehlersuche nur dann zum Erfolg führen, wenn du uns nicht im Dunkeln stehen lässt:

Modell?
Servos?
Regler?
Empfänger?
Antennenverlegung?
Stromversorgung?
Funktionen nach dem Absturz noch vorhanden?


den doch recht spekulativen Titel dieses Threads habe ich geändert....
 
Wirklich nur Voll GFK oder auch ordentlich CFK drin ?

dann eben einach mehr Infos wie schon Gregor geschrieben hat, ganz wichtig welcher Empfänger? gibts Telemetriedaten? etc. eben das ganze Programm, lieber ne Info zuviel als zu wenig

Gruß
WOlfgang
 
Wie immer kann die Fehlersuche nur dann zum Erfolg führen, wenn du uns nicht im Dunkeln stehen lässt:

Modell?
Servos?
Regler?
Empfänger?
Antennenverlegung?
Stromversorgung?
Funktionen nach dem Absturz noch vorhanden?
Zusätzlich noch

Material Rumpf und der Fläche?
Was für ein Airware Versionsstand?
Was sieht man im Servomonitor?
Potis des Sender in Ordnung?
Ausrichtung der Sendeantenne?
 
Da der Motor beim Einschlag lief und zudem die Entfernung zum Sender sehr gering war, gehe ich nicht von einem Verbindungsverlust aus.
Das mit der Entfernung würde ich nicht so sehen, da ich schon viele Spektrums in geringer Entfernung einschlagen gesehen habe.
Wie war denn deine Stromversorgung? Spektrum-Empfänger haben es gerne recht stabil und mit nicht zu wenig Spannung.
 
Hallo Carsten

Da das Modell beide male auf tiefe ging würde ich auch mal das Höhenruderservo genauer unter die Lupe nehmen.
Lass es mal ne weile am servotester laufen, dabei mal am Kabel rütteln und mal auf ne Rüttelplatte setzen (schwingschleifer, dekupiersäge?)

Gruss Mathias
 
Hast du eine aktuelle Firmware drauf? Das wäre sehr wichtig, da ältere Versionen teilweise solche Bugs hatten. dann wäre wichtig zu wissen, ob du mit DSM/2 oder dem neueren DSM/X geflogen bist. Ältere Empfänger mit neuen Satelliten und umgekehrt kann teilweise auch Probleme geben. Die Stromaufnahme der Servos im schnellen Flug kann auch kurzzeitig sehr hohe Peakwerte annehmen, bis hin zur BEC-Überlastung und dem gefürchteten Brownout. Dabei können auch die Servos bei Unterspannung in irgendeine undefinierte Position laufen.

Allgemein ist das Spektrum System etwas pflegebedürftiger, man kann das aber mit entsprechender Sorgfalt und einer starken Stromversorgung in den Griff bekommen.
 
Das mit der Entfernung würde ich nicht so sehen, da ich schon viele Spektrums in geringer Entfernung einschlagen gesehen habe.
Wie war denn deine Stromversorgung? Spektrum-Empfänger haben es gerne recht stabil und mit nicht zu wenig Spannung.

Und was ist mit den Servos? P ist noch immer U X I oder U^2 / R um es mal etwas deutlicher zu machen. Das Servos unter galoppierenden Muskelschwund leiden und auch mal zucken wenn die Betriebsspannung zu niedrig ist wird auch gern übersehen.
Typisch ist mal wieder das es kaum fünf Posting braucht damit das typische Spektrum-Gebashe los geht.
 
Na drum fragt doch jeder Zweite hier nach der Stromversorgung!
Dass sich der Threadersteller nicht einbringt in die Diskussion, ist natürlich nicht wahnsinnig förderlich für die Ursachensuche des Crashs mit Spektrum.
Servos sind meist lediglich Verursacher von Unterspannung, sie leiden nach meiner Erfahrung selber aber nicht darunter.
 
Guten Morgen,
bevor hier weiter nur die Glaskugel bemüht werden kann sollten wir Carsten als Threadstarter die Chance dazu geben, sich zu den Fragen zu äussern, alles andere ist im Moment nicht wirklich förderlich.
Gregor
 
Na drum fragt doch jeder Zweite hier nach der Stromversorgung!
Dass sich der Threadersteller nicht einbringt in die Diskussion, ist natürlich nicht wahnsinnig förderlich für die Ursachensuche des Crashs mit Spektrum.
Servos sind meist lediglich Verursacher von Unterspannung, sie leiden nach meiner Erfahrung selber aber nicht darunter.


Ich übersetze Dir es mal ganz einfach ein 6V Servo mit 4kp bringt bei 3V noch schlappe 1kp auf die Ruder wenn überhaupt.
Ist das so schwer zu verstehen? Wo nichts reinkommt kommt auch nichts raus, so einfach ist das.
Je niedriger die Spannung ist bei der der Empfänger aussteigt um so gravierender wird das.
Es gibt eine ganze Reihe Servos, die entweder zucken oder ruckeln bei 3V oder sich gar nicht mehr rühren.
Da hilft es wenig wenn z.B. ein AR600 bei 2,7V oder ein AR6255 erst bei 2,5V aussteigt.
Da kommt von den Servos nichts mehr.
 
Erst mal vielen Dank für die rege Teilnahme an der Ursachenforschung. Und sorry, dass ich nicht eher wieder schreibe konnte, aber neben Modellfliegen und Internetforen muss ich mich auch noch um andere Dinge kümmern.

Hier mal in paar weiterer Fakten zum Modell und Ausrüstung:

  • Modell war ein Staufenbiel Fireblade (1,5m Spannweite). Der hat definitiv kein CFK im hintern Rumpfteil.
  • Heckservo war ein DES476. Wenn ich es jetzt anschließe, läuft es auch unter Last einwandfrei. Kabel scheinen auch ok und klopfen und schütteln bringt keinen Ausfall. Wiederverwenden werde ich es wohl nicht mehr.
  • Empfänger war bei ersten Crash ein AR6255 (Antennen im Rumpf verlegt) und dann ein AR7000 mit Satellit, wobei ich versucht habe die Antennen im Rumpf so optimal wie möglich anzuordnen.
  • Die Airwave des Senders ist die Vorgängerversion der aktuellen. Die Aktuelle habe ich noch nicht aufgespielt, da es Probleme mit den intervertieren Laufrichtungen gibt und ich die Hoffnung hatte, dass es bald eine bessere VersioRegeler beim ersten Crash: Turnigy Plush 60, beim zweiten ein Roxxy960-6 (diese Regler ich auch in meinen FBL Helis ohne Probleme, daher kann ich mir nicht vorstellen, dass ein simpler Vorbeiflug hier zu einem Spannungseinbruch geführt hat).
  • Akku war mein Bester 3s/2200mAh den ich habe (SmartDevil / 10 Zyklen), der in meinen Helis und 3D Fliegern super geht. Zu dem Zeitpunkt des Absturzes hatte ich gerade 3min Motorlaufzeit, bin aber wenig Vollgas geflogen. Normal lade ich nach 5min Motorlaufzeit gerade 1700-1800mAh in den Akku.

Probleme mit der Emfängerstromversorgung kann ich nicht so recht glauben, da der Akku noch mindenstens noch halb voll war und ich zum Zeitpunkt des Absturzes keine großen Steuereingaben durchgeführt wurden. Wöblklappen waren auch drinnen. Da kann kein großer Strom geflossen sein.

Nach dem Absturz waren die Servos alle noch in Funktion. Mehr konnte ich nicht prüfen, da vom Akku eine leichte Rauchfahne aufstieg (der CFK Stab der Haubenbefestigung war eingedrungen) und ich ihn dann schnell abgezogen und "in Sicherheit" gebracht hatte.

Der Sender arbeitet nach wie vor mit den anderen Modellen einwandfrei (der Absturz war schon ein paar Tage her und ich bin seitdem noch reichlich geflogen) und die Antenne stand beim Flug auch in der korrekten Position.

Habe ich noch was vergessen?

Gruß

Carsten
 
Probleme mit der Emfängerstromversorgung kann ich nicht so recht glauben, da der Akku noch mindenstens noch halb voll war und ich zum Zeitpunkt des Absturzes keine großen Steuereingaben durchgeführt wurden. Wöblklappen waren auch drinnen. Da kann kein großer Strom geflossen sein.
Der Akku ist da weniger das Problem. Kritisch muss man vielmehr das BEC beäugen, es dürfte hier wohl aber auch nicht schuld sein.
Vielleicht nochmals das Höhenruderservo unter Vibrationen testen, also zumindest mit laufendem Motor! Dazu beispielsweise das Servo testhalber auf einen Heli schrauben und dem (funktionslosen) Servohorn zusehen.
 
Wie voll ein Akku ist, hat doch nichts mit der Zuverlässigkeit der Stromlieferung zutun!

Ich würde mal das BEC des Reglers genauer anschauen....gerade bei nem gemütlichen Vorbeiflug wird der Regler ja im Teillastbereich betrieben und da kann es ihmo schon zu Problemen kommen.
Gerade wenn dann noch die Servoausgänge Syncron ausgeben werden, gehen auch BECs von den älteren Kontronik Reglern (2A dauer) mal gern in die Knie! Daher haben die ja auch ne Schippe drauf gelegt um im 2,4 Ghz zeitalter das Problem in den Griff zu bekommen.
 
Also aus der Ferne betrachtet und mit den gegebenen Angaben, gehe ich von einem Komponenten Fehler am Model aus.
Mit anderen Modellen passiert ja nix!
Gibt es evtl. Bilder vor dem Absturz von der Anordnung der Elektronik?

Gruss
Ollymann
 
Wie voll ein Akku ist, hat doch nichts mit der Zuverlässigkeit der Stromlieferung zutun!

Ich würde mal das BEC des Reglers genauer anschauen....gerade bei nem gemütlichen Vorbeiflug wird der Regler ja im Teillastbereich betrieben und da kann es ihmo schon zu Problemen kommen.
Gerade wenn dann noch die Servoausgänge Syncron ausgeben werden, gehen auch BECs von den älteren Kontronik Reglern (2A dauer) mal gern in die Knie! Daher haben die ja auch ne Schippe drauf gelegt um im 2,4 Ghz zeitalter das Problem in den Griff zu bekommen.

Gerade deswegen verwende ich die Roxxy Regler. Wegen ausreichend starkem BEC für die FBL Helis. Es kann natürlich sein, dass genau dieser Regler ein Problem hat. Aber dann hatte der HK Plush 60 das gleiche Problem.
 
Also aus der Ferne betrachtet und mit den gegebenen Angaben, gehe ich von einem Komponenten Fehler am Model aus.
Mit anderen Modellen passiert ja nix!
Gibt es evtl. Bilder vor dem Absturz von der Anordnung der Elektronik?

Gruss
Ollymann

Das ist richtig.

Aber bei keinem anderen Modell, habe ich alle freien Mischer belegt / drei Klappenstellungen und 3 Flugphasen eingerichtet.

Bilder habe ich leider nicht. Aber hinter dem Motor war direkt der Regler, dann der Akku und hinter dem Akku der Empfänger.

Was ich noch vergessen habe zu erwähnen ist, dass ich den Ringkern in der Empfängerzuleitung des Reglers entfernt habe. Ich hatte das vorher aus Platzgründen schon beim meinem Pylon gemacht und nichts negatives beobachten können. Und der einzige ungewollte Steuerbefehl hier war Tiefe und das mehrfach. Wenn Störungen oder Spannungsversorgung ein Problem wäre, sollte der Fehler sich unterschiedlich und nicht immer gleich äußern. Oder?
 
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