Festigkeitswerte R&G Harz L Härter EPH 500

Ich habe kürzlich Harz L und Härter EPH 500 bei R&G bestellt.
Auswahlkriterien waren Topfzeit und minimale Härtetemperatur.
Das EPH 161 ist mir mal im Keller bei ca. 16 Grad in Ewigkeiten nicht ausgehärtet.

Nun lade ich mir rein interesse halber mal das Datenblatt runter und stelle fest:

Die Druckfestigkeit des EPH 500 im Laminat liegt 45% unter der des Härter S!!!!!
Die interlaminare Scherfestigkeit liegt immer noch um 30% unter Härter S.

siehe Datenblatt letzte Seite:

http://shop.r-g.de/out/media/td_de_100135.pdf


Bin ich zu doof Datenblätter zu lesen oder ist das Harz wirklich so schwach???


Grüße Martin
 
Die Performance ist eben nicht bei allen Systemen die gleiche - das ist halt einfach so

Bau Dir eine einfache Temperbox, dann sind auch kaltanhärtende Epoxydharze vernünftig verarbeitbar

Ansonsten musst Du eben mit den etwas schlechteren mechanischen Eigenschaften leben müssen
 
Hi Gideon,

das die Performance etwas streut ist klar. Jedes Harz hat eben seine Vor- und Nachteile.
45% weniger Druckfestigkeit empfinde ich nicht mehr als Streuung. Das ist in meinen Augen wirklich massiv und sollte auch transparent gemacht werden.
Nicht erst auf der Letzten Seite eines Datenblattes.
So etwas gehört für mich in den Webshop, sofort ersichtlich, wie Topfzeit etc.

Für mich unverständlich: Wo ist der Große Vorteil diese Harzes?
Außer den 60min Topfzeit kann es offenbar nichts besser als das Standard-Harz L.
So eine massive Verschlechterung der Festigkeit würde ich bei einem Harz erwarten, das spezielle Vorzüge hat.
Zum Beispiel hohe UV-Beständigkeit, Lebensmittelecht, Kraftstoffest o.ä.

Werde wohl in Zukunft Harz L nehmen und durch flache Gefäße und kleine Ansätze die Topfzeit strecken.


Grüße Martin
 
Es sollte sich einfach jeder, der groß mehr als nen Servodeckel laminiert, ne einfache Temperbox machen und gut ist. Das ist wirklich wenig Aufwand und mit 35 oder 40° gibt´s quasi keine Gefährdung für die Formen.

Ich weiß, dass ist jetzt nicht ganz on topic aber es ist warum auch immer extrem schwierig, den Modellbauern zu verdeutlichen, wie wichtig ein wenig Wärme für die von uns typischerweise verwendeten (kaltanhärtenden) Harze ist. Obwohl es hier, z.B. von Stefan, immer wieder erklärt und betont wird. Und neben anderen Vorteilen braucht man sich dann eben auch nicht mehr die Nachteile der höher reaktiven (schnellen) Härter anzutun. Oder weniger reaktive Harze für brauchbare Topfzeiten ohne Temperung deutlich in ihrer performance zu verschlechtern, ich sag nur mal als ein topic Sprödphase...

Und Datenblätter sind ja dazu da, dass sich der Kunde damit informieren kann...

Gruß Arne
 
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