Fichte oder Kiefer für die Flügelhauptholme

So ist es!
Ich bin auch überzeugt das die im Modellfachhandel angebotenen Kieferleisten Kammergetrocknet sind. Habe vor langer Zeit bei solch einen Balsa, Kieferleistestenproduzenten einen Pfosten (Bohle) gekauft und die Festigkeit geprüft, hat trotz sehr schöner Jahresring Optik nix getaugt.

Modellbau gerechte Abmessungen bekommt man sicher sogar in manchen Sägewerk als Abfallholz beim säumen von Brettern, die schneiden den weißen Splint meist komplett weg.
Ich habe mal so Kiefer Splintholz auf Vorrat um Trinkgeld gekauft und schneide meinen Bedarf daraus auf der Kreissäge.
 
Was soll den die Bruchfestigkeit sein??
Ganz ohne KI, sondern aus dem "Holzlexikon":

Die Biegefestigkeit des Holzes bezeichnet die Widerstandsfähigkeit gegen eine Kraft, die das Holz auf Biegung beansprucht. Sie wird durch eine Kraft ermittelt, die mittig zwischen zwei Auflagern aufgebracht wird. Bei der Kraft, die zum Bruch führt, handelt es sich um den Wert der Bruchfestigkeit. Die Biegefestigkeit ist ein Mittelwert, der aus fehlerfreiem, in Faserrichtung orientiertem Holz mit einem Holzfeuchtigkeitsgehalt von etwa 12 % ermittelt wird.

Darauf hätte man auch selber kommen können. 😍
 
Hallo Peter,

wenn man schon mal Bauholz gemacht hast, dann weiß man wie das funktioniert.

Die rohen Stämme werden ins Sägewerk gebracht und dort auf das gewünschte Maß geschnitten. Anschließend werden die Balken aufgerichtet und abgedeckt luftgetrocknet. Zwei Jahre mit kalten Wintern sind gut. Im Winter ist die Luftfeuchtigkeit geringer und die Balken trocknen besser aus. Wer Zeit hat darf das auch länger machen. Wichtig ist alle paar Monate die Balken umdrehen. Viel Arbeit, aber das zahlt sich aus.
In dem Fall ging es um Fichtenholz als Bauholz.

Aber im Prinzip ist das bei Kiefer nicht anders.

Übrigens wird der Wert des Holzes schon beim Wachstum des Baumes gesteigert. Dazu werden die unteren Äste regelmässig entfernt.
Das gesamte Prozedere vom Baum bis zur optimalen Leiste ist ziemlich interessant.
Mein Flug-Spezl Markus hat für den Bau seines Holz-UL-Doppeldeckers eine polnische Kiefer verwendet.
 
Wow, der Ur Jacobs!
Haltet euch an den Jacobs und alles wird gut!

Kaseinleim wird heutzutage nicht mehr verwendet, war auch feuchtigkeitsempfindlich, es fliegen aber auch heute noch damit verleimte Flieger.
Rippen wurden damals aus Fichte gesägt und Balsa nur für "Verkleidungen" verwendet.
Aber in dem Buch gehts ja eigentlich um den Bau von manntragenden Segelflugzeugen, die damals von der Dorfjugend in Scheunen gebaut und auch geflogen wurden!

Zurück zum Modellbau:
Heute nimmt man, zumindest für die Holmgurte, Carbon(fertigprofile) und das Qualitätsproblem ist gelöst ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Man kann davon ausgehen das alle im Handel erhältlichen Bretter und Leisten künstlich getrocknet sind. Nur ein paar wenige Sägewerker, Händler und Handwerker leisten sich noch den Luxus einer natürlichen Trocknung.

Es gibt verschiedene Arten von künstlicher Trocknung, dagegen ist erstmal nichts einzuwenden.
Wichtig ist nur die für den Zweck geeignete Methode sauber anzuwenden.
 
Hallo Peter,

wenn man schon mal Bauholz gemacht hast, dann weiß man wie das funktioniert.

Die rohen Stämme werden ins Sägewerk gebracht und dort auf das gewünschte Maß geschnitten. Anschließend werden die Balken aufgerichtet und abgedeckt luftgetrocknet. Zwei Jahre mit kalten Wintern sind gut. Im Winter ist die Luftfeuchtigkeit geringer und die Balken trocknen besser aus. Wer Zeit hat darf das auch länger machen. Wichtig ist alle paar Monate die Balken umdrehen. Viel Arbeit, aber das zahlt sich aus.
In dem Fall ging es um Fichtenholz als Bauholz.

Aber im Prinzip ist das bei Kiefer nicht anders.

Übrigens wird der Wert des Holzes schon beim Wachstum des Baumes gesteigert. Dazu werden die unteren Äste regelmässig entfernt.
Das gesamte Prozedere vom Baum bis zur optimalen Leiste ist ziemlich interessant.
Mein Flug-Spezl Markus hat für den Bau seines Holz-UL-Doppeldeckers eine polnische Kiefer verwendet.
@ Claus
In Deutschland, und im wesentlichen auch in anderen mitteleuropäischen Forstbetrieben, wird die so genannte Wertästung, also das Entfernen der Äste am lebenden Baum an Fichte gar nicht, und bei Kiefer nur dann durchgeführt, wenn Wertholz zu erwarten ist. Dieses Wertholz wird allerdings nicht zu Balken, Kanthölzern, Brettern o.ä. verarbeitet, sondern zu hochwertigen Furnieren. Ich habe fast 40 Jahre einen kommunalen Forstbetrieb geleitet, insofern kann ich mir diese Erläuterung erlauben, auch wenn es mit dem ursprünglichen Thema nichts zu tun hat.
Grüne Grüße, Rainer
 
Hallo Rainer.
Nur ganz kurz, private Waldbauern machen das teilweise schon noch. So auch der Sohn eines befreundeten Modellfliegers. Ist halt für die nächste Generation.
 
Wenn man so wie du in der selbstgebauten "Kiste " drinnen sitzt, ist es schon gut zu wissen, was das Holz kann...

Grüße aus OÖ--Bernhard und mir

Ja so ist es!

Ich weiß sogar die schwächste Stelle im Holm, den der Konstrukteur hat einen Bruchflieger (Landeunfall) bis zum Holmbruch belastet. Bei 9,4g hat sich an der kritischen zuvor errechneten Stelle die 3mm Holmbeplankung in sich gestaucht und der Hydraulikdruck war weg aber statisch sind auf der Fläche noch 6g in Form von Kunstdüngersäcken gelegen, dies hat die gebrochene Tragfläche noch getragen.
So fliegt es sich relaxter😊 Aufgrund diesen Bruchversuch kann man den Flieger, Bx2, sogar ohne erneuten Belastungsversuch um 50kg Auflasten.

Was will ich damit sagen?
Das schwächste Glied zählt, deswegen sollte man Verstärkungen sich überlegen, die bringen meist nur Mehrgewicht.
Der stärkste Holmgurt hilft da zum Beispiel nix, so gesehen hab ich bei Holzfestigkeiten von Zug 1300 und Druck 600kg/cm2 unnötig Gewicht eingebaut, gefordert waren 800/400

Auch wenn man nicht drinnen sitzt, was ein Riesen Vorteil ist, sollte eine falsch oder nicht berechnete 6 Meter Fläche nicht brechen, alleine die viele Arbeit!
Ich würde ohnehin bei großen, teuren Modellfliegern einen Belastungsversuch bis zur sicheren Last, z.B. mindestens 6g machen, dann in der Luft ist dieser zu Spät!

auch ganz liebe Grüße an Dich und Bernhard
 
Wenn man so wie du in der selbstgebauten "Kiste " drinnen sitzt, ist es schon gut zu wissen, was das Holz kann...

Grüße aus OÖ--Bernhard und mir

Dennoch gab es immer mal wieder ,,auch bei Serienmaschinen Holm LTA.
Nur aus dem Kopf: Mü13e, Blanik ( Metallkonstruktion ) Robin DR 400/180...
 
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