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Flitzebogen II

Walther Bednarz

Moderator
Teammitglied
IMG_0522.JPG
Mit einem Schwerpunkt bei 72 mm komme ich unter 181 g. Dabei verwendete ich eine 900 mAh Rundzelle ohne sonstiges Blei in der Nase.
Wenn der Schwerpunkt bei 69 mm ist, bin ich bei knapp unter 185 g Abfluggewicht.



IMG_0523.JPG

Mit der Klappenstellung müsste der Flitz 2 auch ordentlich bremsen.

IMG_0524.JPG

IMG_0525.JPG

IMG_0526.JPG

Ein einsames Servo im Rumpf mit Fadenanlenkung fürs Höhenruder.
Quer eingebaut, damit ich mir das Servobrett sparen kann.

Wenn ich jetzt noch den Rumpf dünner schleife und die Flächenschrauben kürze, komme ich vielleicht doch noch unter die 180 g.
Aber jetzt gibts morgen mal die ersten Flüge.
 
Zuletzt bearbeitet:

felixm

User
Ein grüner Flitz2 mehr am Start - Teil 1

Ein grüner Flitz2 mehr am Start - Teil 1

Moin moin allesamt,

mein Flitzebogen 2 ist fertig ...Erstflug war schon im Oktober '16 ...hier eine kleine Zusammenfassung und Bilder von meinem Bau:

Flitzebogen 2 -standard- , Gewicht 238g bei Schwerpunkt 67mm
- 1s Setup mit Flitezone 650mAh, Empfänger Graupner GR12L, Zepsus Magnetschalter
- QR: 2x MKS75 mit 1.2er Draht angelenkt, Servos mit 5min. Epoxy eingeklebt
- HR+SR: 2x MKS75 mit 0.3er Schmuckdraht, Quetschhülsen und Torsionsfeder angelenkt
- Torsionsfeder: 0.5er Stahldraht, 50mm Länge, Verdrehung 100° (bei SR), 80° (bei HR)
- Lagerung der Torsionsfeder: in eingeklebten 0.9er Kanülen, eine davon direkt mit dem Ruderhorn verklebt für gute Krafteinleitung
- Servobrett mit Endfest 300 eingeklebt
- alle Ruderhörner, HLW-Pylon und SLW mit 24h-Harz verklebt
- Ballast ...wird noch kommen...wahrscheinlich 20/40/60g
- Wurfpin vom Snipe verbaut, mit eingedicktem 24h-Harz eingeklebt

Für Fragen bin ich immer offen... :-)
Ich freue mich auf die kommenden Saison mit Euch !!
Liebe Grüße
Felix

PS.
- bestellt werden kann der Flieger über Jochen Reuter (reuterjs@gmx.de), klappt super und schnell, zudem ist Jochen immer ein sehr kompetenter Ratgeber bei allen Fragen
- Designwünsche werden von Andrey (Hersteller) gut umgesetzt


Startgewichte -Standard-Ausführung- :
- Fläche 107,7g
- HLW 5,4g
- SLW 5,6g
- Rumpf 30,5g
- Haube 3,9g

Los geht's mit dem Rumpf-Ausbau:

01 pylon.jpg

02 pylon.jpg

03 pylon.jpg

Für's Seitenruder habe ich mir wg. der Servoanordnung vorne im Rumpf bewusst ein
größeres SR-Horn gemacht (links im Bild), um den gesamten Servoweg ausnutzen zu können.
04 hoerner.jpg

05 hr horn.jpg

06 sr horn.jpg

Hier ein kurzer Vergleich zum SLW Flitz1 (li) und Flitz2 (re).
07 sr vergleich flitz1 flitz2.jpg

08 pylon cfk.jpg

09 pylon cfk.jpg

10 servobrett.jpg

11 servobrett.jpg

12 servobrett.jpg

13 lw.jpg

14 slw.jpg

Ganz vorne habe ich mit einem kleinen Balsa-Spant eine Bleikammer abgesperrt, so geht das
Schwerpunkt-Experimentieren deutlich leichter (gesichert wird mit einem Tesafilm-Streifen über der Öffnung).
Benötigt habe ich knappe 12g für einen ersten Schwerpunkt von 67mm.
15 blei kammer.jpg

...und wie es weiter geht....erfahrt Ihr nach der nächsten Maus.
 

felixm

User
Ein grüner Flitz2 mehr am Start - Teil 2

Ein grüner Flitz2 mehr am Start - Teil 2

...und weiter geht's mit dem Flächenausbau:

20 flaeche servo ausschnitt.jpg

Ruderhorn gelocht, damit Epoxy für eine bessere Verbindung durchlaufen kann.
21 qr horn.jpg

Bei den MKS-Servos unbedingt einseitig die Schrauben abfeilen, damit das Gestänge freilaufen kann.
23 qr servos mit schrauben.jpg

24 qr horn eingeklebt.jpg

25 qr servo eingeklebt.jpg

26 qr servo von vorne mit sicherungsbrett.jpg

Anlenkung gesichert mit einem aufgeklebten Stück 0.8er Führungsröhrchen.
27 qr horn mit sicherung.jpg

Abdeckung mit sehr dünnem und gut klebendem Kaptonband fixiert.
28 qr abdeckung.jpg

Ich klebe sehr gerne oben und unten Buchbindefolie auf den zu bearbeitenden Bereich beim Wurfpin.
So kann man zum einen gut drauf anzeichnen, zum anderen bekommt man so recht saubere
Kleberänder am Wurfpin, da ich die Folie (klebt nicht sehr fest) erst nach der Verklebung des
Wurfpin wieder abziehe. Zudem muss man beim "Epoxy in den Schlitz füllen" nicht ganz so extrem
aufpassen, ob mal was daneben läuft... :-)
30 folie fuer pin.jpg

Wurfpin mit reingefeilten "Haltekrallen".
Vor dem Einbau natürlich wie immer alles sauber angeschliffen und entfettet mit Aceton.
31 wurfpin mit saegezaehnen.jpg

32 pin ausschnitt fertig.jpg

33 pin verklebung.jpg

34 pin fertig.jpg

40 flitz2 vorne.jpg

41 flitz2 hinten.jpg

42 flitz2 fertig.jpg

Wenn ich die paar Bilder sehe, denke ich immer...warum habe ich wieder soo lange dafür gebraucht... ;-)
Bis bald in Stade, ich freu mich !!
Liebe Grüße
Felix
 
Lieber Felix,

auch der sieht Zucker aus! Frage mich nur, warum du nicht beide Leitwerke in grün genommen hast?
Einen DLG mit 4 MKS Servos zu bauen und zu fliegen ist eine sehr komfortable Wahl - super präzise und einfach flüster-leise im Handling :cool:
Freue mich auf die bevorstehende Saison und schöne gemeinsame Flüge!

Viele Grüße
Ole
 

Walther Bednarz

Moderator
Teammitglied
Hi Felix, schöner Baubericht mit sehr guter Ausstattung.
Für den Standart Flitz 2 ist deiner auch sehr leicht geworden.

Paar gute Ideen konnte ich auch wieder aufschnappen.

Meinen superleichten Flitz 2 konnte ich leider noch nicht testen, weil mir der Wind zu stark gewesen ist und ich in diesem Fall kein unnötiges Risiko eingehen wollte.
 
Superlight------völlig genial.......

Superlight------völlig genial.......

Hallo Walther,
wie schaut es mit Ballast aus...?
Ob der ein paar Gramm verträgt? Oder echt nur wenn rein große nix geht ...

Bin gespannt was die Festigkeit so angeht.
Habe hier einen normalen und einen light auf der Werkbank liegen und ich bin begeistert was die Stabilität angeht.
Ein weiterer light wiegt 222 Gramm.

Lieben Gruß
Jens
 

Walther Bednarz

Moderator
Teammitglied
Heute gabs den lang ersehnten Erstflug vom Flitz 2 Ultralight, auch wenn wir noch Wind hatten mit 12 bis 13 kmh.
Das war aber kein Problem. Die Leistung ist echt beeindruckend. Obwohl ich bei weitem nicht voll durchgezogen habe beim Wurf, ich sage jetzt mal 70 bis 80%, kam ich deutlich über 55 m. Er geht pfeilgrad nach oben und ich mußte lediglich einen Klick Quer trimmen. Die EWD habe ich anscheinend sehr gut erwischt. in der Startphase ist das Höhenruder schnurgerade. Er nimmt extrem jeden Aufwind mit, aber auch jeden Abwind. Überrascht haben mich vor allem die Streckenleistungen. Trotz des relativ starken Windes hatte ich kein Problem zurück zu kommen. Er liegt zwar etwas unruhiger in der Luft, lässt sich aber immer gut beherrschen. Mit echten Powerwürfen halte ich mich voerst zurück. Wäre zu schade um den Flieger. Bin schon gespannt, wie sich der Ultralight bei echter und ordentlicher Thermik ab dem Frühjahr verhält...

Ohne Seitenruder ist das Fliegen etwas gewöhnungsbedürftig, aber sonst kein größeres Problem.

Ballastsystem habe ich jetzt keines eingebaut. Wenn es mal flotter gehen soll, hat es sich bewährt den Schwerpunkt weiter nach vorne zu versetzen. Für stärkeren Wind habe ich noch den mittleren und den harten Flitz 2 mit Ballastsystem.
 

Walther Bednarz

Moderator
Teammitglied
Freue mich sehr über die Wertschätzung meiner Berichte, vor allem von den alten Hasen der Branche, wie Jens oder Jan-Henning, der selbst mit seinen Videos sehr viel gutes Wissen rund ums F3K vermittelt. Ich selber bin ja relativ neu in der Branche, so wusste ich vor 4 Jahren noch nicht mal, wie man F3K schreibt, geschweige denn, was das ist. Und einen Segler in die Thermik zu schmeißen hielt ich für Humbug. Aber mit dem Elf, meinem ersten Schleudersegler, hat sich das schnell geändert. Dann Stobel V3 vom Jochen Mittelbach (Den hat er mir sogar selbst vorbei gebracht) über Yasal, bin ich nun bei den Flitzebögen gelandet in allen Varianten. Und ein CX4 wartet auch noch auf seine ausführliche Flugerprobung.

Nachdem ich viel hier im Forum gelesen habe und verschiedenste Bauberichte, muss ich sagen, dass die Modelle in den letzten Jahren ganz schön Gewicht "verloren" haben. Außer einem superleichtem Bravo von Bravo Composites aus der Tschechei , gabs hier wenig zu lesen zum Thema superleicht, aber ich vermute, da geht der Trend hin.

Heute Mittag und heut Abend bin ich noch ein paar Runden geflogen und ich muss sagen, der Ultralight nimmt echt alles mit und da sehe ich sogar mit meiner wenigen Thermikerfahrung, wo was geht. Durch das geringe Gewicht ist jeder Hauch sichtbar und es ist einfach leichter zu erkennen, ob da was passiert. Wenn die Modelle zu schwer sind, dann fliegt man einfach mal durch die Thermik durch, ohne den Aufwind bemerkt zu haben. Bei starken Windverhältnissen kommt man um die Ballastierung jedoch nicht herum. Mit Mehrgewicht hat man aber den Vorteil von mehr Wurfhöhe zusammen mit dem Gegenwind, weil die Startgeschwindigkeit höher ist. Da gehen dann schnell mal 10 Meter mehr.
Für diese Situation gibts dann noch den harten Flitz 2 mit 265 g Abfluggewicht, leer. Diesen kann ich noch auf 330 g aufballastieren...

Beim Bau des superlight Flitz stellte ich fest, dass ich manches noch verbessern könnte. Das geht noch leichter. Aus diesem Grund habe ich noch einen weiteren Superlight geordert. Und damit möchte ich gerne die 170 g Marke knacken. Aber jetzt ist Andrey damit erst mal gefordert und ich hoffe es schlüpft bald mal eine superleichte Fläche für mich aus der Form, die weniger als 80 g wiegt. Es bleibt spannend...
 

Lownoise

User
Ich kann mich nur anschließen, danke für deinen Bericht! Ich wurde von gewissen Leuten im RCN sehr verärgert und schreibe seitdem kaum was, außer hier im HLG Forum, was ich als eigenständiges Forum betrachte und nicht mehr als Teil vom RCN....!
Vielen Dank für den Bericht vom super-super-super light Flitz! Das fasziniert mich sehr, bin mal gespannt wo das ganze endet.... (16g/m² Gewebe und mehr... oder weniger...)
Du verfolgst einen meiner Grundsätze, seit 20 Jahren ist mein Motto: "leicht fliegt leicht".... ;)
 
Suche

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Hallo zusammen,

falls hier einer einen Flitz 2 über hat, da er "zu schwer" ist oder nicht mehr in den Hangar passt, oder oder oder... und ihn abgeben möchte würde ich mich über ein Angebot per PN freuen :-)

Danke und Grüße
Kai
 

felixm

User
Torsionsfeder - Messung .... mal etwas anders

Torsionsfeder - Messung .... mal etwas anders

Moin moin liebe Freunde der Wissenschaft,

ich habe ja schon mal ein wenig zu Torsionsfedern und deren Kräfte geschrieben...jetzt wollte ich es im Zuge meines Flitz2-Baus nochmal genauer wissen.

Also habe ich mir als Vorrichtung ein "robustes" Balsa-Leitwerk mit ordentlicher Anscharnierung mit Kavan-Scharnieren (im Bild nicht zu sehen) geschnitzt.
In diesen "Träger" wollte ich meine unterschiedlichen Federn einhängen und deren Kraft messen.
Die Idee dahinter war, dass, während das Leitwerk mit Gewichten belastet "starr" bleibt, die Endleiste auf eine gut auflösende Waage drücken soll, um so die auftretenden Torsionskräfte zu ermitteln.
Ich habe dafür einen abgewinkelten Stahldraht in das Ruder geklebt. Die Spitze des Drahtes drückt dann entsprechend auf die Waage.
Dabei habe ich mit dem Draht eine Rudertiefe von 40mm simuliert, in Anlehnung an das Seitenruder des Flitz2.

Das ganze sieht dann so aus:

Ersatz-LW für federmessung.jpg

Dabei habe ich einige unterschiedliche Federn vermessen:

unterschiedliche Federn.jpg

Bei den Federn kam folgendes raus:
(bei den folgenden Gewichtsangaben ist das Eigengewicht der Ruderklappe schon rausgerechnet)

1) 0,5mm x 50mm / 090° / 1x = 37,8g
2) 0,5mm x 60mm / 090° / 1x = 31,3g

3) 0,4mm x 40mm / 090° / 2x = 41,8g
4) 0,4mm x 50mm / 090° / 2x = 32,6g

5) 0,3mm x 30mm / 180° / 2x = 29,0g
6) 0,3mm x 40mm / 180° / 2x = 23,8g

7) 0,5mm x 60mm / 100° / 1x = 33,3g
8) 0,5mm x 50mm / 100° / 1x = 41,8g
9) 0,5mm x 50mm / 080° / 1x = 28,4g

Früher hatte ich als Standard für Höhenruder und Seitenruder immer die gleiche Variante (1) = 0,5mm x 50mm mit 90° Verdrehung eingesetzt.

Mit dem Flitz2 habe ich dann den unterschiedlichen Belastungen an Seitenruder und Höhenruder beim Start und Flug etwas Rechnung getragen:
Seitenruder mit Variante (8) = 0,5mm x 50mm mit 100° Verdrehung (etwas mehr Dampf)
Höhenruder mit Variante (9) = 0,5mm x 50mm mit 80° Verdrehung (etwas weniger Dampf)

Beim nächsten Flitz will ich die Kräfte in den Anbindungspunkten im Leitwerk etwas mehr verteilen und werde daher jeweils Doppelfedern in den Rudern einbauen.
Geplant ist bei mir folgendes...
Seitenruder mit Variante (3) = 2x 0,4mm x 40mm mit 90° Verdrehung (etwas mehr Dampf)
Höhenruder mit Variante (9) = 2x 0,3mm x 30mm mit 180° Verdrehung (etwas weniger Dampf)

Als Konsequenz aus der geänderten Kraftverteilung und als kleine Vereinfachung beim Bau werde ich dafür meine sonst immer eingesetzten Kanülen als Aufnahme für die Federn im Leitwerk weglassen.
Mal schauen, wie das klappt... :-)

Ich hoffe, ich konnte Euch mit den Messungen ein wenig aufschlauen...ich habe dabei auf jeden Fall dazugelernt.

Liebe Grüße
Felix
 
Hallo Felix,
danke für Deine Erkenntnisse!
Fies ist, dass der Flieger den ganzen Aufwand nicht honoriert und trotzdem einfach so fliegt:D
LG Stephan
 

Peer

User
Sehr beeindruckende Vielfalt und eine echte "Mollmäßige" Testreihe - Respekt !

Bitte auch eine Hoekstra-Style L-Feder mit 40mm Länge ins Programm nehmen....
Die Kraftentfaltung und -stetigkeit hatten mich überzeugt.

Gruß
Peer
 

Pano

User
Vielleicht wäre es nicht schlecht den Beitrag mit der Torsionsfedertestreihe als F3K-Tipp oben im Bereich F3K anzuhängen. Im Flitz II Thread wird der Beitrag sicher
irgendwann mal untergehen und vergessen werden.

Viele Grüße,

Pano
 

STM2015

User
KLASSE ARBEIT

KLASSE ARBEIT

Hallo Felix, KLASSE Arbeit!!! Ich möchte eine Variante für "größere" Flieger ergänzen: ich verwende schon seit Längerem mit Erfolg zwei Mal Durchmesser 0,4 x 50 mm bei 180 Grad für langsame Segler ähnlich RES. Das ergibt zuverlässig konstanten Zug über den gesamten Weg ohne zu hart zu werden. Damit sich die Ruderklappe nicht verzieht greift die Ferder nahe am Ruderhorn an, im Leitwerk selbst in zwei Röhrchen.
Gruß vom STM2015
Moin moin liebe Freunde der Wissenschaft,

ich habe ja schon mal ein wenig zu Torsionsfedern und deren Kräfte geschrieben...jetzt wollte ich es im Zuge meines Flitz2-Baus nochmal genauer wissen.

Also habe ich mir als Vorrichtung ein "robustes" Balsa-Leitwerk mit ordentlicher Anscharnierung mit Kavan-Scharnieren (im Bild nicht zu sehen) geschnitzt.
In diesen "Träger" wollte ich meine unterschiedlichen Federn einhängen und deren Kraft messen.
Die Idee dahinter war, dass, während das Leitwerk mit Gewichten belastet "starr" bleibt, die Endleiste auf eine gut auflösende Waage drücken soll, um so die auftretenden Torsionskräfte zu ermitteln.
Ich habe dafür einen abgewinkelten Stahldraht in das Ruder geklebt. Die Spitze des Drahtes drückt dann entsprechend auf die Waage.
Dabei habe ich mit dem Draht eine Rudertiefe von 40mm simuliert, in Anlehnung an das Seitenruder des Flitz2.

Das ganze sieht dann so aus:

Anhang anzeigen 1743612

Dabei habe ich einige unterschiedliche Federn vermessen:

Anhang anzeigen 1743614

Bei den Federn kam folgendes raus:
(bei den folgenden Gewichtsangaben ist das Eigengewicht der Ruderklappe schon rausgerechnet)

1) 0,5mm x 50mm / 090° / 1x = 37,8g
2) 0,5mm x 60mm / 090° / 1x = 31,3g

3) 0,4mm x 40mm / 090° / 2x = 41,8g
4) 0,4mm x 50mm / 090° / 2x = 32,6g

5) 0,3mm x 30mm / 180° / 2x = 29,0g
6) 0,3mm x 40mm / 180° / 2x = 23,8g

7) 0,5mm x 60mm / 100° / 1x = 33,3g
8) 0,5mm x 50mm / 100° / 1x = 41,8g
9) 0,5mm x 50mm / 080° / 1x = 28,4g

Früher hatte ich als Standard für Höhenruder und Seitenruder immer die gleiche Variante (1) = 0,5mm x 50mm mit 90° Verdrehung eingesetzt.

Mit dem Flitz2 habe ich dann den unterschiedlichen Belastungen an Seitenruder und Höhenruder beim Start und Flug etwas Rechnung getragen:
Seitenruder mit Variante (8) = 0,5mm x 50mm mit 100° Verdrehung (etwas mehr Dampf)
Höhenruder mit Variante (9) = 0,5mm x 50mm mit 80° Verdrehung (etwas weniger Dampf)

Beim nächsten Flitz will ich die Kräfte in den Anbindungspunkten im Leitwerk etwas mehr verteilen und werde daher jeweils Doppelfedern in den Rudern einbauen.
Geplant ist bei mir folgendes...
Seitenruder mit Variante (3) = 2x 0,4mm x 40mm mit 90° Verdrehung (etwas mehr Dampf)
Höhenruder mit Variante (9) = 2x 0,3mm x 30mm mit 180° Verdrehung (etwas weniger Dampf)

Als Konsequenz aus der geänderten Kraftverteilung und als kleine Vereinfachung beim Bau werde ich dafür meine sonst immer eingesetzten Kanülen als Aufnahme für die Federn im Leitwerk weglassen.
Mal schauen, wie das klappt... :-)

Ich hoffe, ich konnte Euch mit den Messungen ein wenig aufschlauen...ich habe dabei auf jeden Fall dazugelernt.

Liebe Grüße
Felix
 

felixm

User
Torsionsfedern - Teil 2

Torsionsfedern - Teil 2

Hallo zusammen,

ich habe nochmal wie gewünscht die "Hoekstra-L-Feder" gemessen...
...40mm Länge, dann Biegung um 180°, nach wieder 40mm am Ende hochgebogen, so dass beide Enden parallel nebeneinander hochstehen.
...das ganze sieht dann wirklich wie ein "L" aus

10) 0,5mm x (2x) 40mm / 180° / 1x = 50,1g (Max.-Wert)

@STM2015: deine Feder-Variante klingt auch gut, ist jedoch sicher eher was für die von Dir beschriebenen RES-Segler...gute Krafteinleitung !

Soweit sogut.
Liebe Grüße
Felix
 

Walther Bednarz

Moderator
Teammitglied
Hi Felix, vielen Dank für deine ausgiebige Testreihe. Hast du eventuell noch ein Bild von der Höckstra Feder?

Bei meinem letzten harten Flitz 2 habe ich 2 Federn eingebaut mit 0,5 x 50 mm. Da ist das Ruder dann ziemlich knackig steif, aber das Servo D47 schafft das ohne Probleme. Habe das Gefühl, das wirkt sich positiv auf das Pendeln beim Start aus und es gibt mehr Wurfhöhe. Ausserdem habe ich beobachtet, dass die Vorspannung der Federn nach einem Jahr doch deutlich nachlässt. Darum lieber erst mal etwas mehr Vorspannung und die Feder nicht nach einem Jahr noch mal tauschen müssen...
 
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