Flyware-Innenläufer

Ich hab sie im ebay schon gesehen zum normalen Ladenpreis als Startangebot! Keiner hat drauf geboten. :D
Im Laden hab ich sie auch schon gesehen: sind bleischwer die Dinger...
...aber billig.
Gruss
Olaf
 
Original erstellt von Josef Poisinger:
hi olaf,

Zitat: "sind bleischwer die Dinger..."

laut datenblatt 210 gramm, finde ich eigentlich ganz normal.
http://www.flyware.de/pd546762901.htm?categoryId=13
reden wir da wirklich vom selben motor?

gruss, josef
arado-info's: http://members.chello.at/karla.poisinger/
Auf der Startseite steht 240 Gramm, in den Datasheets 210 Gramm!? Subjektiv kam mir der Motor echt schwer vor.
Ich habe den Motor unfairerweise mit einem LRK-Motor verglichen und deren Gewichte liegen bei 250-300-Watt Motoren ca. 100 Gramm darunter.
Es wäre trotzdem interessant, wenn einer mal Testdaten von der wirklichen Höchstleistung posten könnte.
MfG
Olaf

[ 17. September 2003, 09:59: Beitrag editiert von: Olaf Lampe ]
 
Hallo Josef und Olaf,

Andreas Wehrle hat auf dem (leider total verregneten) LRK Treffen den F7 demonstriert. Er hatte eine 17" LS montiert, was als Direktantrieb für einen Innenläufer schon sehr beachtenswert ist. Ich hatte die laufende Antriebseinheit in der Hand, es gab schon mächtig Zug.
Das sind natürlich subjektive Beurteilungen, Meßdaten habe ich auch noch nicht.
Der Motor ist trotz des erhöhten Gewichts, das man aber relativieren muß, hoch interessant.
Durch die Vielpoligkeit erreicht der Innenläufer Drehmomente, die ähnlich denen von Außenläufern sind und deshalb kommt er in den meisten Fällen ohne Getriebe aus. Wenn man hier wieder einen Gewichtsvergleich aufstellt, so wird ein 2-poliger Innenläufer mit Getriebe auch nicht mehr so gut abschneiden.

Die Vorteile dieser Motorenreihe sehe ich
- im Preis
- dem kleineren Außendurchmesser gegenüber den Außenläufern (bessere Einbaumöglichkeiten in Seglerrümpfen)
- dem Direktantrieb (Entfall von Getrieben)

Und mit dem (relativ höheren) Gewicht (die Motoren haben auch noch ein internes Gebläse), können sich vielleicht einige Tuner beschäftigen.

Ich habe mir einen Set mit F5 und Easy Controller bestellt. Wo bekommt man so was sonst für 119.- EUR? Den möchte ich in einen Segler einbauen. Wenn ich Meßdaten habe, kann ich sie hier reinstellen.

Viele Grüße
Arnim
 

Motormike

Vereinsmitglied
@Armin

Die Motoren sind schwerer als ein vergleichbarer Innenlaeufer mit Getriebe.
Wenn ich nur seine Antriebsbeispiele sehe macht er das mit 320gr, was wir als 185gr Auslegung im Hotliner benutzen. (13x11" 10 Zellen ca. 45A). Da kann ich noch ein paar andere Beispiele rauspicken falls der Bedarf besteht.
Ich hatte vor ca. 3 Jahren die Herren der Fa. PM/DM im Haus, die mir den Motor in der 8 poligen Variante angeboten haben. Das war bereits der Nachfolger der X Serie von Ikarus die auch von PM/DM gemacht wurden. Heissen da jetzt glaub auch anders.
Die Drehzahlen die er mit dem Gewicht und der Polzahl erreicht sind fuer 16 Pole ziemlich hoch, irgendwo muss der Preis herkommen. (Kunsstoffgebundene Magnete, etc...)
Der Motor hat bei diesem Preis seine Berechtigung, aber als Vergleich ist das gegenueber durchentwickelten Innenlaeufer nicht sehr geeignet.
So wie es Buerstenmotoren in den verschiedensten Klassen und Preisstufen gibt, gibbet dat auch bei Brushless Motoren.
 
Original erstellt von Motormike:
@Armin

Die Drehzahlen die er mit dem Gewicht und der Polzahl erreicht sind fuer 16 Pole ziemlich hoch, irgendwo muss der Preis herkommen. (Kunsstoffgebundene Magnete, etc...)
Warum sollte man kunststoffgebundene Magnete verwenden, wenn Neodym-Magnete in grossen Stückzahlen gekauft auch nur 5-10% vom Gesamtmaterialpreis ausmachen? Das Gehäuse scheint mir "billig" zu sein. Der Rückschlussring ist z. B. nicht gedreht etc...
...nur meine Meinung
Olaf
 

Snoopy

User
Wo zur Hölle ist meine Antwort von eben? :confused:

Also nochmal auf die schnelle. Falls Interesse daran besteht würd eich mir nen Max650F6 besorgen und den mit meinem Torcman 350-20-13 verlgeichen und darüber einen Magazinbeitrag verfassen. Kein theoretischer Prüfstandstest sondern ein subjektiver Vergleich in drei unterschiedlichen Modellen (Ellipsoid für Thermiksegler, Lift Off als Hottie und nen Carneval als Funflyer, sobald ich ihn fertig habe).

Wenn mir Mike :D dann noch nen vergleichbaren Kontronikantrieb zum Vergleich leihen würde (Fun500-xx) könnte ich drei unterschiedliche Motorenkonzepte vergleichen.
 
Snoopy! Würde mich interessieren. Bei mir heissts auch grad Aussenläufer oder Flyware-Innenläufer (für eine 1m-Pitts). Theoretisch hat natürlich der gewählte Aussenläufer (Orbit) Gewichtsmässig einen grossen Vorteil, kostet aber das Doppelte.
 

Wfly

User
Hallo,

hier mal eine Vergleichsmessung zwischen LRK350/25 mit 10,5 Windungen mit 14 pol Rotor
und MAX650-F6.

Die Messung des LRK stammt von Detlef Rosner und die des MAX von Ludwig Retzbach.

Beide Motoren haben fast die gleiche spez. Drehzahl und wurden je an 10V betrieben.

Der F5 entspricht Leistungsmässig nem LRK350/15 und der F7 einem LRK430/20.

Gruss Andreas Wehrle

 

Snoopy

User
@Andreas
Die Wirkungsgradkurve ist schon recht beeindruckend, wobei ich immer so meine Probleme damit habe. Eine Kurvenschar (8V, 9V... 12V) würde schon ein etwas besseren Eindruck darüber vermitteln, wie gut der Motor wirklich ist.
Was man hier aber nicht vergessen darf ist das Gewicht der Kandidaten, der Max F6 ist wie ich grade sehe satte 320g schwer, damit wiegt er fast 100g mehr als der LRK 350-25-10.5 (228g), das ist mehr als eine Sub-C Zelle. Besser gesagt sind es locker zwei 4/5 Zellen.

Angesichts des Gewichts würde es mich schon interessieren, wie ein Kontronik Tango45-8 und ein Plettenberg Freestyle XL(?) dagegen aussehen.
 

Motormike

Vereinsmitglied
@Wfly
der Vergleichbare Motor, auch von der Drehzahl, so wie ich es in deinen Antriebsbeispielen sehe ist ein FUN480-33-4,2, der hat sehr aehnliche Daten . Ich kaeme net auf die Idee den Tango innem Lift Off XXs oder so einsetzen, ders fuer sehr grosse Maschinchen. 8 bis 14 Zellen lt. deiner HP passt doch, der Tango lebt von hoeheren Zellenzahlen. Wo ist das Problem?

Messungen 350-25-12,5
Flyware350_25_12einhalb 12V Beat50-6-18

Spannung [V] Strom [A] Drehzahl [U/min] Drehmoment [Nm] Wirkungsgrad
11,93 9,89 7741 0,104 71,7%
11,88 14,89 7499 0,178 79,0%
11,84 20,05 7288 0,251 80,8%
11,80 24,86 7101 0,322 81,7%
11,76 29,86 6889 0,397 81,5%
11,72 34,88 6705 0,470 80,7%
11,67 39,70 6540 0,538 79,5%
11,63 44,72 6340 0,609 77,8%
11,58 49,99 6146 0,682 75,8%

Haste da auch ne Messung von dem Motor? und nett waere es wenn du die Fx an die Händler auslieferts, ich warte auf meinen :D dann kann ich mal messen. Lt. FMT max. 80% bei 10V, aber fuer den Preis isses doch ok.

[ 19. September 2003, 10:48: Beitrag editiert von: Motormike ]
 

Wfly

User
Hallo Snoopy,

Die 10V Messungen waren leider die einzigen,
die genau gegenübergestellt werden konnte.

Interessant wäre es natürlich schon mal ein direkten Vergleich zwischen den hochgezüchteten
Tango Motoren und der Motoren mit den angeblich "kunstoffgebundenen Magneten" der MAX650-F Serie.

Mit dem Mehrgewicht des F6 muss mann halt leben. Im Gegenzug kann mann sich, für die Preisdifferenz von 245,- Euro zu einem "Tango" einen Akku, nen Regler sowie Zubehör kaufen und die Frau und Kinder noch zum Eis einladen.

Nun mal wieder Spass beiseite,
der Tango spielt natürlich in ner anderen Liga.
den müsste mann von der Leistungsklasse mit nem F7 vergleichen, welcher dann wiederum 85g schwerer ist aber auch nur 1/3 kostet.

Vieleicht kann ja Ludwig Retzbach, der gerade nen F7 zum Test hat, mal Vergleichswerte von nem Tango mit 640 RPM/V und nem F7 mit 660 RPM/V
reinstellen. (Ich denke so 20V und 30-50A = 600-1000W) wäre ein guter Leistungsbereich zum vergleichen)

Damit kann sich dann jeder ein Bild machen warum eben ein Tango 330,- Euro und ein F7 nur 99,- Euro kostet.

Gruss
Andreas
 
Hallo Mike,
zum Magnetsystem der Flyware Innenläufer,der 8 Poler hat wohl die Kunststoffgebundenen Magnetringe,die für höhere Drehzahlen auch besser passen da hier die wirbelstromverluste kleiner sind.Die 16 Poler haben dagegen ein sehr inovatives Magnetsystem mit Flußverstärkender bauweise und harten Neodymstreifen,Die Magnete leiten ihre kraft durch geblechte Flußleitkeile bei minimalen Luftspalt zum Stator.Das ist High Tech pur.Das Blechgehäuse aus gewickelten Stahlblech ist eigentlich fertigungstechnisch auch eine super Lösung da es seinen Zweck erfüllt und den Preis senkt.Also erst reinschauen in so einen Motor bevor man so seine Schlüsse zieht.
Ich habe früher mal für einen Freund einen Ikarus Motor abgespeckt,das heist eigentlich den Stator und den Rotor ausgebaut,den rest entsorgt und dann mit ein paar Lagerschilden aus CFK und einer harten ALuwelle den Motor auf fast das halbe gewicht heruntergedrückt.Sicherlich geht es mit den Flyware motoren nicht ganz so heftig aber etwas Eisen läst sich auch da noch entfernen,die Ikarus Motoren hatten noch die ganze Sensormimik eingebaut.
 

Michael Schöttner

Vereinsmitglied
Die Frage ist nicht besser oder teurer. Es ist doch schön, dass es gute Motoren für jeden Geldbeutel gibt. Jeder findet für seine Anwendung im richtigen Preis/Leistungsverhältnis das passende.
Interessant wäre allerdings der Vergleich mit gleichteuren Bürstenmotoren. Wenn ein kompletter Brushlessantrieb (Regler + Motor) für um die 100,-€ zuhaben ist, sollte der Umstieg für jeden einen Gedanke wert sein.
Letztendlich provitieren auch die Hersteller im oberen Preissegment davon, denn wer mal Lunte gerochen hat...

Deshalb freut euch, dass solche Motoren den Markt bereichern und probiert sie einfach aus. So teuer sind sie ja nicht. Da liegen ganz andere Kaliber wegen Fehlkauf in der Schublade.

Gruß,
Michael
 

tebi

User
Da ich soeben meinen Lehner 1520-14 an MicorEdition 4:1 vermessen habe, hier mal ein Vergleich an einer 12x9 Cam Carbon Klapp:

Flywareangaben Max 650-F5:

7 Zellen 40 Ampere 6.500 U/min
8 Zellen 45 Ampere 7.000 U/min Gewicht 240g

Eigene Messung Lehner 1520-14 an 4:1:

8 Zellen 36 Ampere 6.574 U/min (bei 8,8 Volt) Gewicht 153g

Gemessen an 8x3000 NimH. Sinnvoller wäre bei Flyware natürlich eine Spannungs- anstatt einer Zellenangabe, weil die Zellenangabe wenig aussagekräftig ist.

Sehr lobenswert übrigens die Übereinstimmung mit dem Datenblatt, dass ich seinerzeit (Ende 1999) zu diesem Antrieb von Herrn Reisenauer bekommen habe! Seine Angabe bei 8,8 Volt ist völlig identisch bzgl. Strom und U/min zu meiner Messung. Leider habe ich diesbezüglich schon mächtig Übertreibung seitens anderer Herstellerangaben kennengelernt, ich hoffe Herr Reisenauer ist ebenfalls im Zuge des Konkurrenzdruckes nicht den Übertreibungen verfallen.

Nun kann sich jeder selber einen Reim aus den Angaben machen:
Lehnerantrieb: 90+153= rekordverdächtige 243,- Euro.
Flyware Max650-F5 schon für 62,- Euro gesehen.

Sollten also die Flywareangaben stimmen, erkauft man sich für den vierfachen Preis ca. 4A weniger Strom und 70g Mehrgewicht (abzüglich einer Zelle!)

Leider sollen die Max650 im Moment nicht lieferbar sein, ich bin schon sehr gepannt auf meine ersten Messungen mit diesem Motor!

[ 25. September 2003, 21:41: Beitrag editiert von: tebi ]
 

Motormike

Vereinsmitglied
Max650-5
241gr
8,8V
39,3A
10x7" APC
9080U/MIN

8,9V
38,8A
10,5x6" Graupner grau
9130U/MIN
 

Gerd Giese

Moderator
Teammitglied
Hi tebi,
... erkauft man sich für den vierfachen Preis ca. 4A weniger Strom ...
Äh, nicht ganz so einfach, da die Drehzahl des Props nicht gleich ist!

Bei deiner Messung unterscheiden sich die Motoren NUR um ~1% Wirkungsgrad, zugunsten des Lehner!


- Spannung aus meinem Erfahrungsschatz angenommen!

;) -> siehe Berechnung, auch auf meiner Page!
(Idee ist von Peter, einfach genial und genau zum Vergleichen!)

[ 25. September 2003, 13:01: Beitrag editiert von: gegie ]
 

plinse

User
Moin,

ich habe mir den Shark 7 für mein Mono1 Rennboot zugelegt. Im Set hätte ich ihn mit Steller für 99€ haben können, da ich da aber an eine Maximaldrehzahl von 30k gebunden gewesen wäre und es nur ein 30A Steller gewesen wäre, habe ich einen Jeti Master Navy genommen.
Die Master schaffen 37,5k und das sollte unter Last reichen, auch bei etwas Überspannung und strommäßig habe ich 10A mehr Luft + Wasserkühlung, also effektiv noch mehr Luft.

Trotz nicht vorhandener Wasserkühlung wird der Motor kaum warm, obwohl ich einen Prop fahre, der bei leistungs/drehzahl/mäßig vergleichbaren anderen BL's oberes Limit ist. Von anderen habe ich bereits gehört, dass der Motor auch bezüglich Geschwindigkeit mit den etablierten, edleren Vergleichsmotoren im direkten Fahrvergleich mithalten kann und trotzdem nicht zwingend eine Wasserkühlung braucht.

Sicher, in der Verarbeitung ist der Motor weniger hübsch, aber solange diese Motoren preiswert bleiben, sind für mich edele Kollektormotoren gestorben und Edelbrushless sind halt eine Egofrage. In einem Wettbewerbsmodell will man keine Kompromisse eingehen, Rennboote fahre ich aber nur noch for fun und ein vergleichbarer Motor, der den gleichen Job machen würde, kostet da mal eben Faktor 3 mehr.

Ernsthafte Frage: Wer nutzt das von uns aus? Wer merkt es überhaupt? Im direkten Fahrvergleich hat der Shark7 mit vergleichbaren Edelmotoren mithalten können und was will man mehr?

Mir ist auch klar, dass man einen Antrieb wesendlich feiner durchentwickeln muss, um die gleiche Leistung bei ~1/4 weniger Gewicht und wesendlich weniger Motorvolumen aufbringen zu können, die Frage bleibt also ziemlich darauf beschränkt, ob das einem den Mehrpreis (Faktor 3) wert ist. Wir sprechen hier halt von einem BL-Antrieb zum Preis eines Bürstenantriebes, der zwar etwa das Gewicht eines Bürstenantriebes hat, aber die Leistung eines Brushless.
Ich denke eine gescheite Modellabstimmung ist ausschlaggebender als das Mehrgewicht gegenüber einem gleichstarken Edelantrieb.
 
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