Moin,
das Aluformenharz ist für eine größere Anzahl von Entformungen geeignet, allgemein je härter das Formenharz, desto länger bleiben Ecken scharfkantig, ...
ABER viel entscheidender für den Hobbygebrauch ist die Güte des Urmodells, denn wenn du die Form noch nacharbeiten und polieren musst, ist gefülltes Formenharz wieder kontraproduktiv.
Wenn du mit einer Form umgehen kannst und sie sinnvoll aufbaust, ist schleif-/polierbares Formenharz vollkommen ausreichend und wird viele Entformungen überstehen, also mehr als 50. Wenn du da aber Schmarren rein bekommst, durch groben Umgang, ziehst du tiefe Späne und bei untauglichem Formenaufbau brechen dir die Kanten halt leichter weg.
Bei hartem Formenharz halten die Kanten alleine schon durch das Formenharz besser, wenn du Schmarren durch groben Umgang rein bringst, sind sie nicht ganz so tief, dafür kannst du sie aber auch nicht wegschleifen und aufpolieren, die Schmarren haste einfach drinnen, auch wenn das Wegschleifen und polieren bei einer Rumpfform beispielsweise ohne nennenswerte Nachteile am Bauteil durchaus möglich wäre. Deshalb muss, je härter das Formenharz ist, das Urmodell auch immer besser sein, denn desto weniger lässt sich die Form nachbearbeiten.
Bezogen auf dem Umgang mit den Formen kann man sagen, dass hartes Formenharz zwar weniger leicht zu beschädigen ist, dafür lässt es sich aber auch nicht anständig nachbessern. Wenn ich sehr gute Urmodelle habe, verwende ich koruntgefülltes Formenharz, das kann man nur mit Diamantwerkzeug nennenswert bearbeiten, nachpolieren geht auch nicht, das sind dann aber auch Formen, die ich nicht verleihe, denn Kratzer lassen sich nicht rauspolieren und ich baue nicht von guten Urmodellen eine aufwändige Form, um sie mir zerkratzen zu lassen.
Hat also alles seine Vor- und Nachteile.
Wie lange eine Form hält und ansehnliche Bauteile ausspuckt, hängt viel mehr am Umgang denn am Material. Auch Formen aus hartem Formenharz kann man schnell vergurken.