Frachter 8912792 antwortet nicht mehr

Der seit rund zwei Wochen vermisste Frachter "Arctic Sea" ist 400 Seemeilen vor den Kapverden ausfindig gemacht worden. Das teilte die Küstenwache der Inselrepublik vor der Westküste Afrikas mit.


Nach dem unter maltesischer Flagge fahrenden Schiff mit seiner 15-köpfigen russischen Besatzung wurde in einem internationalen Einsatz fieberhaft gesucht. Seinen letzten Funkkontakt hatte der mit finnischem Holz beladene Frachter am 28. Juli mit der britischen Küstenwache in Dover, um den Ärmelkanal zu passieren, und sollte am 4. August in der algerischen Küstenstadt Béjaia eintreffen. Das elektronische Identifizierungssystem des Schiffes gab das letzte Signal in der Nacht auf den 30. Juli vor der Nordwestküste Frankreichs ab.

Die "Financial Times Deutschland" hatte bereits unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen berichtet, dass das Schiff vor den Kapverdischen Inseln geortet worden sei. Ob der Frachter entführt wurde oder aus anderen Gründen von seiner ursprünglich geplanten Fahrt nach Algerien abkam, ist unklar. Die EU-Kommission ging davon aus, dass der verschwundene Frachter nicht Piraten in die Hände gefallen ist.
"Nichts mit traditioneller Piraterie zu tun"

Die EU-Kommission geht unterdessen davon aus, dass der verschwundene Frachter nicht Piraten in die Hände gefallen ist. "Nach allem, was wir wissen, haben zwei Angriffe auf das Schiff nichts mit traditioneller Piraterie zu tun", sagte ein Sprecher der EU-Kommission in Brüssel. Auf die Frage, worum es sich tatsächlich handeln könne, sagte er: "Dazu haben wir keine Meinung und keinen Kommentar abzugeben." Die EU-Kommission stütze sich bei ihrer Einschätzung auf Mitteilungen von Regierungen der Mitgliedstaaten.

Demnach sei das Schiff vor und nach seinem Verschwinden Ende Juli überfallen worden. Wie ein Sprecher von EU-Verkehrskommissar Antonio Tajani in Brüssel mitteilte, ereigneten sich die Angriffe vor den Küsten Schwedens und Portugals. Weitere Angaben wollte er mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen der Behörden nicht machen. Interpol hatte bereits Anfang August erklärt, dass der Frachter am 24. Juli in schwedischen Gewässern von Maskierten vorübergehend geentert wurde.

Was am 24. Juli geschehen sei, "übersteigt unsere Vorstellungskraft", sagte der Chef der zuständigen Reederei Solchart, Viktor Matveiev. Sein Unternehmen versuche immer wieder Kontakt mit der 15-köpfigen russischen Besatzung aufzunehmen und schicke kontinuierlich Nachrichten. "Keine Antwort, leider", sagte Matveiev. "Wir beten für die Besatzung und den Kapitän."

http://www.n-tv.de/panorama/Raetsel-um-Arctic-Sea-article461060.html

Sehr, sehr merkwürdige Geschichte.

Warum überfällt man einen Holzfrachter?

oder was ist da in Wirklichkeit an Bord ?

Alles ist möglich, Waffen, spaltbares Material...
 
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