Frage an alle wegen Absturz bei probeflug

Gio

User
Modellflugzeug für 1500€ bei Probeflug geerdet wer zahlt den schaden
Käufer der geflogen ist oder den verkäufer
Ist die Haftpflich dafür zuständig
Ursache unbekannt
Nach den Absturz war kein fehler zu finden
 
Haftpflicht ist für Schäden an anderen Objekten / Personen durch das Modell zuständig, nicht für Schäden am Modell.
Ansonsten weiß ichs auch nicht. Wenn man keinen Fehler am Modell findet, wird man dir nen Manövrierfehler vorwerfen.
 
Ich hatte mal ein Urteil zu einer ähnliche Thematik gelesen. Ein potentieller Käufer baut bei einer Probefahrt mit einem Auto eine Unfall. Den Schaden musste die Versicherung der Verkäufers übernehmen, da der Verkäufer der Probefahrt zugestimmt und diese in seinem ureigensten Interesse lag.


Gruß, Jürgen
 
Ehrensache?

Ehrensache?

Also das ist doch Ehrensache: wer fliegt (und crasht), der zahlt.

Gruß robi

Sorry,
aber das ist Unsinn;);). Wieso?
Ich habe hier eine unfliegbare Gurke rumstehen, die wegen meines Gewissens unverkäuflich ist. Sieht aber toll aus, eine echte Hangar-Queen.
Deiner Logik nach müsste ich nur einen Dummen finden, der sich von der schönen Optik blenden lässt und meine Hangar-Queen zu fliegen versucht.
Er wird crashen, und dann muss er löhnen?

L/S-Betrieb ist der optimale Weg. Absolutes Minimum ist aber, dass der alte Eigentümer das Teil erst mal vorfliegt, d.h. Flugtauglichkeit im aktuellen Zustand beweist!

Gruß, Thomas
 
Modellflugzeug für 1500€ bei Probeflug geerdet wer zahlt den schaden
Käufer der geflogen ist oder den verkäufer
Ist die Haftpflich dafür zuständig
Ursache unbekannt
Nach den Absturz war kein fehler zu finden

Wieso machst du eigentlich nie Satzzeichen? Auch in den unzähligen Verkaufspostings nicht?
 
Ich würds als Verkäufer beim Vorfliegen belassen

Ich würds als Verkäufer beim Vorfliegen belassen

Da sieht der potentielle Käufer daß das Teil fliegt und wie es fliegt. Was er dann draus macht ist seine Sache, aber erst nach Bezahlung.

Das hilft hier zur eigentlichen Frage zwar nicht weiter, aber vielleicht hilfts mal eine Wiederholung des Falls zu verhindern.
 
Da sieht der potentielle Käufer daß das Teil fliegt und wie es fliegt. Was er dann draus macht ist seine Sache, aber erst nach Bezahlung.

Das hilft hier zur eigentlichen Frage zwar nicht weiter, aber vielleicht hilfts mal eine Wiederholung des Falls zu verhindern.

Völlig richtig. Ich lass nie einen Fremden meine Modelle fliegen. NIE. Das gilt auch für Probeflüge. Solange es mir gehört fliege nur ich. Wenns dem Käufer gehört, dann fliegt er und mir ist alles egal. Wie kann man ein Modell für 1500 EUR jemand anders fliegen lassen? Sorry ist mir unverständlich.

gruß cyblord
 
Aber nochmal zum rechtlichen Aspekt. Wer einen Schaden verursacht, der muss ihn zahlen. So einfach ist das. Es mag bei Probefahrten von Autos anders sein, im Normalfall, und das der ist hier gegeben, ist das so.

Und warum soll die Privathaftpflicht des Piloten hier nicht zahlen? Wenn du jemandem dein Fahrrad leihst und er macht nen Unfall und es ist kaputt, dann zahlt die auch.

gruß cyblord
 
Hallo,
also meine persönliche Meinung ist, Ihr habt da beide ein Fehler gemacht.
An deiner stelle wäre ich nicht selber geflogen, an seiner stelle hätte
ich dich aber auch nicht fliegen lassen.
Wieso teilt Ihr euch nicht den Schaden und macht es in Zukunft anders.


lg Oktay
 
Also bei zahlen MÜSSEN gibt es ein Problem. Man muss dem Kunden (s)einen Fehler nachweisen. Wenn er sich darauf beruft, keinen Fehler gemacht zu haben - was ja möglich ist, denn nicht alle Fehler tauchen hinterher beim Check wieder auf - dann kommt es im Ernstfall zu einem Rechtsstreit. Der dürfte nicht einfach sein. Am Ende kommt es vermutlich zu einem Vergleich. Teuer für beide Seiten.
Selbst wenn man dem Kunden einen Fehler nachweisen kann und er nicht zahlungswillig ist kommt es zum Rechtsstreit wenn man den Weg dann gehen will.

Daher wäre eine einvernehmliche Lösung anzustreben.

Mir ist einmal etwas ähnliches passiert. Ich habe einen Großsegler von einem Hersteller zum Test und zur Optimierung geflogen. Im Speedflug an der Hangkante entlang ging auf einmal nichts mehr. Natürlich erst im dritten Flug, gerade als alles gut abgestimmt war. :(

Glücklicherweise war der Weg ins Tal weit und ich konnte dem neben mir stehenden Hersteller bei gekreuzten Knüppeln für 4-5 Sekunden zeigen, dass das Modell nicht reagierte. Also offensichtlich nicht mein Fehler. Wie hätte das mit 5 Sekunden weniger Zeit ausgesehen? Der Segler war nach 2 Stunden im Tal gefunden, war Schrott. Der Acku wurde ausgebuddelt, die Anlage zusammengesteckt und lief einwandfrei. Das hätte für mich peinlich ausgehen können.

War seinerzeit eine PCM Anlage eines deutschen Herstellers, liegt also einige Jahre zurück. Der Empfänger war wegen des gleichen Fehlers beim Hersteller und gerade als OK zurück aus der Werkstatt.:o

Glück für mich, aber ansonsten großes trauriges Pech. Das Ende eines schönen Voll-GFK Seglers und eines bis dahin wunderschönen Tages in den Alpen. Alle Beteiligten hätten gut darauf verzichten können. Nicht auszudenken, was bei Personenschaden passiert wäre.
Cheers
Walter
 
Die Frage wird letztlich nur ein Fachanwalt wirklich beantworten können, dafür ist die Aufzählung der Fakten wie hier sicherlich nicht ausreichend und es werden Details hinterfragt. Ich denke, das die HP des aktiven Piloten hier aufkommen wird, da er im Rahmen der Kaufabsicht den Schaden zu verantworten hatte, wenn ein technischer fehler absolut auszuschließen ist - was vmtl. wenn es dicke kommt durch einen S.V. zu belegen wäre. Wobe Reichweitenprobleme und klemmende Ruder da nicht einfach sind, da alles exakt rekonstruiert werden müßte. Für den genannten Fall würde ich auf jeden Fall anwaltlichen Rat einholen, bevor man sich falsch verhält.

Was ganz anderes ist es, wenn ich z.b. einen Vereinskollegen oder Freund bitte, ein Modell für mich einzufliegen. Dann handelt es sich um eine sog. Gefälligkeitshandlung, und in dem Fall steh ich mit meinem Schaden selber da, egal ob er den Absturz fahrlässig verursacht haben sollte, denn solche Handlungen sind nicht versicherbar, außer ich habe eine entsprechende Kaskoversicherung die das Risiko einschließt. Da wäre im Zweifel der Sachversicherer zu Rate zu ziehen.

Wenn zwischen Eigentümer und Piloten eine Art Arbeitsverhältnis besteht ( Werkspilot, oder als freier M.A. der für seine Tätigkeit eine festgelegte Vergünstigung erhält ) ist so ein Schadenfall dann was für die Haftpflicht ( Fremdschäden ) des Eigentümers, der Schaden am Modell ist dann auch nur über Kaskoversicherungen gedeckt. ( Ähnlich wie wenn ein Mitarbeiter eines Unternehmens einen Verkehrsunfall mit dem Firmenwagen verursacht, hier ist auch die Firmen-HP in der Pflicht, da im Rahmen der Tätigkeit für das Unternehmen der Schaden eintrat ).

Wie gesagt - alles sehr komplex und es gibt zu viele "wenn" und "aber", als das man als juristischer Laie eine verlässliche Aussage treffen könnte. Ich hoffe das für alle Beteiligten eine akzeptable Lösung zu finden ist.
 
Frage an alle wegen Absturz bei Probeflug

Frage an alle wegen Absturz bei Probeflug

Hallo,

da wohl kein Kaufvertrag zustande kam, sind die Begriffe Käufer und/oder Verkäufer fehl am Platz und wären durch die Begriffe " Verkauf- und Kaufinteressent " zu ersetzen. Ich habe die Befürchtung, dass der " Verkaufinteressent " auf dem Schaden sitzen bleibt weil er ohne Sicherheitsleistungshinterlegung dem anderen - eine ( zudem unversicherte ) Sache - überlassen hatte die der andere nicht fahrlässig oder mutwillig beschädigt hatte. Der war mit dem " Probeflug " überfordert. Der " Verkaufinteressent " hätte schließlich auch die Möglichkeit gehabt ein Lehrer- Schülerkabel für den " Probeflug " zu verwenden. Abschließend war der " Verkaufinteressent " nicht verpflichtet, den " Kaufinteressent " Probe fliegen zu lassen. Wenn es vergleichsweise beim Autokauf - gekauft wie besichtigt und Probe gefahren - heisst, braucht der Käufer nicht zwingend am Steuer gesessen haben. Der kann auch neben dem Steuer gesessen haben.

Gruß
Helmut
 
Sorry,
aber das ist Unsinn;);). Wieso?
Ich habe hier eine unfliegbare Gurke rumstehen, die wegen meines Gewissens unverkäuflich ist. Sieht aber toll aus, eine echte Hangar-Queen.
Deiner Logik nach müsste ich nur einen Dummen finden, der sich von der schönen Optik blenden lässt und meine Hangar-Queen zu fliegen versucht.
Er wird crashen, und dann muss er löhnen?

L/S-Betrieb ist der optimale Weg. Absolutes Minimum ist aber, dass der alte Eigentümer das Teil erst mal vorfliegt, d.h. Flugtauglichkeit im aktuellen Zustand beweist!

Gruß, Thomas

Thomas, wie tickt´s Du denn??????
Es ist genauso eine Ehrensache vom Verkäufer sowas nicht zu machen.

Es ist doch echt einfach: der Verkäufer fliegt vor und dass ist es erst mal.
Falls der potentielle Käufer dann trotzdem vor dem Kauf selber fliegen möchte, dann gilt "gecrasht ist gekauft".
Falls er damit nicht einverstanden ist, muss er halt vorher die Kohle auf den Tisch legen oder der Deal platzt.

Gruß robi
 
Na ja wir wissen nicht ob ein Vertrag abgeschlossen wurde aber wenn wir dem ersten Post folgen:

Modellflugzeug für 1500€ bei Probeflug geerdet wer zahlt den schaden
Käufer der geflogen ist oder den verkäufer
Ist die Haftpflich dafür zuständig
Ursache unbekannt
Nach den Absturz war kein fehler zu finden

---- könnte es einen Vertrag gegeben haben, wenn vielleicht nur mündlich. Aussagen wie "ich kaufe den Flieger wenn der einwandfrei fliegt" sind ja nicht selten. Aber der Hinweis ob Vertrag oder nicht ist natürlich wichtig und berechtigt.

Bei "Ursache unbekannt" ist ein Nachweis über ein Verschulden des Piloten wohl ausgeschlossen.
Walter
 
Thomas, wie tickt´s Du denn??????
Wieso, weil ich wegen meines Gewissens den Schrottvogel nicht verkaufe? Bisher dachte ich, ich ticke recht normal:)

Robi,
lass es mich mal flapsig formulieren: In der realen Welt, zu der der Handel mit Gebrauchtflugmodellen nun mal gehört,
zählt "Ehrensache" im Zusammenhang mit Verträgen bzw. Gesetzen leider gar nicht.

Wozu dient ein Probeflug? Der potentielle Käufer will sich davon selbst überzeugen, dass das Modell so super fliegt, wie der Verkäufer es behauptet.
Reine Logik: Wenn der Käufer sich auf das "Ehrenwort" des Verkäufers verlassen könnte, bräuchte er doch gar keinen Probeflug!

Schau mal in die Börse - kleines Beispiel: Alle Empfänger sind natürlich absturzfrei, waren nie den Vibrationen eines Verbrennugsmotors ausgesetzt, usw.

Der Ablauf, so wie Du ihn vorschlägst, ist für mich völlig o.k. - wenn er vor dem Crash-Flug so vereinbart wurde.

Hier im vorliegenden Fall fehlte aber offensichtlich so eine Absprache (sonst gäbe es diese Diskussion hier nicht), und damit ist die einzige Frage, was ist gesetzlich geregelt, bzw. wie sieht die Rechtsprechung aus.
Und da dürfte das relevante Stichwort hier nicht die Schadenshaftung, sondern der Gefahrenübergang an einer Handelsware sein.

Gruß, Thomas
 
Wenn der Käufer sich auf das "Ehrenwort" des Verkäufers verlassen könnte, bräuchte er doch gar keinen Probeflug!

Er braucht sich weder auf das "Ehrenwort" ders Verkäufers verlassen, noch braucht er einen Probeflug.
Es reicht vollkommen, wenn der Verkäufer das Modell vorfliegt.

Wenn der Verkäufer den potentiellen Käufer nicht kennt, ist es (je nach Modell) schon fast fahrlässig diesen die Knüppel zu überlassen.
 
Absturz bei Probflug

Absturz bei Probflug

Möchte nun das Tread schliessen.
Danke an alle für die Infos.
Werde das ganze als Persönliches Pech einstufen, da der Käufer ein Vereinsmitglied von mir ist.
Werde die Wilga irgendwann wider flott machen.

Gruß

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