Frage zum Schablonenhandling beim Segelbau

Gast_3462

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Hallo,

ich habe mal eine Frage an die seglbauexperten hier. Ich habe mir auch eine Schablone gezimmert (ähnlich der Holländischen und der von Andreas, au weia Copyright :D ) und habe ein Problemchen mit dem richtige Auflegen der zugeschnittenen Segelteile. Laut Beschreibung wir auf den Bahnen und auf der Schablone jweils der höchste/größte Punkt der Profilsehne makiert. Dann sollen die Bahnen auf der Schablone auf dieser dort angezeichneten Markierung ausgerichtet werden. Da die Profilsehne aber nicht rechtwinklig zu den Nähten verläuft, lag bei den bisherigen Versuchen die Naht-/Klebestelle nicht parallel zum Auflagepunkt der Schablone. :confused:

Hat nun wahrscheinlich keiner verstanden was ich will, aber vieleicht kann mir doch jemand Erleuchtung verschaffen. :eek:

Danke und Gruß und noch Frohe Ostern
Alf
 
Hallo Alf,

genau vor den problemen stand ich bis gestern auch. Bin kein Experte, habe gestern mein erstes Großsegel mit einer Schablone ähnlich Andreas geklebt.
Meine Lösung für Foliensegel:
- Sgel im Maststab 1:1 auf eine Platte gezeichnet (wird ja auch zum Zurechtschneiden der Bahnen benötigt).
- Linie der größten Profiltiefe von Fußliek bis Kopf gezichnet.
und nun:
Zur eben eingezeichneten Linie habe ich senkrechte Linien gezeichnet, die genau durch die Meßpunkte des Achterlieks laufen. Diese bilden die Klebenaht und liegen genau auf der Schablonentrennlinie. Ob das für Mylar auch geht weis ich nicht.
Vergiß nicht die zurechtgeschnittenen Bahnen zu kennzeichnen (Bug oder Mast), damit Du nicht hinterher ins Grübeln kommst.
Viel Erfolg und mehr Glück als ich bei meinem Erstlingsversuch hatte.
Bevor Du das teure Material versaust, versuche erst mal Klebetest mit Papier.

MfG

Ulli
 

Gast_633

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hi, hab deine antwort nicht ganz verstanden ulli, deshalb nochmals mein versuch einer loesung.
1. sind bei mir im großsegel die naehte zur "pofillinie" senkrecht. das geht auch bei gittermylar. bei der fock sollen die naehte ja parallel zur wasserlinie laufen, deshalb werden die teile schraeg auf die schablone gelegt. nur der hoechste punkt ist an der kante, der rest liegt schief. habe aber festgestellt, dass dies im profil nichts ausmacht. zumindest nach augenschein. die theoretiker sehen das bestimmt anderst.
alles klar ;) oder nicht, dann nachfragen
manches muss man einfach mutig mal ausprobieren.

gruss andreas
 
Hallo,
die Fock ist jetzt auch fertig. Wurde nach dem gleichen Prinzip gefertigt. Die Klebenäte sind (bei Folie) rechtwinklig zur Profillinie. Damit passen wieder die Klebenähte auf die Schablonentrennlinie und die Markeirungungen des höchsten Profils auf die Schablonenmarkierungen.

MfG

Ulli

P.S.
und alles mit der superweissen, verflixt empfindlichen Folie von Raymond Ott.
 

Gast_3462

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Hallo,

@Ulli
Das Prinzip ist schon soweit klar, das Problem ist, das auf allen Anleitungen die Nähte immer exakt parallel auf der dafür vorgesehenen Klebefläche der Schablone liegen. Klar das ich erst mal verschiedene Spezialfolien durchteste (Pergament, Kopierpapier, Papiertischdecken :D )

@Andreas
Senkrecht zur Profilinie also nur (auch immer und unbedingt :confused: ) senkrecht zur Profillinie nicht zum Vorliek ??

Ich sehe schon, da werden noch viele Brote ohne Butterbrotpapier dastehen, bis die erstehn Segel gut stehen. :D

Versuch mat klug, und Übung dann den Meister

Danke und Gruß
Alf

[ 09. April 2004, 23:24: Beitrag editiert von: ab ]
 
Hallo Alf,

zuerst war meine Schablone nach der HP von Andreas Fertig. Dann kam meine innere Unruhe.
- Wie hängt das mit den Winkeln zusammen
- Warum sind bei Thomas die Klebenäthe so steil
- wie passt das auf meine Schablone
- warum ist das so

Ich kann nur eine Sache realisieren, wenn ich sie verstanden habe.
Aufbau und Funktion der Schablone glaubte ich begriffen zu haben. Nun mußte ich prüfen, wie die folgenden Schritte realisierbar sind.
ÜBERLEGUNGEN
- Die Schablone, ob Andreas oder SChildkröte stimmt, da Verhltnisse von Klebenaht, Profilhöhenmarkierung usw. übereinstimmten.
- wie muß ich die Bahnen schneiden, damit es hinterher das gewünschte Segel wird.
- Grundannahme, wenn bei der Schablone Rechtwikligkeit zwichen Klebenaht und "Profillinie" auf der Schablone existiert, muß es sie auch im Segelriss geben und das setzte ich durch.
Bei Thomas ist die Klebenaht rechtwinklig zum Achterliek ausgerichtet, um die max. Belastbarkeit in Fadenrichtung zu bekommen, das gibt aber relativ steil stehende Klebenähte, die ich nicht mit der Rechtwinkligkeit der Schablone realisieren konte und nicht ohne Weiteres übernehmen wollte.
Daher meine Entscheidung:
Wenn die Schablone stimmt, dann muß die Klebenaht dem angepasst werden, was ich oben beschrieb.

nochmals viel Erfolg.

wünscht Ulli

P.S.
Ich fing mit dem GROß zum Üben an. Als Erstling hätte ich erst die Fock nehmen sollen. Leider war das GROß bereits zur anderen Problemlösung gezeichnet und sofort in Angriff genommen.
 

Gast_633

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bei der fock hat sich rechtwinklig zum achterliek bewaehrt, beim gross waere natuerlich rechtwinklig zum vorliek schoen, aber zur profillinie halt einfacher. probiers aus. dürfte kaum unterschiede machen.
andreas

PS: die schablonen idee ist nicht von mir. solche schablonen verwenden einige im club seit 20 jahren.habe sie nur nachgebaut.will mich nicht mit falschen federn schmuecken.

[ 10. April 2004, 11:25: Beitrag editiert von: andreas s. ]
 
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