FUN 500/27/5.2

Hi Folks !

Ich habe einen FUN 500/27/5.2 an 10Z un einer 17x11 CC an einem 45er Mittelstück im Betrieb. Irgendwie könnte nach meinem Gusto das ganze noch etwas mehr Dampf entwickeln. Der Segler hat ca. 4,2 kg. Ich fliege jetzt schon eine Zeitlang damit aber der "Antriebsjubel" fehlt noch. Bin ich mit irgendwo zw. 45 und 50 Amps an der Grenze des 500/27ers - also haut mir da der Wirkungsgrad ab ? Oder doch mal die 18x12,5 montieren ??

Danke + Grüße Helmut
 
Hallo Helmut,

ich hatte genau den gleichen Antrieb in einem Joker v. MPX (3,3m, 3,6 kg). Ich hatte mir auch mehr erwartet. Das Modell stieg mit ca. 20° nach oben, das ganze max. 3-4 Mal (mit 10x1700 Zellen).

Ich denke dass du mit über 4 kg einfach mehr Zellen verwenden solltest. 50-60A sind kein Thema für den Motor, jedoch keine Minute am Stück.

Ich baue diesen Motor gerade in einen Hotliner (Calif) und betreibe ihn mit 16 Zellen GP 3000 p+m, da werden ca. 60-70 A fliessen, aber halt nur kurzzeitig.

Tu dir und dem Motor einen Gefallen und nimm 12 o. 14 Zellen, dann fühlt sich der Motor und die Akuus auch wohler ;)

Schau auch mal hier, welche Kombinationen Kontronik für 3,5 bis 5kg angibt.

[ 10. April 2004, 15:14: Beitrag editiert von: Tobias Schwf ]
 

Snoopy

User
Ich würde 12 Zellen und ne 17x9" nehmen, die 17x9" geht nach meiner Erfahrung in nicht zu schnellen Seglern viel besser als die 17x11".
 
Hi Folks !

Danke für Eure sehr interessanten Tipps! Ich würde sehr gerne 12Z nehmen - leider habe ich bisher alles mit 10Z geflogen und besitze 2x1700er und 2x2400er Packs. Müsste mir einen 12er zulegen - 3300er p&m von hopf vielleicht :D Ich glaube ich werde mal ne 18xirgendwas probieren ... Wenn's nicht hilft, müssen halt 12Z her :(

@Snoopy: Scheint zu stimmen, dass mit der 17x9! Leider nimmt die an der angegebenen Kombi nicht die Leistung auf, die ich möchte (ca. 470W Akku). So wie es aussieht nimmt die 17x11 zwar die Leistungt auf, verbläst aber irgendwo einen gehörigen Teil :(

Grüße Helmut
 
Original erstellt von Snoopy:
Ich würde 12 Zellen und ne 17x9" nehmen, die 17x9" geht nach meiner Erfahrung in nicht zu schnellen Seglern viel besser als die 17x11".
@Snoopy: Scheint zu stimmen, dass mit der 17x9! Leider nimmt die an der angegebenen Kombi nicht die Leistung auf, die ich möchte (ca. 470W Akku). So wie es aussieht nimmt die 17x11 zwar die Leistungt auf, verbläst aber irgendwo einen gehörigen Teil
Hallo von dieser besagten 17x9 habe ich auch schon viel gehört (eben wie ihr sagt, daß sie besser sei als die 17x11 und geradezu ein Wunderteil ;) ). Kann das jemand begründen, oder sind das reine Spekulationen ??

In meinen F3J habe ich den Fun 480-28 mit 5,2:1 und 8 Zellen und stehe vor der Wahl. 17x9 o. 17x11. Mit der 17x9 zieht der Motor aber nur 26 A, die 17x11 wohl 4A mehr. Genau die 4A könnt ich aber gut gebrauchen und mein Berechnungsprogramm sagt, daß ich mit der 17x11 mehr Ausgangshöhe (statt 1427m (17x9), 1504m) erreiche. Das würde ja für einen bessren Wirkungsgrad der 17x11 sprechen :eek:

Vielleicht kann da mal jemand was zu sagen
 
Hi Tobi !

Meiner Meinung nach liegt das an der Anpassung der LS an das Modell, bzw. an die Modellgeschwindigkeit.

Sagen wir, ein typischer Motor an 10Z mit Getriebe dreht unter Last 5000 1/min. Für einen guten Wirkungsgrad sollte der sog. Drehzahl-Geschwindigkeitskennwert für die genannten LS folgendermaßen aussehen:

17x9: 361 1/min pro 1 m/s Fluggeschwindigkeit
17x11: 277 1/min pro 1 m/s Fluggeschwindigkeit

Heißt für die 17x9 also, die müsste pro 1 m/s Fliggeschwindigkeit 361 mal in der Minute drehen, um für einen optimalen Wirkungsgrad optimal angeströmt zu werden.

D.h.: Mit einer 17x9 und 5000 1/min liegt die optimale Fluggeschwindigkeit für die LS bei knapp 14 m/s. Bei der 17x11 allerdings schon bei 18 m/s.
Deshalb passt die 17x9 für die meisten Allround & Thermiksegler besser. Die 17x11 ist also eigentlich eine Fehlanpassung der Schraube ans Modell.

Ich habe gestern folgendes gemacht: Wk und QR beim Start etwas hoch und die EWD etwas kleiner (Pendelhöhenleitwerk). Das Steigverhalten war gleich ein ganz anderes. Etwas flotter unterwegs, neigt nicht so schnell zum "aushungern" und ich musste viel viel weniger drücken. Nach Motor aus, wieder die alten Einstellungen - Computersender machen es möglich. So gefällt mir der 500er auch gleich viel besser. Ich werde jetzt mal die 17x9 verwenden. Zwar weniger Leistungsaufnahme aber durch den vermeindlich besseren Wirkungsgrad evtl. gleiche Steigleistung und weniger Strom.

Bis dann + Grüße Helmut
 

tebi

User
sollte der sog. Drehzahl-Geschwindigkeitskennwert für die genannten LS folgendermaßen aussehen:
Hallo Helmut,

sehr interessante Berechnung, die mein theoretisches Wissen wieder mal bereichert!
Jetzt wäre ich dir noch sehr dankbar, wenn du sagen würdest, woher man den sog. Drehzalgeschwindigkeitskennwert noch für weitere Luftschrauben bekommen kann, denn daraus läßt sich ja wiedermal hervorragend eine ungefähre Abstimmung berechnen.

[ 12. April 2004, 22:59: Beitrag editiert von: tebi ]
 
Hi Uli !

Sowas steht im Buch von Willi Geck :cool: Es gibt auch eine Formel dafür. Kann ich bei Interesse nachreichen.

Die LS Anpassung an's Modell scheint mir ein Thema zu sein, dass in der Diskussion sehr Stiefmütterlich behandelt wird. Das hier

http://www.czepa.at/luftschraube.html

Ist recht interessant - überhaupt Oscars gesamte Seite.

Grüße Helmut
 

tebi

User
Hallo Helmut,

danke für den Link, da muß ich erstmal ein bischen Zeit mitbringen, um das zu Lesen.

Für die Nachreichung der Formel wäre ich dir sehr dankbar!!
 
Hi!

Original erstellt von tebi:
Für die Nachreichung der Formel wäre ich dir sehr dankbar!!
Here we go:

n = 1 / [{H/(2,36*D) - tan(alpha)} * D * 0,03927]

n ist die Drehzahl in 1/min pro m/s Fluggeschwindigkeit. H (Steigung) und D (Durchmesser) der LS werden in Meter (!) angegeben. alpha ist der Blattanstellwinkel. Setze hier 1 bis 3,5 Grad. Dann hast ein Intervall in dem Du dich bewegen kannst. Soweit ich mich erinnere, schreibt der Geck, man soll in der 3,5 Grad Tabelle nachsehen ;) Ich habe verschiedene Klammern verwendet um die einzelnen Terme deutlich werden zu lassen. Die Klammern machen aber alle das selbe: Tricksen "Punkt-vor-Strich" aus ;)

Grüße Helmut

[ 13. April 2004, 20:23: Beitrag editiert von: TurboSchroegi ]
 
Hi
ich habe auch mal gerechnet: bei 5000 U/min und 250 Watt an der Welle ist bei 10 m/s der optimale Prop ein 17x8. Der maximale Wirkungsgrad des Props liegt bei bescheidenen 60%. Damit steigt der 4,2 kg Segler 5 m/s. Wenn ich mich nicht täusche entspricht das 30° Steigwinkel. Die 250 Watt ergeben sich aus 500 Watt Eingangsleistung multipliziert mit 0,8 für den Motorwirkungsgrad und multipliziert mit 0,6 für den Luftschraubenwirkungsgrad. Mit 15 m/s Fluggeschwindigkeit sieht das Ganze so aus: Optimaler Prop ist 16x10, Wirkungsgrad 72%,damit Wellenleistung 280Watt. Damit käme fast ein Meter Steigen mehr raus.
Mehr könnt ihr von dieser Antriebskombi nicht erwarten.
CU
Ernie
 

Birki

User
Moin,

in der MFI vom Februar 2004 gabs nen interessanten Bericht zum Elektromaster und diverse Antriebskonfigs.
Drive 502 mit 10Z und 17x11: 2940gr Schub bei 4895 U/min und 55,6A.
Mit der 17x9 3159gr bei 5500 und 48,1A.
Jeweils mit 42er Spinner.
Das Fazit lautete das die 17x9 der 17x11 bei vielen Kombis überlegen war und der Fun500 erst ab 5000U/min munter wird.
Den Messwert für 12Z und 17x9 mit 3750gr Schub bei 54,7A kann ich gefühlsmäßig bestätigen. In dieser Konfig habe ich gemessene 54,4A und mein Elektromaster steigt bei knappen 3,8kg mit gut 45°
zügig gen Orbit. Beim Start zerrt es mächtig im Arm und er geht mit etwas Schwung sofort ohne Sacken in den Steigflug über. Klasse Antrieb...
 
Hi Birki !

Bist Du sicher, dass der Test mit 10Z war und nicht mit 12Z ?? Habe das Heft nicht selbst, kenne den test aber. Kannst bitte mal kucken geh'n ??

Danke + Grüße Helmut
 

Birki

User
Hi TS,

ja definitiv sind das die Werte aus dem Heft, habe sie abgeschrieben...
Mit der 17x11 ist keine Messung an 12Z erfolgt.
Achja, allein der Sound des Antriebs macht Laune, ist ganz anders als bei den 480er Drive Sets. ;)
 
Hi,

da die Frage für mich von Wichtigkeit ist, habe ich mal Elektroantrieb befragt:

bei 42 mm Mittelstück:
12 Zellen, 17 x 9 ACC, 48,1 A bei 30,9 N Zug

vergrössert man das Mittelstück auf 45 mm, kommt man auf 50,7 A bei 31,5 N.

Das sind doch bedeutende Unterschiede. Ich wüsste gerne, wie ich die Aussagen von Elektroantrieb nun werten soll. Genaugenommen möchte ich wissen, ob die Kombi aus 500/27/5,2 mit einem JAZZ 55 A bei 12 Zellen und 17 x 9 für den Kurzzeitbetrieb bei 42 mm Mittelteil funktioniert.

Gruss,
Peter
 

Birki

User
Moin,

hab vorab noch mal ne dumme Frage, die mich eigentlich nie sonderlich gekümmert hat, da ich fertige Spinner kaufe: wo ergibt sich die Größe des Mittelteils? Ich habe den Antrieb mit nem 40mm Simprop Alu-Spinner im Einsatz. Gesamtbreite 52mm Mitte der LS-Aufnahme sinds 44mm.
Wie schon geschrieben habe ich damit rund 54A Standstrom mit 12Z 2400p+m. Sollte im Flug unter 50A gehen und läuft ca. 20sec. je Steigflug. Allerdings ist der Unterscheid zw. Geck und den Messwerten des Autors bzgl. Schub auffallend, wobei ich Geck mit Vorsicht geniesse.
 
Hi Oliver,

stimmt schon: die Bezeichnung der Grösse des Mittelteils beinhaltet den Abstand der beiden Befestigungsachsen des Props. Allgemein verwendet man bei den (genialen :) ) HM (=Helmut Meyer) Mittelteilen 3 Zahlenwerte zur vollständigen Beschreibung: Abstand der Blattachsen, Ausklinkung für den Propellerschaft und Bohrung für die Motorwelle, z.B. 48 - 8 - 6 hat einen Achsabstand von 48 mm für 8 mm Propellerschaft und 6 mm Wellen. Aber das nur nebenbei...
Du hast also ein 44 mm Mittelteil bei guten 54 A, während Geck für ein 45er knapp 51 A angibt. Naja, passt doch so etwa. Ich werde wohl den Strom nachmessen müssen - oder besser doch nicht, wird ja mit Shunt doch nicht genauer. Hauptsache, es funktioniert.

Gruss,
Peter
 
An meinem Segler (Flower 3) mit einer ähnlichen Motorkombination (OK, Motor dreht etwas langsamer, 492 statt 519 pro Volt, das Getriebe mitgerechnet, mein Motor ist ein HB 20-13 an 6,7er Getriebe von Hobbyland) und 10 Zellen fliege ich am liebsten die 16x13. Mit der 17x9, 17x11 und 18x11 fand ich den Steigflug zwar steil, aber lahm, ich hatte dann immer das Gefühl, dass wenn ich vom "Gas" gehe, dass es dann einen Abriss gibt. Jetzt mit der 16x13 steigt er etwas flacher, aber viel schneller und es macht mehr Spass. @TurboSchroegi: Die würde ich mal probeweise anschnallen. Oder die schmale 16x13 von Graupner, falls der Stromvebrauch zu hoch wird.
 

loscho

User
Hallo,
habe diese Beiträge erst heute gelesen und möchte auch hier nochmal meine Frage stellen, ob ich mit einem vorhandenen DRIVE 502 (500-27, 5,2:1) und 4s1p Kokam mit 40-43A (16x10, 15x10?) einen 4m/5kg Segler gut betreiben kann, oder ob es das DRIVE 1002 Set sein muß. Das das besser geht ist mir klar, aber ich wollte möglichst was vorhandenes verwenden.

Danke
loscho
 
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