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Funkstörungen durch Landwirtschaftstechnik

waterman

User
Hallo,
Gestern ist meine Funcub XL plötzlich per Spiralsturz in ein Rapsfeld gefallen. Das sehr sicher fliegende Modell zeigte beim gestrigen Start plötzlich Auffälligkeiten auf die Steuerbefehle, wie urplötzliches Ausbrechen nach versch.Richtungen. Dazu ist zu bemerken, daß in ca.800m Umkreis die umliegenden Rapsfelder abgemäht wurden. Nach vergeblichen Versuchen, daß Modell wieder in den Nahbereich des Flugplatzes zu steuern, ging es urplötzlich bei nunmehr ca.300m zu den Mähdreschern in Spiralsturz und schlug in ein noch nicht gemähtes Feld ein. Ist es möglich, daß durch Funktechnik in den Mähdreschern Störungen des Fernsteuerbetriebes ausgelöst werden können? Hat vielleicht jemand ähnliche Erfahrungen gemacht. Unser Flugplatz liegt auch ca.300m zur Autobahn entfernt, wobei ich auch schon unerklärliche Störungen bemerkt habe. Für mich erhebt sich nun die Frage, wie sicher ist das 2,4GHZ System? Ich fliege übrigens ein Futaba T18SZ mit Futaba Empfänger R7008SB. Eine Diskussion zu dem Thema würde ich begrüßen.
Gruß Thomas
 
Ob das sein kann, weiss ich nicht.

Allerdings habe ich EDV-bedingt im Bereich WLAN sowie DSL/Breitband/EMV Störungen bzw. Störer bei der Bundesnetzagentur gemeldet, die waren innerhalb von 2 Stunden mit einem Messwagen da,
und konnten in 3 von 3 Fällen eine metergenaue Ortung der Störquelle abliefern.
Kosten: keine, alles sehr unbürokratisch & einfach, hätte ich nicht gedacht.
Letzter Kontakt ist allerdings 3 Jahre her ...

Wenn die Mähdrescher also noch fahren ... wäre es einen Versuch wert .
 

Wolfgang Fleischer

Vereinsmitglied
Auch wenn die landwirtschaftlichen Geräte das 2,4 GHz Band nutzen sollten, haben sie die gleichen Auflagen wie wir.
Deshalb würde ich eine Störung durch diese ausschließen.
Hatten denn andere auch Störungen oder warst du allein ?
Ohne Logdaten ist das nur ein stochern im Nebel.
 

OE-0485

User
Hallo Thomas !
- Wäre hilfreich wenn Du sämtliche eingebaute Komponenten incl. Antrieb angeben könntest - vg hans
 

UweHD

User
Bei 2.4 Ghz Fernsteuerungen gibt es keine Funkstörungen im herkömmlichen Sinn, wie man es von 35Mhz kennt: Unkontrollierte Ruderausschläge, Zucken, etc. Das ist technisch ausgeschlossen.

Warum? Bei 2.4Ghz ist die Kommunikation zwischen TX und RX verschlüsselt. Nur gültige Signale werden ausgewertet, ungültige werden ignoriert. Nach wie vor kann die Funkverbindung natürlich gestört werden, sei es durch Hindernisse, überstarke Störsender oder auch technische Defekte z.B. der Antennen. In jedem Fall würde es dann aber im RX zu einer Failsafe-Situation führen und nicht zu unkontrollierten Ruderbewegungen.
 

onki

User
Hallo,

FunCub XL und Spiralsturz - kenn ich. Keine Funkstörung sondern ggf. Störung zwischen den Ohren. Die FunCubXL mag ohne Klappen nicht langsam geflogen werden und schmiert dann gerne ab.

Also ggf. auch mal die Flugsituation hinterfragen.
Wie schon gesagt gibt es bei 2,4G (wie auch schon bei 35MHz mit SPCM) kjeine solchen "Störungen". Die Servos gehen entweder in eine vorbestimmte Stellung oder bleiben wo sie sind.

Da könnte auch ein Servodefekt sein und deshalb zappeln.

Gruß
Onki
 
Nein, einen Zusammenhang kann ich mir nicht vorstellen.

Haben die Failsafewerte für alle Kanäle gepasst?

War dein Sender aufgeladen?;)

Und wer hat heimlich den Mähdrescher mit deinem Empfänger gebunden?

Nein, ganz im Ernst, das gibt es so nicht. Schlimmstenfalls reagiert das Modell träge auf dein Steuern.

VG
Frank
 

waterman

User
Funcub geht in Spiralsturz warum?

Funcub geht in Spiralsturz warum?

Hallo,

FunCub XL und Spiralsturz - kenn ich. Keine Funkstörung sondern ggf. Störung zwischen den Ohren. Die FunCubXL mag ohne Klappen nicht langsam geflogen werden und schmiert dann gerne ab....


Gruß
Onki
Flugfehler hatte ich auch schon in Betracht gezogen, wobei dem das veränderte Flugverhalten der FuncubXL dem entgegenspricht. Da die Funcub im Moment des Absturzes ziemlich weit weg war, ist ein Strömungsabriß ebenfalls nicht auszuischließen, erklärt aber nicht die gestörte Steurbarkeit. Auch hatte am Tag darauf dann ein Vereinskollege ebenfalls bei Mähdrescherbetrieb einen mysteriösen Absturz eines F5J Seglers, der mit einem Log ausgerüstet war. Das Auslesen des Logs ergab nach seinem Bericht mehrere Ausfälle des Signals, so daß der Segler sehr schnell zum Boden strebte und einschlug. Failsafe war aktiviert. Ich hatte in der Funcub kein Failsafe aktiviert. Da der Kollege bisher keinen derartigen Absturz hatte, erhärtet sich der Verdacht auf eine äußere Ursache. Die Mähdrescherfahrer haben meine Funcub zwar gefunden, leider nur noch Schrott. Das hintere Rumpfteil mit Leitwerk wie "abgebissen", war offensichtlich schon erfaßt. Das Rumpfvorderteil mit Empfänger und Antriebsstrang(Luftschraube) gut erhalten und für eine neue Funcub nutzbar.
Gruß Thomas
 
Hallo,

Wer in der Nähe oder über Mähdrescher fliegt muß mit starken Verwirbelungen und Ablösungen samt "Windhosen" rechnen.

Habe ich selber gestern gesehen, als der bei uns in der Nähe das Feld gemäht hat.

Störche und ko "freuten" sich übrigen über diese Ereignisse.

Gruß
Thomas
 
Mal anThermikeinflüsse gedacht?
Über einem reifen Getreidefeld flimmert bei Sonne die Luft, und es gibt ständig heftige Ablösungen. Verstärkt noch durch den Mähdrescher und die Erntewagen. Da würde ich nicht mit einem leichten Modell niedrig drüberfliegen. Und wo es heftig rauf geht, geht es auch an anderen Stellen heftig runter. Da kommt auch ein F5J-Segler schon mal ins Straucheln.
Gruß Hans

Da war Thomas schneller mit der Antwort
 

waterman

User
Ob das sein kann, weiss ich nicht.

Allerdings habe ich EDV-bedingt im Bereich WLAN sowie DSL/Breitband/EMV Störungen bzw. Störer bei der Bundesnetzagentur gemeldet, die waren innerhalb von 2 Stunden mit einem Messwagen da,
und konnten in 3 von 3 Fällen eine metergenaue Ortung der Störquelle abliefern.
Kosten: keine, alles sehr unbürokratisch & einfach, hätte ich nicht gedacht.
Letzter Kontakt ist allerdings 3 Jahre her ...

Wenn die Mähdrescher also noch fahren ... wäre es einen Versuch wert .
Habe heute die Bundesnetzagentur diesbezüglich konsultiert, aber leider ohne Erfolg. Die Landwirtschaft arbeitet für die Kommunikation und Standortbestimmung mit behördlich zugeteilten Frequenzen. Bei räumlich nahem Parallelbetrieb kann es zu Störungen und Ausfällen kommen, die ggf. in Schäden münden. Die Modellflieger sollten deshalb bei landwirtschaftlichen Arbeiten im Umfeld des Modellflugplatzes den Flugbetrieb einstellen. Schadenersatzklagen sind nicht möglich.(Auskunft bundeseinheitlich Tel. 04821/895555)
LG Thomas
 

ce.tom

User
Hallo.
mal ganz abgesehen ein moderner Mähdrescher hat zwar allen Schnick Schnack an Bord: GPS, Laserlenkautomatik usw . Er sendet aber rein gar nichts.
Sondern empfängt nur wie ein Auto Navi. HF technisch ist der also so ungefährlich wie jedes Auto am Flugplatz.


Er könnte allenfalls Funk an Bord haben um mit den Traktor (Getreidefahrer) zu kommunizieren aber in der Regel kommuniziert man hier mit Handzeichen.
Und selbst wenn ist es ein Cb Fukgerät mit ganz anderen Frequenzbereichen.
also was sollte da stören ?

Gruß Tom
 
Thermische Ablösungen können "erschreckende" Folgen haben.
Mir ist schon eine Alpina im Landeanflug über einen aufgeheizten, geteerten Parkplatz in den "Messerflug" richtiggehend "geworfen" worden.
Hatte gar keine Zeit an "Störung" zu denken...
"Spiralsturz" und vorhergehendes "Ausbrechen" zu beiden Seiten deutet auf starke Thermik und falsches Reagieren hin.
Letzten Beweis kann nur ein Log bringen.
Also die Log-Funktion benutzen. Kostet ja nichts. (sofern vorhanden natürlich)
Gruss Jürgen
 

waterman

User
Auch wenn die landwirtschaftlichen Geräte das 2,4 GHz Band nutzen sollten, haben sie die gleichen Auflagen wie wir.
Deshalb würde ich eine Störung durch diese ausschließen.
Hatten denn andere auch Störungen oder warst du allein ?
Ohne Logdaten ist das nur ein stochern im Nebel.
Hallo Wolfgang,
wie die Geräte auf einem Mähdrescher arbeiten weiß ich leider nicht. In einem der folgenden Beiträge wird erklärt, daß der Mähdrescher nur Daten enpfängt und nicht senden kann????
An dem Tag war ich allein von den Störungen betroffen. Vereinskollegen flogen ungestört, aber nur im unmittelbaren Platzbereich. Aber mein Kollege Klaus Lempart(ist dir sicher bekannt)hatte am folgenden Tag die gleichen Probleme. Er hat auch ein Log von gestörten Flug. Ich muß ihn mal fragen, ob er dich schon angesprochen hat. Ich vermute, daß im Nahbereich der Mähdrescher deren Signalstärke überwiegt und unsere Empfänger blockt. Eine genaue Erklärung der Ursachen wird wohl nicht möglich sein. Ich werde deshalb beim Betrieb der Großmaschinen auf den dem Flugplatz angrenzenden Feldern, nicht fliegen.
Gruß Thomas
 

Wolfgang Fleischer

Vereinsmitglied
Ich habe mal etwas im Netz recherchiert.
Es gibt Assistenzsysteme, für landwirtschaftliche Geräte die man selbst nachrüsten kann.
Zum Beispiel funkgesteuerte Rückfahrkameras, diese arbeiten mit 2,4GHz.
Bei einer Bildübertragung wäre das Signal sehr breitbandig.
Den Hersteller den ich da ausfindig gemacht habe, sitzt in China !!!
Wenn solche Dinger zum Einsatz kommen, ist zumindest Vorsicht geboten, weil die Chinesen dafür bekannt sind, sich nicht an irgendwelche Normen zu halten.
Gegen so ein breitbandiges Signal, vielleicht noch mit höherer Sendeleistung, hätten unsere Systeme nur wenig Chancen.
 
Richtig!
Aber auch das würde im Log als mögliche Störungsursache ersichtlich sein.
Ich konnte schon 2x neueren Modellfliegern nachweisen, dass "nichts-ging-mehr-Störung" in Wirklichkeit ein "normaler" Strömungsabriss war mit anschliessendem "hab ganz fest gezogen trotzdem ist er abgestürzt".
 

DD8ED

Vereinsmitglied
Hallo,
ich habe schon mehrfach Equipment, das auch im landwirtschaftlichen Bereich eingesetzt wird, zur Zertifizierung in den Fingern gehabt wo an Funk alles drin war, was nicht bei 3 auffm Baum war. Allerdings sind R/C-Anlagen auch ohne Mähdrescher solchen Funksystemen ständig ausgesetzt. Das wären hauptsächlich GSM, UMTS, LTE, WLAN und Bluetooth. GNSS, also GPS, Glonas, Galileo und Konsorten sind unverdächtig, da die nicht senden.
Ein R/C Empfänger, der sich von so etwas beeinflussen lässt, gehört mit spitzen Fingern in die Mülltonne expidiert.

Es ist daher eher unwahrscheinlich, das hier eine Funkstörung vorlag. Ausserdem werden unsere Sender und Empfänger im Rahmen der CE-Zertifizierung im Punkt Störfestigkeit geprüft. Wenn sie denn dann eine solche Prüfung ordnungsgemäss durchlaufen haben.

Die im R/C-Bereich üblicherweise verwendete Technik ist nebenbei nur sehr schwer und nur mit hohem Aufwand störbar.
 

Ay3.14

User
Empfangsstörung

Empfangsstörung

Hallo,

manchmal genügt schon eine ungünstigt verlegte Empfangsantenne im Flugzeug kombiniert mit Fluglage und Entfernung, um dann eine Empfangsstörung (Signal zu schwach) zu bekommen. Dieser Effekt ist immer wieder mal zu beobachten.

Was auch passieren kann, sind ungewollte Reflektionen (z.B. an Gewässern, feuchten Böden, großen metallischen Gebilden, etc.) auf dem Weg von Sender zu Empfänger. Dies kann dann auch zu einer Empfangsstörung (Signalauslöschung durch Überlagerung) führen.

Eine Funkstörung durch Störsignale würde ich mal ausschließen. ;)

Albert
 
Es ist daher eher unwahrscheinlich, das hier eine Funkstörung vorlag. Ausserdem werden unsere Sender und Empfänger im Rahmen der CE-Zertifizierung im Punkt Störfestigkeit geprüft. Wenn sie denn dann eine solche Prüfung ordnungsgemäss durchlaufen haben.

Die im R/C-Bereich üblicherweise verwendete Technik ist nebenbei nur sehr schwer und nur mit hohem Aufwand störbar.
Danke!
 
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