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FVA 27, Canard Segelflugzeug der RWTH/FH Aachen

Berechnungen

Berechnungen

Ich bin skeptisch,was das Berechnen von allen möglichen Rahmenbedingungen wie Re-Zahlen, Polaren, Ca und Cw Beiwerten, Stabilitäten und Schwingungsverhalten etc. an Modellflugzeugen angeht.
Es macht Sinn, die EWD und den daraus resultierenden Schwerpunkt des Modelles grob zu wissen und einzuhalten aber mehr???

Manchmal schmunzel ich schon über die wissenschaftliche Herangehensweise anderer Modellflieger an die Auslegung Ihres Modelles. Ich finde das toll,wenn sich jemand soo viele Gedanken macht.

Nur:
Was nützen Profilpolaren eines Profils, wenn ich z.B. eine Rippenfläche baue, die zu 90% garnicht dieses Profil hat ( nämlich zwischen den Rippen)

Zum Einen bilde ich mir nicht ein, dass ich einen Flügel bauen kann in beplankter Styrobauweise, der wirklich exakt von der Wurzel bis zum Randbogen das vorgegebene Profil hat. Bestimmt können das Andere besser.

Solange wir hier nicht mit CNC gefrästen Negativformen für die Flügel aufwarten können, ist jeder wissenschafliche Erguss meines Erachtens vergebene Liebesmüh und klingt nur professioneller als es tatsächlich ist.
Es ist maximal eine Annäherung an das, was ein Profil könnte.
Versteht mich nicht falsch, ich will Profilauswahl nicht in Frage stellen, HQ kann anders als Clark Y, das brauchen wir hier nicht diskutieren.

Zum Anderen bilde ich mir auch nicht ein, vom Boden aus ein Modell so gut steuern zu können, dass diese Optimierungen wirklich ernsthaft zum Tragen kommen.
Hat jemand von Euch schonmal ne Kamera aufs Modell geschnallt und geschaut, ob beim Kurvenflug die Flugzeugnase immer schön brav am Horizont entlangzieht ohne Auf- und Abbewegung? Ihr werdet Euch wundern...

Jetzt können mich viele als Dilettanten oder Anfänger bezeichnen, das stört mich nicht wirklich.

Nochmal zu meinem Projekt:

Gleiches Profil hat gleiches Überziehverhalten. Da das Höhenleitwerk einen höheren Anstellwinkel als der Hauptflügel hat , reißt auch da die Strömung früher ab. -> Wunderbar, was will man mehr!

und:
Thema kritische Re- Zahlen:
Ich hab nicht ohne Grund für dieses Modell die Flügel- und Leitwerkstiefen um 20% vergrößert...

Vielleicht lieg ich auch komplett daneben und die Kiste fliegt garnicht oder "andersrum"

Wir werden sehen

Hoffentlich bin ich jetzt keinen Flugzeugbau-Ingenieuren und Aerodynamikern auf die Zehen gestiegen
 

BZFrank

User
Hoffentlich bin ich jetzt keinen Flugzeugbau-Ingenieuren und Aerodynamikern auf die Zehen gestiegen
Ich wünsch dir natürlich Glück, aber gerade bei Enten funktioniert diese "hämdsärmelige" Herangehensweise oft nicht. Gerade wenn man soviel Arbeit wie du in das Projekt steckst, wäre jetzt meine Idee das soweit als möglich auszuschliessen. Aber wie du willst... war nur ein Angebot.
 

Tunc Uzun

Vereinsmitglied
Frank Du stehst mir mit deiner Aussage...

Frank Du stehst mir mit deiner Aussage...

Hoffentlich bin ich jetzt keinen Flugzeugbau-Ingenieuren und Aerodynamikern auf die Zehen gestiegen
... voll auf meinen Füssen. :cry:

Nein, ich will gar nichts übertheorisieren. Es wäre für viele (inklusive meiner selbst) recht interessant ein paar Eckdaten mit den Auslegetools die uns zur Verfügung stehen die Qualitäten der FVA27 in der von Dir gewählten Größe einfach mal zu ermitteln.

Da ich selber mit Berechnungs- und Simulationstools in meiner täglichen Arbeit umgehe (und das schon knapp seit 3 Jahrzehnten), sind mir auch deren Grenzen bezgl. Sinnhaftigkeit der erzielten Ergebnisse durchaus bewußt. Dennoch schätze ich (und meine Vorgesetzten meist auch) deren Flexibiltät mit Hilfe dessen wir viele kleine und größere Parameterstudien mal eben (Hust) durch gezielte Veränderungen durchexerzieren können (nein, leider nicht im aerodynamischen Fragen). Wenn das Systemverhalten einmal modelliert ist, dann lassen sich schnell Erkenntnisse zum Systemverhalten ermitteln. Das ist schon recht lange das Mittel der Wahl in vielen Bereichen der Forschung ebenso wie in der Produktentwicklung. Alles andere würde Unmengen an teueren Ressourcen verschlingen.

Du hast natürlich auch recht das wir CAE-Ingenieure die Wirklichkeit nie zu 100% vorhersagen können, aber mit sinnvollen Randbedingungen und dem Einsatz der Tools innerhalb Ihrer Gültigkeitsbereiche, lassen sich schon recht gute Erkenntnisse zum untersuchten System ermitteln. Ebenso ermöglicht der Abgleich zwischen der Simulation und der Praxis die eingesetzten Werkzeuge zu verbessern.

Sei es drum. Wie schon BZFrank schrieb, war das nur ein Angebot. Wir wollen Dir auch ganz sicher nicht dein Werk madig reden!

Und noch was: Überziehverhalten wird nicht allein durch das verwendete Profil allein bestimmt.

Also ich denke wir freuen uns Alle trotzdem, wenn Du ruhig weiter über deinen Fortschritt hier berichtest. ;)
 
Hallo Frank,

ich hab das nicht als Angebot aufgefasst.

Wenn Du rechnen willst, gerne
Was willst Du an Daten?

Ich hätte bei unterschiedlichen Profilen für HLW und Fläche mehr Bedenken, was das Überziehverhalten angeht und bin durch gleiche Profilwahl auf der , für mich, sicheren Seite geblieben.
 

Conny

User
gleiche Profile.

gleiche Profile.

Hallo Christian,

hier ein paar Anmerkungen zu diesem interessanten Projekt.

Ich hätte bei unterschiedlichen Profilen für HLW und Fläche mehr Bedenken, was das Überziehverhalten angeht und bin durch gleiche Profilwahl auf der , für mich, sicheren Seite geblieben.
Gleiche Profile vorne und hinten ist etwas unorthodox. Es ist schon richtig, dass der Entenflügel als erstes überziehen soll. Aber so wird er das eher zu früh. Du kannst den Hauptflügel nicht ausreizen.

Nun sind optimale Flugleistungen hoffentlich eh nicht Dein Focus, sonst solltest Du keine Ente bauen.
Ich zitiere mal von weiter vorne:

Die aerodynamische Auslegung des Originals errechnet eine Leistungserhöhung von über 10% gegenüber vergleichbaren Flugzeugen. Das liegt konstruktionsbedingt im Höhenleitwerk, welches dem Moment des Flügels positiv beeinflusst. Dieser Moment wird durch den Abstand des Druckpunktes vom Neutralpunkt des Profils verursacht und bewirkt, dass die Flügelnase die Tendenz hat, nach unten zu drücken.
Abhilfe schafft das Höhenleitwerk, das bei konventionellen Flugzeugen durch negativen Anstellwinkel dem Moment entgegenwirkt und dadurch den Gesamtauftrieb des Flugzeuges mindert.
Oh, je! Wie erkläre ich es meinem Kinde ;-)
Wie jeder (!) Aerodynamiker weiß, ist der Widerstand einer Ente höher als bei einem Drachen (beide mit stabiler Auslegung der Längsbewegung), insbesondere im Langsamflug, also bei hohem CA. Die Gesamt-Auftriebsverteilung lässt sich nicht vernünftig hinkriegen.

Auf der Homepage der Akaflieg steht:
"Zusätzlich wurde während der aerodynamischen Auslegung eine Leistungserhöhung von über 10% gegenüber vergleichbaren Flugzeugen errechnet. Die Gleitzahl der FVA 27 sollte über 44 liegen. Obwohl moderne Segelflugzeuge der 15m-Klasse diese Zahlen schon übertreffen und vor allem im Schnellflugbereich einen deutlich geringeren Widerstand haben, ist die Flugleistung der Ente immer noch überdurchschnittlich."

Nicht 10 % besser als ein Drachen, sondern als andere Enten.
Im Übrigen macht das HLW eines Drachen keinen Abtrieb im Langsamflug, außer bei extrem weit vorderen SP-Lagen. Und selbst wenn werden da keine 10 % Widerstand vergraben.
Ich fürchte, Du hast da was missverstanden.

Dann bin ich mal gespannt, wie das fliegt. Ich habe leichte Bedenken, dass die V-Form des Flügels etwas gering ist. Das könnte dazu führen, dass keine Spiralstabilität gegeben ist, also er (oder sie) beim Kreisen in die Kurve rein will. Wäre nicht so schlimm, muss man halt aussteuern. Und, wie startest Du das Teil? Werfen am Hang?

Ansonsten solltest Du die SP-Lage sehr bewusst wählen. Ich würde zu nicht deutlich mehr als 5 % Längsstabilität raten, angesichts der oben genannten Profilproblematik. Sonst kann das Entenleitwerk das nicht, auch wenn es durch die Ruderklappen sinnrichtig verwölbt wird. Die entsprechenden Tools für die Berechnung der Längsstabilität sind frei verfügbar. Den Rumpf kann man sicher vernachlässigen, einfach für die Berechnung den Flügel gerade durchstraken.

So, dann wünsche ich viel Flugspaß mit dem "Vogel"!

Conny
 
HalloConny,

Stimmt, ich hab das anders gelesen. Da ich keine Entenflugzeuge der 15- Meter- Klasse kenne , bin ich schon davon ausgegangen, dass mit diesem Vergleich herkömmliche Segelflugzeuge gemeint sind.

Zum Thema V-Form:

In der Original Dreiseitenansicht ist 0° V-Form eingezeichnet. Das hab ich mich nicht getraut. Vielleicht ist das auch nicht richtig rübergekommen, V-Form sind 3° pro Fläche! Ihr werdet es später sehen.
Mein Höhenleitwerk ist gerade



Zum Fliegen an sich:

Geplant ist Hang mit und ohne Flitsche wie auch F-Schlepp, wobei ich grade mit einem Druckpropellerantrieb mit abnehmbarer Klappluftschraube von Torcman liebäugle.
Ich bin da noch in Verhandlungen,was die Länge der Fernwelle zum Rumpfende angeht, weil zum Einen ist er recht schmal hinten ( Motordurchmesser und Montierbarkeit und zum Anderen hätte ich gerne das Motorgewicht so nah am Schwerpunkt wie möglich.
Das Kohlefaser- Vierkantrohr des Leitwerkträgers ist wegen zu geringem Gewicht und Stabilität inzwischen auch einem aus Stahl gewichen.
 
Fortsetzung Bauthread

Fortsetzung Bauthread

Ruder:

Lange hab ich überlegt, wie ich die Ruder anschlage.

Anfangs war ( aber nur kurz) der Gedanke, der Einfachheit halber die Ruder an der Oberseite mit Folienscharnieren zu befestigen und unten einfach dreieckig auszuschneiden.
Der Anspruch war aber dann doch höher.

Also nahm ich mir vor, Hohlkehlenruder zu bauen, mittig angelenkt.

Vor dem Fertigbeplanken war der Styroporkern an der Ruderebene ausgenommen und mit einem 10 mm- Balsaholzstreifen verfüttert worden. So hatte ich nach dem Ausschneiden der Ruder eine stabile Holzfläche zum Verschleifen
Auf diese Holzfläche wurde über die ganze Länge ein Bowdenzug-Aussenrohr mittig mit Sekundenkleber befestigt. Dies wird dann die Drehachse des Ruders.
Je eine 3 mm Leiste seitlich des Röhrchens und ein weiterer Balsaklotz obendrauf vervollständigte die Rohform der Rundung.

Um passend zur Dicke des Ruders den Radius der Rundung zu finden bohrte ich mehrere Löcher mit 9 mm, 10 mm, 11 mm, 12 mm in ein Sperrholzbrett und sägte mittig durch die Löcher.
Damit hatte ich eine Kreislehre,mit der ich die Genauigkeit der Rundung über die Ruderlänge/ Flügelspannweite kontrollieren konnte.

Die Hohlkehle im Flügel wurde unter viel Arbeit ausgeschliffen. Hier hatte ich kurze Reste von verschieden dickem Kohlefaser- und Holzrundmaterial, das ich mit 80er Schleifpapier umwickelte. Je nach Breite wurde mal mehr, mal weniger Schleifpapier gewickelt um den Radius anzupassen.

Gelegentlich wurde das fertig geschliffene Ruder eingepasst und anhand des Versatzes der Endleiste überprüft, ob die Hohlkehle schon tief genug eingeschliffen war.
Als die Endleiste mit Schleifpapier im Spalt eben passte war es soweit.

Die Hohlkehle konnte mit einer Lage 110er GfK auslaminiert werden.

Das läuft im Prinzip ganz einfach: Kehle innen einpinseln, einen Streifen Gewebe einlegen, tränken, die fertigen Ruder an der Rundung mit einer Lage Krepp und einer Lage Paketklebeband etwas aufdicken, wachsen und damit die GfK Lage in die Kehle drücken. Somit ist gewährleistet, dass später noch genügend Spalt für Bespannung bleibt und das Ruder trotzdem leicht dreht.
Vor einigen Jahren hab ich selbe Hohlkehle schonmal ohne Auslaminieren versucht. Der Effekt nach dem Bespannen war dann der, dass die feine Hinterkante der Hohlkehle mit der Zeit der Spannung der Folie nachgab und zu klaffen begann. Dem wollte ich dieses Mal entgegenwirken.

Leider finde ich dazu kein Bild.

Nach dem Aushärten werden die Ruder entnommen sowie die feinen Kanten aus GfK verschliffen.

Jetzt ist natürlich ein Ruder mit über einem Meter Länge nie so stabil, dass man es nur außen lagern kann. Ich habe mich bei Querruder und Wölbklappe entschieden, insgesamt je fünfmal zu lagern. Da die Ruder nicht komplett bis zu Wurzel-und Endrippe gehen konnten die äußeren Lagerpunkte gleich am Übergang zum Ruder erfolgen.
Die Schnittbreite beim Ausschneiden der Ruder war bedingt durch die Trennscheibe bei einem Millimeter. Seit vielen Jahren hab ich in meiner Schublade kleine Reste von 0,3mm GfK Platten. Diese dienen mir schon lange als Material für Runderhörner ( dreifach) oder in diesem Fall als Ruderverkastung oder Scharnierlager.
So wurden GfK Plättchen mit 2 mm Löchern durchbohrt, mit einem Stift die Flucht der Bohrung mit dem Bowdenzugröhrchen sichergestellt und die Ruder mit den GfK Plättchen verklebt und verschliffen.

An der Ecke des Ruderausschnitts wird die GfK Hohlkehle eingeschnitten,um einem weiteren GfK Plättchen die Möglichkeit zu geben, die Aussenseite zu verkasten und gleichzeitig ein Lager für das Scharnier darzustellen.
Um das Ruder jetzt passgenau einzusetzen wurde von der Wurzelrippe her mit einem 4 mm Bohrer bis zum Ruderausschnitt gebohrt, ein 2mm CfK Stab als Scharnier eingeschoben, ein weiteres Plättchen durchbohrt, aufgefädelt, in den Einschnitt eingeschoben und das Ruder aufgefädelt.
Sobald die Endleiste fluchtet kann das äußere Plättchen verklebt werden.

Nachdem sowohl innen wie aussen die Lagerung fertig ist, kommen noch drei weitere Lager über die Länge des Ruders hinzu.

Vorgehensweise ist diesmal einfacher:

Scharnierpunkt senkrecht zu Ruderachse anzeichnen:
Ruder als auch Fläche einschneiden
GfK Plättchen bohren, vorne runden
auffädeln
einstecken und festkleben

Ist nicht leicht, zu beschreiben, drum eine Skizze dazu:

Ruderlager.jpg


Ich weiß, ich hab mir durch die kleinen Einschnitte Sollbruchstellen in die Flächen gemacht. Aber nachdem alle Plättchen mit Harz sowohl im Kern als auch mit der Beplankung verklebt sind, gehe ich nicht von einer größeren Schwächung aus.
 
Profile

Profile

Hallo Merlin,

Flügel hat HQ/W 2,5- 15/10/11/12 von der Wurzel zum Randbogen
Leitwerk hat HQ/W 2,5- 11/11/13

hqw-25-10_16-profile.jpg

Ob sie fliegen wird stelle ich jetzt mal zur Diskussion

Grüße Christian
 
RC-EInbau Flächen und HLW

RC-EInbau Flächen und HLW

In den Flächen waren mit dem Holm schon Kabelkanäle mit eingeharzt worden. Was ich vergessen hatte zu erwähnen, war, dass ich die Servoschächte auch schon im Kern auf Größe des Servos samt Befestigungsrahmen ausgeschnitten hatte. Oberhalb des Schachts wird jeweils ein 1mm dicker Sperrholzrahmen mit 2cm Rahmenbreite im Kern versenkt und darüber beplankt. Die Aussparung im Rahmen sollte schlauerweise so groß sein, dass der Servo durch diese Öffnung eingebaut werden kann

Nach dem Beplanken kann man die Servoschächte anbohren, mit dem Messer entlang der Rahmenöffnung die Beplankung ausschneiden und dann nochmal mit 10mm Abstand zur Öffnung die Beplankung anritzen und entfernen. Jetzt ergibt sich eine Auflagefläche für die Servodeckel, die um die Beplankungsdicke versenkt ist. Die Deckel werden später entweder verschraubt mit dem Rahmen oder nur aufgelegt und die Fläche im Gesamten überbügelt.

Der Kabelbaum der Flächenservos besteht aus einem abgeschirmten Kabel mit drei Innenlitzen und einem separaten Kabel.

Geschaltet wird das komplette Plus auf dem separaten Kabel, alle Minus auf die Abschirmung und die inneren Litzen auf je einen Servoimpuls.
Auf diese Weise spare ich mir den Aufwand von Ferritkernen oder anderen Entstörmaßnahmen.

An der Wurzelrippe wird die elektrische Verbindung zum Rumpf mittels 9 - poligem Sub D Stecker ausgeführt. Dabei löte ich Plus auf die äußeren 4 Pins, Minus auf das Gehäuse und je einen Impuls auf zwei innere Pins.

Am Rumpf ist der Stecker in den Rippen fest eingebaut, am Flügel ist das Kabel S-förmig mit Nylonschlauch gemantelt und elastisch aufgehängt. Die leichte Vorspannung des S bewirkt, dass der Stecker latent zusammengedrückt ist und sich nicht selbständig lockert.

Am Randbogen kommen nur noch drei Andern für die Ansteuerung der Seitenruder an.
Dort ist eine Servobuchse zum direkten Anstecken des Seitenruderservos eingeklebt.

Die Gestänge der Querruder und Klappen sollten wegen der Optik auf der Unterseite der Flächen erfolgen. Komplett aussenliegendes Gestänge erleichtert die Bedienbarkeit.
Jetzt werden alle Servos eingesteckt, per Sender in Neutralstellung gebracht und die Servohebel symmetrisch rechts und links montiert.
Bei den Querrudern wurde auf Rechtwinkligkeit der Ruderhebel zum Servogehäuse in Neutralstellung geachtet.
Die Klappen sollen nur nach unten ausfahren. Daher wurden die Ruderhebel soweit in Flugrichtung nach hinten eingestellt, dass bei voll gefahrener Klappe das Gestänge und der Ruderhebel eine Linie ergeben und somit keine Last mehr auf dem Servomotor und -getriebe liegt.

Nach Einbau aller Servos in ihre Rahmen werden die Deckel auf die Servoschächte eingepasst, die Schlitze gemäß der nötigen Servowege eingeschnitten, aufgesetzt und die Ruderhebel unter die Oberfläche des Flügels gedreht.
Jetzt kann bespannt werden.
 
Designgedanken

Designgedanken

Wie soll sie denn letztendlich aussehen?

Grundfarbe weiß ist klassisch, soweit ist das Original auch schon.

FVA-27.jpg

Aber irgendeinen farblichen Akzent wollte ich schon noch rein bringen. Also begann ich, das Foto des aufgerüsteten Originals ein paarmal auszudrucken und mit farbigen Textmarkern zu bearbeiten.

Nach einer Handvoll Entwürfen hatte ich mein Wunschdesign

WP_20191221_15_29_19_Pro.jpg


Nachdem Oracover meine Wahl bei weiß war, wurde auch die fluoreszierend grüne Folie und gleich der passende Lack für das Rumpfdesign aus dem selben Haus besorgt.

Erste Versuche am Seitenleitwerk gefielen mir schon recht gut.

WP_20191221_15_29_36_Pro.jpg

Hier ließen sich die Blasen zwischen den Folien noch recht gut vermeiden. Bei den Flächen wars dann schon schwieriger ( siehe Hilfe! -thread auf einem anderen Kanal hier)
Inzwischen hab ich mir die selbstklebende Orastick bestellt, um ein besseres Ergebnis zu bekommen. Noch ist die Folie nicht angekommen.
... to be continued!
 
Innenausbau

Innenausbau

....bis die Folie endlich kommt und ich außen weitermachen kann.


Bei so einer großen Haube muss schließlich auch das Innenleben nach was aussehen.

Ein paar Ideen hatte ich schon, der Stahlrohrrumpf war mir aber zu aufwendig, nachzubauen.


Um den Zugang zur Elektrik wie auch das Gewicht im Griff zu haben entschied ich mich für Depron als Material für den Innenausbau. Das komplette Cockpit soll auch mit offener Haube einsehbar sein und komplett entfernbar.

Zuletzt ist noch geplant, den Sitz zu polstern, Instrumente und Steuerelemente zu montieren , um ein perfektes Flugzeugcockpit zu erschaffen.

Anhand der Fotos sieht man die ersten Arbeitsschritte :

Nackter Rumpf mit Empfänger

IMG_0179.jpg

Seitenteile und Sitzlehne

IMG_0180.jpg

Sitzfläche

IMG_0181.jpg

erster Entwurf eines Sitzpolsters

IMG_0183.jpg

Kopfstütze, dahinter Rohrdummy, vorne Instrumentenbrett

IMG_0184.jpg

Der Herr will Probe sitzen und scheint zufrieden zu sein

IMG_0188.jpg
 
Schwerpunkt

Schwerpunkt

Hemdsärmelig vermutete ich den Schwerpunkt irgendwo zwischen Flügelnasenleiste und Pilotensitz.

Das Programm "CG-Calc" war für mich das einzige Programm, dass auch mit negativen Werten beim Höhenleitwerksabstand umgehen konnte. Andere Berechnungstools sind mit Entenkonfiguration überfordert. Mir gefällt die Visualisierung des eingegebenen Modells, da es eventuelle Eingabefehler schon im Vorfeld ausschließt.

Es gab bei Eingabe meiner Flugzeugdaten letztendlich einen berechneten Schwerpunkt bei 5,5 cm - 6,5 cm vor Flügelnase vor.

Hier noch ein Vorentwurf mit gröberen Flugzeugdaten,

Schwerpunkt.PNG

Den berechneten Schwerpunkt einzumessen war nicht ganz einfach. Es sind vor der Nasenleiste keine Auflagepunkt am Flügel, die man wie üblich zum Ausmessen unterstützen kann. Im aufgerüsteten Zustand ist der Auflagepunkt des Rumpfes auch nicht gerade unterhalb des Schwerpunkts.

Ich hab mir daher ein kleines Tool gebaut, dass sich unter dem Holm durchschieben lässt und an den Verdrehsicherungen dahinter abstützt.

Das Ganze ragt dann nach vorne in den Rumpf hinein und ist am berechneten SP- Bereich eingekerbt, um das Flugzeug komplett aufgebaut an einem Seil aufhängen zu können.

Einzig Cockpit und Haube müssen vorher gewogen werden und ein Ausgleichsgewicht dafür im Rumpf befestigt sein.

IMG_0199[1].jpg

So hat das ganze Auswiegen wunderbar geklappt.

Zugabe von Gewicht an der Nase war reichlich nötig. Für den ersten Gleitflug wollte ich vorerst nur provisorisch Gewicht befestigen. Aus dem Karosseriearbeiten wird an Oldtimern gern Zinn aus Stangen angeschmolzen. Solche Stangenreste hab ich reichlich im Keller, die lassen sich auch gut per Klebeband am Leitwerksträger vorne anbringen.

Soweit vorbereitet kann ein erster Gleitflug passieren.

Dazu nächstes Mal mehr
 

Conny

User
Hemdsärmelig vermutete ich den Schwerpunkt irgendwo zwischen Flügelnasenleiste und Pilotensitz.

Das Programm "CG-Calc" war für mich das einzige Programm, dass auch mit negativen Werten beim Höhenleitwerksabstand umgehen konnte. Andere Berechnungstools sind mit Entenkonfiguration überfordert. Mir gefällt die Visualisierung des eingegebenen Modells, da es eventuelle Eingabefehler schon im Vorfeld ausschließt.
Also, dann versuche doch mal Folgendes: https://mfc-reichertshofen.de/winlaengs4-v3-3
Das ist unser Wirbelleiter-Verfahren, wesentlich genauer als das geometrische Verfahren plus Interferenz-Schätzung. Melde Dich, falls Du Hilfe brauchst, sollte aber eigentlich selbsterklärend sein. Du könntest den Datensatz hier posten (eventuell ein .txt dranhängen, weil es sonst nicht geht).

Vielleicht kommt ja was Ähnliches raus. Falls nicht, würde ich CG-Calc nicht trauen. Bei einer Ente ist bekanntlich der SP-Bereich viel eingeschränkter als bei einem Drachen. Da sollte man auf Nummer sicher gehen. Und wie gesagt, ich empfehle, ziemlich genau 5 % Längsstabilität zu wählen.

Conny
 

Conny

User
SP-Bereich

SP-Bereich

Hallo Christian,

ich habe in meinen Unterlagen gewühlt und dies hier gefunden in einem Seminarvortrag von 1987, den ich damals betreut habe:

Anhang anzeigen SP-Bereich Vergleich.pdf

Das erklärt (hoffentlich), warum man sich bei einer Ente keinen Fehler erlauben sollte bez. der SP-Lage. Man hat wenig Spielraum.

Conny
 

Conny

User
Nochmal SP-Bereich

Nochmal SP-Bereich

Ich verstehe Deine SP-Wahl nicht. (Lass uns erst mal annehmen, CG-Calc rechnet den NP richtig aus.)

CG-Calc berechnet den NP zu 1,2 cm hinter der Flügelvorderkante.
Der empfohlene SP-Bereich liegt 0,5 bis 1,4 cm vor der FlügelVK.

Die hintere SP-Grenze liegt also bei 0,5 cm + 1,2 cm = 1,7 cm vor dem NP. Mit lµ (oder MAC) = 17,4 cm sind das 1,7 / 17,4 = 9,8 % Längsstabilität.
Bei 1,4 cm + 1,2 cm = 2,6 cm sind das 2,6 / 17,4 = 15 %.

Ich gehe davon aus, dass diese Prozentzahlen als Sollwerte in CG-Calc hinterlegt sind. Sie machen Sinn für einen Drachen, sind aber für eine Ente eher zu hoch.
Da gibt es schon Einschränkungen bei der Steuerbarkeit.

Wieso wählst Du aber dann 5,5 bis 6,5 cm vor der FlügelVK??? Das wäre viel zu weit vorne.
Bei Deinem hinteren Wert kommt raus: 5,5 cm + 1,2 cm = 6,7 cm und 6,7 / 17,4 = 38 %.
Bei Deinem vorderen Wert kommt raus: 6,5 cm + 1,2 cm = 7,7 cm und 7,7 / 17,4 = 44 %.

Das geht aber sowas von in die Hose. Oder habe ich was falsch verstanden?

Jetzt rechne erst mal mit WinLaengs4. Ich würde für die Modellierung des Flügels dessen Spitze kappen, also von Wurzelrippe zu Wurzelrippe gerade machen. Dann hast Du eine eindeutigen Bezugspunkt für die Positionen.
 
Schwerpunkt

Schwerpunkt

Hallo Conny,

ich hoffe nicht, dass Du jetzt die Werte, die ich im Beispiel für die 27 genommen habe, benutzt hast.

Achtung!

Die stimmen nicht 100%ig , wie schon erwähnt. mit genauen Werten bin ich bei 5,5 cm - 6,5 cm vor Flügelnase gekommen, nicht wie im Beispiel bei 1,3 cm hinter Flügelnase. Ich nehm nochmal meine exakten Werte für 5% und schau dann, was dabei rauskommt
 
Winlaengs

Winlaengs

Hallo Conny,

ich hab die genauen Daten der 27 jetzt mal bei winlaengs eingegeben.

Laut Deinem Programm liegt der SP bei 40 mm vor Nasenleiste Hauptflügel.

Da bin ich mit meinen 55 - 65 mm aus CG-Calc gar nicht soo weit weg. Mit 65 mm bin ich bei knapp 15% und bei 5% komme ich auf 55 mm vor Flügelnase.
Wie gesagt, in dem Bereich wollte ich noch etwas in der Praxis spielen. Ich weiss aber nicht, ob ich dann noch bis 40mm zurückgehen will... "Zitter"
 

Conny

User
Hallo Conny,

ich hab die genauen Daten der 27 jetzt mal bei winlaengs eingegeben.

Laut Deinem Programm liegt der SP bei 40 mm vor Nasenleiste Hauptflügel.

Da bin ich mit meinen 55 - 65 mm aus CG-Calc gar nicht soo weit weg. Mit 65 mm bin ich bei knapp 15% und bei 5% komme ich auf 55 mm vor Flügelnase.
Wie gesagt, in dem Bereich wollte ich noch etwas in der Praxis spielen. Ich weiss aber nicht, ob ich dann noch bis 40mm zurückgehen will... "Zitter"
Hallo Christian,

bitte die NP-Positionen beider Programme angeben.

Auf welche Stabilität beziehen sich die 40 mm? Oder hast Du Dich verschrieben und NP gemeint, also 0 %?
So ist Deine Aussage nicht verständlich.

Conny
 
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