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FVA 27, Canard Segelflugzeug der RWTH/FH Aachen

Conny

User
Mein Beileid!

Mein Beileid!

Hallo Christian,

ja, schade! Die Schleppmaschine hätte sofort ausklinken müssen. Hinterher ist man immer schlauer.

Ich kann nicht erkennen, wo sich die F-Schleppkupplung befindet, in der Rumpfspitze oder unter dem Rumpf kurz vor dem SP. Wie hat das Original das? Oder hat das nur eine Schwerpunktkupplung für den Windenstart?

Mir ist erst durch das Video aufgegangen, dass Du mit dem Propellerantrieb keinen Bodenstart machen kannst. Und ein dafür taugliches Fahrwerk stelle ich mir recht kompliziert vor.

Dann sortier mal in Ruhe den Bruch.

Conny
 
Meine Schleppkupplung ist etwa 10cm hinter der HLW Endleiste unten am Rumpf.

Die Position hat sich, wie man auf dem Video sieht, als recht gut herausgestellt.

Ja, mei, "Hätte, hätte, Fahrradpunpe"

Vielleicht ist/wäre sie dann mit dem schweren Seil Nähe Rumpfspitze auch nicht mehr steuerbar gewesen, weis man ja auch nicht.


Ich brauch jetzt mal ne Woche Ruhe, dann fang ich langsam wieder an zu flicken, ist ja, wie beschrieben, nicht ganz so schlimm
 
Glaube ich nicht. Das weht es nach hinten, oder ist da Blei dran?



Blei nicht aber das war ein ungewöhnlich dickes Seil, ( ca 8mm Durchmesser)



Falls Du ein neues Entenleitwerk brauchst, könnte (!) man sich noch mal über das Profil Gedanken machen.

Du kannst es wohl nicht lassen?!?!? ;-)

Leider ist das HLW nicht kaputt genug...
Aber, wenn ich grad nichts anderes vorhab baue ich einfach noch ein Zweites, dann kann man ja mal vergleichen
 
Erste Reparaturen:

nachdem ich einiges Anderes zu laminieren hatte wurde gleich schon das eine gebrochene Querruder wieder geklebt.
Das and er Wurzel aufgeplatzte Höhenruder wurde in dem Arbeitsgang auch gleich wieder unter Harzzugabe verpresst.

Die Rumpfrisse sind inzwischen auch wieder in Position per Sekundenkleber fixiert. Einzig oberhalb der Flügelanformung hat der Rumpf eine Beule durch Verspannung. Da bin ich echt überfragt, wie man das wieder "glättet". Wahrscheinlich muss ich die Holmbrücke innen von der Rumpfwand lösen und so diese Spannung rausnehmen. Wenn das klappt, kann ich ja wieder im spannungsfreien Zustand harzen.

Als nächstes setze ich die Ruder wieder in die Flächen ein und ersetze die abgerissenen Servohörner.

Wingletbau wird wohl im August nichts mehr, die kommenden Wochenenden wird Geburtstag der Gattin gefeiert und dann Urlaub gemacht.... pressiert ja nichts
 
Moin!

Die Aachener Ente ist eines der interessantesten Projekte denen ich hier so folge und begeistert zuschaue. Um so trauriger, dass der Erstflug gleich so enden musste :(

Trotzdem oder gerade deshalb meine Frage: Wie ist denn der Stand der Dinge? Und geht es langsam weiter damit die Ente auch mal frei in Luft kommt?

Neugierige Grüße, Micha
 
Hallo Micha,

Die Luft war danach ziemlich raus, dann war Urlaub angesagt ( ja, ich habs geschafft, in diesen Zeiten 2 Wochen unterwges zu sein un das legal)
Dann hat mein Sohn sich ein Unfallauto zugelegt , was wir hergerichtet haben, jetzt wird gerade die Garage gefliesst..... Wenig Zeit!
Aber es ist schon ein bischen was passiert: Die Rohlinge für neue Winglets sind zugeschnitten, ich find nur die Schneideschablonen nicht mehr. Der Rumpf ist an den Rissen mit Sekundenkleber fixiert und ausgeschliffen.
Das aufgeplatzte Höhenleitwerk ist wieder geharzt und verpresst.
Das gebrochene Querruder ist wieder verklebt.
Einen Drahtbügel, der die Propeller auf der richtigen Seite der Drehachse hält hab ich auch schon erfunden
Jetzt muss ich nur auslaminieren, die Ruderscharniere wieder eingeharzt werden, dann brauch ich noch zwei neue Seitenruderservos, hab gehofft, dass die abgerissenen Winglets wieder auftauchen, war aber nichts.
Und: Gaaanz wichtig!
Ein stärkeres Schleppkupplungsservo muss auch her.
 

SteNo

User
Hallo Christian,

herzlichen Glückwunsch zu diesem außergewöhnlichen Projekt. Ich hoffe sehr, Du lässt Dich durch den unglücklich verlaufenen Erstflug nicht entmutigen und bin gespannt auf einen Bericht des Fortgangs der Geschichte! 👍

Ich finde ungewöhnliche Konzepte grundsätzlich spannend und freue mich, wenn sich jemand wagt, eine außergewöhnliche Flugzeugkonfiguration umzusetzen. Trotzdem kann ich es mir hier nicht verkneifen, zur flugmechanischen Motivation in einem der Eingangsposts kurz Stellung zu nehmen:

Die aerodynamische Auslegung des Originals errechnet eine Leistungserhöhung von über 10% gegenüber vergleichbaren Flugzeugen. Das liegt konstruktionsbedingt im Höhenleitwerk, welches dem Moment des Flügels positiv beeinflusst. Dieser Moment wird durch den Abstand des Druckpunktes vom Neutralpunkt des Profils verursacht und bewirkt, dass die Flügelnase die Tendenz hat, nach unten zu drücken. Abhilfe schafft das Höhenleitwerk, das bei konventionellen Flugzeugen durch negativen Anstellwinkel dem Moment entgegenwirkt und dadurch den Gesamtauftrieb des Flugzeuges mindert. [...]
Bei Entenkonfiguration liegt das Höhenleitwerk vor dem Flügel und braucht, um den Moment des Flügels auszugleichen einen positiven Anstellwinkel. Somit kann man den zusätzlichen Auftrieb des Höhenleitwerkes zum Auftrieb des Flügels addieren.
Es ist ein vielfach kolportierter Irrglaube, dass das Höhenleitwerk bei einem Drachenflugzeug (also einer "normalen" Konfiguration) im getrimmten Zustand grundsätzlich einen negativen Auftrieb lieferen muss. Die hinreichende Bedingung für statische Längsstabilität - also dem Auftreten eines rückstellenden Moments bei Auslenkung aus dem Trimmzustand - ist allein, dass der Schwerpunkt vor dem (Flugzeug-) Neutralpunkt liegt. Die Lage des Neutralpunkts hängt in guter Näherung ausschließlich von der Geometrie und dem Verhältnis der Auftriebsanstiege von Hauptflügel und Höhenleitwerk an, nicht aber von der jeweiligen Auftriebsbelastung im Trimmzustand. In der Tat sollte ein (konventionell dimensioniertes) Höhenleitwerk im getrimmten Zustand für eine optimale Flugleistung sowie eine ausreichende Auftriebsreserve höchstens schwach belastet sein. Für eine etwas eingehendere Darstellung - sollte es jemand interessieren - hänge ich mal zwei "Jugendsünden" an. 🤓

Eng damit verwand ist im übrigen die weitverbreitete Meinung, dass je instabiler ein Flugzeug eingestellt ist, deso besser die (stationären) Flugleistungen sind...

Davon ganz unabhängig bin ich gespannt zu lesen, wie es mit der FVA 27 weitergeht.

Beste Grüße
SteNo
 

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