GÖ4-II nach FMT

Gast_3484

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Hallo,

zur Zeit baue ich eine GÖ4-II nach einem FMT-Bauplan von 1984. Der Plan ist sehr exakt, jedoch in einigen Details nicht besonders aussagekräftig. Hat jemand diese GÖ4 schon gebaut? Wäre an Erfahrungsausstausch interessiert, auch wenn das Modell aus Baukästen etc. gebaut. Fotos (z.Zt. Rohbau Rumpf) sind verfügbar.

Gruss Wolfgang
 
Hallo Wolfgang,

geh mal auf die Seite von Knut Zink. www.knzink.de
Da wirst Du interessante Details sehen. Du kannst den
Knut auch direkt anmailen mit einem schönen Gruß von
mir.
 
Hi!

Ein leider derzeit nicht mehr aktiver Kollege hat mal eine Gö4 gebaut.
Das Modell wurde mit einem GFK Rumpf erstellt, der soweit ich mich erinnere, von einem Hersteller aus Berghülen war (relativ unbekannt).
Das Modell hatte auch 4 Meter Spannweite und ist im Flug sehr imposant.
Evtl. kannst Du den Hersteller ja noch ausfindig machen, er fertigte auch noch andere Modelle wie L-Spatz 55 mit ~4,30 Spannweite.
Auch die Klarsichthaube war dort erhältlich.
 

Gast_3484

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Hallo, besten Dank für die Info. Beim FMT-Plan ist alles aus Holz. Zur Zeit bin ich am Rumpf (in Segmenten mit 0,4mm Sperrholz beplankt). Zwischenzeitlich konnte ich den Autor in Tirol ausfindig machen. Habe mit ihm telefoniert und er will mir freundlicherweise helfen. Bin zwar kein Anfänger, aber diese Bauweise ist schon sehr anspruchsvoll! Negativ wirkt sich dabei der damals auf 2/3 verkleinerte Plan aus. Ergibt somit etwa 2,5m Spannweite.
 

Gast_3484

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Baufortschritt

Baufortschritt

damit es nicht langweilig wird gibt es dazu einige Bilder. Das Rumpfvorderteil wird separat gebaut. Finde ich sehr praktisch. Das Teil kann mit Kufe, Haubenrahmen, Radkasten etc. fast fertig gestellt werden. Die Rumpfspitze mit Schleppkupplung und Empfängerakku habe ich der Zugänglichkeit wegen ebenfalls abnehmbar ausgeführt. Wird von innen mit 2 Schrauben am Vorderspant befestigt. Das Seitenleitwerk ist fast fertig. Beplankt wurde mit 0,6 bzw. 0,4mm Sperrholz.
Die Grösse verlangt halt sehr sorgfältiges arbeiten. Bis zu den nächsten Bildern wird es daher etwas dauern.
Wolfgang
 

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Schleppkupplung

Schleppkupplung

Hallo Wolfgang,

so wie Du die Schleppkupplung anlenkst verschenkst man viel Kraft, die man in kritischen Situationen zum Ausklinken braucht.
Besser ist es den Servoweg senderseitig auf das Maximum einzustellen und den Gabelkopf (oder einen Kugelkopf) ganz innen am Servo einzuhängen, eventuell muß man dann das Servo versetzen um eine grade Anlenkung hinzubekommen.
 

Gast_3484

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Servoanlenkung

Servoanlenkung

Hallo Sebastian,
leider sieht man bei dem kleinen Bild nicht, dass das Servo nur lose steckt um das Prinzip der Anordnung zu zeigen. Deshalb ist auch der Servoweg und damit die Einhängung noch nicht justiert. Wichtig finde ich das Stück Bowdenzug zwischen der Hülse und dem Servohebel sowie das Teflonrohr der Führung. Das Servo hat 42Ncm bei 4,8V. Das reicht für den 2,5m Segler bestimmt. Wir haben diese Ausführung seit Jahren auch in größeren Modellen ohne Probleme verwendet.
 
Gö4

Gö4

Hallo Wolfgang,

Ich lege die letzte hand an meinem Gö4 .
Ich habe vor zwei jahren damit angefangen mit dem plan von FMT.
Es sind viele foto's gemacht, und ich habe viele stunden in meiner garage verbracht.
Es heist nur noch den nasenkegel zu machen , den restlichen offenen stellen am cockpit zu dichten, die kabinenhaube zu machen, na ja und die anlage.


Es fingt an so aus zu sehn wie auf die verschwommene bilder die bei dem plan beigefügt waren.


Entchuldige meine fehler, aber für euch wäre das Niederländisch vielleigt auch nicht so einfach.


Schönen gruss

Frans
 

Gast_3484

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Hallo Frans,
ich hoffe, dass ich nicht so lange brauchen werde. Zugegeben, es geht sehr langsam voran. Nächste Woche kann ich Bilder des Höhenleitwerks in das Forum stellen. Zwischenzeitlich konnte ich Kontakt mit Herrn Weinseisen (dem Planersteller) aufnehmen und er hat zur Klärung einiger offener Fragen beigetragen. Auf der Messe in Sinsheim vor 2 Wochen war eine GÖ4-2 auch nach dem Plan, um etwa 50% vergrössert, zu bewundern.
Welche Spannweite hat die "holländische GÖ"?.
Gruss Wolfgang
 
Hallo wolfgang,

Die "holländische GÖ" hat 3,90 mmtr Spannweite.
Ich möchte den segler fertiggestelt haben in Juli, wenn wir unser Jährliches
schlepptreff haben.


Ein Vereinsmitglied hat tatsächlich mit dem orginal geflogen, und das kenzeichen werde ich benutzen wen es fertig ist.
 

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Gast_3484

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Höhenleitwerk

Höhenleitwerk

so, nun gibt es Bilder vom roh verschliffenen Höhenleitwerk. Zuerst nochmals Dank an Uwe (goevier) für die Bilder und an Walter Weinseisen für die Planinterpretatiion!!
Die Endleiste des Höhenruders ist dreiteilig (0,4/0,6/0,4mm Sph), die Beplankung ist ebenfalls 0,4mm Sph. Nasenleiste ist Abachi, Holme sind 3mm Abachi mit einseitig 0,6mm Sph. Gewicht etwa 90gr. Augenschrauben der Scharniere sind noch ungekürzt.
Abweichend vom Plan ist die Dämpfungsfläche auch am Randbogen beplankt.
Der Bau des Ruders erfolgt stehend auf dem Holm und verlangt ein gehöriges Mass an Akribie damit beide Seiten exakt gleich ohne Verzug sind.
Gruss Wolfgang
 

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Giebel

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@ huemmer

Hallo,
der Bericht ist sehr interessant. Auch ich plane den Bau der Gö-4 II nach FMT Bauplan. Kannst Du schon in etwa die Baukosten abschätzen ? Der Selbstbau dürfte jedoch günstiger sein als fertige Bau oder Teilsätze (Schneider in Österreich 380,-; Faller : weiß ich nicht).
Daneben würde mich interessieren, ob die Rumpfhelling im Bauplan oder Anleitung beschrieben wurde oder ob man die Lage der Hilfsleisten selbst festlegen muss.

Viel Spass beim Weiterbauen
und vielleicht beginne ich im Laufe des Jahres auch mit dem Bau, ich muss zunächst jedoch meine Reparaturprojekte fertigstellen ...

Gruss
Marcus
 

Gast_3484

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Hallo Marcus,
die Lage der Hilfsleisten ist im Plan angegeben. Allerdings darf man nicht die angegebenen Masse verwenden sondern im Plan abmessen (dieser ist ja 2/3 verkleinert). Kosten habe ich nicht geschätzt. Es ist auch nicht einfach 0,4mm/0,6mm Sperrholz zu beziehen. Je nach Erfahrung würde ich fast zu einem Bausatz raten. Im Endeffekt kommt der Bezug des Materials mit Versandkosten auch nicht viel billiger. Ich kenne die Baukästen nicht. Kann mir aber vorstellen, dass diese eine einfachere Lösung für den Haubenrahmen haben als Messinrohre zu glühen, mit Zinn zu füllen, in Schablonen zu biegen und zu verlöten (ist nur ein Beispiel). Mir macht das halt Spaß und Zeit habe ich auch. Aber, wie gesagt ich würde mir das gründlich überlegen. Ich betreibe dieses hobby seit fast 50 Jahren und habe eine sehr gut ausgerüstete Werkstatt. Ohne Dekupiersäge, Planschleifteller, Miniaturbohrer mit Bohrständer und Miniaturbandschleifer braucht man gar nicht anfangen. Ehrlich gesagt bin ich bei diesem Modell manchmal schon an meinen Grenzen (wenn man wirklich sauber, exakt und möglichst scale bauen will).
Guss Wolfgang
 

Gast_3484

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Baufortschritt

Baufortschritt

langsam sieht es realistisch aus. Dazu einige Bilder vom Rumpfvorderteil. Sie zeigen Kufe (federt richtig) mit Rad. Letzteres ist vorläufig und muss durch ein passendes ersetzt werden. Steuerknüppel und Klappenhebel (beim Griff kann man sich richtig austoben) sind einschraubbar, die Rahmen der Knüppelsäcke soweit fertig. Welches Material ich statt Leder nehme weiss ich noch nicht. Offen ist auch noch der Verschluss des Kabinenhaubenrahmens. Besser gesagt nicht der Verschluss selbst sondern wie ich ihn von aussen betätigen soll. Kann mir jemand einen Tip geben wo ich die Cockpitinstrumente für einen solchen Segler im Massstab 1:6 kaufen kann?
 

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Gast_3484

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Fortschritt beim Bau

Fortschritt beim Bau

Hallo,
nachdem nun Renovierungsarbeiten an Haus und Garten fast den ganzen Sommer dauerten kommt der Modellbau wieder zu seinem Recht.
Zur Einstellung der EWD habe ich den Rumpf noch nicht ganz mit 0,4mm SpH beplankt um die Helling benutzen zu können. Damit kann der Klappenholm und die Verdrehsicherung exakt angepasst und die EWD von 2,5° fixiert werden. Auf den anderen Bildern sieht man die Anlenkung für die Seitenruderseile (Hebel hat Kugellager), die durchgehende Anlenkung für das Höhenruder (am hinteren Ende, nicht sichtbar) ebenfalls ein Umlenkhebel mit Kugellagern. Das restliche Spiel kommt noch von den Servos mit Metallgetriebe und den Augbolzen der Ruderanlenkungen. Letzteres lässt sich noch minimieren, das der Servos durch Selektion hoffentlich etwas verbessern. Am Seitenleitwerk ist die Seildurchführung (Alu-Röhrchen, doch verschiebbares Ku-Röhrchen) sowie die Taschen für die Laschen der Höhenruderstreben zu sehen. Alles ist noch völliger Rohbau. Möchte diesen Teil grob verschleifen solange die Seile noch aus- und einschiebbar sind.
Etwas beschäftigt hat mich die im Plan gezeichnete Schwerpunktlage. Gefühlsmässig ist er zu weit vorne. Ein glaubwürdiges Ergebnis liefert Schwerpunkt 32.exe von www.rainers-modellflugseite.de. Diese Werte (Schwerpunkt etwa unter Hauptholm bei obiger EWD) werde ich auch verwenden.
Die Flächenrippen werden nach dem Planprofil NACA 4415 gebaut mit Hilfe des TraCFoil Programms von www.jean-claude.etiemble.com/tracfoil. Liefert sehr genaue Rippenausdrucke, der Service bei Rückfragen ist prompt und zu loben.
Der Flächen/Rumpfübergang ist auch noch so ein Thema. Bis jetzt habe ich trotz aller Fotos keine genaueren Angaben.
Bis zum nächsten mal
Gruss wh
 
Gibt's Baufortschritte?

Gibt's Baufortschritte?

Hallo Wolfgang,

liegt der Bau auf Eis oder ist es weitergegangen? Nicht, dass Du denkst, es interessiert sich keiner dafür!:rolleyes:

Gruß
Peter
 

Gast_3484

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Baufortschritt

Baufortschritt

Hallo Peter,
nein, der Bau liegt nicht auf Eis. Wie schon geschrieben haben mich Haus und Garten den Sommer über sehr beschäftigt. Seit April ist deshalb nur das Rumpfhinterteil gebaut, mit dem fertigen Vorderteil "verheiratet" und zum grössten Teil beplankt worden. Die Beplankung dauert eben, insbesondere das Seitenleitwerk. Abweichend vom Plan wurden die Balsafüllstücke auch beplankt. Vernünftig funktioniert das nur, wenn die einzelnen Segmente sehr genau eingepasst werden. Je Segment oben und unten mit doppelseitigem Klebeband aufgesetzte 3mm Balsaleiste erlauben kleine Klemmzwingen. Es genügt dann auch z.B. eine Ecke mit dem Finger anzudrücken und dünnflüssigen Sekundenkleber an den Stosskanten einfliessen zu lassen. Sehr viel Zeit kostet auch das Einpassen des Hautholmes und der Verdrehsicherung. Wie das freihändig am Rumpf ohne Helling gehen soll ist mir ein Rätsel.
Die Flächenrippen sind jetzt im Plan fast fertig (mit Hilfe von TraCFoil). Hat auch gedauert, weil im Originalplan die äusseren Rippen nur verkürzt dargestellt sind und eine Art fiktive Rippenlänge gefunden werden musste. Die Rippenhöhe ist ja bekannt. War schon fast der Meinung, dass das Profil im äusseren Teil von NACA 4415 auf 4412 übergeht. Ist aber doch nicht so. TraCFoil erlaubt es einen kompletten Rippensatz zu erzeugen. Die Ausdrucke bügle ich mit Weissleim auf das Balsa und kann so exakt die einzelnen Rippen ausschneiden.
Also, in nächster Zeit werden die Bericht nicht mehr so lange auf sich warten lassen.
Gruß Wolfgang
 
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