Gedanken zu Funken mit 2G4

Hallo Freunde

Da ich mit dem Gedanken schon seit längerem spiele mir eine eigene Funke auf der Basis von XBeePro 2,4 GHz Modulen zu bauen, habe ich mich mit der Konzeption ein solchen Lösung schon länger beschäftigt und würde gerne meine „Erkenntnisse” dazu hier vorstellen. Die XBeepro Module haben eine volle Betriebsgenehmigung, weshalb man, sollte man nicht mit der Software an den Parametern spielen, z. B. Sendeleistung, damit legal arbeiten darf.

Die XBeePro Module machen aus der Funkstrecke eine einfache serielle bidirektionale „virtuelle” RS232 Verbindung, in Verbindung mit Boards von Arduino kann man ohne eigene löten ein solches Sende, bzw. Empfangsmodul erstellen, dass man sowohl in die Funke, wie auvch in das Modell stecken kann.

Diese Erkenntnis führt dazu, dass das Konzept der „Kanäle” im Zusammenhang mit 2,4Ghz Anlage einerseits eine reine Marketing Aussage darstellen, andererseits dem Laienkundenpublikum gewohnte begriffe und Einordnungen ermöglicht und nicht zuletzt eine Rechtfertigung für mehr Geld für Anlagen mit mehr Kanälen Tür und Tor öffnet.

Das heisst, eine 2,4GHz Funke tauscht mit dem Empfänger einen seriellen bidirektionalen Datenstrom aus und so kann man durch das sinnvolle Verpacken von Infos in diesem Datenstrom und „intelligenter” Handhabung beliebig viele Funktionen zuverlässig steuern, bzw. beliebige Daten vom Modell zur Anzeige an die Funke senden. Als Funktionsschiffsmodellbauer ist das von besonderem Interesse für mich.

Aus dem zuvor gesagten komme ich zu der Meinung, dass die auf dem Markt angebotenen Funken alle in ihrer Funktion ebenfalls den traditionellen Konzepten folgen und so ein Display enthalten, wie man es von dem Computerfunken der MHz Systeme kennt. Nach diversen Studien zu Displays habe ich fast alles verworfen, was aus den traditionellen Basteln eines Displays an einen uController kannte und bin so aus einer Richtung zu meinem Zielsystem gekommen.

Der zweite Aspekt der mich zu meiner Lösung kommen lässt ist die Verfügbarkeit von Anwendungssoftware, welche für ein System, sprich Modell von Interesse sein kann. Hier denke ich an FPV, Google earth, usw., wie auch an der Bereitstellung eines großflächigen Multitouch fähigen Displays und nicht zuletzt auch die Einfachheit der Implementierung.

Meine Lösung sieht also wie folgt aus.

In ein Eigenbaugehäuse installiere ich ein Tablet-PC, dank meines verzögerten Zeitplanes wird es ein Windows 8 basierendes Tablett PC sein, auf welches ich Windows 8 embedded „Standard” installiere. Dieses für eingebettete Version vorgesehene OS lässt sich auf jede Hardware, die den Spezifkationen eines PCs entspricht, habe das in einem Seminar in kurzer zeit selber geschafft, schneller als eine normale Windows Installation und definitiv viel einfacher als das Windows embedded compacht, der Nachfolger des alten CE.

Dazu kommen die gewohnten Steuerknüppel und eine mindest Anzahl an 3-Positionen schaltern und Drehschaltern. Diese konventionellen Steuerlelemente bleiben, auch bei Vorliegen eines Tablet PCs, voll sinnvoll.

Auf dem Display kommt ein großes Hauptfenster, das aktive Fenster und kleine „tiles”, also kleine Fenster. Das große Fenster enthält die aktive Funktion zu einem Moment und erlaubt im Detail alle Infos zu erfassen und alle Parameter zu steuern, so wie man es von Telefonen und iPods oder iPads kennt. Hier wird auch den physikalischen Elementen der Funke, Knüppel, Schalter und Drehelementen eine konkrete Funktion zugeordnet. Tippt man jetzt auf eines der kleinen Fenster, oder benötigt das modell bei einem anderen Fenster, sprich Funktion, deine Aufmerksamkeit, so kann dieses den Inhalt des großen Fensters ersetzen, welches dann auf ein kleines Fenster reduziert wird, und so stehen alle Detailinfos und Steuermöglichkeiten im neuen Fenster bereit, die physikalischen Elemente bekommen dann dynamisch entsprechend andere Funktionen. Das Konzept stammt von den „gäsernen Cockpits”, wie die FAA in den USA für die Fliegerei entwickelt hat und weiter entwickelt.

Das Tablett PC kommuniziert dann, z.B. mit dem Arduino Board oder Boards mit den oder dem XBeepro Modulen, Antennendiversity, über die USB Scnittstelle (virtuelle COM Ports). So kann die Implementation der Benutzerschnittstelle auf das Tablett ausgelagert werden, die Funk- und Hardware nahen Elemente wie gewohnt mit uControllern und anderer Hardware erschlagen werden.

Ich denke die Stärken der Benutzerschnittstelle durch die Verwendung des Tablett PCs sind evident, aber die Möglichkeiten aus der Verwendung der PC-Funktionalität in einer solchen Funke, sind frappierend und gehen von Unsinn, Unterhaltung, über FPV und Google Earth, noch viel weiter.

Bin mal gespannt was ihr davon haltet!


Gruß hellmut
 
Wenn ich sehe, daß meine Windowsrechner immer mal wieder für wenige Sekunden "hängen" (und währenddessen vermutlich an Bill Gates denken), dann möchte ich damit nicht unbedingt einen Flieger steuern. Echtzeitanwendungen mit Windows - das soll glaube ich nicht so die beste Sache sein.

Davon abgesehen nimmst du dir ganz schön was vor. Schönes Projekt für mehrere Jahre, denke ich.
 
...dann möchte ich damit nicht unbedingt einen Flieger steuern.
Für Windows und Linux gibt es Echtzeit-Erweiterungen, damit wichtige Funktionen weiterlaufen. Aber für wenige, schnell reagierende Kanäle wie bei Flugzeugen, Rennbooten und Autos braucht man so ein System auch nicht unbedingt. Die Stärken kann es eher bei Schiffen, LKWs und Baumaschinen mit vielen Zusatzfunktionen ausspielen. Die Grundfunktionen zum Fahren sollten auch da ohne große Verzögerung ankommen, aber bei Rauchgenerator oder Radarantenne ist es egal, ob die eine Sekunde früher oder später schalten.
 

ingo_s

User
Hallo Hellmut,

das müssen bei Dir schon besondere Modelle sein.

Ich habe beim Fliegen keine Zeit auf das Display zu sehen außerdem es ist auch zu gefährlich.
Bei Telemetrie Alarmen lasse ich es auch tunlichst sein, auf dem Display nach der Ursache zu sehen da alle Alarme (bis auf max. Höhe) eine baldige Landung bedeuten.
Also bleibt als Grund für das schicke Display nur noch die Programmierung neuer Modelle oder Änderungen an dere momentanen Einstellung für mich übrig. Mir sind da andere Dinge wichtig, wie z.B. die Möglichkeit ein oder besser noch zwei Mischer-Werte beim Fliegen verändern zu können, ohne auf den Sender schauen zu müssen. So wie MPX das mit den beiden Digi-Stellern bei der Royal gelöst hat.

Wenn mich aber jemand fragt, was ist Dir lieber: Schick und bunt und 6 bis 8 Betriebsstunden oder Schwarz/Weiß Grafik Display und mehr als 35 Betriebsstunden, dann bleibe ich lieber bei meinen 38 Betriebsstunden (MPX Royal mit 2S2200 LiLo).

Gruß Ingo
 
das müssen bei Dir schon besondere Modelle sein.
Ja, nämlich ausnahmsweise mal keine Flugzeuge :rolleyes:

Also bleibt als Grund für das schicke Display nur noch die Programmierung neuer Modelle oder Änderungen an dere momentanen Einstellung für mich übrig.
Das auch, und zusätzlich noch Positionslichter, Beleuchtung, Rauchgenerator, drehbare Radarantenne, Suchscheinwerfer, Arbeitslicht, umlegbarer Mast, absenkbare Brücke, Geräusche, bewegliche Kräne, Aussetzen des Beibootes...
 
Glaubt mir, auch ich bin kein Freund von Bills Betriebssystem, aber Windows 7 ist ein Top Programm! Die Version für embedded standard ermöglicht es das Betriebssystem komplet zu verstecken!

Aber die Echtzeit Funktionen werden nicht im Tablett ausgeführt, sondern in der Kombination Arduino Board und XBee Pro. Die sind auch verantwortlich für die Auswertung der Steuerknüppel, der Schalter und Regler, und natürlich für die Übertragung. Damit ist das Funktionieren der Funke völlig unabhängig vom Tablett PC und von Bills Software!

Damit also im Einzelnen zu Euren antworten, für die ich dankbar bin, da ich so nicht nur alleine darüber nachdenke und meine Gedanken überprüfe.

Die Funke verlangt keinerlei Ablenkung durch den Benutzer auf das Display, das ist und bleibt wie gehabt und daher auch die Verwendung der Steuerknüppel und anderer mechanischer Steuerelemente. Der Vorteil aber ist, das keine „Orgien” an Schaltern und Drehelementen erforderlich sind, wo man sich dann Gedanken machen muss, ob man mit seinen „dicken Fingern” diese auch handhaben kann. Das Programmieren von Modellen ist damit zwar konfortabler zu realisieren, ist aber kein Grund für das Konzept! Das hat ja auch keinerlei Beziehung zu den Möglichkeiten der 2,4 GHz Technik, die Bidirektionalität und die Beliebigkeit des „Kanäle Konzeptes, welche darauf eigentlich garnicht mehr anwendbar ist, außer durch den Kunstgriff der Hersteller dafür 3000,- Euro verlangen zu wollen!

Was aber, wenn du FPV machen möchtest? Bei meinem Konzept stöpselts du die Hardware an den USB Hub der Funke und lädts die Software und schon kannst du über WLAN mit dem Modell kommunizieren und das Bild wahlweise, auf der ebenfalls über USB angestöpselten Brille ansehen, oder über das Display. Bei einem Schiff kann ich den See an dem ich das Boot fahre auf dem Schirm mit Google Earth sehen und dort die Position meines Bootes eingeblendet eingeblendet haben.

Im Funktionsmodellbau kann ich beliebig viele Funktionen bedienen ohne eine Orgie an Schaltern!

Nochmals, das Tablet gibt ein intelligentes Fenster mit dem aktuell aus der Unterhaltungsindustrie gewohntem Konfor der Bedienung und Anzeige, ohne die traditionelle Art der Bedienung eines Modells zu beeinträchtigen, auch nicht wenn es ausfällt! Die Funke hat ja die gewohnten Steuerelemente und die Antwortzeiten sind so kurz wie nur möglich, ein uC steuert ja dieses! So eine Fernsteuerung kostet keine 1000.- Euro, außer man wählt ein entsprechend teueres Tablett dafür. Der Rest der Hardware kostet um die 100.- Euro! Android Systeme, die ich auch untersucht habe, geben nicht den Vorteil der verfügbaren Software, da ist Bills Software unübertreffbar und die Programmierung der Graphik ist unter Android auch alles andere als trivial, während es bei Bills Software kostenlose und mächtige Werkzeuge dafür gibt. Ich lerne z. Z. Studio 2011 dafür.

@ ingo_s: Ich bewundere dich für 35 Stunden kontinuierliches fliegen, dafür müsstes du bei meinem Konzept schon das Tablett PC ans Stromnetz anschliessenm, dann allerdings auch kein Problem, z. B. während du auf deinem Sessel am Flughafen bist, sonst kannst du ja keine 35 Stunden Betriebszeit nutzen, reicht schon eine Autobatterie und ein Adapter der daruas 110 VAC erzeugt, damit diese Funke beliebig lange betrieben werden kann. Wenn der Segler, ein anderes Modell kann auch solange nicht fliegen groß genug ist, dann kann der Empfänger bestehend aus dem Arduino Board und dem XBee Pro Sende-/Empfangsmodul ebenfalls die 35 Stunden packen. Der Vorteil wird aber bei Nacht evident. Jetzt kannst du per FPV dein Modell vom Cockpit aus steuern, die ganze Nacht durch, falls dein segler solange oben bleibt! Ernsthaft ausgesprochen. Eine Funke im Steuerpult kann mit Lipos jede betriebsdauer ermöglichen und ein ordentliches Ladegrät lädt die Akkus im handumdrehen. Schau z. B. den Pulsar 3, der lädt mit seine 1,5kW Ladeleistung den Akkus schneller als du im Modell den Akku austauschen kannst!
 

ingo_s

User
Hallo Helmut,

für ein Schiff mit so umfangreicher Technik ist Dein Ansatz sicher geigneter als die Konventionellen Lösungen.

Bei schönen Wetter bin ich halt viele Stunden auf dem Platz und 12 Akkus bedeuten so ca. 2 1/2 Stunden Flugzeit.
Jetzt habe ich schon drei Ladegeräte die dann morgens voll beschäftigt sind und ich bin froh, wenn der Sender nur einmal in der Woche geladen werden muss und nicht fasst jeden Tag. Die Lipos lade ich halt immer morgens, wenn feststeht das auch Flugwetter ist.

Gruß Ingo
 
Bin mal gespannt was ihr davon haltet!
Für Funktionsmodellbau, warum nicht? Flieger und schnelle Modellboote möchte ich mit einem Tablett nicht steuern wollen, bei Baggern u.ä. passt das besser.

Die XBee-Module funktionieren für diese Anwendung einwandfrei, sie stecken u.a. ja im Graupner iFS- bzw- im amerikanischen XPS-System drin.

Oliver
 
Hallo Stopfohr

Das Tablet steuert weder den Flieger noch sonst ein Modell! Ich weiss das Thema ist komplex, aber lies doch genau nach was ich schreibe! Das Tablet implementiert NUR das Display, eröffnet aber auch zusätzliche Möglichkeiten, auf welche ich ein wenig hingewiesen habe. Ein uController und ein XBee Pro Modul, mindest eins, wegen Antennen diversity, sowie die herkömmlichen Steuerknüppel werden für das Steuern des Modells verwendet und damit sehr schnell, eben wie hier gesagt, auch ein Graupner macht es nicht anders!

Das Tablet kommuniziert mit dem uController über USB. So erhält es einerseits die Daten die es anzeigen kann, so kann es auch Daten an das Modell senden und einmal, beim Wechsel des aktiven Fensters sagt es dem uController welche Schalter und Drehelemente welcher Funktion zugeordnet werden. Das Steuern des Modells erfolgt, aus den Gründen weshalb auch Du kein Modell über ein Tablet steuern würdest, mit uController und den bekannten Bedienelementen, Steuerknüppel, usw.!

Meine Gedanken dazu waren, neben der Zuverlässigkeit und dem schnellen Antwortzeitverhalten, das zu belassen was schon immer Sinn gemacht hat, Steuerelemente, und das anders zu machen was aus der verwendeten 2,4GHz Technik an Möglichkeiten erwächst, die eben keine der kommerziellen Anlagen ermöglicht und die nach meiner Überzeugung ein Umdenken verlangen! Obwohl die kommerziellen Hersteller, aus Gründen der Vermarktung, das Konzept der Kanäle beibehalten wollen, schliesslich bekommt man so viel mehr Kohle ohne zusätzliches zu benötigen!

Gruß Hellmut
 

udogigahertz

User gesperrt
Das Tablet steuert weder den Flieger noch sonst ein Modell!
Gruß Hellmut
Nun ja, aber wenn:
Das Tablet kommuniziert mit dem uController über USB. So erhält es einerseits die Daten die es anzeigen kann, so kann es auch Daten an das Modell senden und einmal, beim Wechsel des aktiven Fensters sagt es dem uController welche Schalter und Drehelemente welcher Funktion zugeordnet werden.
hier Schalter zugeordnet werden, so greift doch das Tablet massiv per USB in die Steuerung ein, oder etwa nicht?

Lustig, wenn es da eine Fehlfunktion, einen Computerabsturz mitten in solchen Zuweisungsversuchen des Tablets geben sollte, plötzlich hast Du Vollgas per Schalter oder sowas ähnliches ....

...........................auch ein Graupner macht es nicht anders!
Warum dann das Rad neu erfinden?


Grüße
Udo
 
Obwohl die kommerziellen Hersteller, aus Gründen der Vermarktung, das Konzept der Kanäle beibehalten wollen, schliesslich bekommt man so viel mehr Kohle ohne zusätzliches zu benötigen!
Na ja, das Konzept der Kanäle und deren Definition von unabhängig voneinander steuerbaren Servos hat ja nun nichts mit 2.4Ghz zu tun. Und bei den üblichen 10ms Zykluszeit, 10-12 bit Auflösung, Protokolloverhead, und der erforderlichen Fehlerkorrektur, um auf ausreichend Reichweite zgu kommen, ist die Anzahl der übertragbaren Kanäle gar nicht so groß. Bezügllch der Kosten kann man darüber allerdings schon darüber diskutieren, ob der marktübliche Preisunterschied zwischen einem 6- und einem 8-Kanal-Empfänger (bei identischer Empfangstechnik) wirklich sein muß ;)

Im Funktionsmodellbau, in dem es auf ein paar ms Übertragungszeit nicht ankommt, ist lassen sich natürlich mehr Kanäle übertragen, das war aber auch zu MHz-Zeiten mit Nautik-Modulen u.ä. nicht anders.

Oliver
 
Lustig, wenn es da eine Fehlfunktion, einen Computerabsturz mitten in solchen Zuweisungsversuchen des Tablets geben sollte, plötzlich hast Du Vollgas per Schalter oder sowas ähnliches ....
Dann kracht der 7kg schwere Tonnenleger mit 5km/h in die Uferbepflanzung :eek:
Und bis er da ankommt, hat man massenhaft Zeit, den Computer neu zu starten. Falls überhaupt etwas passiert, denn bei den Grundfunktionen zum Fahren würde ich keine Mehrfachbelegung vornehmen.

Warum dann das Rad neu erfinden?
Mmmh, mal überlegen. Was kostet eine mc12 mit zwei Nautikmodulen und Decodern? Oder eine voll ausgebaute mc19? Oder die DX10 mit aktiven Ecken und allem drum und dran?
 

udogigahertz

User gesperrt
Dann kracht der 7kg schwere Tonnenleger mit 5km/h in die Uferbepflanzung :eek:
Und bis er da ankommt, hat man massenhaft Zeit, den Computer neu zu starten. Falls überhaupt etwas passiert, denn bei den Grundfunktionen zum Fahren würde ich keine Mehrfachbelegung vornehmen.
Ersetze Tonnenleger durch Rennboot ......... dann sieht die Sache bereits etwas anders aus (vorausgesetzt, für das Rennboot wird die gleiche Fernsteuerung benutzt).

Mmmh, mal überlegen. Was kostet eine mc12 mit zwei Nautikmodulen und Decodern? Oder eine voll ausgebaute mc19? Oder die DX10 mit aktiven Ecken und allem drum und dran?
Und was kostet so ein Tablet-PC plus die ganze Mechanik eines herkömmlichen Senders plus die interne Verdrahtung plus die Sende-/Empfangsmodule? Na ja, gar so hoch dürfte der Einsparefekt am Ende nicht sein, was bleibt wäre allerdings ein recht interessantes Elektronik-Projekt für das ich viel Glück und Erfolg wünsche.


Grüße
Udo
 
Ersetze Tonnenleger durch Rennboot ......... dann sieht die Sache bereits etwas anders aus (vorausgesetzt, für das Rennboot wird die gleiche Fernsteuerung benutzt).
Wieso sollte ich das tun? Im Rennboot brauche ich die ganzen Sonderfunktionen nicht und einen Sender dafür habe ich auch schon.
Ein zweiter Sender nebst zweitem Boot ist außerdem ganz praktisch, falls das Rennboot liegenbleibt.

Was die Kosten betrifft, kann man sich das ein wenig schönrechnen, wenn man den Tablet-Rechner nicht nur für die Fernsteuerung verwenden wird.
 
Hallo freunde

Es geht nicht um Kosteneinsparung! Das Tablet ist an der Funktion der Funke, das Modell über die Steuerelemente zu steuern, solange überhaupt nicht beteiligt, solange ich nichts ändern möchte. Also während ich einen Flieger oder ein Rennboot steuere muss ich überhaupt nicht eingreifen und ein Absturz des Tablets bleibt ohne folgen.

Wenn ich aber FPV mache, dann würde bei einem Absturz die Sicht wegfallen. Das eigentliche steuern des Modells ist davon nicht betroffen. Ich muss allerdings zugeben, dass mir beim Anschauen eines Videos der Rechner nie abstürzt und da ich auf dem Tablet keine Spiele und anderes Zeug habe, was einen PC anfällig macht, so ist die Gefahr minimal.

Aber ich will hier ja niemanden überzeugen, ich wollte eben nur das Konzept vorstellen! Danke.
 

Gerpix

User
Tablett und Steuergerät trennbar?

Tablett und Steuergerät trennbar?

Hallo Hellmut!

Ließe dieses Konzept also zu, dass man z. B. zum Fliegen am Hang/ auf dem Berg das Tablet einmal weglässt und im Rest-Sender nur die vorkonfigurierten Modellprogramme zu den aktuell eingesetzten Modellen drin hat?

Oder andersrum betrachtet: es gibt Situationen, wo man theoretisch keinen Bauchladen braucht oder will, der dazu zwingt die Hände im Freien in einem bestimmten Abstand zu halten. Zum Steuern reichen manchmal 2 Knüppel und ein paar Schalter. Eventuell bei kaltem Wetter sogar mit je Hand einem separaten "Faustaggregat" oder "Joystick" in der warmen Anoraktasche :cool:.

Wenn man das Tablet unbedingt für Modifikationen braucht, kann es ja mitsamt USB-Kabel immer noch im Rucksack sein. Die "nackte" Steuerung benötigt dann auch wieder wenig Energie.

.... so mal ein wenig "herumgesponnen", weil ich manchmal nachdenke, ob die "Kastln" wirklich immer die gleiche Grundstruktur haben müssen wie seit 40 Jahren. ;)

Grüße
Gernot
 
Hallo Gernot

Ja, dass ist absolut möglich. Die Minimalkonfiguration der Funke, ohne dass man sich in die Elektronik vertiefen muss, bestünde aus einem Arduino Board mit XBee Pro und einem Gehäuse mit den Steuerelementen, Knüppel, Schalter und Drehelemente. Der uController auf dem Arduino Board hätte keine Probleme neben der Kommunikation über das XBee Pro Modul auch über die verfügbaren Ports, ADC (so nennt man eine Funktion im Controller der aus einem analogen Signal am Eingang einen Digitalen Wert zu machen). Diese analogen Eingänge würden den Widerstand der Potis an den Steuerelementen messen und so der Software sagen in welcher Stellung das Steuerlement wäre. Auf der Empfängerseite ist ein identisches Arduino board mit einem XBee Pro Modul. Der bekommt die Auskunft digital in welche Position ein Servo, Regler oder sonst was gestellt werden soll und erzeugt den Impuls wie er sonst vom Empfänger erzeugt wird. Die Servos, Regler, usw., merken keinen Unterschied!

Ganz interessant die Idee das Sendergehäuse so zu erstellen, dass man wahlweise mit oder ohne Tablet Arbeiten würde! Ich habe bisher nur Überlegungen gehabt die Möglichkeit zu schaffen ein Arduino Modul mit XBee Pro verwenden zu können, damit man diesen als "repeater" einsetzt, damit man eine höhere Reichweite erreicht. Das Antwortszeitverhalten wäre davon praktisch nicht betroffen, das es hier Möglichkeiten gibt einerseits den Umfang der zu übertragenden Daten zu minimieren in dem man nur die Daten überträgt die sich seit dem letzten Senden, also normaler weise alle 20ms oder 5 mal pro Sekunde und dann diese so alle 10ms übertragen könnte, wodurch eine repeater ohne Verzögerung funktionieren würde und ein normaler Betrieb also die latenzzeit sogar halbieren könnte. Sorry, dank euer Beiträgen kommen mir weitere Gedanken. Falls etwas nicht verstanden wird, bitte Fragen.

Gruß Hellmut
 

DD8ED

Vereinsmitglied
Hallo Hellmut,
ein Hinweis am Rande. Ist dir klar, dass das Xbee-Pro in der EU nur mit 10 mW genutzt werden darf ?
Das ist für eine ernst zu nehmende Anlage ETWAS wenig.
Mal ganz abgesehen von dieser Einschränkung würde ich bei einer Neuentwicklung auch auf moderne und leistungsfähigere HF-Chips setzen. Atmel hat da nette Sachen wie z.B AT86RF230.
Ferner solltest du im Auge behalten, dass irgendwo Rechenkapazität für die Bedienung des Funks incl. FHSS und LBT vorgehalten werden muss. Das dürfte in Zukunft einige Resourcen brauchen.
Die in der Demo-Firmware enthaltenen Routinen (egal welcher Chip) werden nicht den Anforderungen für eine Modellfernsteuerung entsprechen.

Just my 2 cents
 
Hallo Hellmut!

Ließe dieses Konzept also zu, dass man z. B. zum Fliegen am Hang/ auf dem Berg das Tablet einmal weglässt und im Rest-Sender nur die vorkonfigurierten Modellprogramme zu den aktuell eingesetzten Modellen drin hat?

Oder andersrum betrachtet: es gibt Situationen, wo man theoretisch keinen Bauchladen braucht oder will, der dazu zwingt die Hände im Freien in einem bestimmten Abstand zu halten. Zum Steuern reichen manchmal 2 Knüppel und ein paar Schalter. Eventuell bei kaltem Wetter sogar mit je Hand einem separaten "Faustaggregat" oder "Joystick" in der warmen Anoraktasche :cool:.

Wenn man das Tablet unbedingt für Modifikationen braucht, kann es ja mitsamt USB-Kabel immer noch im Rucksack sein. Die "nackte" Steuerung benötigt dann auch wieder wenig Energie.

.... so mal ein wenig "herumgesponnen", weil ich manchmal nachdenke, ob die "Kastln" wirklich immer die gleiche Grundstruktur haben müssen wie seit 40 Jahren. ;)

Grüße
Gernot
Naja, etwas Querdenken hat uns öfters auch weitergebracht. Aber gerade bei der Hardware, die ja auch mit der menschlichen Ergonomie verbandelt ist, ist das nicht so einfach.

Die Autos haben meistens immer noch vier Räder an den Ecken, auch hier wurde schon viel anderes mit mäßigem Erfolg versucht. Ein weiteres Beispiel die unzähligen mißlungenen Versuche, das schnöde Lenkrad durch "moderne" Konstruktionen zu ersetzen. Letztendlich scheiter alles am Menschen, und der ist zu Recht das Maß der Dinge.
Auch beim Sender hat es Weiterentwicklungen gegeben, z. B. das iVol, früher die Single Stick Varianten, alles war vielleicht interessant, aber halt nicht im Alltag mit dem Menschen in Einklang zu bringen. Ich sehe es halt so, dass zuerst der Mensch kommt und dann die Technik als Unterstützung.

Meinrad
 
Falls etwas nicht verstanden wird, bitte Fragen.
Was genau willst du jetzt eigentlich erreichen?

Aktuelle 2.4GHhz-Kompoenten sind alle so aufgebaut, wie du dir deinen Sender und Empfänger auch vorstellst - je ein Mikrocontroller und ein Transceiver. Auf der Funkstrecke gibt es eine digitale Übertragung, die im Empfänger in PPM für die Servos umgewandelt wird. Das ist alles überhaupt nichts neues, das gab es auch schon zu Mhz-Zeiten.

Neu in deinem Konzept ist die Bedienung per Tablett. Das ist nett, und für den Funktionsmodellbau vielleicht auch geeignet.

Oliver
 
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