Gestaltung von "Pilotenräumen/flächen" im Zeitalter von 2,4 Ghz

Moin,
wenn in unserem Verein mehrere Piloten gleichzeitig fliegen, haben sie sich in sogenannten“Pilotenräumen“ aufzuhalten.
Pilotenräume sind einfach gemähte quadratische Flächen, die sich am Anfang oder Ende seitlich der Startbahn befinden. Im Zeitalter von 35 Mhz erschien mir diese Methode sehr sinnvoll. Wenn mehrere Leute auf einer kleine Fläche standen, war dies kein Problem mit den langen Antennen.
In unserem Verein wird jetzt aber schätzungsweise zu 90 Prozent mit 2,4 Ghz gewerkelt!
Jedoch mit den kurzen 2,4er Antennen können doch Abschattungen durch den eigenen Vereinskollegen entstehen!
Ist es jetzt nicht sinnvoller die RC Piloten seitlich entlang der Bahn zu positionieren? Ich denke da an das Beispiel von RC Vereinen in den USA. Dort sind die meisten Piloten auf der gesamten Länge seitlich zur Bahn verteilt.
Wie fliegt ihr bei Euch, bzw. gab es Änderungen durch 2,4 GHz?
Gruß
Michael
 
Hallo Michael,

bei uns stehen möglichst alle in einem definierten Raum, 99% 2,4 Ghz.. Es gab auch bisher noch nie Probleme wegen der Abschattung. Eher damit, daß ich nichts sehen konnte :eek:
Allerdings stehen wir auch nicht mit 4 Personen auf einem qm², sondern eher auf ca. 10m längs aufgestellt.
Ich halte es schon für wichtig, daß man sich aus Sicherheitsaspekten hören kann. So kann man sich noch untereinander Hinweise oder Warnungen zurufen.
Grüße... Malte
 
Durchaus interessant zu diskutieren, hat aber mit Fernsteuerungstechnik wenig gemein.
Ich verschiebe zu den Allgemeinen.
 
Ich denke, Malte hat die Frage schon abschließend beantwortet. Der entscheidende Faktor ist die Kommunikationsmöglichkeit der Piloten, bzw. auch des Flugleiters. Dazu müssen aber auch nicht alle auf 3 m² versammelt sein und sich die Sicht behindern...

Gruß Mirko
 
Wir stehen (zusammen) an der Seite in der Mitte der Landebahn. Am Ende erscheint mit nicht sinnvoll. Allein schon wenn die Windrichtung sich ändert. Sonst ist man gerade im kritischen Anflug sehr nahe an den Piloten oder muß sehr weit von sich entfernt reinkommen. Nur beim Schleppen oder bei kritischen Starts (Erstflügen), steht mal jemand am Ende der Landebahn, geht dann aber bald zur Mitte zurück.

Bei uns gibt es noch einen natürlichen Grund gegen das Ende der Landebahn. Wir haben meistens sehr hohen Mais bis zur Landebahn :-( Da sieht man nur noch wenig, wenn man nahe dran steht. Obwohl es bei kritischen Landungen erlaubt, sehr tief über die Kante reinzukommen.

RK
 
Ich sehe das in der Mitte stehen immer kritisch. Beim fliegen kein Problem aber bei Start und Landung kann ein Modell schnell ausbrechen und unkontrolliert in die Menge steuern. Gerade beim Start können an diesem Punkt schon hohe Geschwindigkeiten vorliegen und ein Pilot der in den Himmel gucken, realisiert nicht schnell, was gerade abgeht.
 
Hubi Piloten

Hubi Piloten

Hallo Leute,
ich hab mal ne Frage auch sozusagen zum Thema.

Wie handhabt ihr das denn so mit den Hubi Piloten?
Die stellen sich nämlich bei uns gern Mitten auf den Platz (warum auch immer) und wollen dann natürlich auch möglichst alleine fliegen, was aber speziell Samstags nicht so gut geht.

Der deutliche Hinweis, sich doch an den Zaun zu stellen, wie's eigentlich bei uns vorgesehen ist, wird meistens mürrisch oder unwillig beantwortet.

Grüße Holgi
 
Hallo Leute,
ich hab mal ne Frage auch sozusagen zum Thema.

Wie handhabt ihr das denn so mit den Hubi Piloten?
Die stellen sich nämlich bei uns gern Mitten auf den Platz (warum auch immer) und wollen dann natürlich auch möglichst alleine fliegen, was aber speziell Samstags nicht so gut geht.

Der deutliche Hinweis, sich doch an den Zaun zu stellen, wie's eigentlich bei uns vorgesehen ist, wird meistens mürrisch oder unwillig beantwortet.

Grüße Holgi

Hallo Holgi,
Sorry ich glaube das Thema gehört nicht zu meiner gestellten Frage. Vielleicht kannst Du ja dieses Thema separat neu erstellen. Aber ich muß zugeben, dass dieses Problem bestimmt in einigen Vereinen ein Thema ist.
Gruß
Michael
 
Hi Jungs,

bei uns im Verein, stehen alle Piloten in hörweite des anderen zusammen. In all den Jahren, wo jetzt 2,4GHZ geflogen wird, gab es noch nie Probleme. Bei uns fliegen auch ohne Probleme Heli und Fläche zusammen, der Stellplatz des Piloten ist egal was für eine Art von Fluggerät immer am Platzrand, so das jeder fliegen kann. Wenn mal jemand alleine Fliegen will oder muss (z.b. Turbine, darf bei uns leider nur eine in der Luft sein und sonst nix, bescheuerte Reglung, aber anderes Thema) dann ist das auch kein Problem, da bei uns jeder dem anderen seinen Flugspaß gönnt.

Gruß.
 
Ich höre das das erste mal. Der TS schröb :rolleyes: das es passieren kann, als bei denen wohl auch nicht passiert ist. Ich/wir hatten da noch nie schwierigkeiten. Ist das denn wirklich möglich? Stalbeton schirmt ab... aber ein wasserbefüllter Mensch?!? :confused:

glaub ich irgendwie nicht dran...

LG

Markus
 
Der Sinn des Pilotenraums ist nicht bedingt durch die Übertragungsmethode sondern die mögliche Kommunikation unter den Piloten, wenn einer zB Probleme hat und warnen oder informieren will. Zudem stehen die Piloten an definierten Plätzen und nicht plötzlich in der Landezone. Sinnvoll!
 
Ich höre das das erste mal. Der TS schröb :rolleyes: das es passieren kann, als bei denen wohl auch nicht passiert ist. Ich/wir hatten da noch nie schwierigkeiten. Ist das denn wirklich möglich? Stalbeton schirmt ab... aber ein wasserbefüllter Mensch?!? :confused:

glaub ich irgendwie nicht dran...

LG

Markus

Hi Markus,
ok nach mehrmaligen Lesen Deines Textes, hab ich es wohl verstanden was gemeint ist. Ja Stahlbeton schirmt bzw. schattet ab bei 2,4 Ghz und Wasser ist auch nicht gerade optimal bei 2,4 Ghz. Oder hast Du schon einen RC Skipper gesehen, der mit 2,4 Ghz ein U-Boot betreibt?
Gruß
Michael
 
Hi Markus,
Oder hast Du schon einen RC Skipper gesehen, der mit 2,4 Ghz ein U-Boot betreibt?
Gruß
Michael

Nun ja, wenn das U-Boot getaucht ist ........ wie soll man es dann sehen können? :D

Zurück zum Thema:

Die Piloten sollten alle in Rufreichweite beieinander stehen, der Flugleiter möglichst in der Mitte, damit er alle Piloten und das Umfeld im Blick hat. Natürlich sollte man sich nicht unbedingt mitten auf den Platz stellen, eher am Rand des Platzes, je nach Wetterlage (Windrichtung) und Sonnenschein (Blendung) an durchaus sehr verschiedenen Orten.

Von fest eingerichteten "Pilotenzonen", die man gefälligst zu benutzen hat, halte ich nicht viel, das ist doch alles lageabhängig.

Auf jeden Fall muss vermieden werden, dass 3 Piloten an dieser Ecke des Platzes stehen und ein 4. Pilot stellt sich ans andere Ende des Platzes und fliegt so vor sich hin, als sei er allein auf der Welt, das geht nicht, er hat sich zu anderen zu stellen, auch wenn er die persönlich nicht mag.

Hubschrauberpiloten:

Die fliegen entweder nur an einer ganz bestimmten Ecke des Platzes (Heli eintrimmen, Schwebeflug üben) oder sie haben den Platz für sich alleine, dann ist es doch wurscht, wo sie sich hinstellen. Einem 3-D-zappelnden Heli-Piloten kann man unmöglich abverlangen, auf andere Fluggeräte zu achten, das geht nicht, der muss sich voll und ganz auf seinen Heli konzentrieren und da so ein Heli nie besonders weit fliegt, sondern immer in 10 bis 100 Metern Entfernung vom Piloten bleibt (Fluglagenerkennung!), beansprucht der eben den ganzen Platz.


Grüße
Udo
 
Sorry, Udo, Du stehst mal wieder etwas abseits. Hier geht's nicht primär um die Platzordnung, hier geht's primär um Funktechnik und deren möglichen Auswirkungen auf dieselbe.

Mit Frequenzen und Funksignalen kenn ich mich leider auch nicht aus. Ich weiß nur, daß meine MVOX-Antenne bei 5,x GHz keine festen Körper durchdringt, nicht mal Karton. So könnte ich mir schon vorstellen, daß auch 2,4 GHz durch einen menschlichen Körper abgeschirmt werden. Reichen dann z.B. Reflexionen des Signals durch andere Körper für eine sichere Verbindung?
Oder müssen die Piloten wegen 2,4 GHz weiter auseinander stehen?
Daß es bisher in einer engen Gruppe immer gut gegangen ist, ist ja nicht unbedingt ein Beweis, daß das immer funktionieren muss.

Servus
Hans
 
2,4 gHz

2,4 gHz

Guten Abend beisammen.

Zur Ausbreitung von 2,4 GHz-Wellen kann gesagt werden, dass sie den selben Ausbreitungscharakter wie Licht haben. Beides sind elektromagnetische Wellen.
Es gibt unter anderem Reflexions-, Absorbtions-, Beugungs- und Streueffekte. Alles sehr komplex. Aber was kennen wir von Licht?

Stehen wir im Schatten eines Hauses, so ist es dort nicht zapfenduster, wir sind in der Lage zu sehen. Weil auch Licht in den beschatteten Bereich gelangt durch Streuung an anderen Objekten und durch Beugung an Kanten usw..

Ein Mensch schirmt also ab, trotzdem können wir problemlos Fliegen, da genug Sendeleistung am Modell ankommt, andernfalls würden wir jedesmal den Funkkontakt zum Modell verlieren, sobald unsere Hand zwischen Modell und Antenne ist.

Wasser ist ein besonderes Medium für 2,4 GHz-Wellen. Das H2O-Molekül ist ein Dipol, darum richtet es sich in elektromagnetischen Feldern aus. Das ganze führt zur Erhöhung der mittleren Molekülgeschwindigkeit, sprich das Wasser erwärmt sich, und absorbiert Energie (Brown'sche Molekularbewegung). Das kennt jeder von seiner Mikrowelle in der Küche, die erwärmt das Wasser im Essen mit 2,4 GHz-Wellen.

Also reflektieren unsere Körper nicht nur, sie absorbieren auch Energie.

Das Ganze ist derartig komplex, dass man sich das ganze am besten in der Praxis ansieht. Welche Alltagsgegenstände werden mit 2,4 GHz betrieben außer die Mikrowelle?

1) Handys! Wir können fast immer telefonieren auch in einer Straße mit hohen Häusern links und rechts, obwohl wir keinen direkten Sichtkontakt zum Sendemasten haben (Dank Reflektion, Streuung, Beugung)

2) W-LAN-Router! Wir können mit einem Notebook ins Internet obwohl wir zwischen Router und PC sitzen, auch Ziegelwände, Fenster, Türen haben kaum praxisrelevanten Einfluss.

Man darf nicht leugnen, dass eine Signalabschwächung existiert, sonst würde man ja nur ein W-LAN-Router für die ganze Welt benötigen.
Trotzdem sind menschliche Körper kaum praxisrelevant. Metallische Gegenstände sind wesentlich schlimmer!

Kollegen und ich haben das mal ausprobiert, wir haben die Antenne eines MPX-Senders mit 2 Händen komplett umschlossen. Die Anzeige des Senders hat einen Intensitätsabfall von 30-40% (von 100% auf 70-60%) angezeigt! Entsprechend gering fällt die Störung eines Menschen der 1 bis 2 Meter entfernt steht und die Antenne NICHT umschließt aus!

Schönen Abend noch.
Max
 
em...

Handy´s arbeiten im 900 bzw. 1800mhz bereich und verhalten sich gänzlich anders.... :cool:

wlan wird nict 100% durch menschen abgeschirmt. Und das mit den reflektionen kann so nicht ganz stimmen....

und in einer Mikrowelle wird ein Magnetfeld gedreht, keine 2,4 ghz wellen bestrahlt. löl

LG

Markus
 
Zuletzt bearbeitet:
em...

Handy´s arbeiten im 900 bzw. 1800mhz bereich und verhalten sich gänzlich anders.... :cool:

wlan wird nict 100% durch menschen abgeschirmt. Und das mit den reflektionen kann so nicht ganz stimmen....

und in einer Mikrowelle wird ein Magnetfeld gedreht, keine 2,4 ghz wellen bestrahlt. löl

LG

Markus

Alles nicht ganz richtig,eigentlich eher falsch!
1.1800mhz entspricht 1,8 Gigahertz und damit verhalten sich diese sehr ähnlich unserer 2,4 Ghz.
2.In einer Mikrowelle werden elektromagnetische Wellen mit einer Frequenz von 2,4ghz
erzeugt: http://de.wikipedia.org/wiki/Mikrowellenherdoder hier:http://www.weltderphysik.de/thema/alltag/mikrowellenherd/
Dabei sind zwar Magneten beteiligt,aber das Ergebnis sind eben elektromagnetische Wellen
im 2,4 Ghz Bereich.

Raymund
 
em...

Handy´s arbeiten im 900 bzw. 1800mhz bereich und verhalten sich gänzlich anders.... :cool:

wlan wird nict 100% durch menschen abgeschirmt. Und das mit den reflektionen kann so nicht ganz stimmen....

und in einer Mikrowelle wird ein Magnetfeld gedreht, keine 2,4 ghz wellen bestrahlt. löl

LG

Markus

Dank Raymund, gibts kaum was zu ergänzen,

außer vielleicht:
1) dass die neusten Mobilfunkstandards in Europa (LTE) auch auf 2,6 GHz-Wellen basieren.
2) Unsere Sender keinen Magnetron haben, aber auch eine elekrtoMAGNETische Welle im selben Frequenzbereich wie der Mikrowellenherd aussenden.

fliegerassel schrieb:
Und was hat das jetzt noch mit der Gestaltung von "Pilotenräumen/flächen" zu tun...?

Gruß Mirko

Eingangs wurde von Michael gefragt:

DerfieseFriese schrieb:
Jedoch mit den kurzen 2,4er Antennen können doch Abschattungen durch den eigenen Vereinskollegen entstehen!

Das kann nun als sehr unwahrscheinlich eingestuft werden.
Somit ist bei der Frage der Gestaltung von Pilotenräumen der Sendesicherheit genügegetan, wenn die Piloten 1 bis 2 Meter Abstand halten. Was Piloten von Natur aus tun, um freie Sicht zu haben.

Grüße Max
 
Hallo,

naja, ganz so unwahrscheinlich ist das doch nicht. Bei F3B Wettbewerben in der Aufgabe Streckenflug stehen 5 Piloten plus Ansager hintereinander an der sog. A-Linie jeweis hinter einer Peileinrichtung. Dabei steht der Ansager üblicherweise direkt vor dem Piloten, denn der sagt ihm genau an, wann er diese Linie mit seinem Modell erreicht und er die Wende einleiten muß ("30, 20, 10 und rum"). Dabei habe ich schon festgestellt, das es bei sehr geringem Abstand der beiden Personen zu Abschattungen kommt, so dass die Verbindung zeitweise unterbrochen ist (Piepsen am Sender wegen fehlendem Rückkanal bis zu kurzzeitigem Fail-Safe am Modell). Das war zu 35 MHz Zeiten kein Problem, da die Antenne deutlich länger war und auch schräg vom Sender wegzeigte. Aus diesem Grund stelle ich mich auch nicht mehr direkt hinter den Ansager, sondern bleibe seitlich von ihm stehen. So kann ich allerdings nicht mehr selbst genau die Linie entlang peilen und muss mich auf die richtige Ansage meines Helfers verlassen.

Ansonsten, wir haben entlang unserer Graspiste in etwa 2 Metern Abstand einen weiteren, gemähten Streifen, auf dem sich die Piloten aufhalten sollen. Normalerweise stehen also die Piloten bei Vereinsbetrieb mit Motormodellen nebeneinander auf diesem gemähten Streifen seitlich etwa in der Mitte der Piste. Die Heliflieger verbannen wir für ihre Schwebeflüge aber an das Leeende der Piste, weil wir sie so beim Anflug gut sehen und damit einschätzen können, ob das eigene Motormodell sicher am Heli vorbei gelandet werden kann oder nicht. Die Piste ist dabei ca. 60 m lang und mindestens 20 m breit, so dass auch Schräganflüge möglich sind.

Gruß, Karl Hinsch
 
Ansicht hell / dunkel umschalten
Oben Unten