Gesundheitsgefährdung - 2K Epoxy

Hallo Marc,

Je nach dem wie lange und wie häufig du den Dämpfen ausgesetzt bist würde ich es machen. Auf jeden Fall kann ich nur empfehlen den Raum gut zu belüften wenn du mit größeren Mengen arbeitest.
Gut für die Gesundheit sind die Dämpfe nicht.
Gruß
Lukas
 
Die Entscheidung liegt bei dir, ob du ne Maske auf setzt. Wie gesagt falsch ist es nicht, aber in größeren Laminierbetrieben setzt kaum einer ne Maske auf. Was mit denen im fortgeschrittenen Alter gesundheitlich passiert weiß ich nicht.
Gruß
Lukas
 
Nicht in einem geschlossenen Raum, d.h. bei guter Lüftung zu arbeiten ist sicher schon mal eine einfache, wirksame Schutzmassnahme. Ich mache gerne dabei die Fenster auf, Querdurchzug im Raum, wenns sein muss mit nem Ventilator unterstützt.
 
Datenblatt lesen: Einatmen vermeiden.
Online stehen direkt sichtbar nur die H-Sätze.

Sicherheitsdatenblatt anfragen mit spezifischer Frage nach H+P Sätzen.
Tip, Google "Sicherheitsdatenblatt H+P Sätze", oder Wiki dazu.

Der eigenen Gesundheit zuliebe ist man gut beraten P-Sätze zu beachten.

Oder kurz - zieh ne verflixte Maske auf, bevor dir irgendwann jemand später im Leben Stoffe in den Körper drücken muss die eine Sache bekämpfen aber dann Nebenwirkungen haben die du dir jetzt noch nicht vorstellen kannst.
Egal was dir eine Flasche sagt - es hat einen guten Grund warum im industriellen Einsatz das grosse Rad gedreht wird.
 
Also meine ganz persönliche Meinung dazu:

Bei jeder Tankstelle oder Großstadt-Innenstadt atmest du mehr Gift ein, als alle 8 Wochen bei einem Patzen Epoxy ...

Bist du empfindlich oder verängstigt wegen der Ausdünstungen -> nimm eine Maske.
Wenn nicht -> lass es

Jedenfalls - wie oben schon geschrieben - gut lüften, AUCH während des Aushärtevorgangs.

Wenn du das Stück danach Stauberzeugend bearbeitest (schleifen, sägen usw), dann eine Staubschutzmaske.

lg, Rudi
 
Es ist so
Oben auf der Diele (1OG) laminiere ich immer. Die Diele ist über eine große Treppe vom EG erreichbar.
Auf der Diele geht ein kleines Wohnzimmer ab. Die Diele selbst hat 2 kleine Dachfenster.
Gerade jetzt im Sommer kann man sich vorstellen Wie wenig Wind durch die Fenster durch pfeift.

Eine Maske aufsetzen ist so an sich kein großes Problem aber es nervt. Aber die Dämpfe ziehen eher durch die ganze Bude
anstatt durch die beiden kleinen Dachfenster ab. Da hilft mir die Maske nur zu 50%. Also nur für die Zeit des laminierens.
Man sagte mir das nur der Härter das Problem sei und nur wenn er noch flüssig ist. Warum wieso weiß ich nicht.

Ich habe an HP Textils mal die selbe Frage gerichtet. Antwort:

Hallo Herr Gaser,

eine Maske ist nicht notwendig, da unser Epoxidharz kein Styrol oder ähnliche gesundheitsgefährdende Substanzen enthält.

Für weitere Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

with best regards / mit freundlichem Gruß

i.A. Nic Schümer
HP-Textiles GmbH

Mir ist schon klar das die Jungs mehr Ahnung haben als ich.
Allerdings machte Rauchen auch über Jahrezehnte kein Krebs. Heute wissen wir es besser.

Kannst du mir das mit den H und P Sätzen mal etwas genauer erklären?

Sicherheitsdatenblätter gibt es hier
www.liquidextasy.de/files/HP_E55L_SDB_HARZ.pdf
www.liquidextasy.de/files/HP_E55L_SDB_HÄRTER.pdf
 
Hallo,

ich habe eine Unverträglichkeit gegen irgendwas in Epoxidharz/-härtern. Die habe ich mir durch Laminieren ohne Maske, Handschuhe etc. ehrlich erworben und würde rückwirkend gerne darauf verzichten.

Bei mir ist es so, dass 5min Epoxi ganz schlimm ist (Devcon geht noch) und nach einem Ansatz von 2gr. ohne Maske hat mir nach ein paar Minuten angefangen die Haut zu jucken und nach einer Stunde bildeten sich die ersten Wasserbläschen auf der Haut, wenn ich ohne Maske im Bastelkeller arbeitete. Ich arbeite nur noch langärmlig mit Nitrilhandschuhen und achte penibel darauf ja keinen Hautkontakt zu bekommen, es reicht offensichtlich das Einatmen deshalb im Keller nur mit Maske bei 5min Epoxi (die 10 Minute sind auszuhalten). Seit ich sehr aufpasse, wird meine Reaktion auf das Zeug glücklicherweise wieder schwächer.

L285 ging ganz gut, da konnte ich ca. 1h ohne Maske Laminieren bis das Jucken anfing, am nächsten Tag war alles wieder gut. Soll leider krebserregende sein. L385 ging ohne Maske nicht, da hatte ich am nächsten Tag wässrige Blasen auf der Haut. Das HP 55L war etwa wie das L285.

Wer keine Allergie/Unverträglichkeit hat sollte einfach still sein und das Glück geniessen, aber auch nicht durch sorglosen Umgang aufs Spiel setzen. Wer mit Maske nicht arbeiten will, der sollte sich wenigstens eine Absaugung basteln, um die Luft über dem Laminat nach draußen zu befördern und nicht den ganzen "Dampf" zu inhalieren. 300. gr ist schon ein sehr großer Ansatz mit entsprechender Laminatfläche , da geht schon einiges in die Raumluft.

Hans
 
Zuletzt bearbeitet:
Seitdem ich mit Maske arbeite, habe zwar immer einen Abdruck im Gesicht, aber dafür keine Kopfschmerzen mehr.

Gehört bei mir jetzt neben Handschuhen zur Grundausstattung.
 
Die Antwort von HP-Textiles ist Schwachsinn!

Natürlich sind bei Epoxi keine Styrolausdünstungen wie bei Polyester zu erwarten, ist ja kein Styrol drin.

Der Hauptgrund, der für eine Maske spricht, ist die eigene Nase, die beim Laminieren lange Zeit direkt über der frisch laminierten Fläche steht.
Die bei Epoxi verwendeten Härtersysteme haben alle Anteile mit recht geringem Siedepunkt - das bedeutet, auch bei normal 20-25 Grad verdunsten Teile dieser Chemikalien und mit der Nase nur 10 cm über der frisch laminierten Fläche nimmt man immer diese Anteile über die Lunge ins Blut auf.
Gleiches gilt auch für das Epiclorhydrin, da bleiben immer Restbestände im Epoxi zurück, es wird nicht zu 100% in Epoxiharz umgewandelt.

Manche Leute reagieren darauf sehr sensibel, andere merken erst Auswirkungen 20 Jahre später und wieder andere könnten in dem Zeugs auch Baden ohne Folgen.

Mein Tipp aus eigener Erfahrung:
Bitte nur mit Maske und Handschuhen arbeiten

mfg
der Nichtflügler
 
Der Härter für Epoxy-Harze ist allergen, d.h. Du musst die Dämpfe nur lange genug einatmen (wie lange, ist indivuiduell verschieden) und Du erwirbst eine Allergie dagegen mit allen negativen bis dramatischen Konsequenzen. Bei Deiner Anwendungsfrequenz bist Du eindeutig schon im roten Bereich. Abgesehen davon ist das Zeugs an sich schon nicht gesundheitsfördernd, angeblich sogar kanzergen.

Gruß
Michael
 
Okey,
also sollte ich in die Garage umziehen und trotzdem mit Maske arbeiten.
Angenommen ich laminiere in der Garage
Durchzug ist teweilse schwer machbar weil kein Fenster und nur ein großes Tor.
Unter Umständen reicht der Luftzug nicht aus am die Dämpfe nach außen zu fördern.
Die Dämpfe regnen dann in der Garage nieder und werden durch Bewegung wieder aufgewirbelt und eingeatmet?
Worst Case für ganz pessimistische
Stimmt das so?
 
Ich verstehe nicht, warum man sowas überhaupt diskutieren muss!:rolleyes:

Setz ne Maske auf und gut iss!
 
Dämpfe u.Stäube sind nicht dasselbe.
Staub wirbelt wieder auf ( Schleifstaub ),
Dämpfe ziehen ab.

Gruß Martin
 
Was hier im allgemeinen Trubel gerne vergessen wird: Die Hauptgefährdung von Epoxydharzen tritt nach wie vor bei Hautkontakt auf, weshalb geeignetes Handschuhmaterial hier unerlässlich ist. Dafür würde ich persönlich auch lieber ein paar Euro mehr ausgeben, als hinterher massiv gesundheitliche Problem zu riskieren. Nitril ist hier das einzig sinnvolle Material, das neben einem sehr guten Schutz auch einen guten Tragekomfort ermöglicht.

Zu diesem Thema wurde in der Vergangenheit schon lang und breit diskutiert, sodass ein weiterer Thread hier absolut sinnfrei erscheint. Ich verlinke meinen Post dazu selbst einmal: http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/297495-Gesundheit?p=2575964&viewfull=1#post2575964
 
Ansicht hell / dunkel umschalten
Oben Unten