Gewährleistung auf Reperatur

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rjm

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Hallo zusammen,

folgender Fall hat sich soeben bei einem Vereinskollegen zugetragen. Um es vorweg zu nehmen, ich nenne keine Namen oder Hersteller.

Sender zur Reparatur eingeschickt, kommt per NN zurück.
lt. Rechnung wurden ein Schalter, ein IC und eine Buchse sowie die Memorybat. getauscht.

Sender ausgepackt, eingeschaltet - Sender tot.

Sender mit Reklamationsschreiben wieder eingeschickt - Hersteller schickt Kostenvoranschlag über ein neues Mainboard und neue Schalterplatine.

Auf telefonische Nachfrage wurde erklärt, dass im Rahmen der Qualitätssicherung Ausgehende Reparaturen 2-fach geprüft werden, folglich der Sender das Werk in funktionsfähigem Zustand verlassen hat. Außerdem seien an dem Sender Umbauten erfolgt. Es könne allerdings nicht festgestellt werden, ob diese vor oder nach der Reparatur ausgeführt wurden.

Diese Umbauten sind vor etlichen Jahren erfolgt, und haben nie Probleme gemacht. Wie oben schon geschrieben, wurde der Sender lediglich ausgepackt und eingeschaltet. Was kann man falsch machen, wenn man den Schalter von off nach on schiebt?

Nun will der Hersteller die neuen Platinen nebst Arbeitszeit und Versandkosten haben.

Ist das rechtens?

Wie sieht hier die Rechtslage aus? Ich gebe ein Teil zur Reparatur mit einem genau definierten Fehler, es werden Bauteile getauscht das Teil wieder zurückgeschickt (Verpackung war ordnungsgemäß) und man hat ein nicht mehr Funktionierendes Gerät.

Bitte keine Kaffeesatzleserei sondern nur sachliche und fachlich richtige Antworten, damit dem Kollegen geholfen werden kann.

Danke.

Ralph
 
Hi,

wenn er keinen Zeugen hat, siehts schlecht aus.

Das das ganze vom Transport passiert wird auch niemand glauben wenn alles sauber verpackt war.

Kannst vor Gericht ziehen - wird ein Vergleich gemacht - kostets noch mehr.

Wenn ein Hersteller / Importeur so auf blöd macht würde ich mir ein anderes Fabrikat Sender holen....

Gruß, Ralf
 
Klar hat man da eine Garantie auf eine Dienstleistung.

In deinem Fall geht das hin und her und der Hersteller möchte einfach nicht bezahlen.
Wurde überhaupt beim Hersteller reklamiert das seine Reparatur nicht zu einem Erfolg geführt hat und welche Konsequenzen das hat?
Hat man von den angeblichen 2 Prüfungen ein Beleg bekommen?
Das ist ja komisch, denn dann müsste es ja funktionieren.
Auch der Senderumbau ist so eine Sache. Normalerweise erlischt ja die Garantie wenn der Sender selbst geöffnet wurde.

Ich bin bei solchen Geschichte dafür das man den Namen nennt.
Schließlich wird bei einem Autotest auch der Name genannt.
Dann mal dem Hersteller mal sagen das darüber öffentlich dikutiert wird.
 
Der Spruch "Memory Batterie wechseln" sagt doch schon alles ! Ich weiß welcher Hersteller es ist :D

Neue Gewährleistung (bei abgelaufener/erloschener Komplettgewährleistung) gibts nur auf die Reparatur. Also den Schalter, IC, Buchse und die Batt.
Sowie auf die Arbeit des Wechselns. Mehr nicht.
Echt blöd gelaufen. Es sei denn die haben den Ein/Aus Schalter gewechselt, und es liegt nur an dem ;)

War da nichtmal was mit Elektrostatischeraufladung an Mainboards ? Grade bei "diesen" Sendern ?
Wer weiß wo die Post das Zeug durchschläust ? Deshalb sind Elektroteile in speziellen Folien eingepackt und so...
 
Threadersteller schrieb:
Bitte keine Kaffeesatzleserei

Es gibt zwei Möglichkeiten.
  • Der Reparateur hat vor dem Versand wie angegeben eine (mehrfache) Funktionsprüfung durchgeführt, die positiv ausgefallen ist. In dem Fall trifft ihn keine Schuld. Damit wäre die Forderung rechtens.
  • Der Reparateur hat die Prüfung(en) nicht durchgeführt. Dann hat er im Zweifelsfall ein defektes Gerät versandt. Die Forderungen des Besitzers können sich dann allerdings nur auf die unnötigen Versandkosten und einen nach Tausch des Mainboards ggf. unnötig vorher getauschten IC beziehen, auf die Gesamtrechnung hat das ohne verbindlichen Kostenvoranschlag keinen Einfluss.

Wenn der Reparateur die Prüfprotokolle beibringt, die seine Aussage bestätigen, sind sämtliche Kosten vom Auftraggeber zu bezahlen. Bringt der Reparateur die Protokolle nicht bei, kann man die unnötigen Versandkosten und die Kosten für den IC (vorausgesetzt, er befand sich auf dem getauschten Mainbord) von der Rechnungssumme abziehen.

Nicht mehr und nicht weniger.

Grüße, Ulrich Horn
 
Im Klartext heißt das

Im Klartext heißt das

Im Klartext heißt das, man ist bei Firmen mit solcher Grundhaltung der Willkür ausgeliefert!

Beweisen kann man eh nichts, oder ?

Vor Gericht gehen endet - wie schon dargestellt -mit einem Vergleich und führt zu unnützen Kosten. D.h. man wirft gutes Geld schlechtem hinterher.

Aus meiner Sicht ist das Verhalten der Firma interessant :

Nehmen wir in erster Näherung mal an, auf dem Transport ist nichts passiert, dann

- hat man zur Wartung und Pflege ein umgebautes, aber defektes Gerät angenommen
- hat die Firma nie und nimmer die Funktionsprüfung am Ende der Arbeiten durchgeführt. Dabei wäre so etwas aufgefallen!
- zieht sich die Firma jetzt auf den Standpunkt zurück, dass es sich um ein umgebautes Gerät handelt , für das man auch bei Wartungsarbeiten keine Garantie übernehmen könnte

Ich meine, dieses Beispiel sollte allen Modellfliegern eine Lehre sein, die ihren Sender auf Jeti, Weatronic, FASST (ohne RASST Modul), u.s.w. umgebaut haben.
Da passiert dann bei der Wartung demnächst ähnliches.
Vielleicht rächt sich der Wartungsmonteur des Senderherstellers dann dardurch, dass er z.B. auf dem Jeti Modul einen kleinen Schaden verursacht...
.
Und der Kunde wird wie ein Punchingball zwischen den Herstellern hin und her geworfen.

Ich meine, der Fall wirft ein bezeichnendes Licht auf den Senderhersteller (und auf die Branche??)

mfg

Jürgen
 
Hallo Jürgen,

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Zitat von Dir:

Vielleicht rächt sich der Wartungsmonteur des Senderherstellers dann dardurch, dass er z.B. auf dem Jeti Modul einen kleinen Schaden verursacht...
------------------------------


unterstellst Du, dass eine Firma bewußt die Ware beschädigt ? Harte Unterstellung, die sogar strafrechtlich nicht ohne ist.

Ich gehe davon aus, dass eine Firma ein Produkt überprüft/repariert/prüft und dann zum
Kunden schickt.

Und ich glaube auch nicht, dass ein Mitarbeiter - egal welcher Firma - einen defekten Sender einfach mal so wieder an den Kunden schickt.

Ich glaube nicht, dass wenn der Service einen Sender prüft und dieser keinen Mucks von sich gibt, eine Firma einfach mal so den Sender zum Kunden schickt.

Ulrich hat den Sachverhalt korrekt auf den Punkt gebracht !

Unterstellungen, dass eine Firma "bewußt einen Schaden produziert" ...??? Finde so eine Unterstellung für nicht hinnehmbar.




Gruss

PW
 
@PW

@PW

Fehler werden fast immer von (einzelnen) Menschen gemacht.

Ich habe keiner Firma etwas unterstellt, sondern von der Möglichkeit gesprochen, dass Wartungsmonteure absichtlich einen Fehler produzieren.

Was Du hier äußerst, verdreht die von mir angedeutete Möglichkeit der absichtlichen Produktion eines Fehlers durch einen einzelnen Mitarbeiter einer Firma vollkommen.

Ich habe daher keiner Firma etwas unterstellt, sondern eine Möglichkeit des Fehlverhaltens eines einzelnen Mitarbeiters angedeutet.
Jedwede andere Darstellung ist eine Verdrehung meiner Aussage. Ich hoffe Du weißt, wie man Advokaten nennt, die so etwas machen?

Übrigens hat es so etwas alles schon einmal gegeben! Solche Aktivitäten beleben nämlich das Reparaturgeschäft.

Wenn Du meinst, meine Äußerung wäre strafrechtlich relevant, dann steht es Dir ja frei eine Anzeige gegen mich zu erstatten.

mfg

Jürgen
 
hi Ralf,
der Hersteller des Senders ist das ja wohl nicht wirklich?

Ich würde mit den Leuten (Vorgesetzter, Vertrieb, etc...) reden, in aller Ruhe, das bringt am meisten. Alles andere ist vertane Zeit.

Am wenigsten Hilfe wirst du hier durch die üblichen Kaffesatzleser erhalten...;)

Es gibt hier ein paar Leute mit guten Verbindungen, vielleicht geht da was per PN ?
 
Hallo Jürgen,

warum sollten Mitarbeiter einer Firma absichtlich einen Fehler im Sender produzieren ?

Was hat der Mitarbeiter davon ? Kostet ihm "nur" seinen Arbeitsplatz.


Gruss

PW
 
Erst einmal danke für die Antworten.

Ich denke, Ulrichs Antwort wird mein Kollege so akzeptieren müssen. Der Kollege hat natürlich keine Zeugen beim Auspacken und der anschließenden Funktionskontrolle gehabt.

@ egge

haben nicht alle älteren Computersender eine Memorybatterie?

@ chip - die Garantie kann nicht erlöschen, wenn man den Sender öffnet. Mit Umbau meinte ich z. B. Einbau von Schaltern etc. Diese werden von allen Herstellern über den Modellbauhandel angeboten zum Selbsteinbau.

Bei meinem Sender (anderer Hersteller) hat mir der Servicetechniker genau erklärt, wie ich meinen Knüppeltaster einbauen muß und das ich dazu das halbe Knüppelagregat zerlegen muß. Also kein Problem.

@ Jürgen

das war nicht meine Frage. Diese lautet: Wie sieht hier die Rechtslage aus?

@ Hans

Ulrich hat die Möglichkeiten geschildert, Peter dies bestätigt, somit habe ich dem Kollegen geraten, mit der Serviceabteilung bzw. dem Serviceleiter zu sprechen, und sich zu einigen.


@ Werner (Moderator)
Ich denke, meine Frage ist Beantwortet. Werner, bitte schließe diesen Thred.

Gruß
Ralph
 
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