Gewebeaufbau für ASK21-Rumpf

Hallo
ich werde dieses Wochenende einen ASK21-Rumpf für 4,2m spannweite laminieren.
Ich werde folgenden gewebeaufbau nehmen;
1X 105 komplett 90°
1X280 komplett 45°
1X280 bis Flächenendkante 45°
eventuell 6-10 glasrovings nf12 durchgehend bis rumpfende
1X105 komplett nur Rumpf

reichen beim mittelsteg, für die Kabinenhaube, mumpe aus baumwoll.trixo relativflüssig angerührt, und mit Rovings komplett ausgefüllt?
denn der steg ist recht schmal, und das laminieren ohne luftblasen wird schwierig werden

Gruß Hermann
 

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Profilanformung

Profilanformung

Hallo

Leg noch gut Rovinge um die Profilanformung.
Warum nimmst keine CFK Rovinge?

L2F Jan
 
Hallo jan
Verstärkungen müssen grundsätzlich mit dem gleichem material ausgeführt werden! wegen der unterschiedlichen bruchdehnung!!
im gegenteil ist es so, wo kohle im rumpf als verstärkung einlaminiert wurde, bricht der rumpf schneller, als wenn erst gar keine verstärkung einlaminiert wurde!
Eigentlich müßte das ja bekannt sein!
ich lege immer großzügig glasrowings in den kabinenhaubenauschnitt und ich hatte hier noch nie einen bruch! wenn dann ist die rumpfröhre hinter den flächen gebrochen.
ich fliege auch bei sturm, oder bei sehr wiedrigen verhältnissen, da kommt es schon mal vor das die landung einen halben absturz gleicht. trotzdem halten sich die reparaturen in grenzen.
hier in diesem fall möchte ich mal möglichst leicht bauen, drum brauch ich eher tipps welcher gewebeaufbau am besten ist. ich habe leider immer zu stabil gebaut!
für den harten einsatz!
Gruß Hermann
 
hier in diesem fall möchte ich mal möglichst leicht bauen, drum brauch ich eher tipps welcher gewebeaufbau am besten ist. ich habe leider immer zu stabil gebaut!
für den harten einsatz!
Gruß Hermann

evtl. funktioniert Glashohlfasergewebe. Das gibts bei r+g in 160, 200 und 300g und sollte lt. Beschreibung gut für stabilen Leichtbau geeignet sein.
Beim Haubenrahmen und Haubensteg sind evtl. Aramidrovings von Vorteil.
 
Hallo
danke für den Tip mit den Glashohlfasern, die hab ich im katalog schon gesehen.
hat damit schon jemand erfahrung sammeln können, verarbeitung, drapierbarkeit?

stimmt keflar und glas passen in etwa zusammen, nur ob das mit der normalen Schere mit mikroverzahnung zu schneiden ist glaube ich nicht so richtig.
ich hab mal Carbon/Keflar-Mischgewebe damit geschnitten, das war eine plage, würd ich nicht mehr machen.... das ist der einzige grund warum ich das zeugs nicht mehr anrühre!
Sonst hät ich mir schon längst meine Rümpfe in Kevlar ausgeführt.

Welche Scheren nehmt ihr für den Formenrand? Ich habe immer schwierigkeiten bei radien und ecken ich bekomm das nie ganz plan!
ich brauche hier einen bewärten tipp, wenn es eine Spezialschere gibt bin ich um den tipp sehr dankbar, um verwechslungen auszuschließen bitte mit link oder bestellnummer, ich hab noch eine kleine gebogene von R+g, aber auch damit hauts nicht richtig hin....
Gruß Hermann
 
Für Kevlar taugt jede billige Baumarktschere. Eine Klinge einfach schnell über ne grobe Schleifscheibe ziehen, oder mit einer neuen Feile im 90 Winkel über die Schneide gehen, das hält einige Meter, dann wird einfach nachgeschliffen.

Für den Formenrand hab ich die große gebogene Schere von r+g bzw. emc vega. Die hat bereits eine Microverzahnung und hält bei mir schon viele Jahre ohne nachschleifen. Wenn sie mal stumpf ist, wird sie einfach selbst nachgeschliffen, wie die billigen Baumarktscheren.

Bei Ecken und engen Radien lieber ein bißchen untermaßig schneiden, dazu das Gewebe leicht von der Form abheben. Vor dem Verkleben hier eingedicktes Harz aufstreichen, dann gibts auch keine Lunker. Zum Verkleben der Hälften dick ich auch das Harz mit Flocken und Tixo leicht ein, dann brauchts in der Regel kein nachspachteln, sondern nur überschleifen.
 
Danke für die kompetenten Tips, ich habe zwei scheren von R+g eine etwas größer, damitschneide ich am liebsten, bei geraden kanten geht das ruckzuck,
ich müßte noch irgendwo noch so eine billige schere rumliegen haben, probier ich nachher gleich aus!
ich werd dann erst mal deinen Rat befolgen und mir dieses Gewebe besorgen.
dann kann es losgehen
Gruß Hermann
 
Hallo zusammen,
ich hab heute den ersten Rumpf aus meiner neuen form entnommen, ich bin überrascht das der Rumpf fast perfekt wurde! allerdings ist mir beim festrollen des gewebeüberstandes ein kleines malör passiert! ein faden Hat sich verhakt und das gewebe etwas weggezogen. nachdem ich der meinung war, das ich das Gewebe wieder an ort und stelle gerollt hatte, habe ich es gut sein lassen. leider habe ich genau an dieser stelle einen Lunker an der naat bekommen.
auf der unterseite habe ich zwar auch einen nur ist der recht klein, und auf der unterseite stört der nicht weiter.
Als Deckschicht habe ich Gelcoat genommen. Kann man den lunker damit auffüllen?
Das gewicht des Rumpfes beträgt 1300g bei einer Rumpflänge von 1900mm, geht das gewicht so in ordnung, oder ist das für die größe zu schwer?
Rowings habe ich im bereich der Kabinenöffnungen, Flächenwurzel, den Bürzel, (Kabinenhaubenteiler), und die komplette länge des rumpfes, im bogen hinauf ins Seitenleitwerk.
Gefühlsmäßig denke ich das ich, das ich noch einen leichteren aufbau machen könnte, und noch immer genügend festigkeit hätte...
ausserdem denke ich wenn ich das harz immer frisch anrühre, besser vom Glas aufgenommen wird und dadurch weniger Harz verbraucht wird.
wenn einer von den Spezialisten mir vielleicht noch den einen, oder anderen Tipp geben könnte, fände ich super!
für die Rumpfnat zum festrollen habe ich ein 16mm buchenrundholz eine 8mm breite scheibe runtergeschnitten, und wird über einen Bügel und Teleskobstab 1-1.7m länge in den rumpfeingeführt. als beläuchtung habe ich eine superhelle LED direkt in den teleskopstab intregiert.

bei R+G gibt es das 160 + 200g Glashohlgewebe, laut datenblatt reduziert sich das Gewicht um 40% und gegen shockbelastungen ist es etwas elastischer, also sogesehen ideal für Rümpfe! Hat damit schon jemand erfahrungen gesammelt? und wie verhält es sich dann im mix mit normalem gewebe ! ? hier ein dank für den hinweis von Eisvogel

Gruß Hermann
 
Hallo ein Bekannter hat schon damit gearbeitet,laut aussage lässt es sich wie normales Glasgewebe verarbeiten, nur mann würde meinen es wäre nicht richtig getränkt dem Anschein nach,was aber nicht der Fall wäre.Ansonsten stabil und Leicht.

Gruß Thomas
 
bei R+G gibt es das 160 + 200g Glashohlgewebe, laut datenblatt reduziert sich das Gewicht um 40% und gegen shockbelastungen ist es etwas elastischer, also sogesehen ideal für Rümpfe! Hat damit schon jemand erfahrungen gesammelt? und wie verhält es sich dann im mix mit normalem gewebe !

Man lese einmal genau:

H-Glas_1.png

H-Glas_2.png


Quelle: R&G Faserverbundwerkstoffe GmbH
 
für die Rumpfnat zum festrollen habe ich ein 16mm buchenrundholz eine 8mm breite scheibe runtergeschnitten, und wird über einen Bügel und Teleskobstab 1-1.7m länge in den rumpfeingeführt. als beläuchtung habe ich eine superhelle LED direkt in den teleskopstab intregiert.

Gruß Hermann

Hatte mir für solche Zwecke eine 21-W Autoglühbirne an ein Rohr geklebt, und mit 12 V gefüttert. Dann hatte ich Licht im Inneren des Rumpfes und mit der Glühlampe bin ich über die Naht gefahren. Durch die Wärme härtete dieser Bereich schneller als der Rest und kam besser zum Anliegen.

Klaus.
 
Hallo zusammen,
leider kann ich aus dem Datenblatt nicht die bruchdehnung rauslesen, drum habe ich ja nachgefragt wie sich das Gewebe zum normalen Gewebe verhält,
außer das es leichter und druckfester ist.
Ich möchte mir auch teure und zeitintensive Experimente ersparen. dafür ist das Forum ja da, um erfahrungen auszutauschen.
da ich mich jetzt nicht gerade als Profi bezeichnen möchte, obwohl ich schon einige Rümpfe und einmal eine Schalenfläche, und einige Leitwerke in Schalenbauweise laminiert habe, bin ich zwar kein Anfänger mehr, aber mein bestreben ist möglichst saubere Rümpfe OHNE lunker zu Laminieren, damit ich nicht mehr so oft nachlackieren muß!

wenn ich noch den einen oder anderen Tipp bekomme, der mir das Laminierleben erleichtert und das Ergebnis verbessert, bin ich immer sehr dankbar.
was mich momentan interressieren würde wieviel ein käuflicher Rumpf in dieser größe wiegen würde, wie geschrieben, es handelt sich um eine Ask21 mit 4200mm Spannweite.
Gruß Hermann
 
Hi,

Mach dir keinen Kopf was er wiegen darf, ich denke für dein "Fliegen" ist das so OK. Das ist doch das Gute am selberbauen.
Ich verwende meist noch Glas UD Bänder, das bringt enorm Festigkeit.
Wenn es bei dir nicht auf die Zeit ankommt nehm doch 163iger Köper Glasgewebe das ist feiner und du kommst mit weniger Harz aus. Dafür halt die eine oder andere Lage mehr.
Das mit den kleinen Mengen Harz anmischen ist schon gut, ich nehme immer noch einen Föhn zur Hilfe.
Aber Achtung, dabei auf gute Lüftung achten!!!!

Gruß
Thomas
 
stimmt schon, ich habe bis jetzt immer etwas zu stabil gebaut, aber ich habe die erkenntnis gewonnen, das für meine zukünftigen Projekte leichtbau unabdingbar ist!
Aufbleien kann man immer.
ich habe momentan leider keine UD-Baänder aus Glas, dafür hab ich Glasrovings kiloweise in der wekstatt. der strang erzeugt halt einen kleinen wulst an der Rumpfinnenwand.
Ziel ist es, die ASK21 unter 5Kg zu drücken! Momentan passe ich gerade die Flächenurmodelle an den Rumpf an, um endlich abgeformt zu werden. Die Höhenleitwerksform ist schon fertig!

Frage:
Wie sind am besten Glasrovings, oder UD-Bänder in das Seitenleitwerk/Rumpfröhre zu laminieren, um die auftretenden kräfte aufzunehmen?

@laqui:
du bist ja der Spezialist für Sichtlaminate, welche tricks kannst du mir noch geben damit ich weniger, oder keine Lunker im Laminat zu produzieren.

Gruß Hermann
 
Hi,

Gewebe immer trocken einlegen und das Harz von unten nach oben holen. Bei Glas ist das kein Problem, da sieht man ja die Blasen.
Bei Kohle hilft nur Training, Training und nochmal Training. Klappt bei mir auch nicht immer. Da gibt es noch andere die das besser können.
Vielleicht doch mal einen Versuch mit dünnerem Glas, oder gar Sandwich.

Gruß
Thomas
 
Hallo Thomas,
bis jetzt habe ich das gewebe immer trocken eingelegt, und das Harz von der form, oder der vorhergehenden lage getränkt.
hilft es vielleicht die erste lage Gewebe etwas angelieren zu lassen?, oder ist das eher kontraproduktiv?
ich habe auch den eindruck das die Lunker vorallem entstehen, das das überstehende gewebe am Formenrand ja immer wieder mit der Schere bearbeitet wird, und sich dadurch vom rand löst, und so beim wiederandrücken kleine luftblasen eingeschlossen werden.
welches gewebe würdest du als erstes einlegen? Ich habe dafür immer das 105g Köpergewebe genommen!
Rein vom gefühl her ist der Rumpf stabiler als man ihn benötigt! darum werde ich beim nächsten mal weiter das Gewebegewicht reduzieren!
Gruß Hermann
 
Hi,

Ich nehm als erstes immer eine Lage 50iger Leinen diagonal mit kurzem Härter, dann ergibt sich automatisch das angelieren.
Die 1.Lage nach dem die fertig eingelegt und getränkt ist gleich beschneiden. Dann hebt es die auch nicht wieder ab wenn die Restlagen beschnitten werden.
Auch beschneide ich beide Seiten bündig, als Nahtband verwende ich ein diagonal Glasband mit 25mm breite, da hält dann jede Faser die Hälften zusammen.
Ich würde an deiner Stelle die Glasrovings hintenraus weglassen, wenn du willst setze eventuell noch einen Spant ein.

Gruß
Thomas
 
Hallo Thomas,
wo beziehst du das Glasband, ich habe bei verschiedenen händlern wie Hp-Textils, R+G, usw geschaut, das sind aber normale Bänder, die Fasern sind da aber nicht Diagonal angeordnet! und da bin ich deiner meinung, das bei diagonalem Gewebe beide Fasern halten!
Gruß Hermann
 
Hi,

Ich hab das von einer Firma die aber nur an Gewerbliche verkaufen.
Wenn du willst kann ich dir ein paar meter schicken. Mehr bitte per PN.

Gruß
Thomas
 
Hallo Thomas,
wo beziehst du das Glasband, ich habe bei verschiedenen händlern wie Hp-Textils, R+G, usw geschaut, das sind aber normale Bänder, die Fasern sind da aber nicht Diagonal angeordnet!

Gewebebänder können grundsätzlich auch nur in 0°/90° gefertigt werden. Unter ± 45° Faserwinkel funktionieren vernünftig nur Litzen, und die gibt´s auch bei einschlägigen Anbietern
 
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