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Gfk Flügel Ohren geknickt - wie reparieren?

Hallo,
ich habe in der Börse hier ein Modell erworben bei dem beide Flügelohren geknickt sind. Der Knick ist jeweils nur einseitig. Wie kann ich so was reparieren? Es ist die Fläche von einer Espada RL. Ich könnte zwar so fliegen weil so weit außen am Flügel wohl keine große Belastung drauf kommt aber allein beim Transport oder beim Aufbau möchte ich größere Schäden vermeiden.
Meine Überlegung war den Flügel einseitig mit einem Dremel und einer Trennscheibe entlang dem Knick aufschneiden, ein Stück Balsa in Epoxyd tränken, rein schieben und wieder schließen. Oder Löcher entlang dem Knick bohren und einfach mit einer Spritze Harz rein spritzen.

Gruß Markus
 

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Servus

Eine Möglichkeit ist die Schale zu öffnen (am besten im Bruch) und ein Stück Schaumgummi mit Harz einzubringen. Den Schaumgummi vorher im Harz tränken und dann auswinden, so dass der Schaum nunnoch feucht ist.
Wenn du den dann in die Fläche legst und die Schalen wieder schließt härtet der Schaumgummi aus und wird dann richtig hart. der Schaumgummi braucht nur ca. 2mm dicker sein wie die Fläche, den drück es dann sauber rein.

Vielleicht ist das eine Option für dich.

MFG

Christian
 
oder mit einer Nadel , Sekundenkleber Injizieren.

Damit das Gewebe weider Stabilität bekommt.

ist aber auch immer eine Frage ob das Gewebe Gebrochen und gerissen ist ,oder nur das Harz
 
Klassischer Fall für Plätzli-Technik. Um den Knick wegschleifen oder dremeln, ruhig bis nur noch wenig Gewebe da ist. Ggf. mit Seku fixieren, damit beim Laminieren nix verrutscht. Dann kleine Glasfaserstückchen kreuz und quer drauflaminieren, trocknen lassen, schleifen, spachteln, schleifen, fillern, schleifen, lackieren. Dauert 2 Tage :)
 
Klassischer Fall für Plätzli-Technik. Um den Knick wegschleifen oder dremeln, ruhig bis nur noch wenig Gewebe da ist. Ggf. mit Seku fixieren, damit beim Laminieren nix verrutscht. Dann kleine Glasfaserstückchen kreuz und quer drauflaminieren, trocknen lassen, schleifen, spachteln, schleifen, fillern, schleifen, lackieren. Dauert 2 Tage :)
Und was machst ,wenn die Schale extrem Dünn ist ? dann wird die Geschichte nämlich nix .

Bei den heutigen Leichtbauen Schalen ,hast fast keine Chance mehr
 
Beim Hawk II ist die Schale bestimmt nicht dick, da habe ich das am Ohr und vor dem Seitenleitwerk genau so gemacht und es hat funktioniert. Wenn die Schale dünn ist schleift man das fein weiter raus, so dass genug Material geschäftet stehen bleibt du legt eben etwas weniger Plätzlis drauf. Die dünnen Schalen bestehen ja auch nicht aus mehr als zwei Lagen. Man kann ja auch Schaumstoff oder ähnliches darunter platzieren, damit die Plätzlis nicht "einsinken". Einen Versuch ist es allemal Wert, bevor die Fläche entsorgt wird.
 
Beim Hawk II ist die Schale bestimmt nicht dick
Du vergleichst gerade ein Pylon ähnliches Modell mit einem Segler?

Also die heutigen Schalen Segler haben einen Bruchteil der Dicke ,wie die des Hawk .

Wie modern die Espada gebaut ist ,weiss ich zwar nicht ,aber ich kenn meine Segler . und da kannst gerade mal den Rumpf noch so reparieren .:D
 

moze

User
Weniger ist Mehr!!!


entweder kleine Löcher bohren oder so wie im Video von Merlin, direkt mit einer kanüle geht aber manchmal auch. Dann enweder dünnflüssigen Seku mit einer Kanüle und Spritze oder eben wie im Video. Alternativ Harz erwärmen und mit einer Kanüle einspritzen. Hier eine Schale aufzutrennen ist absolut zuviel des Guten!

Ansonsten hier mal das erste von 5 Videos wie man minimalinvasiv Flügel repariert.... Schale auftrennen ist einfach überhaupt nicht nötig für sowas.


https://www.youtube.com/watch?v=_EbV1Dix5RM

Grüße und Viel Erfolg

Tim
 
Klassischer Fall für Plätzli-Technik. Um den Knick wegschleifen oder dremeln, ruhig bis nur noch wenig Gewebe da ist. Ggf. mit Seku fixieren, damit beim Laminieren nix verrutscht. Dann kleine Glasfaserstückchen kreuz und quer drauflaminieren, trocknen lassen, schleifen, spachteln, schleifen, fillern, schleifen, lackieren. Dauert 2 Tage :)
Plätzlitechnik kannst bei so einer Fläche vergessen ;)

Ich würd die Schaumstoffmethode machen bzw. mittels Deproneinlage die Oberfläche wieder richten.
Hier auch noch eine kleine Hilfestellung...

https://www.swiss-composite.ch/pdf/A-Reparatur-Schalenfl%e4che.pdf

Eine weitere Überlegung wäre, von einem dünnen Bowdenzugdraht den letzten Zentimeter 90° abwinkeln, das Ende in die geknickte Fläche stecken und die Oberfläche somit wieder ausrichten. Danach dünnflüssigen Sekundenkleber drauf damit der gut durchtränkt.
Anschließend ein, zwei klein Löcher mit einem 8mm (maximal) Bohrer machen und ein wenig Bauschaum reinsprühen (aber ja nicht zuviel!!) damit der sich gleichmäßig verteilt im Bruchbereich, somit hat die Fläche wieder Stabilität von innen. Das alles geht aber nur, wenn es wirklich nur die Oberfläche betrifft. Wenn der Holm oder so beleidigt ist, musst Du Dir eh was anderes einfallen lassen.
 
Hallo,

Danke für eure hilfreichen Beiträge. Ich habe mir mal ein paar Sachen bestellt (neues Harz, Gewebe, Wachs, Spachtelmasse etc.)

Ich habe mir auch einige Videos angesehen und werde mich nun daran versuchen. Erstmal werde ich die Farbe im Bereich der tieferen Knicke mit einem Dremel und einer Messingbürste entfernen, ein etwas größeres Loch bohren um den Innenaufbau zu sehen. Ist ein Stützstoff vorhanden werde ich weitere kleine Löcher bohren und mit einer Spritze Harz rein füllen und anschließend darauf ausreichend Gewebe, spachteln, schleifen und lackieren oder einen Aufkleber drauf. Die Fläche zu öffnen wird wohl nicht nötig sein. Ist meine erste Reparatur dieser Art und wird mein Lehrstück. Ich habe vor mit ein paar Bildern das ganze zu dokumentieren.

Gruß Markus
 
Also mit dem Dremel und ner Messing oder Stahlbürstenaufsatz um die Farbe vor allem im Knick abzutragen bin ich schon mal gescheitert, aber mit Schleifpapier und einer Kutterklinge geht's ganz gut.

Gruß Markus
 
So sieht es jetzt aus. Ist zwar nicht smart, aber es ist die Unterseite der Fläche und so habe ich etwas großzügiger weggeschliffen um genug Auflage fürs Gewebe zu haben und einen sauberen Übergang zu spachteln. Als erstes will ich den Spalt mit angedicktem Harz etwas auffüllen, anschließend zwei drei Lagen Gewebe drüber.



Gruß Markus
 

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bie

Vereinsmitglied
Hi,

...Als erstes will ich den Spalt mit angedicktem Harz etwas auffüllen, anschließend zwei drei Lagen Gewebe drüber...
Füll doch den Spalt mit abgestuften und harzgetränkten Gewebelagen auf, damit stellst du Stabilität her. Mit angedicktem Harz ist das nicht der Fall ... das bringt eigentlich gar nichts.
 
So hätte ich es auch gemacht, aber auch ohne dickflüssiges Harz. Der Spalt is so schmal, da müsste man m. E. nichts unterfüttern. Wenn du Angst hast, dass die Schnipsel "einsinken", mach ein wenig harzgetränkten Schaumstoff drunter. Ich würde jetzt Schnipsel von feinem, dünnem Gewebe (25g) kreuz und quer über den Spalt kleben, so dass die Fasern alle in unterschiedliche Richtungen laufen. Schnipsel werden von unten nach oben etwas größer. Überschüssiges Harz mit einem Zewa sehr(!) vorsichtig abtupfen, damit drückst du das Gewebe an und du bekommst keine Harznasen.

Wenn du dich traust: Lege eine mit Trennmittel behandelte Folie auf das frisch laminierte Gewebe und lege ein Schaumstoffklotz darüber. Den Klotz beschwerst du mit einem dicken Weltatlas. Der Schamstoff drückt durch die Folie das Gewebe schön in der Kontur an. Die Folie muss aber sauber anliegen, sonst gibt's Falten. auf jeden Fall muss dabei überschüssiges Harz abgetupft sein, sonst presst du es nach außen. Im besten Fall musst du nur noch leicht schleifen und lackieren. Wenn's nicht klappt musst du eh schleifen und spachteln, einen Versuch wärs wert.

BTW: Was unterschiedet denn diese Reparatur jetzt von Plätzli? Das Material ist sanft weggeschliffen und es kommt Glasgewebe drüber.
 

moze

User
warum eigentlich dieses Plätzli in alle Richtungen?:confused::confused: Da ist ja wirklich ne Fangemeinde unterwegs hier :D:D:D

ist doch total unsinnig.... Im Grunde ist doch klar wie das Gewebe vorher gelegt wurde (nämlich diagonal, ansonsten ist der Aufbau beim Hersteller zu erfragen). Alles was in andere Richtungen zeigt ist im Grunde überflüssig, eine lage in Flügelrichtung lass ich mir für die Beulsteifigkeit gefallen... wenn man das mal ehrlich betrachtet aber nun gut.
Kann man so machen (plätzli), aber das war jetzt dann maximaler Aufwand für absolut gleichen Erfolg. Für Plätzli natürlich noch vernünftig schäften..... einfach drauf kleben ist's ja nicht....

Dann das nächste ist, die Faserschnippsel nach oben hin kleiner machen, nicht mit klein anfangen und dann größer werden. Beim anschließenden schleifen schleift man sich die längsten durchgehenden Fasern sonst kaputt... ist klar ne? Steht übrigens auch so in der GFK Fibel, für den der's nicht glaubt.

Defakto würde ich eine Folie (die braucht auch kein Trennmittel, Gefrierbeutel funktionieren super!) auf die Schadstelle legen und auf diese mit einem Edding dem umriss abzeichnen. Am besten 2-3 immwe wieder übereinander legen und dann den Umriss kleiner zeichnen (Schäften eben) dann Das Gewebe mit Übermaß auf die Folie legen und dort tränken (so kann man auch das überschüssige Harz gut ausrollen). Anschließend kann man dann Folie/Gewebe anhand der Linie die man vorher drauf gemalt hat punktgenau zurecht schneiden. Da ist dann kein Plätzli mehr nötig und man kann den Faserverlauf genau bestimmen.


Das das Professionell wirklich so gemacht wird sieht man mal bei 13:30 hier https://vimeo.com/60497114


Der Aufwand ist absolut nicht größer als dieses kreuz und quer Gewurschtel und entspricht einfach einer vernünftigen Reparaturmethodik die auch im Luftfahrzeugbau angewendet wird....

einfach irgendwas irgendwie drauf... da hätt man auch einfach unterspritzen können, wäre wohl nicht merklich weniger Haltbar gewesen, dafür deutlich weniger Zeitintensiv.

just my 2 cents...

Grüße

Tim
 
Da ist ja wirklich ne Fangemeinde unterwegs hier :D:D:D
Stimmt, bin ich Fan von ;) Habe das schon mehrfach gemacht und es ist nie mehr an der Plätzli-Stelle gebrochen ;) Es war für meine erste GFK Reparatur sehr einfach zu machen und irgendwie bin ich dabei geblieben. Kreuz und Quer wurde bei Plätzli empfohlen. Ich habe allerdings auch keine Flieger mit sehr dünner GFK Schale. Da das Ergebnis für mich und meine einfachen GFK-Flieger immer ausreichen war, bin ich dabei geblieben. Werde aber beim nächsten Mal durchaus die hier genannten anderen Tipps auch berücksichtigen.

Jetzt hat Markus die Qual der Wahl :)

Gruß, H
 
Servus zusammen,

erstmal finde ich es super, dass das Thema Reparatur so intensiv und kontrovers diskutiert wird. Besser als morgens kaufen mittags fliegen und abends entsorgen...

Ich bin beim Thema Plätzli aber ehrlich gesagt auch vorsichtig gesagt etwas irritiert.
Dass es zufällig hält ist nicht unbedingt der Beleg, dass diese Methode generell funktioniert.
Ich kann mich Tim nur anschließen, das einzig vernünftige ist das Schäften anhand der Belegung des Originals.

Beim Kiefernholm ist ja jedem die Wichtigkeit der korrekten Maserung klar, analog zum Plätzli würde ich dann den kaputten Holm mit einem Stück Spanplatte ausschäften?!?
Da wären alle Richtungen vertreten...

Wenn man die Gewebestruktur und die Lagen nicht kennt und es anderweitig nicht rauszufinden ist hilft folgender Trick (klappt nur bei GfK):
Ein etwa briefmarkengroßes Stück vorsichtig direkt an den Bruch angrenzend heraustrennen, dann in eine Spitzzange einspannen und anschließend anzünden (bitte nur draußen, das rust wie Bolle). Nachdem das Harz rausgebrannt ist, kann das Gewebe vorsichtig Lage für Lage entfernt und analysiert werden.
Einfach mit einem Muster dann abgleichen und die Belegung ist bekannt.
Wenn der Stützstoff unverletzt ist, super. Wenn er kaputt ist oder fehlt ist weiches Balsaholz, das mit eingedicktem Harz eingeklebt wird erste Wahl. Da kann man aber situativ durchaus kreativ sein, auch Styrodur hilft da oft weiter.
Beim Laminieren lege ich gerne als oberste Schicht noch ein weiteres sehr feines Gewebe mit Abreißgewebe dazu, da beim Schleifen sonst evtl. das Strukturgewebe verletzt wird.

So dann kann das lustige Schleifen und Füllern beginnen.

Gruß, Martin
 
Bei stand alone GFK wie bei Rümpfen geht das bestens mit der Plätzli Methode. Brüche mit Superkleber fixierkleben (unter "Trümmerfelder" laminiere ich danach eine 80er Trageschicht von innen an), dann ausschleifen unter einem Schäftungswinkel, zuerst breite und dann kleinere Stückchen 50er oder 105er Körper laminieren.
Genau diese Stärken haben die größte Glasfaserdichte, wenig Luft dazwischen.
Danach Schliff, PE 2K Autokitt, Schliff, Primer, Schliff, Decklack.
So lassen sich die ärgsten Schäden sehr gut reparieren.

Bei Teilen wie Leitwerke oder Flächen ist das schwieriger, da besteht der Aufbau aus Innenlaminat, Füllstoff und dünnem Aussenlaminat.
Auf dem dünnen Aussenlaminat gelingt keine Plätzlitechnik, weil es einfach zu dünn ist, der Schliff ergibt einen Stoß, nie einen flachen Winkel.
Da greift das Reparaturlaminat nur auf den den Füllstoff, das reicht nicht.
Da ist die oben angeführte Methode von swiss composite ideal, wenn auch aufwendig.

Bei einem dünnen Höhenleitwerk in Schalenbauweise habe ich 2mm Kohleröhrchen über einen gefrästen Schlitz wie kleine Holme eingebracht. Das mit nachgestopftem Glasgewebe und Harz/Microballons fixiert.

Oft muß man sich etwas einfallen lassen, wirklich schwierig sind nur tragende Strukturen.
 
Ich habe das Höhenleitwerk meines Sharon mit modifizierter Plätzli-Technik repariert, da sieht man nix mehr und das Laminat war wenig stärker als Papier!
Lack abschleifen wie schon beschrieben, Laminat ebenfalls soweit schleifen, wie es geht und dann mit dünnem Gewebe - so um die 30 g - Leinenbindung, keine Plätzli sondern ‚Platzen‘ auflaminieren. Ich habe den ersten ‚Platzen‘ etwas länger als den Bruch und ca. 1,5 cm breit geschnitten den nächsten dann etwas breiter und den letzten so breit wie die ganze ausgeschliffene Fläche. Wenn die Laminatdicke keine 3 Lagen hergibt, dann schon die zweite Lage so groß scheiden.

Grüße, Nick
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