Globemaster C-124 Maßstab 1:9 von Thomas Maier

Hallo Gerhard,

dass ist ein sehr interessantes und außergewöhnliches Projekt.

Da ich auch auf Mehrmotorige stehe, bzw. schon einige gebaut habe, freue ich mich schon auf Deinen Bericht bzw. auf die Fotos.

Da ich ja nicht weit weg von Dir wohne, sehe ich sie vielleicht auch mal live.

Gutes Gelingen.


Gruß,

Michael
 
Ein paar Daten

Ein paar Daten

Der Maßstab ist 8, 85: 1, das ergibt eine Spannweite von 6,0 m und eine Rumpflänge von 4,49m. Das 'scale-Gewicht' (hoch vier-Formel) wäre leer 7, 5 kg. Tom versucht, 5 kg zu schaffen, um an der Wangener Linde fliegen zu dürfen.
Der Antrieb soll mit 6s / 4000mAh betrieben werden. Motoren sind Scorpion M-3011-760kv, die je ca. 90 gr. wiegen. Der Motor ist eigentlich für Multikopter gedacht, daher muß er mit einer neuen, nach außen ragenden Motorwelle versehen werden, damit ein Getriebe angebaut werden kann. Als Luftschraubenblätter sollen Freudenthaler 23x12 als Dreiblatt verwendet werden, allerdings zusammen mit einem Ramoser-Verstellmittelstück. Die Steigung soll dann bei mindestens 20" liegen.
Die maßstäbliche Reisegeschwindigkeit liegt bei 42 Km/h. Die Maier Brüder hoffen, den Antrieb so abstimmen zu können, dass zumindest 12 Minuten Flugzeit drin sind.
 
Ein paar Fotos vom Rumpfvorder- und -hinterteil. Die einfach gebogenen Abschnitte sind aus 0,6mm Balsa, die sphärischen sind aus 1,5mm Balsa, nass über Styroformen gezogen, getrocknet, verklebt und anschließend dünner geschliffen.


Rumpfhinterteil, nicht mit Tragfläche, das ist das Höhenleitwerk.

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Der Erbauer, Thomas Maier

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Rumpfvorderteil, das ist nur der halbe Rumpf



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Rumpfvorderteil mit einziehbarem Fahrwerk


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TopSan

User
Guten abend zusammen!

Respekt, das wäre nichts für mich, weit zu filigran.:)
[...]
Ich glaube, die Bauweise nennt man "umbaute Luft" :D
Ich finds klasse, wie filigran man bauen kann - geht deutlich über meine Fähigkeiten als anerkannter Grobmotoriker :rolleyes:

Freue mich schon, über den Fortgang zu lesen - tolles Projekt!

Besten Gruß aus dem wald...

Frank
 
Mal wieder ein paar Fotos von Toms Globemaster. Man sieht die beiden Flächenhälften (ohne Klappen und Querruder), als nächstes werden die Einziehfahrwerke eingebaut und die Motorgondeln eingepasst. (Diese werden wahrscheinlich abnehmbar sein). Das Flächenmittelteil wird fest mit dem Rumpf verklebt und soll ihn wesentlich verstärken. Die sphährischen Teile 'Motorverkleidung' und ' Wirbelkeule' sind auch in der Mache, die Holzteile schon zugeschnitten und werden demnächst nass auf den Styroformen aufgebracht. Die zwischenzeitliche Gewichtbilanz sieht gut aus ...

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die Flächenfotos erinnern mich an Original-Rohbau Fotos der Messerschmitt Gigant.
Eine tolle Arbeit! Weiter so, freue mich schon auf weitere Fotos vom Baufortschritt

Gruß
Hans-Jürgen
 

FamZim

User
Hallo Gerhard

Sehr filigrane Arbeit, nicht unbedingt zum Anfassen, aber bei leichten Teilen langt man auch nicht so zu ;)
Die Flächenverbinder kann ich auch nur empfehlen !!!

Gruß Aloys.
 
Hi Gerhard,
ja das ist ja wieder unglaublich, was „unser“ Tom da wieder baut.
Da bin ich ja gespannt wenn er mit dem Flugzeug bei uns auf der Linde auftaucht.;)

Grüßle Markus
 
Modellmasse beim maßstabsgetreuen Nachbau für vorbildgetreues Fliegen

Modellmasse beim maßstabsgetreuen Nachbau für vorbildgetreues Fliegen

Beim maßstabsgetreuen Nachbau ist folgende Formel für die Modellmasse ein Anhaltspunkt:


Wird ein Modell gegenüber dem Originl um den Faktor k verkleinert ( Maßstab; Modell:Original = 1:k), so ergeben sich ein vorbildähnlicher Flugeindruck, wenn die Modellmasse gleich der Masse des Originals geteilt durch k^4 ist.

m Modell = m Original : k^4

Begründung:
Entscheidend für das Fliegen ist die Auftriebskraft.
Sie ist proportional zum Tragflächeninhalt und zum Geschwindigkeitsquadrat.
Beim Modell ist die Tragfläche um den Faktor k^2 kleiner ( 2 Dimensionen), die Geschwindigkeit des Modells ist zum vorbildgetreuen Fliegen um den Faktor k kleiner ( 1 Dimension). Wegen des Geschwindigkeitsquadrats ergibt sich hier auch der Faktor k^2.
Die Auftriebskraft eines Modells sollte daher bei vorbildähnlichem Fliegen um den Faktor k^4 kleiner sein.
Da die Auftriebskraft des Modells nur noch der k^4 - tste Teil des Originals ist, muss die Masse des Modelle auch der k^4 - tste Teil der Originalmasse sein (Auftriebskraft= Gewichtskraft).

Der Ansatz mit k^3 im Nenner ist auf den ersten Blick wegen der 3 Dimensionen eines Körpers plausibel, ergibt aber kein vorbildähnliches Fliegen. Ein solches Modell wäre zu schwer und damit zu schnell, um vorbildähnlich fliegen zu können.
 
Leistung

Leistung

Für die Leistung ist folgende Formel ein Anhaltspunkt:

Umrechnung der Leistung des Originals zur Leistung des Modells im Maßstab k : 1 für originalgetreues Fliegen:

Die Leistung ist

P = m g ( v sink + v steig)

Da die Originalmasse mit Faktor k^4 und die Geschwindigkeiten mit Faktor k entsprechend des Maßstabs auf das Modell zurückgerechnet werden , ergibt sich für die Leistung ein k^5 Zusammenhang:

P Modell = P Original : k^5

Viele Modelle sind bei der Leistung mit ca. k^4 ausgelegt. Sie haben daher gegenüber dem Original erhebliche Leistungsreserven.
 
Genial!!!!

Genial!!!!

Hallo Gerhard,

vielen Dank dass Du den Bau des neuen Modells von Thomas dokumentierst. :)
Das ist Modellbau vor dem ich den Hut ziehe! :cool: Das ist nicht nur modellbauerische Höchstleistung, nein, es steckt auch noch verdammt viel Hirnschmalz in dieser neuen Konstruktion von Thomas.
Alleine die Balsaschalen der Motorgondeln sind ein Kunstwerk. Leichtbau extrem, bis ins kleinste Detail durchdacht, konstruiert und gebaut. Vom Fahrwerk ganz zu schweigen. Thomas, das ist einfach super, was Du da baust.

Ich war schon von der Ju-52 von Tom begeistert, dies hier wird nochmals eine Steigerung.
Ich freue mich auf hoffentlich noch viele Bilder und ich bin mir sicher, das Projekt (DAS ist wirklich ein Projekt!) findet den erhofften und verdienten Erfolgsabschluss.

Viel Spaß bei der Fertigstellung und toi, toi, toi. ;)

Viele Grüße,
Christian Hoffmann
 
Hallo Herbert

Vom Gewicht her sieht's gut aus. Mit Tomˋs Können ist es möglich mit 2x 6s 4000mAh,geplant sind ja nur 1x 6s, unter dem Gewichtslimit von 5 kg zu bleiben.
 
Zusammengebaut

Zusammengebaut

Rumpf und Fläche haben jetzt zusammen gefunden. Der nächste Schritt ist der Einbau der Servos (KST 08), davon 8 Stück. Bei den Einziehfahrwerken wurden allerdings J Servos mit 180 Grad verwendet.
Der Antrieb wurde auch zum ersten Mal gemessen: Scorpion M 3011 - 760 kv (87gr) mit Getriebe 6,75: 1 von Schambeck. Propeller: Aeornaut 18,5x15 +5 Grad- Mittelstück als Dreiblatt. (Steigung ca. 19" ) Bei 22 Volt nahm der Antrieb bei Vollast 11,5 A pro Motor auf und drehte 2350 U /min. Um die gewünschte 'Reisefluggeschwindigkeit' von 40 Km/h zu erreichen, kann der Antreib soweit heruter geregelt werden, dass er kaum über 2 A pro Motor aufnimmt. Allerdings muß der Akku das Ganze mal 4 verkraften, also 46 A, da die Motoren parallel verschaltet sind.
 
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