GPS-gesteuertes Flugzeug

Die Realisierung eines Flugmodells, das mittels GPS und Drucksensor einen vorgegebenen Kurs ohne Eingriff durch eine Fernsteuerung fliegt, ist eigentlich kein Problem.
Frage: Ist ein solcher Flug eigentlich zulässig? Wenn ja, unter welchen Voraussetzungen (muß man das Modell sehen)?
Wo kann man in verständlicher Form die Rechtslage einsehen?
 
Wozu nur ??
Es gibt eine allgemeine Regelung der Flughöhe für Modellflugzeuge abhängig von öffentlichen Einrichtungen und Luftverkersbegegnungen.Außerdem ist es soweit ich weiß nicht zulässig über bewohntem Gebiet zu fliegen.Außerdem ---was haste denn davon wenn dein Modell ohne Sichtkontakt fliegt, dann kannste ja auch die Augen zu machen un stellst dir was vor !!?? Oder haben wir es hier mit einen kleinen James Bond 007 zu tun ?
((Ein Kollege hat auf seine Mustang mal ne Kammera draufgeschnallt und Videoaufnahmen zur Erde gefunkt, Na ja was soll ich sagen jeder hat halt mal gegukt aber so wahnsinnig toll war das alles nicht.))
Die Technik gibt das sicherlich her .Aber wozu nur --oder fliegste Kunstflug GPS unterstüzt ---kleiner Scherz
 

ombre

User
Also, wenn ich den Artikel über das Luftrecht richtig interpretiere, dann ist das Fliegen per GPS grundsätzlich nicht verboten, solange die Flughöhen und die Flugverbotszonen eingehalten werden, und jedem anderen Luftfahrzeug ausgewichen wird. Damit ist das GPS Fliegen aber auch wieder ziemlich witzlos, weil man eh nur in Sichtweite des eigenen Flugplatzes fliegen könnte.

(aber vielleicht könnte man solche Flugzeuge gewinnbringend veräussern, z B in den Nahen Osten.... :p :p :p :cool: :cool: :cool: )
 

DLH404

User
Im aktuellen DMFV Heft ist ein Artikel zu dieser Thematik abgedruckt.
Im groben geht daraus hervor, dass ein solcher Flug genehmigungpflichtig ist. Es handelt sich ja schließlich um eine Art Drohne.
Habs aber nicht genau im Kopf,lest es lieber selber nach.

Ciao

Jan
 
Original erstellt von madu:
nicht verboten, solange ... jedem anderen Luftfahrzeug ausgewichen wird. Damit ist das GPS Fliegen aber auch wieder ziemlich witzlos, weil man eh nur in Sichtweite des eigenen Flugplatzes fliegen könnte.
Das ist genau der springende Punkt, weshalb Drohnen noch nicht im zivilen Bereich (z.B. Verkehrsüberwachung, Küstenüberwachung,...) eingesetzt werden. Die Fluggeräte bräuchten eine "menschenähnliche" Intelligenz und müßten sich ggfs. mit einem entgegenkommenden Flugzeug "verständigen", damit es nicht kracht.
Nun könnte man meinen, daß die Drohnen ja sowieso eine Kamera an Bord haben, über die der Operator doch alles sehen kann. Diese Kamera ist aber i.d.R. nach unten orientiert, so daß eine "Rundumsicht" nur mit einer weiteren Kamera denkbar wäre. Aber auch die könnte nicht alles sehen. Der Operator in der "Bodenstation" sieht leider nicht genug. Und selbst wenn, müßte man erstmal den Bund davon überzeugen, daß von so einer Drohne im zivilen Bereich keine Gefahr für andere Fluggeräte ausgeht... das wird wohl noch ein paar Jahre dauern...
Hier ist noch Material zum Lesen mit schönen Bildern:
KZO - Drohne des Heeres

Gruß
Heiko
 

ombre

User
Moment: Das mit der Kamera an Bord ist auch so eine Sache. Klar kann man eine mitnehmen, das wird verschiedentlich ja auch gemacht. Man kann damit Fotos schiessen, oder Filmsequenzen aufnehmen usw.
Was man allerdings nicht machen kann bzw darf: Echtzeitvideoübertragung !
Das ist nämlich nach unseren Gesetzen soweit ich weiss verboten. Es gibt lediglich eine Frequenz im Amateurfunkbereich, die Fernsehübertragung allerdings nur für Testzwecke erlaubt (irgendwo bei 433 MHz). Das erfordert aber eine Amateurfunklizenz sowie das entsprechende Equipment. Also, so leicht ist das mit dem Ausweichen vor anderen Flugzeugen nicht. Eine automatische Erkennung und Kurskorrektur wäre zwar möglich, aber übersteigt zur Zeit die Möglichkeiten eines Amateurs noch deutlich.
 
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