Graupner Collie 2

Hallo

ich war gestern bei einem Bekannten eingeladen, der vor kurzem eine sehr schöne Graupner Collie 2 ersteigert hat. Allerding hat das Teil nur ein Ruderverstellservo und sonst keine Möglichkeit die Segel zu verstellen.

War denn die Collie 2 jemals für Segelverstellung vorgesehen ?

Wenn ja, hat jemand ein Bild, einen Planausschnitt etc wo man sieht wie das dort realsiert war ?

Wäre toll wenn ihr mir bzw meinem Bekannten helfen könntet, da er mit der Collie unbedingt hinter meiner MM hersegeln will !!

Danke im Voraus

Gerhard
 
Habe eine brauchbare Lösung in meiner alten Collie. Wenn ich die Fotos habe setze ich diese auf meine Web-Seiten. Ab und zu mal reinschauen. Kann noch ein bisschen dauern.

Gruss EF
 
Hallo!

Meines Wissens nach hatte die Collie (1 und 2) keine Segelverstellung. Aber wenn Du eine MM hast, warum guckst Du es da nicht einfach ab? Für die Collie genügt ebenfalls eine Segelverstellung mit einem Servo.

Viel Spaß!
Jörg
 
Hi,

nö, Segelverstellung war damals nicht vorgesehen. Meine Collie 1 hatte nach einem Jahr an der Leine segeln und zwei Jahren mit Rudersteuerung dann ein zur Winde umgebautes Standardservo mit einem klassischen (sog. Endlos-)Umlaufschotsystem eingepflanzt bekommen. Die Umlaufschot und die "Winde" war an einer Kiefernholzleiste montiert und unten am Kiel untergebracht, die Leiste zeigte nach vorne ins Vorschiff, wo die Umlenkrolle befestigt war. Die Windentrommel stellte das andere Ende dar.
Die Großschot mußte allerdings oben ganz hinten durchs Kajütdach geführt werden, um einen gleichen Stellweg am langen Großbaum wie beim kleinen Fockbaum zu bekommen. Das Dach war dann auch nicht mehr ein Schiebedach, sondern wurde mit Clipsen wie der Deckel bei der MM gehalten. War durch Mossgummi dann auch dicht - im Gegensatz zum Original...
Beim "Winden"-Servo war einfach das Poti vom Getriebe entkoppelt worden, so daß die Winde nur noch wie ein einfacher Getriebemotor mit Fahrtenregler lief, also nicht proportional und ohne irgendwelche Endabschaltung (außer eben mechanisch bei der Umlaufschot) - da mußte man eben beim Verstellen genau hinschauen.
Ab und an hat sich die lockere Großschot immer mal wieder irgendwo an den Gerätschaften im Boot verfangen, z.B. besonders gerne am Ruderservo.
Aber es ging meist ganz gut so - und hat auch nicht viel gekostet....
Gruß
Thomas
 
Jaja, das waren noch Zeiten *seufz* ;)

Mein erstes Segelboot basierte auf einem Collierumpf, sämtliche Maße von Rigg und Kiel entnahm ich einem Foto. Als Winde habe ich einen Getriebemotor mit zwei Trommeln eingebaut der die Schoten direkt aufgewickelt hat, geregelt mit einem Minifahrtregler. Das ganze hat erstaunlich gut funktioniert und ich habe mich später geärgert, dass ich das Boot verkauft habe.
 
Kann mir das nicht so recht vorstellen:

wie segelt man denn eigentlich, wenn man keine Segelverstellung hat ?

Gerhard
 
Hi Gerhard,

na eben sicher nicht auf allen Kursen "optimal", aber es geht. Die Segel sind dann in einer Stellung so zwischen Halbwind und Amwind eingestellt - damit man eben noch einigermaßen zurück kommt (ok, das sind dann Kreuzeigenschaften wie ein rahgetakelter Windjammer.....) Bei so einem Modell wie der Collie war das ok, man (ich) ist doch eh meistens nur rauf und runter gefahren und hat sich an dem Fahrbild erfreut, wie die Segel schön gewölbt sind, eine Bugwelle plätschert usw.. Bojenkurs etc. war damals noch kein Thema. Als das ein Thema wurde, kam auch die Winde....

Ist nicht der ultimative Regatta-Trimm - aber bei einem der Graupner-Cups hatte Jürgen Hoffmann mal mit einer CR 914 die Wertung der kleinen Gruppe gewonnen, obwohl ihm nach dem ersten Lauf das Segelstellservo durch Karies ausgefallen war. Segel wie beschrieben eingestellt und einfach weiter gemacht - so gut es eben ging.

Gruß
Thomas

[ 01. Oktober 2004, 16:08: Beitrag editiert von: Murphy R. ]
 
Hi
Wenn ich an dieser Stelle noch mal zu dem Collie Thread im Nachbarforum verweisen darf.

Dort wird auch auf die Schotansteuerung eingegangen sowie auf viele andere Dinge incl. Veredelung des Modells.
 
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