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GRAUPNER HOBBY A1 von H. Finus

PeGru

User
Danke für die Präsentation, Christian.
Absolut gelungen! Und halte uns auf dem Laufenden, wenn es dann ernst wird.
Könntest noch sagen, wie Du die Anlenkung der Ruder gelöst hast bzw. lösen wirst.

Habe in den letzten Tagen am fast festiggestellten Amigo (1) mit der Stahldraht-Torsionsvorspannungskonstruktion
und Kevlarschnur gespielt, bin aber was die Auslegung der Vorspannung angeht, nicht zufrieden - entweder zu stramm oder zu
wenig Rückstellkraft. Werde vermutlich beidseitige Beseilung verwenden.

Gruß Peter

PS: Habe den Amigo letzte Woche bei bestem Wetter im Garten mit Friebe-Spannlack behandelt, vorher Papier 18g/m2 und Glutofix.
Er durfte gestern wieder in die Werkstatt. Könnte jetzt Eintritt verlangen und der Junior meinte: " Hier riechts wie in der K13!"
 
Ich wollte auch eine Seilanlenkung beider Ruder, aber ich habe dann doch eine Bowdenzughülle mit 1mm Innendurchmesser verwendet. Die Ablenkung ist einseitig mit einem 0,8mm Stahldraht. In meinem RES Flieger verwende ich sogar 0,6mm Stahldraht, das ist auch noch steif genug für die geringen Ruderkräfte.
Ich streich den Rumpf gerade mit Spannfix Immun. Der Lack musste stark verdünnt werden und ist trotzdem nicht gut zu verarbeiten. Ich hätte doch lieber Autolack oder Lack aus der Sprühdose nehmen sollen. So ist das, wenn man alles wie früher haben möchte.
 
Hobby

Hobby

Hallo Christian,

sehr schönes Modell hast du da gebaut, sind die Teile gefräßt?
Den Graupner Spannlack nehme ich auch noch, komme sehr gut damit zurecht. Zum verdünnen nehme ich schon seit Jahren Ethylacetat, denke das ist genau das Zeugs was Graupner für viel Geld als Spannfix Verdünner verkauft hat.
Zum Streichen benutze ich sehr weiche Pinsel, Borstenpinsel sind nicht so geeignet.


gruß aus Hüttenberg

Alexander
 
#Alexander
Ja ich habe alle Bauteile gefräst. Den Spannfix Immun Lack in rot hatte ich vor kurzem erst gekauft. Das Lackieren war nicht zufriedenstellend, ich hatte leider nur mit einem Borstenpinsel gestrichen, das war ein Fehler. Um den Lack streichfähiger zu bekommen, habe ich ihn dann mit verdünntem Spannlack verdünnt, das hat etwas geholfen. Mir ist dann aufgefallen, dass sich der Lack beim trocknen an scharfen Ecken wie beim Übergang Rumpf zum Seitenleitwerk ablöst und die Ecke teilweise hohl wird (ist auf dem zweiten Bild teilweise zu sehen). Für einen zweiten Anstrich habe ich diese Hohlräume vorher eingedrückt. Beim zweiten lackieren mit sehr wenig Lack an diesen Ecken wurde es etwas besser. Das sieht jetzt immer noch nicht schön aus, eher so wie mein Modell vor 57 Jahren. :)

Heute morgen habe ich die, mit drei mal Spannlack behandelten, Fläche und Leitwerk vom Baubrett genommen und den Flieger mal zusammengesetzt. Ich war auf das zu erwartende Gesamtgewicht gespannt und habe mal Blei eingefüllt um den Schwerpunkt auf nachgerechnete 59mm zu bekommen. Im Bauplan ist ein deutlich weiter hinten markierter Schwerpunkt angegeben der hinter dem Neutralpunkt liegt. Also mit dem eingestellten Schwerpunkt und funktionsfähigem Modell wiegt der Hobby 216g. Im Bauplan ist angegeben, das der Hobby mindestens 210g wiegen sollte (A1). Ich bin zufrieden mit dem Gewicht.
Jetzt kommt noch ein wenig rote Farbe an den Flächenübergang zum Rumpf und ein wenig Deko. Den Schriftzug "Hobby" habe ich schon, von den hier in RC-Network gezeigten Bildern, nachgezeichnet. Der Schriftzug wird jetzt mit der Fräse und dem Schleppmesser aus Maskierfolie geschnitten und dann auf die rechte Flächenoberseite gespritzt. Ich überlege noch ob ich die Umrandung der Fläche und das Leitwerks wie auf den Abbildungen zu sehen schwarz lackiere oder sie so naturfarben lasse.

IMG_5317.jpeg

IMG_5320.jpeg
Hier sieht man die Anlenkung des Höhenruders mit einem 0,8mm Stahldraht. Man sieht auch die schlechte, streifige Lackierung
 
Spannlack

Spannlack

Hallo Christian,

ja mit dem Spannlack ist so ne Wissenschaft. Der Pinsel ist mit das wichtigste für ne gute Lackierung. Worauf du auch achten musst: das Holz darf vorher nicht mit Grundierung oder transparenten Spannlack vorgestrichen werden. Diesen Fehler habe ich auch anfänglich gemacht, der farbige Spannlack lässt sich dann nur schwer aufbringen, er deckt dann schlecht und man versucht dann die helleren Stellen nochmal zu überstreichen, was die ganze Sache aber verschlimmbessert. Ich streiche den Spannlack immer 3-4 mal , warte aber immer nach jedem Anstrich mindestens 24 Stunden ,bevor ich nochmal drüber streiche. Auch sollte man zügig drüber streichen, damit sich die untere Schicht nicht gleich wieder mit an löst. Stichwort "weicher Pinsel"
So schlecht sieht dein Hobby jetzt aber nicht aus, denke gibt schlimmere :D

@Patrik, den Spannlack hatte ich auch nicht gemeint;)

gruß aus Hüttenberg

Alexander
 

bendh

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Vorsicht mit der Berechnung des Schwerpunktes, das Modell hat ein tragendes Höhenleitwerk. Hast du das berücksichtigt?
 
Ja, das ist schon so eine Sache mit dem tragenden Leitwerk!
Der Schwerpunkt ist entsprechend dem erwünschten Stabilitätsmaß vom Neutralpunkt des Modells abhängig. Ich stell meine Modelle meist mit einem Stabilitätsmaß von 10% ein.

Der Neutralpunkt ist nur von der Geometrie der Fläche und des Höhenleitwerks und dem Abstand der beiden zueinander Abhängig und nicht von den verwendeten Profilen, weder an der Fläche noch am Leitwerk!

Hat das Höhenleitwerk ein "tragendes Profil" ist nur der Anstellwinkel des Höhenleitwerks unterschiedlich zu dem eines symmetrischen Profils. Da das tragende Höhenleitwerksprofil eventuell zu viel Auftrieb liefert, ist es in der Regel deutlich stärker negativ eingestellt als ein Höhenleitwerk mit symmetrischem Profil.

Für Freiflugmodelle die ja nicht über ein Höhenleitwerk RC gesteuert werden gibt es die Möglichkeit das Höhenleitwerk als tragendes, auftrieberzeugendes Element des Modells zu benutzen. Freiflugmodelle sind in der Gesamtfläche limitiert. Um die Höhenleitwerksfläche auch zur Erzeugung von Auftrieb nutzen zu können um die Sinkgeschwindigkeit zu reduzieren werden Schwerpunkte hinter dem Modellneutralpunkt eingestellt. RC gesteuerte Modelle würden aber einige Schwierigkeiten bekommen mit so einer Einstellung (Unterschneiden bei Tiefenruderbetätigung). Da gibt es eine schöne Artikelreihe dazu in der Thermiksense:

https://www.thermiksense.de/wp-content/uploads/2018/06/p_jochen.pdf

Die früheren Modell (Antik und Retro) hatten meist tragende Höhenleitwerksprofile und recht weit zurückliegende Schwerpunkte in den Bauplänen eingezeichnet. Diese weit zurückliegenden Schwerpunkte hatten ihre Ursache aber nicht in der Profilierung der Höhenleitwerke sondern in den im Verhältnis zur Flügelfläche meist viel zu großen Höhenleitwerksflächen. Da wie geschrieben nur die Geometrie des Modells den Neutralpunkt und damit den Schwerpunkt bestimmt, kommen so die zurückliegenden Schwerpunktlagen zustande.
 

bendh

User
Meine Erfahrungen mit alten Modellen und ich baue und fliege sie so wie sie damals gebaut waren, zeigen, dass zum normalen Fliegen (mehr ein verhindern des Entfliegens) kein Tiefenruder gebraucht wird. Ich steuere nur das Höhenruder zum landen und in einer engen Kurve. Den Rest fliegt und steuert das Modell, so wie damals auch. Will ich leistungsfähigere Modelle, werde ich sie besser nach heutigen Erkenntnissen konstruieren, dann sehen sie aber auch anders aus.:D
 
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