Graupner Jolly

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Gemäß diesem Inflationsrechner:
Jolly-Inflation.png


Und? Zufrieden? Oder unzufrieden ;-?

HTH
Patrick
 
[...] scheint mir der Inflationrechner etwas optimistisch.
Nu ja, es wird halt ned alles gleichzeitig und gleichartig teurer:

1) Meine erste Fernsteuerung kostete 1975 als Bausatz 530.- DM, bestehend aus Sender, Empfänger einem "Mini"-Servo und Schalterkabel mit Batteriekasten. Keine Akkus, sondern vorerst mit Wegschmeißbatterien ("Sekundärelemente"). Als Fertiganlage wäre die gegen 800 Emmis hin gekommen. 27MHz, AM, Sender "in üblicher Qualität" = kein Sparzwang sichtbar (Die gab es parallel als Microprop Sport bzw. Hobby.). Mit zwei Kreuzknüppeln = 4K, erweiterbar um zwei Schieber, dann 6K. Sonst mit nix zu erweitern, das war zu der Zeit eher unüblich. Empfänger gleich mit sechs Kanälen ausgestattet.

Heute seien das 932.- Euretten.


2) Meine Eltern hatten in den Sechzigern vor, nach Italien umzuziehen, ich war zur Ersteinschulung in Varese angemeldet. Daraus wurde (leider ;-) nichts, aber sie sind noch 12..15 Jahre regelmäßig in diese Gegend gefahren. Der billigste Sprit, den sie jemals ins Auto geleert hatten, hatte 48 Räppli pro Liter Super an der Miocar-Tanke gekostet. Wie das Autofahren an sich funktionierte, woher die Kennzeichen stammen, wie schnell man so auf welchen Straßen fahrt, wieviel Sprit ein Auto verbraucht und eben wie der in den Tank reinkommt, dürfte so ab '65 oder '66 gewesen sein. Ein Franken war zu dieser Zeit immer 80 Fennich, uns ob's beim Migros überhaupt noch Sprit, Reifen und Ölwechsel en passant gibt, weiß ich gar nicht mehr.

-.48 CHF 1966 -> -.40 DM -> 1.00.9 € heute.


3) Als sie stattdessen 1970 nach (Kuhkaff bei) Lindau gezogen sind, haben sie sich eine neue Glotze gekauft, farbig und riesengroße 67 oder 72cm. Sieben Stationstasten (brauchte damals (fast) kein Mensch), die bessere Ausführung in mit Röhrenvorheizung und Schleiflack weiß zu 2000.- DM, "Neckermann BEST-LEISTUNG" ;-!. Im dortigen Dreiländereck wurden die sieben Tasten tatsächlich voll.

Heute 4621.- €.


Irgendwas ist halt immer ;-) Lilienthal 40 und Nova von der vorherigen Forenseite kommen beide auf 50.-, die finde ich sinngemäß gut vergleichbar. Wenn Du aus persönlichen Gründen genau und nur die Jolly willst, seh' ich das ein. Auch daß Dir die vorn erwähnten 120.- für so'n Pimpelflieger zu heftig sind.
@bendh: Super. Vielen Dank. Leider ist die Bauanleitung die Version, in der keine Maße stehen, sondern nur "Laserteil". Sicher bekomm' ich das auch so hin, aber "schee wär's scho...".
Mich hatte dieses Modell noch nicht wirklich interessiert, ich jetzt aber dessen Plan runtergeOZt und da drin das gefunden:

Jolly-StueLi.png


So what?

"Kult" - Versuch einer Rechtfertigung für geldgeile Halsabschneider... ;-)
"Kult" ist für mich nur immer 'ne moderate Umschreibung von: "das is' Mist!"
Markus Kavka, Musikjournalist

;-)

servus
Patrick
 
Nu ja, es wird halt ned alles gleichzeitig und gleichartig teurer:
Das stimmt- aber wenn man sich die Teuerung alleine in den letzen fünf Jahren im Bereich lebensmittel anschaut... Und die braucht man eben öfter als Fernseher ;)

Habe irgendwann Ende der 70er nen Jolly als Freiflieger gebaut- Fernsteuerung war damals unerreichbar..... Fände ihn durchaus nett und mir wäre es auch 119 € wert :)
 
Der Graupner Jolly (genauso wie der Filou) ist ein fantastischer Segler. Ich möchte ihn auch schon seit Langem bauen.

Solange jedoch auf OZ die Baupläne kostenlos zum Download verfügbar sind (und das ist auch gut so), brauche ich persönlich keinen Bausatz. Modellbau bedeutet für mich in erster Linie eigene Konstruktionen oder den Bau nach einem bewährten Bauplan. Nur ein Modell von Grund auf selbst zu bauen, ist für mich wirklich erfüllender Modellbau. Nur so kann ich die Qualität und die Konstruktion des Modells vollständig selbst bestimmen, meine eigene Kreativität einbringen und zeigen, was ein Modellbauer wirklich kann und wie geschickt er ist.

Diese kleinen „Rucksackmodelle“ sind einfach unglaublich attraktiv und verkörpern eigentlich den ursprünglichen Sinn unseres Hobbys: handwerkliche Fähigkeiten zu erlernen, entspannt zu fliegen, ohne viel Platz zu benötigen, mit kleinen Modellen, praktisch ohne Wartungsaufwand, mit wunderschönem Flugbild und äußerst geringen Anforderungen an die technische Ausstattung – sowohl des Modells als auch der Werkstatt. Das ist für mich Perfektion. Was könnte man sich mehr wünschen?

Lubomir
 
Ganz meine Meinung! Back to the roots👍
Ja, die Rückkehr zu den Wurzeln – und das nicht nur im Modellbau – ist heute der einzige Weg zu einem glücklichen und erfüllten Leben.
Wir müssen lernen, mit weniger auszukommen. Wir müssen wieder herausfinden, wer wir wirklich sind, bevor andere uns einreden, wer wir sein sollten. Das ist der entscheidende Punkt.
Als Menschheit haben wir inzwischen einen Zustand erreicht, in dem der sogenannte „Fortschritt“ oft nur noch von außen aufgezwungen wird – unnötig kompliziert, absurd teuer, extrem ressourcenintensiv und ohne einen nachhaltigen Nutzen. Das Ergebnis ist letztlich nur eine Degeneration des Menschen und seines Denkens.
Es lebe der einfache Retro-Modellbau – der schönste Weg zu einem echten modellbauerischen Lebensstil. Faszination Modellbau. 🙂

Viel Sonne auf den Wiesen!
Lubomir
 
Sehr wahre und auch in meinen Augen sehr richtige Worte. Diesem Weg wird mit Sicherheit nicht jeder zustimmen, weil viele heutzutage ja gar nicht einsehen, einen oder mehrere Schritte zurück zu machen, auf jeden Fall umfassend zu verzichten und vor allem das eigene Verhalten an geänderte Fakten anzupassen, um letztendlich dem Planeten, also unserem eigenen Lebensraum noch eine Chance zu geben. Wenn so weiter "geaast" wird, wird es nur einen Verlierer geben: uns Krone der Schöpfung. Wir werden von der "Natur" in vergleichsweise kurzer Zeit überwuchert und kompostiert, wie auch unsere Machwerke - was sind schon hunderttausend Jahre im Alter dieses Planeten. Wenn uns "jemand von außen" zuschauen würde/sollte, so würde der ungläubig feststellen, daß wir unseren ureigenen und dringend erforderlichen Lebensraum selbst den Garaus machen. Wie viele kaufen denn immer wieder den Mist, weil man ja mitreden können will, weil es schick ist und weil man "in" sein muß - jedes Jahr noch ein paar PS mehr und der Urlaubsflug noch ein bißchen weiter weg und der neueste "Hit" - an grenzenloser Blödheit nichtmehr zu überbieten: Weg von den Erneuerbaren wieder hin zur fossilen Energie, propagiert von Leuten, denen nichts ferner ist als die Umwelt - das absolut Dümmste überhaupt, dem die selbstgefällig grunzende Masse von deren Anhänger gerne einmütig nachläuft, weil sie da am wenigsten von ihren eigenen Gepflogenheiten aufgeben muß, weil sie nicht begriffen haben, wohin die Reise geht...
 
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