Höhenruderanlenkung bei 2m Kunstflugmaschine

mach3

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Hallo Flieger,

ich muss leider aus Scherpunktgründen die Höhenruderservos vom Rumpfheck in ein Servobrett im Schwerpunkt verlagern.
Jetzt tauchen da ein paar Fragen auf. Es handelt sich um einen 2m-Flieger mit 3d-fähigen Ruderflächen. Damit die Austritte in der Rumpfwand nicht zu weit vorne liegen, muss ich die Servos kreuzen, also rechtes Servo steuert linkes HR.
Wenn ich nun, wie ich es vorhatte, ein 5/3er Kohlerohr nehme, hätte ich, weil es halt starr ist, riesige Löcher in der Seitenwand, weil der Servohebel und das Ruderhorn ja Kreisbögen beschreiben, die sowohl nach Höhe und Länge des Ausschnittes verlangen.
Auch nachteilig ist die Kreuzung der Rohre, die sich dann evtl. selbst behindern. Müsste dann schon die Servos unterschiedlich hoch montieren, was auch irgenwie Murks ist....

Der Klassiker, also Bowdenzugröhrchen mit Stahldraht wäre am einfachsten, aber mehr als 2mm Draht geht dabei halt nicht. Bei großen Ruderflächen fühle mich bei 3mm irgendwie besser. Diese Methode hätte halt den Vorteil, dass die Kreuzung der Bowdenzüge unproblematisch ist und die gewisse Flexibilität des Drahtes diese enormen Öffnungen in der Seitenwand unnötig macht. Die Außenröhrchen ließen sich ja an der ungewollten Durchbiegung hindern, indem ich sie mit einer 5 x 5 mm Balsaleiste "schiene".

Der Abstand Servo - Ruderhorn beträgt etwa 750 mm.

Hm..
Suche noch Ideen...

Gruß´
Rolf
 
Tach Rolf,

3mm Stahldraht waer mir zu schwer... Die gezeigte Loesung finde ich aber auch top! Nachgebaut aus Messringrohr mit Kohlestab wiegen die nix.

Ich nehm fuer lange Anlenkungen gerne die 2mm(!) GFK Staebe mit Huelle von mpx. Die sind hinreichend spielfrei und halten alles aus. Ausserdem sind sie "durchsichtig" fuer unsere Funkwellen (anders als Kohle oder Stahl).

Gruss, Wolfgang, im Gegensatz zu Dir vermutlich ziemlich "rund" unterwegs ;)
 
Wichtig ist, sofern du auch mit kleinen Ausschlägen sehr präzise fliegen willst die Rückstellgenauigkeit. Hatte bei meiner Flying Lady da einen Umbaumarathon und schliesslich 2 Servos ins Heck gepflanzt. Folgende Erfahrungen:

2,5 oder 3mm Kohlestäbe in Bowdenzug:
Recht schwergängige Lsg. bei meiner Einbausituation. Führte im zusammenhang mit Getriebespiel zu unzureichender Rückstellgenaugkeit fürs F3A fliegen. Könnte funktineren wenn mit Silikonspray geschmiert und könnte mit 2mm Kohlestäben funktionieren, war mir aber bei 2m Modell zu heikel.

2mm Stahldrähte im Bowdenzug:
Leichtgängiger als Kohle, dafür mit grösserer Wärmedehnung, durch mein im Rumpf eingebauten Schalldämpfer (Reso) und damit verbundener Erwärmung des Rumpfs (während und nach dem Fliegen) war ständiges Nachtrimmen erforderlich. Wenn man mit Stahl arbeitet umbedingt sehr grosse Ruder- und Servohebel verwenden damit sich die Längenausdehung nicht auswirkt. Meine Ruderhebel (ca. 1,5cm - 2cm von der Ruderachse) sind deutlich zu klein dafür.

Ich würde aus heutiger sicht auf die oben angesprochene Lsg. setzen.
 
Ach noch was: Die ein Servo Lsg. hat allerdings den Nachteil das das Servo nicht ausfallen darf. Bei mir hatte ich da mal Glück als sich die Schraube am Servohebel gelöst hat. Trotz zunächst senkrechten Fall hat die Kiste sich etwas stabilisiert und vor einschlag noch etwas HR Flattern gehabt das ziemlich bremsend wirkte. Bin dann gottlob glimpflich mit krummer Steckung und neu einkleben des Fahrwerksbretts davongekommen.
Hätte auch ein Totalverlust sein können.

Gelernt:
Servoschraube in Metallgetriebe nur mit Loctite !!!!!
 
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