Hacker FAI im Graupner Munga???

matt

User
Hallo Speedfreaks,

ich spiele mit dem Gedanken einen Hacker F5D-Antrieb mit 9 Zellen in einen Graupner Munga einbauen zu wollen. Meine Frage wäre, hält das der Munga aus bzw. gibt es bessere Alternativen zum Munga. Ich muß dazu sagen, dass ich keine Wettbewerbe fliegen will. Ich will Spaß und wenn ich schon viel Geld für einen Brushless-Antrieb ausgebe, dann doch bitte gleich was adäquates. Was ist eigentlich der Unterschied zwischen normalem Jeti-Regler und dem Pylon-Regler? Erzeugt der ein schnelleres Drehfeld?

Danke für eure Tipps...

Andreas
 

plinse

User
Moin,

ich habe schon eine Munga mit einem schwächeren Antrieb in der Luft platzen sehen, ich würde es lassen.

Außerdem ist der Hackerantrieb auf die jetzigen Flieger optimiert und die sind wesendlich kleiner und leichter, was heißt, daß der Antrieb in der Munga noch mehr Strom ziehen würde.

Wenn man Wettbewerbskomponenten einsetzen will, sollte man darauf achten, daß das Paket zusammen paßt - auch vom Stand der Technik her. Die Munga stammt noch aus der Zeit der Bürstenmotoren. Nur daß diese Motoren wesendlich schwerer waren und somit entsprechend auch die Flieger. Außerdem waren die Akkus wesendlich schwächer, so daß die Munga bei weitem nicht für heutige Motorleistungen ausgelegt ist.

Wenn du bereit bist, das Geld für einen FAI-Antrieb auszugeben, überlege noch mal, ob du dir dann nicht auch einen entsprechenden Flieger zulegen willst wie den P5 oder ob du das gleiche Geld wie für den Antrieb nicht lieber in einen Pylon400 investierst und dort einen darauf bezogenen heißen BL einbaust. Im Paket ist das auch nicht wirklich teurer. Und ein heutiger Pylon400 mit BL dürfte zumindestens subjektiv schneller wirken als eine Munga mit einem ihr angemessenen Antrieb.
 

matt

User
Hallo Eike,

zunächst mal danke für die klaren Worte, man kann sich schließlich nicht in jeder Sparte des Modellflugs auskennen. Woher würde man denn einen P5 bekommen können? Und welches 400er Modell samt welcher Motorisierung könntest Du mir empfehlen?
Eigentlich wollte ich ursprünglich ein Modell für meine 2,5er BWF`s kaufen, als ich dann die brachiale Gewalt moderner Brushlessmotoren erleben durfte, kam ich irgendwie ins Grübeln...
 

plinse

User
Moin,

die P5 kann man bei Hacker bekommen:

http://www.hacker-motor.com/deutsch/modell-p5.html

Ein F5D Modell ist natürlich elektrisch schon erste Wahl, aber unterschätz die Nebenkosten nicht. Propellersterben ist normal aber auch die Akkus leben nicht wirklich lange. Ein mal am Tag fliegen pro Pack sollte auch reichen, sonst leben die Akkus noch kürzer. Siehe auch die Diskussion, die nach Freckenhorst aufkam bezüglich der FAUP-Zellen - siehe hier im Forum vor etwa 1-2 Monaten.

Wenn man einen Pylon400 heiß machen will, gibt es 2 Ansätze. Das bezogen auf Pylon 400 heißeste Modell ist der Stinger, nur daß der räumlich so ausgereitzt ist, daß man nicht viel mehr reinbekommt, als für Pylon400 üblich. Die kleinen BL's von Hacker, Lehner, Mega wiegen nicht mehr als ein 400er aber ab gewissen Wicklungen sind dann einfach wieder die Akkus am Ende. Man kann denke ich dann eher einen etwas größeren Flieger nehmen und durch die größeren verwendbaren Akkus mehr Leistung verfeuern.

Ein schöner Flieger, wenn auch nicht der neueste, ist da die Adrenalin, sie hat einen großen Rumpf und der Flügel hat eine annehmbare Streckung, gefällt mir somit besser als VIP oder Boomerang. Der Flügel vom VIP ist mir deutlich zu wenig gestreckt und der Rumpf vom Boomerang ist schwerpunkttechnisch nicht trivial, man muß aufpassen. Wenn dann kann man die Adrenalin über Modellbau Pollack bekommen, wie auch den Stinger. Aber Flieger sind Geschmackssache.

Aber mal den Stinger außen vor, sind die heutigen F5D-Flieger nicht mehr viel größer als die größeren Pylon400, haben aber deutlich mehr Leistung drinne. Mußt du halt wissen, wie sehr vorgeschädigt du bist. Schnell ist halt relativ.
Worauf ich sehr gespannt bin, ist der Flieger von einem Kumpel. Es ist ein F5D, in den er einen Mega 16/15/2 einbauen will. Das ist ein günstiger Motor, der nominell 45A vertragen soll. Aber um einen solchen Motor verbauen zu können, braucht man mindestens einen Flieger, in dem man Zellen verbauen kann, die ~30-40A vertragen.

Außerdem sollte steigend mit der Leistung auch der Flieger festigkeitsmäßig mithalten können. Da muß man halt bei den ganzen Pylon400 Modellen etwas aufpassen, da sie übermotorisiert sind, wenn man einen BL einbaut. Bei den kleinen BL noch weniger wichtig, aber oberhalb von 30A zunehmend interessanter.
 

matt

User
Hallo Eike,

den Bericht von Freckenhorst habe ich überflogen. Dies hatte zwei reaktionen zur Folge, erstens bekam ich dieses Gefühl des Habenwollens und zweitens kam ich ins Zweifeln ob derartige Materialschlachten unserem Hobby zuträglich sind. Ok, bei Wettbewerben wo es um Extreme geht ist das vielleicht noch zu rechtfertigen, sonst wohl kaum.
Weißt Du vielleicht wieviel der Stinger derzeit kostet und welchen Flieger will denn dein Kumpel für den Mega verwenden?
 

plinse

User
Moin Matt,

er hat sich einen Tokoloschi aus meiner Form gezogen. Das ist ein Flieger, von dem es Leihurmodelle gibt und der in Deutschland ziemlich viel geflogen wird in F5D.

Die Materialschlacht kann man denke ich nur dann dämpfen, wenn man die Flugzeiten verlängert. Dann haben die Akkus nicht ganz so zu leiden. Sie werden ja schließlich am Stück leer gebrannt. Es wird ja ein neues Reglement geben - zu 2005 - was die Flieger vergrößert, aber wirkungsvoll einbremsen kann man sie wohl nur durch mehr Runden.

http://www.modellbau-pollack.de/
http://www.modellbau-pollack.de/shop/hotliner/stinger.html

Aber der Stinger ist zickiger als ein F5D, vor allem beim Start.
 

matt

User
Hallo Eike,

Tokoloschi ist mir ein Begriff, nur weiß ich nicht wie der aussieht. Hörte ich da eben Urmodelle zum ausleihen, ala Raketenwurm vom Wolf? Wo gibts denn die auszuleihen, bzw. könntest Du mir vielleicht ein Modell laminieren?
Ich muß sagen, dass ich eigentlich nicht so auf die 400er Klasse stehe, obwohl subjektiv verdammt schnell, ist mir das alles bisschen zu klein und fummelig...

MfG Andreas
 

tomtom

User
Servus,
also wir haben gestern mal meine Gilette eingeflogen.
Danke für´s werfen Markus.
Geht schon mächtig gut vorran der Flieger.
Schau mal in den Beitrag: http://www.rc-network.de/cgi-bin/ubb/ultimatebb.cgi?ubb=get_topic;f=8;t=000097;p=3
OK is natürlich nix um bei den Wettbewerben ganz vorne mitzufliegen, aber wenn man einen schnellen F5D Flieger sucht, der noch dazu relativ günstig und vorallem auch zu bekommen ist, ist das ne Alternative.
Gruß
Thomas
 

matt

User
Hallo Thomas,

die Gilette sieht doch wirklich sehr gut aus, ich denke sowas wäre das richtige für mich, da ich keine Wettbewerbsambitionen habe. Verrate mir doch bitte mal was ihr für einen Antrieb verwendet habt. Würde da auch der FAI-Hacker gehen, oder doch besser nicht?

Gruß Andreas
 

tomtom

User
Servus,
Antrieb ist ein Kontronik BL480-33 (Vorläufer vom FUN 480-33) mit ner 5,25x4,75er APC-Latte und 8 Zellen. Da fliesen so ca. 30A. Als nächstes wird mal ne 5x5 getestet, die 5,25x4,75 hatte ich zum Erstflug drauf um einen guten Zug in der Startphase zu haben, ist laut meinem Werfer nicht nötig, da der flieger total einfach zu werfen ist und auch nicht durchsakt sonder sofort beschleunigt (und wie er das tut) und steigt.
Wenns dann doch noch schneller gehen soll kommt ne 5,5x5,5 drauf. Aber schneller muß jetzt erst mal net sein, hab ja so schon 10 minuten gebraucht bis meine hände nicht mehr gezittert haben.
Und ja der Hacker geht da bestimmt auch rein.
Gruß
Thomas
 

matt

User
Hallo Thomas,

welche Zellen habt ihr denn benutzt? Und welcher Spinnerdurchmesser ist denn am Modell vorgesehen? Verwendet ihr Graupner Speed-Prop`s oder APC-Latten? Den Hacker kann man bestimmt auch montieren, die Frage ist, erstens hält das Modell das aus und zweitens halten das meine Nerven aus *lach*...

Gruß Andreas
 

Schmidie

Vereinsmitglied
moinmoin :)

da ich der werfer bin und auch son dingen im keller (dachboden) hab kann ich dir ein paar sachen beantworten...

da wir weicheier sind haben wir für den erstflug einen möglichst leichten akku genommen. da vorhanden 8x RC2/3 oder auch cp1300.
im moment benutzen wir apc latten. die müssen für den spinner, ist übrigens ein 38er da die gilette aus den früheren jahrne ist ;) , deutlich aufgerieben werden.
ob der flieger auch den hacker fai aushält weis ich nicht... wir wollten halt einen möglichst alltagstauglichen und dennoch schnellen flieger haben. klar ist ein "richtiger" fai pylon deutlich schneller, aber auch schneller wieder unten :)
die gilette benimmt sich lammfromm bein start, und lässt sich auch mit 1/3 strom sehr schnell fliegen :) gelle tom? :D und das beste ist natürlich der preis. 125euronen für vollplaste ist schon ganz ok. klar ist die quallität nicht so gut wie bei nem 250€ flieger aber wir fanden sie ausreichend.
so und zum schluss noch ein paar bildchen

die lichtgestalt :)


 

tomtom

User
servus,
Spinner ist ein 38mm Präzisions-Spinner von Graupner. Die aktuellen F5D Modelle haben kleinere Spinner. Die Gilette wurde zu einer Zeit konstruiert, da flog man noch mit dickeren Motoren.
Wir haben APC-Latten drauf, die halten mehrere Landungen aus (getestet an nem 400er Pylon-Nuri "Dotwin"), die Cam-Speeds waren nach jeder Landung hin und kosten auch nen Euro mehr als die APC´s.
Als Akku haben wir für die ersten Flüge wegen dem Gewicht 8x 2/3SC (RC1200) im Einsatz, der 4/5 (RC1600) liegt aber schon bereit und wird dann die Flugzeit von jetzt 2min auf 3min erhöhen (allerdings auch die Landegeschwindigkeit).
Ich sach mal Festigkeitstechnisch dürfte die Kist etwas aushalten (von wegen Hacker), deine Nerven kenne ich net.
Gruß
Thomas
 
Erst mal Glückwunsch zum Erstflug.
Die Gilette ist wirklich wein nettes Fliegerchen mit dem ich auch schon liebäugle :D

Der 480-33 ist optimal für Aufsteiger. Damit ist schon ganz schön was los, hehe. Aber man kann auch gemäßigt im Teilgas damit rumsausen, sodaß man sich nicht überfordern muß.

Die nächste Nummer mit dem FAI-Antrieb ist wirklich nur was für Experten denen nichts mehr schnell genug ist.
 

tomtom

User
Servus Jürgen,
ja also mir reicht dar Antrieb allemal und ich bin ehrlich gesacht nach den ersten paar Sekunden auch nur noch Halbgas geflogen und das war schon sehr schnell, obwohl ich ja schon mit dem Dotwin vom Schmidie meine Erfahrungen gemacht habe.
Außerdem kann man ja noch ne schärfere Latte 5,5x5,5 drauf machen, dann gehts nochmal richtig vorwärts, aber zum eingewöhnen reicht die Konfiguration so erst mal.
Gruß
Thomas

[ 03. September 2003, 21:08: Beitrag editiert von: tomtom ]
 

matt

User
hallo speadfreaks,

ich darf mich erst mal bei allen beteiligten für die info`s bedanken. die gilette ist derzeit wirklich mein favorit und der FAI-Hacker muß wahrscheinlich auch nicht unbedingt sein. obwohl meine nerven wahrscheinlich noch recht gut sind, werde ich wohl die zivilere konfiguration wählen, natürlich rein aus gesundheitlichen gründen...

gruß andreas
 

plinse

User
Moin,

ich denke das ist eine sinnvolle Entscheidung, schon alleine wegen der Alltagstauglichkeit der Komponenten und der Akkulebensdauer.

Zum Tokoloschi: Die Urmodelle verleiht Markus Wanner. Wie das ganze aussieht, kannst du dir auf meiner HP ansehen. Wenn man etwas Erfahrung im laminieren hat eine tolle Möglichkeit an eine super Form für einen sehr guten Flieger zu kommen.

Die Gilette ist aber denke ich fürs Spaßfliegen sinnvoller. Der Tokoloschi ist zwar lammfromm in der Handhabung aber der Ausbau ist etwas fummelig. Im Rumpf ist praktisch kein ungenutzter Platz über, dagegen sind Munga und Gilette riesig.
 
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